{"id":1325,"date":"2010-05-17T14:21:34","date_gmt":"2010-05-17T12:21:34","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.kunstgriff.net\/?p=1325"},"modified":"2017-06-13T16:54:16","modified_gmt":"2017-06-13T14:54:16","slug":"auf-friedensfahrt-kurs-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kunstgriff.net\/?p=1325","title":{"rendered":"Auf Friedensfahrt &#8211; Kurs 2010"},"content":{"rendered":"<span class=\"span-reading-time rt-reading-time\" style=\"display: block;\"><span class=\"rt-label rt-prefix\">Lesezeit: <\/span> <span class=\"rt-time\"> 7<\/span> <span class=\"rt-label rt-postfix\">Minuten<\/span><\/span><h2>1. Tag Prolog von Falkenberg -&gt; G\u00f6rlitz<\/h2>\n<h4>158,83 km | 594 H\u00f6henmeter<\/h4>\n<hr \/>\n<p><iframe height='405' width='590' frameborder='0' allowtransparency='true' scrolling='no' src='https:\/\/www.strava.com\/activities\/698647682\/embed\/f6993bfc8fe001c78376f0d5a945ecbca759583c'><\/iframe>Voller Vorfreude traf ich meine Rennrad-Buddies, Christoph, Peter, Uwe, Oliver, Sven und Stephan mit Rennrad und Rucksack am Bahnhof Gesundbrunnen. Ein Regionalexpress sollte uns nach Falkenberg\/Elster bringen. Dort begann der Prolog, der uns nach G\u00f6rlitz f\u00fchrte, wo die Friedensfahrt 2010 ihren Anfang nehmen sollte.<\/p>\n<p>Peter Scheunemann, seine Frau Christel und eine gro\u00dfe Helferschar begr\u00fc\u00dften uns freudig. Die vielen freiwilligen Helfer und Fahrer verluden unser Gep\u00e4ck und halfen bei der Zuteilung der Startnummern. Nach einer kurzen Ansprache des B\u00fcrgermeisters von Falkenberg ging es auch schon auf die knapp 160 km lange Tour.<\/p>\n<p>Im Zug hatten wir schon auf dem iPhone das Regenradar gepr\u00fcft und f\u00fcr gut befunden, dass es heute trocken bleiben w\u00fcrde. So durften die Regenjacken und \u00dcberschuhe im Mercedes Sprinter Material- und Gep\u00e4ckwagen von Bodo die Reise nach G\u00f6rlitz antreten. Wir machten uns ruhig und routiniert mit gespeichertem Garmin-Track auf den Weg gen Osten. R\u00fcckenwind und gute Laune waren unsere st\u00e4ndigen Begleiter und so wurde im Handumdrehen nach knapp 80 km das reichhaltige Buffet in Lieske erreicht. Es wurden Vollkorn-Brot mit Kr\u00e4uterquark, Tomaten, Paprika, \u00c4pfel, Bananen, <a href=\"http:\/\/www.codecheck.info\/img\/40043\/1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Frischeiwaffeln<\/a>, Wasser und Tee gereicht. Alles was ein Radler sich w\u00fcnscht und nach k\u00f6rperlicher Anstrengung besonders mundet!<\/p>\n<p>Gest\u00e4rkt ging es nun die restlichen Kilometer in die Grenzstadt G\u00f6rlitz in die&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.jugendherberge-sachsen.de\/de\/jugendherbergen\/goerlitz\/index.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jugendherberge<\/a>, wo&nbsp;unser Gep\u00e4ck schon auf uns wartete.<\/p>\n<p>Nun wurden die Teilnehmer aus Leipzig, Dresden und anderen Teilen der Republik begr\u00fc\u00dft und die komfortablen 8-Bett-Zimmer bezogen. Die Spaghetti-Bolognese zum Abendbrot waren genau die richtige Basis f\u00fcr die Strapazen der n\u00e4chsten Tage. Voller Vorfreude wurden zeitig die Zimmerlichter gel\u00f6scht, um ausgeruht und ausgeschlafen die lange Etappen am kommenden Tag bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>2. Tag G\u00f6rlitz -&gt; Turnov<\/h2>\n<h4>164,10 km | 2.238 H\u00f6henmeter<\/h4>\n<hr \/>\n<p><iframe height='405' width='590' frameborder='0' allowtransparency='true' scrolling='no' src='https:\/\/www.strava.com\/activities\/698647708\/embed\/7c1e5ff8ae94ee9077aafbdf7145b3fa1f632b71'><\/iframe>Die heutige Etappe begann mit einem schnellen Fr\u00fchst\u00fcck mit M\u00fcsli und Marmeladenbr\u00f6tchen, denn das Gep\u00e4ck wollte verladen werden und der parteilose Oberb\u00fcrgermeister von G\u00f6rlitz <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Joachim_Paulick\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Joachim Paulick<\/a> wollte seine Rede f\u00fcr uns zeitig beginnen, um uns anschlie\u00dfend mit seinem sch\u00f6nen neuen 7er BMW inkl. Chauffeur auf die h\u00f6chste Erhebung um G\u00f6rtlitz, <a href=\"http:\/\/www.tobik.de\/pics\/rundflug\/landeskrone.jpg\">die Landeskrone<\/a> zu f\u00fchren. Ein tolles Bild: Ganz vorne ein Polizeifahrzeug mit Blaulicht, dahinter der Oberb\u00fcrgermeister und darauf folgend knapp 100 RadfahrerInnen, die die verschiedenen Varianten des G\u00f6rlitzer Kopfsteinplasters erfahren wollten und dabei eine herrliche F\u00fchrung durch die bezaubernde Altstadt genie\u00dfen durften. Keine Stadt hat mehr als 5.000 Baudenkm\u00e4ler!<\/p>\n<p>Das Sightseeing war aber schnell beendet, als die Rampe <a href=\"http:\/\/www.tobik.de\/pics\/rundflug\/landeskrone.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der Landeskrone<\/a> erreicht war. Die Schaltwerke der Teilnehmer begannen zu rattern und es wurde z\u00fcgig auf kleinen G\u00e4nge gewechselt. Der kurze aber knackige Anstieg schien auch dem uns begleitenden <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Uwe_Raab\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ex-Team-Telekom Profi Uwe Raab<\/a> zu gefallen, Christoph konnte die Bergwertung aber trotzdem f\u00fcr sich entscheiden. Ob das der Grund war das Uwe Raab an den Folgetagen nicht mehr dabei war?<\/p>\n<p>Nach dem 16%igen Anstieg war nun auch der letzte Teilnehmer angeschwitzt und es ging im Polizeikonvoi raus aus G\u00f6rlitz Richtung Zittau.<\/p>\n<p>Das Tempo wurde forciert und es bildeten sich verschieden schnelle Gr\u00fcppchen. Es wurde sauber im Wind gewechselt und ordentlich bis kurz vor Zittau gefahren, wo uns erneut eine Polizei-Eskorte erwartete, die uns in die Stadt auf den Marktplatz f\u00fchrte und dann bis an die Grenze geleitete.<\/p>\n<p>Dort musste wir auf einen Radweg ausweichen, der uns zum Buffet f\u00fchrte. Nach einer ausgiebigen St\u00e4rkung ging es weiter zu den ersten H\u00fcgeln: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jeschkengebirge\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Das Jeschkengebirge<\/a> hat keine wirklich steilen Rampen aber doch ist das Gebirge steil genug um die Beine schnell m\u00fcde zu machen. Viel Schalten war wichtig um einen Runden tritt zu wahren.<\/p>\n<p>Schloss Lemberk wurde passiert und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/B\u00f6hmisches_Paradies\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">das B\u00f6hmisches Paradies<\/a> erreicht. Auff\u00e4llig waren die vielen Burgen, welche wir fast im Minutentakt passierten. Ebenso die gr\u00fcnen W\u00e4lder mit ihren zerkl\u00fcfteten Felsformationen: Eine atemberaubende Kulisse f\u00fcr eine Fahrradetappe.<\/p>\n<p>Nach rund 160 km wurde dann <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Turnov\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Turnov<\/a> &#8211; die Stadt der Edelsteine &#8211; erreicht, wo das <a href=\"http:\/\/www.hotelkareliv.cz\/cs\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hotel Karel IV<\/a> unsere Herberge f\u00fcr die Nacht sein sollte.<\/p>\n<h2>3. Tag Turnov -&gt; Kudowa Zdr\u00f3j<\/h2>\n<h4>100,66 km | 660 H\u00f6henmeter<\/h4>\n<hr \/>\n<p><iframe height='405' width='590' frameborder='0' allowtransparency='true' scrolling='no' src='https:\/\/www.strava.com\/activities\/698647648\/embed\/c502eea50b81a5a3fa82469e6118a3ede30c0f9c'><\/iframe><br \/>\nDer prasselnde Regen, welcher die ganze Nacht auf das Fensterbrett unseres sch\u00f6nen Hotels ein nieder ging, lie\u00df f\u00fcr die heutige Tour nichts gutes erahnen. Und der Blick ins Internet best\u00e4tigte dann unsere Bef\u00fcrchtung: Es w\u00fcrde wohl eine reine Regenetappe werden.<\/p>\n<p>Eigentlich ertr\u00e4glich, wenn dann auch die Temperaturen nur einstellig sind, ist es wirklich unangenehm den ganzen Tag im Sattel zu verbringen. Aber wir hatten keine Wahl, das Etappenziel <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kudowa-Zdr\u00f3j\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kudowa Zdr\u00f3j <\/a>musste erreicht werden, wir entschlossen uns, die kurze nur 100 km lange <em>Genie\u00dferrunde<\/em> zu fahren. Erleichternd kam hinzu, dass diese Etappe mit 611 H\u00f6henmetern relativ flach war und so bei dem <em>Sauwetter<\/em> nicht auch noch hohe H\u00fcgel <em>geb\u00fcgelt<\/em> werden mussten.<\/p>\n<p>Nach knapp \u00fcber 100 km durch sch\u00f6ne Landschaften, die sich bedingt durch den zugezogenen Himmel, nicht wirklich genie\u00dfen lie\u00dfen, erreichten wir das kurz hinter der tschechischen Grenze gelegene <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kudowa-Zdr\u00f3j\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kudowa Zdr\u00f3j<\/a>. Das Hotel lag an einem Hang in dem kleinen Wintersportort und die Zimmer mussten erst einmal ordentlich eingeheizt werden, um die nassen Sachen wieder trocken zu bekommen. Dies gelang wegen der herunter gefahrenen Heizung leider nur bedingt. Unsere Truppe legte dann einen kollektiven Mittagsschlaf ein, denn wir waren aufgrund es fr\u00fchen Starts um 8 Uhr in <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Turnov\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Turnov<\/a> schon um kurz nach 12 in <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kudowa-Zdr\u00f3j\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kudowa Zdr\u00f3j<\/a> und hatten bei dem Wetter keine Lust auf weitere Aktivit\u00e4ten im Freien.<\/p>\n<p>Nach dem Abendessen h\u00f6rte es auf zu regnen und es wurde, wie an jedem Tag, noch ein Abendspaziergang eingelegt und der kleine Ort erkundet. Es gab Schokolade aus dem Supermarkt, welche bedingt durch fehlende <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Z\u0142oty\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Z\u0142oty<\/a> mit EC Karte bezahlt werden musste. Dann ging es mit der Hoffnung auf bessere Wetter zeitig ins Bett.<\/p>\n<h2>4. Tag Kudowa Zdr\u00f3j -&gt; Karpacz<\/h2>\n<h4>162,34 km | 2.017 H\u00f6henmeter<\/h4>\n<hr \/>\n<p><iframe height='405' width='590' frameborder='0' allowtransparency='true' scrolling='no' src='https:\/\/www.strava.com\/activities\/698647710\/embed\/b07d5ef2faca19c6c1e77d720a1af085649c02f7'><\/iframe>Heute wurde erst um 9 Uhr gestartet und so hatten alle Fahrer mehr Zeit sich zu sortieren und die R\u00e4der in Schuss zu bringen. Die lokale Polizei von <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kudowa-Zdr\u00f3j\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kudowa Zdr\u00f3j<\/a> f\u00fchrte uns relativ professionell aus dem Ort, auf diese relative lange und h\u00fcgelige Etappe, welche das <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Riesengebirge\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Riesengebirge<\/a> als Ziel hatte.<\/p>\n<p>Wir fuhren st\u00e4ndig durch einen grau verhangenen Himmel, schoben das Regenfeld aber st\u00e4ndig vor uns her oder zogen es nach, blieben aber gl\u00fccklicherweise den ganzen Tag, trotz gef\u00fchlter 99%iger Regenwahrscheinlichkeit von Wolkenbr\u00fcchen verschont.<\/p>\n<p>Wenn dann auch noch die Zeit reicht um den Blick durch diese atemberaubende Landschaft schweifen zu lassen, schl\u00e4gt jedes Radfahrer Herz h\u00f6her. Nach rund 30 km wurde der Ort <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adr\u0161pach\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Adr\u0161pach<\/a> erreicht, der das gr\u00f6\u00dfte und <a href=\"http:\/\/www.skaly-adrspach.cz\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wildeste Felsenlabyrinth in Mitteleuropa<\/a> beheimatet. Eine perfekte Film- oder Postkartenkulisse gaben die wie Schneidez\u00e4hne aus dem Boden ragenden Felsen ab.<\/p>\n<p>Nach weiteren 50 km wurde der Asphalt wieder schlechter, was ein sicheres Zeichen daf\u00fcr war, dass wir Polen erreicht hatten. Vor uns lag nun <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Riesengebirge\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">das Riesengebirge<\/a>, welches seinem Namen alle Ehre machte. Es begr\u00fc\u00dfte uns mit einem 16 Kilometer langen Anstieg. Oben angekommen, neben still gelegten Skiliften ging es dann die 8 Kilometer lange Abfahrt hinab ins Tal, wo sich alle f\u00fcr die etwa 9 km lange <em>Bergankunft<\/em> sortierten. Es war ein tolles Gef\u00fchl auf der Hauptstra\u00dfe mit den vielen Buden und Fu\u00dfg\u00e4ngern am Wegesrand,&nbsp;durch diesen belebten Wintersportort zu fahren. Die verschiedenen Essensger\u00fcche machten Hunger und steigerten die Freude \u00fcber das Erreichen des nahen Ziels. Aber die Stra\u00dfe durch den Ort wollte einfach nicht enden, und wurde immer steiler! Kontinuierliche 10% Steigung nach 1.900 hm auf 150 Kilometern zu treten, erfordert ein hohes Ma\u00df an Willenskraft und Disziplin.<\/p>\n<p>Im <a href=\"http:\/\/www.e-apollo.eu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hotel Apollo<\/a> erwartete uns bereits unser Gep\u00e4ck und ein sch\u00f6nes 4-Bett-Zimmer im dritten Stock. Der Aufstieg ins Zimmer wurde genau geplant, denn die Stufen erschienen wie ein Marsch \u00fcber den <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hillary_Step\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hillary Step<\/a>.<\/p>\n<p>Nach dem Abendessen wurde wieder unser traditioneller Verdauungsspaziergang angetreten, welcher uns zu einem Live-Open-Air Rock Konzert f\u00fchrte. Dieses fand an einem malerischen Staudamm statt und die polnische Jugend und wir hatten viele Spass am Live-Rock, Lagerfeuer und leckerem Pivo vom Fass. Die junge Tresenkraft konnte aufgrund <span style=\"text-decoration: line-through;\">Ihres angeheiterten Zustands<\/span> meines Charms nicht mehr richtig Z\u0142oty in Euro umrechnen, und so erhielten wir 4 leckere Becher Fassbier zum Preis von 5 \u20ac. <em>Sehr fein.<\/em><\/p>\n<h2>5. Tag Karpacz -&gt; G\u00f6rlitz<\/h2>\n<h4>139,40 km | 2.076 H\u00f6henmeter<\/h4>\n<hr \/>\n<p><iframe height='405' width='590' frameborder='0' allowtransparency='true' scrolling='no' src='https:\/\/www.strava.com\/activities\/698647668\/embed\/889285a652010b09ff4043c34db0b301b598c36e'><\/iframe><br \/>\nDie letzte Etappe unserer f\u00fcnft\u00e4gigen Rundfahrt sollte uns aus dem Riesengebirge zur\u00fcck in die Bundesrepublik f\u00fchren, nicht aber ohne noch eine ordentliche <em>Bergwertung<\/em> einzulegen.<\/p>\n<p>Diese Pr\u00fcfung sollte mein ultimativer Anstieg werden: <a href=\"http:\/\/www.quaeldich.de\/paesse\/spindlerpass\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der Spindlerpass<\/a>, eine 10 km lange Rampe mit 891 hm. So etwas bin ich bisher noch nicht gefahren und ich dachte auch zeitweise das Rennrad sei das falsche Ger\u00e4t, um solch eine Stra\u00dfe zu befahren. Wanderstiefel oder zumindest ein Mountainbike w\u00e4ren sicher angebrachter. Steigungen von \u00fcber 23% gepaart mit feuchtkaltem Wetter erfordern ein sehr hohes Ma\u00df an K\u00f6rperbeherrschung und Willen. Auch die Entfernungsmarkierungen auf der Stra\u00dfe, die die Polen dort f\u00fcr Ihr Bergzeitfahren angebracht hatten waren wenig hilfreich f\u00fcr die Motivation, denn es gab immer wieder wilde Spr\u00fcnge bei der Z\u00e4hlung oder die Zahlen wurden einfach durchgestrichen und mit anderen Farben wieder \u00fcbermalt.<\/p>\n<p>Aber jede Qual hat einmal ein Ende und so erreichte ich in dichtem Nebel und bei gef\u00fchlten minus 10\u00b0C und Windb\u00f6en der Stufe 5 Peter Scheunemanns Versorgungsfahrzeug. Dort wurde unter gro\u00dfer Eile eine halbe Banane <em>inhalierte<\/em> und schleunigst meine Regenjacke f\u00fcr die kalte Abfahrt \u00fcbergezog. <em>Gipfelgenuss<\/em> geht anders.<\/p>\n<p>Die B\u00f6en machten sich nun auf der schnellen Abfahrt heftigst bemerkbar und der Lenker musste fest umklammert werden, was auf Grund der <span style=\"text-decoration: line-through;\">tief<\/span>gefrorenen Finger ein echtes Kunstst\u00fcck war. Aber ich wusste, dass es mit jedem Meter, welchen es nach unten ging auch ein wenig w\u00e4rmer werden w\u00fcrde und so galt wieder einmal: <em>Kette rechts und durch.<\/em><\/p>\n<p>Im Tal kamen dann sogar ein paar wenige Sonnenstrahlen durch den grauen Himmel, was mich gl\u00fccklicher machte als 10 St\u00fcck Mohnkuchen.<\/p>\n<p>Nachdem das Riesengebirge hinter uns gelassen war, wartete aber schon das<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Isergebirge\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Isergebirge<\/a> darauf von uns&nbsp;erklommen zu werden, und so ging es mit routiniertem Tritt wieder hinauf auf den k\u00fchlen, nebligen Kamm des I<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Isergebirge\">sergebirges<\/a>. Eine sch\u00f6ne Landschaft, die bei Sonnenschein sicher wirklich genossen werden kann, so wurden aber nur H\u00f6henmeter gesammelt und der <a href=\"http:\/\/www.severnicechy.info\/dr-de\/wasserflachen-und-laufe\/isergebirge\/stausee-sou.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sous Stausee<\/a> passiert, um den 980 Meter hohen Jizerapass zu meistern.<\/p>\n<p>Dort oben wussten wir, dass nun alle H\u00fcgel erklommen waren und es nur noch hinab nach G\u00f6rlitz ging und so wurden die letzten 20 km in 2er-Reihe \u00fcber schlechte polnisch und tschechische Stra\u00dfen zur\u00fcck zur <a href=\"http:\/\/www.jugendherberge-sachsen.de\/de\/jugendherbergen\/goerlitz\/index.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jugendherberge in G\u00f6rlitz<\/a> gefahren. Dort wartete schon Bodo mit unserem Gep\u00e4ck und wir hatten noch Zeit f\u00fcr eine schnelle Dusche, denn wir wollten den bald fahrenden Zug zur\u00fcck in die Hauptstadt erreichen.<\/p>\n<p>Nach Verabschiedung ging es frisch geduscht auf unseren R\u00e4dern zum Bahnhof. Unser Gep\u00e4ck wurde von Bodo mit dem <a href=\"http:\/\/www.mercedes-benz.de\/content\/germany\/mpc\/mpc_germany_website\/de\/home_mpc\/van\/home\/new_vans\/models\/sprinter_906\/model_variants.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Materialtransporter<\/a> zum Bahnhof gefahren und so blieb noch Zeit f\u00fcr ein Beck&#8217;s Gold als Wegzehrung zur\u00fcck in die Hauptstadt.<\/p>\n<p><em>Mein Fazit:<\/em><\/p>\n<p>Auch im Jahr 2010 war diese Veranstaltung \u2013 Dank Peter Scheunemann und seinem Team \u2013 eine <em>perfekt<\/em> gelungener Kurzurlaub, in dem ich viele neue Eindr\u00fccke sammeln durfte.<\/p>\n<p>Ohne das permanente <em>Strippen ziehen<\/em> der Organisatoren im Hintergrund w\u00e4re so ein stressfreies Fahrradfahren durch zwei &nbsp;mir doch recht fremde L\u00e4nder niemals m\u00f6glich gewesen. Mein Dank geht auch an Detlev R\u00f6mer f\u00fcr die tolle Streckenplanung! 5-Sterne-Deluxe!<\/p>\n<p><em>Im n\u00e4chsten Jahr bin ich wieder dabei &#8211; keine Frage!<\/em><\/p>\n<p><em>Statistik:<\/em><br \/>\n725,32 km in 5 Tagen gefahren<br \/>\n27:03 Stunden im Sattel gesessen<br \/>\n26,8 km\/h Durchschnittsgeschwindigkeit<br \/>\n7.058 H\u00f6henmeter erklommen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Tag Prolog von Falkenberg -&gt; G\u00f6rlitz 158,83 km | 594 H\u00f6henmeter Voller Vorfreude traf ich meine Rennrad-Buddies, Christoph, Peter, Uwe, Oliver, Sven und Stephan mit Rennrad und Rucksack am Bahnhof Gesundbrunnen. Ein Regionalexpress sollte uns nach Falkenberg\/Elster bringen. 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Tag: Horka -> G\u00f6rlitz","author":"Georg","date":"Mai 4, 2016","format":false,"excerpt":"Mini-PrologMit dem Zug ging es morgens nach Cottbus. Leider begleitete uns die komplette Zugfahrt Regen. Auch in Cottbus sch\u00fcttete es in Str\u00f6men. Die angereisten Protagonisten st\u00f6rte das nur wenig. Der Gro\u00dfteil der Radler\/innen entschlossen sich, trotz des starken Regens ihre Taschen zu verladen und sich auf die Strecke zu machen.\u2026","rel":"","context":"In &quot;Radfahren&quot;","block_context":{"text":"Radfahren","link":"https:\/\/blog.kunstgriff.net\/?cat=14"},"img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":13421,"url":"https:\/\/blog.kunstgriff.net\/?p=13421","url_meta":{"origin":1325,"position":3},"title":"Auf Friedensfahrt\u2013Kurs 2016 5. Tag: Karpacz -> G\u00f6rlitz","author":"Georg","date":"Mai 8, 2016","format":false,"excerpt":"110 km | 1.510 H\u00f6henmeter Ich war schon fr\u00fch wach, da unsere Unterkunft, das Hotel Apollo, keine Gardinen hatte. Auch stand Christian mit seiner wei\u00dfen Unterhose und einem langen Stock neben meinem Fenster. Ich rieb mir schlaftrunken die Augen und konnte mich an letzte Nacht erinnern: sein geliebtes \u00d6tztaler-Trikot war\u2026","rel":"","context":"In &quot;Radfahren&quot;","block_context":{"text":"Radfahren","link":"https:\/\/blog.kunstgriff.net\/?cat=14"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/blog.kunstgriff.net\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/32-vor-der-Abfahrt-Hotel-Apollo.jpg?fit=1200%2C266&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/blog.kunstgriff.net\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/32-vor-der-Abfahrt-Hotel-Apollo.jpg?fit=1200%2C266&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/blog.kunstgriff.net\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/32-vor-der-Abfahrt-Hotel-Apollo.jpg?fit=1200%2C266&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/blog.kunstgriff.net\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/32-vor-der-Abfahrt-Hotel-Apollo.jpg?fit=1200%2C266&ssl=1&resize=700%2C400 2x, https:\/\/i0.wp.com\/blog.kunstgriff.net\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/32-vor-der-Abfahrt-Hotel-Apollo.jpg?fit=1200%2C266&ssl=1&resize=1050%2C600 3x"},"classes":[]},{"id":17802,"url":"https:\/\/blog.kunstgriff.net\/?p=17802","url_meta":{"origin":1325,"position":4},"title":"Auf Friedensfahrt\u2013Kurs 2018 3. Tag: G\u00f6rlitz -> Jelenia G\u00f3ra","author":"Georg","date":"Mai 10, 2018","format":false,"excerpt":"121 km | 1.903 H\u00f6henmeter Heute ging es endlich los: der offizielle Teil der ITF 2018 begann. Nix mehr mit Prolog und \u201efahren zum Start\u201c. Heute begann es \u201ethe real thing\u201c und f\u00fcr mich sogar schon zum 9. mal. Habe ich glaube ich bereits erw\u00e4hnt. Egal. Es f\u00fchlte sich an,\u2026","rel":"","context":"In &quot;Radfahren&quot;","block_context":{"text":"Radfahren","link":"https:\/\/blog.kunstgriff.net\/?cat=14"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/blog.kunstgriff.net\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/angekommen-im-Mercure.jpg?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/blog.kunstgriff.net\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/angekommen-im-Mercure.jpg?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/blog.kunstgriff.net\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/angekommen-im-Mercure.jpg?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/blog.kunstgriff.net\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/angekommen-im-Mercure.jpg?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=700%2C400 2x, https:\/\/i0.wp.com\/blog.kunstgriff.net\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/angekommen-im-Mercure.jpg?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=1050%2C600 3x"},"classes":[]},{"id":15616,"url":"https:\/\/blog.kunstgriff.net\/?p=15616","url_meta":{"origin":1325,"position":5},"title":"Auf Friedensfahrt\u2013Kurs 2017 2. Tag: Falkenberg -> Dresden (Prolog)","author":"Georg","date":"Mai 24, 2017","format":false,"excerpt":"128,4 km | 1.011 H\u00f6henmeter Recht windig und bew\u00f6lkt begann der Tag nach einem leckeren Fr\u00fchst\u00fcck in der Schloss-Herberge. Der auferlegte Plan war erst Einmal die restlichen Mitfahrer vom f\u00fcnf Kilometer entfernten Bahnhof abzuholen. Dort Ausharren war dort nicht das gr\u00f6\u00dfte Vergn\u00fcgen, zumal wir schon in Radbuchsen beim Fr\u00fchst\u00fcck erscheinen\u2026","rel":"","context":"In &quot;Radfahren&quot;","block_context":{"text":"Radfahren","link":"https:\/\/blog.kunstgriff.net\/?cat=14"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/blog.kunstgriff.net\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Stoppomat-l%C3%A4uft-nicht-so-gut-wie-2011.jpg?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/blog.kunstgriff.net\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Stoppomat-l%C3%A4uft-nicht-so-gut-wie-2011.jpg?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/blog.kunstgriff.net\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Stoppomat-l%C3%A4uft-nicht-so-gut-wie-2011.jpg?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/blog.kunstgriff.net\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Stoppomat-l%C3%A4uft-nicht-so-gut-wie-2011.jpg?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=700%2C400 2x, https:\/\/i0.wp.com\/blog.kunstgriff.net\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Stoppomat-l%C3%A4uft-nicht-so-gut-wie-2011.jpg?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=1050%2C600 3x"},"classes":[]}],"jetpack_likes_enabled":true,"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.kunstgriff.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1325","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.kunstgriff.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.kunstgriff.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.kunstgriff.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.kunstgriff.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1325"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.kunstgriff.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1325\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.kunstgriff.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1325"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.kunstgriff.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1325"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.kunstgriff.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1325"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}