ERT 2020: Portugal/Algarve 4. Tag

ganz schön wellig
Lesezeit: < 1 Minute

von Caldas de Monchique nach Odeceixe


Heute ging es ans Meer und es war auch noch die letzte Etappe vor dem Ruhetag. Genau mein Ding. Wieder standen zwei Strecken zur Auswahl. Ich wählte die kürzere mit 101 Kilometern. Genug für meinen Radurlaub.

Nach dem leckeren Frühstück mit Rührei und Pancakes ging es um kurz nach 9 auf die Strecke. Erstmal ’nen Hügel hoch und dann eine gefühlte Ewigkeit auf dem Kamm entlang mit einer Fernsicht vom Feinsten. Sowas von mein Revier: Glotzen, Landschaft aufsaugen, Kurven kratzen. Mega!

Etwas frisch war es doch, denn die Sonne schaffte es erstmal nicht hinter den Wolken hervor zu schauen. Aber das wäre dann auch einfach zu perfekt.

Das Buffet war schneller als gedacht erreicht, denn es waren nur 47 km dorthin. Wieder einmal war ich der Erste. Vorteil der großen Auswahl, Nachteil war allerdings, dass ich erstmal warten musste bis alles fertig war. Aber auch diese Zeit ließ sich mit Stefans Leih-Drohne hervorragend überbrücken.

Der zweite Teil war dann erstmal etwas dröge, aber als endlich das Meer erreicht war ließ sich auch die Sonne blicken. Was für eine tolle Atmosphäre!

Die restlichen 20 Kilometer zogen sich dann ganz schön und ich war sehr froh als unser heutiger Zielort Odeceixe erreicht war. Was wir hier allerdings am Ruhetag machen können, wir sich sicher morgen zeigen…

ERT 2020: Portugal/Algarve 3. Tag

Abfahrt zum Stausee
Lesezeit: 2 Minuten

von São Brás de Alportel nach Caldas de Monchique


Obwohl der vergangene Abend mit ohne Alkohol genossen wurde, fiel mir das Radfahren heute schwer. Drei Tage in Reihe ist für so morsche Knochen auch ein relativ hartes Unterfangen. Egal, »was muss das muss«, haben schon die Seemänner gesagt. Also rein in die Anstiege. Von dene gab es heute nur vier, denn ich hatte (wohlweislich) die kurze Strecke mit knapp unter 100 Kilometern gewählt. Gute Entscheidung wie ich fand.

Wenige Minuten nach dem Start gab es dann gleich den ersten Kanten zum warm werden. Das war auch nötig, denn die Temperaturen waren noch einstellig.

Und es gab wieder Wind von vorne und davon nicht zu wenig. So viel dass ich irgendwann auch wieder davon genervt war. Ich überlegte ob es auf der Rückfahrt am Ende der Woche nach Faro wohl ständig Rückenwind geben würde!? Aber es half ja nix ich war ja nicht zum Vergnügen hier – oder vielleicht doch!?

Vergnügen stellte sich am Buffet ein. Stulle war auf jeden Fall verdient! Und auch Susis Spotify-Playliste lud zum dauerhaften Verweilen ein. Nur Kaffee gab es keinen, also musste doch weiter gefahren werden. Nach etwa 20 km und herrlichen Landschaften mit Staudamm und Stausee, gab es dann noch einen in einer einfachen Dorfkneipe mit Gina. Für 1,40 € nen Milchkaffee. Läuft.

Der Verkehr läuft hier eigentlich auch ganz gut. Nicht so rücksichtsvoll wie im benachbarten Spanien, aber es läuft. Rückfahrradar sei Dank. Einzige Ausnahmen waren heute der ältere Rollerfahrer der eine Kettensäge in seinem Fußraum liegen hatte, welche weit rechts herausragte und nur knapp an meinen Waden vorbeizog als er mich eng überholte und der LKW Fahrer, der wohl vergessen hatte seinen Kranstützausleger für die Fahrt einzuziehen und mich mit dieser etwa einen Meter weite ausgefahrenen Stütze überholen.

Trotz diesen doch ein wenig aufreibenden Momenten ließen sich die letzen beiden Anstiege dann relativ leicht bügeln, obwohl ich mich doch sehr nach dem Hotel sehnte. Auf den ersten Blick eine tolle Anlage, leider sind die Zimmer um 17:20 Uhr immer noch nicht von den Vorgängern gereinigt, was mich nicht davon abgehalten hat, dass letzte verbliebene Handtuch zu okkupieren, zu duschen und die Handwäsche zu machen.

Nun hocke im mit iPad ausgerüstet im Park, schreibe diese Zeilen und freue mich aufs Abendessen. Morgen dann wieder Radfahren!

ERT 2020: Portugal/Algarve 2. Tag

endlose Landschaften
Lesezeit: 2 Minuten

von Alcoutim nach São Brás de Alportel


Nach dem leckeren Frühstück ging es heute pünktlich um 9 Uhr auf die Strecke. Der Plan war lang-kurz zu fahren, also erst die Nase der  langen Strecke und nach dem Buffet zum Domizil für die Nacht. Das hatte einige Vorteile: wir konnten mit der Fähre gleich zum Anfang der Tour nach Spanien rüber machen und dort ein wenig das Land genießen zum Anderen würden wir ein paar Höhenmeter einsammeln und zu guter Letzt war dann die Strecke auch über 100 km lang. Fast ein Muss auf einer Radreise.

Gleich nach der Fähre wurde es dann auch schon schweißtreibend. Zum langsamen Anschwitzen war heute keine Zeit. Ein fieser Kanten mit mehr als 10% Steigung und elendigen Windböen begrüßte uns in Spanien. Danach ging es nicht weniger windig weiter. Immer schön ins die Fresse Gesicht. Ich sehnte mich nach meinem Bürostuhl und der geschützten Atmosphäre am Kurfürstendamm. Aber es war trocken und die Sonne lugte auch ab und an hinter den Wolken hervor. Also kein Grund zum Beschweren!

Die »Fitties« zogen am Wiedereintritt nach Portugal von dannen und ich bildete mit Herlind, Jule, Johannes und Gerald ein Team. Das dann auch erstmal Einkehr zu Kaffee und Pastinatas machte. Genau mein Geschmack!

Gestärkt ging es dann weiter gegen Wind und Wellen.

Das Buffet sagten wir vorsorglich ab, da wir es im vorgegebenen Zeitfenster wohl nicht erreichen würden. Die Mehrzahl der Teilnehmer hatte den kurzen Track gewählt. Wohl aus Gründen.

Glücklicherweise war die WfF-Crew noch am Buffetpunkt. Der Laben-Tisch war zwar schon mächtig geplündert, aber für zwei Nutella-Stullen mit Banane reichte es noch. Ich war ganz schön am Limit und hätte die restlichen 40 km wohl ohne diese Stärkung nicht mehr so leicht auf die Kette bekommen. Die verbleibenden vier Anstiege gingen dann irgendwie schneller als gedacht an uns vorbei und ich erreichte geschafft, aber zufrieden unser Hotel. Morgen dann vielleicht mal die kurze Strecke!?