Tiri-Pfingst-Sonntags-Ausfahrt

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Fahren bis Einer heult


Ach was freute ich mich auf eine echte Gruppenausfahrt! Endlich wieder mit ein paar mehr Leuten unterwegs sein. Oleg bot einen lockeren 100er an, der genau in mein Programm passte. Herrlich!

Also um kurz nach Neun auf den Renner und durch die Stadt nach Süden. Ganz schön frisch diese 13°C! Ob Kurz-Kurz heute doch zu optimistisch war?

Als ich am Tiri eintraf, waren noch ein paar andere Radler, ebenfalls so gekleidet. Also konnte ich nicht so falsch liegen. Trotz bewölkten Himmels sollte es auch kein Regen geben. Prima.

Der Radler-Treff am Tiri hatte sich mit der Zeit auch ein wenig verändert. Früher kamen »die Alten« zwar auch dorthin, fuhren aber in einer separaten Gruppe vorneweg und später auf anderen Wegen weiter. Heute waren wir »die Alten«.

Ich benötigte ein wenig Zeit um mich an den Humor und besonders an den Fahrstil zu gewöhnen, denn es wurden einige schnelle Passagen eingebaut, die dafür gemacht schienen, Mitfahrer abzuschütteln. Eigentlich hatte ich mich auf »gleichmäßiges Gruppenfahren« gefreut. Oh well, dann halt so.

Diese Fahrweise führte dazu, daß die Schwächeren an unserem Boxenstop durchfuhren, da sie ja ein wenig verschnaufen wollten und nicht immer die gehetzten sein wollten. Soweit, so ok. Allerdings war die Strecke zu Beginn nicht genau kommuniziert und so kam es, dass wir nicht mehr auf die Langsamen aufrollen sollten.

Irgendwann gab es einen zweiten Boxenstop und da wurde telefoniert, wo die denn seien. Wie sich herausstellte waren sie anders gefahren und nach Süden in Richtung Sperenberg abgebogen. Zu allem Überfluss war einer der Protagonisten gestürzt und wartete auf den Krankenwagen.

Normalerweise wäre man einfach weiter gefahren, denn die Langsamen waren ja 1. in einer Gruppe, 2. konnten sich selber helfen und 3. waren falsch abgebogen – nicht wir.

Aber am Tiri ticken die Uhren anders und es wurde zurück gefahren, weiter in den Süden um zu schauen, helfen, was-weiß-ich.

Ich war genervt. Quasi schon auf dem Rückweg wieder nach Süden, die Runde erheblich verlängern. Ich hatte schon knapp 90 km auf dem Tacho und kein Kuchen war in Sicht. Alleine auf den Rückweg wollte ich mich Aufgrund des starken Windes aber auch nicht machen. Merde.

Dann wurde noch zum Unfallort gehetzt, als wären wir auf der Flucht. Großes Kino! Dort angekommen war der Bruchpilot bereits im Krankenwagen verbracht und sein Rad ebenfalls versorgt. Es gab also für uns nichts zu tun, außer weiter zu fahren. Bravo!

Die sehr windige Rückfahrt gestaltete sich dann so, daß ein sehr gut gebräunter Mitfahrer, der gefühlt die letzten 6 Monate auf Teneriffa im Trainingslager verbracht hatte oder früher eine Profi-Karriere eingeschlagen hatte uns mit 34 km/h gegen den Wind zog. Eigentlich toll, aber auch des öfteren nicht nur für mich zu schnell. Homogen geht anders. Naja, ich war ja nur Gast hier.

Irgendwann wurde kurz zum Verschnaufen angehalten und ich fragte ob sie immer so fahren würden, bis einer heult. Die Antwort war kein Kuchen in Trebbin.

Genau mein Sonntagsvergnügen. Aber gut, ich freute mich, in der Gruppe in die Stadt zurück gezogen geworden zu sein. Die Sektoren alleine durch die Stadt waren mehr als beschwerlich und drückten den Schnitt ganz schön.

Mal gucken was morgen so geht. Auf jeden Fall mehr Kuchen!

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