{"id":1365,"date":"2010-05-22T15:21:51","date_gmt":"2010-05-22T13:21:51","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.kunstgriff.net\/?p=1365"},"modified":"2017-06-13T16:39:25","modified_gmt":"2017-06-13T14:39:25","slug":"rhon-rtf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kunstgriff.net\/?p=1365","title":{"rendered":"Rh\u00f6n-RTF"},"content":{"rendered":"<span class=\"span-reading-time rt-reading-time\" style=\"display: block;\"><span class=\"rt-label rt-prefix\">Lesezeit: <\/span> <span class=\"rt-time\"> 4<\/span> <span class=\"rt-label rt-postfix\">Minuten<\/span><\/span><h4>155,6 km | 2.295 H\u00f6henmeter<\/h4>\n<hr \/>\n<p>Am Samstag morgen um 3:40 Uhr holte mich Ralph W. mit seinem Saab-Kombi ab, um gemeinsam nach Hessen zum Rh\u00f6n-Rad-Marathon zu fahren. Wir hatten uns viel f\u00fcr dieses Pfingstwochenende vorgenommen: In genau 4:20 Stunden wollten wir im rund 400 km entfernten Bimbach am Start zur 112 km Runde der Rh\u00f6n-RTF stehen. Als Eingew\u00f6hnungsrunde und dann am Sonntag den Marathon-Supercup fahren.<\/p>\n<p>Die Autobahn war leer und so erreichten wir um um kurz vor 8 unser Ziel. Es blieb gen\u00fcgend Zeit unsere Wertungskarten abzugeben, die 3,- EUR Stargeb\u00fchr zu entrichten und uns und unsere R\u00e4der startklar zu machen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1369\" aria-describedby=\"caption-attachment-1369\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.kunstgriff.net\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100_3002.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1369\" data-permalink=\"https:\/\/blog.kunstgriff.net\/?attachment_id=1369\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.kunstgriff.net\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100_3002.jpg?fit=510%2C340&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"510,340\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;3.9&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;KODAK V610 DUAL LENS DIGITAL CAMERA&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1211436978&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;6.3&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;64&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.005&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}\" data-image-title=\"Letzte Vorbereitungen vor dem Start zur RTF\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.kunstgriff.net\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100_3002.jpg?fit=510%2C340&amp;ssl=1\" class=\"size-full wp-image-1369\" title=\"Letzte Vorbereitungen vor dem Start zur RTF\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.kunstgriff.net\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100_3002.jpg?resize=510%2C340\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"340\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.kunstgriff.net\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100_3002.jpg?w=510&amp;ssl=1 510w, https:\/\/i0.wp.com\/blog.kunstgriff.net\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100_3002.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1369\" class=\"wp-caption-text\">Letzte Vorbereitungen vor dem Start zur RTF<\/figcaption><\/figure>\n<p>Obwohl wir um kurz vor acht am Start waren gab es keine, wie in Berlin \u00fcbliche, flotte Gruppe die gleich losbolzte. Genau das Richtig, denn wir wollten heute ruhig fahren und uns an die Wellen und die Stra\u00dfen gew\u00f6hnen.<\/p>\n<p>Unser Weg f\u00fchrte, begleitet durch fast wolkenlosen Himmel und Sonnenschein um 8 Uhr morgens, heraus aus Bimbach durch einen frisch duftenden gr\u00fcnen Wald. Der Belag war glatt und makellos, wie gerade f\u00fcr uns ausgewalzt, wir f\u00fchlten uns beide unmittelbar wie im Urlaub und freuten uns auf die Eindr\u00fccke und Kilometer die uns erwarten w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Es wurde auch schnell wellig und Anstiege legten sich uns in den Weg. Ralph war immer vorne weg und ich genoss das <em>gezogen zu werden<\/em> und nicht f\u00fchren zu m\u00fcssen. Ralph machte das nichts aus uns so erreichten wir auch schon die erste Kontrolle. Dort gab es nur sehr sp\u00e4rliche Verpflegung: Prinzenrolle-Imitat, Apfelschnitze, Banane und divers, obligatorische Rh\u00f6nsprudel von dem Hauptsponsor.<\/p>\n<p>Wir waren ein wenig entt\u00e4uscht und w\u00fcnschten uns eigentlich beide etwas herzhaftes. Um so mehr lief uns das Wasser im Mund zusammen, als das Helferteam begann f\u00fcr sich K\u00e4se- und Salamibr\u00f6tchen auszupacken. Da war aber f\u00fcr uns leider nichts dabei. Unsere Nachfrage best\u00e4tigte, das es an allen Kontrollpunkten heute nur diese Verpflegung geben wird. Ok, f\u00fcr 3,- EUR kann man auch nicht all zu viel verlangen. Man versprach uns aber das es beim Super-Cup am Sonntag ordentlich VIP-Verpflegung f\u00fcr die 33,- EUR Startgeb\u00fchr geben werde. Na fein. Wir beschlossen unterwegs an einem Supermarkt au\u00dferplanm\u00e4\u00dfig Rast zu machen und dann die herzhafte Brotzeit nachzuholen.<\/p>\n<p>Erstmal standen aber ein paar knackige Anstiege auf dem Programm. Ich fuhr diese relativ unmotiviert und so entschwand Ralph recht schnell weit vor mir. Oben wartetet er geduldig und machte Fotos.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.kunstgriff.net\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100_3003.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1374\" data-permalink=\"https:\/\/blog.kunstgriff.net\/?attachment_id=1374\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.kunstgriff.net\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100_3003.jpg?fit=510%2C340&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"510,340\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;4.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;KODAK V610 DUAL LENS DIGITAL CAMERA&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1211444311&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;21.5&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;160&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.00125&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}\" data-image-title=\"100_3003\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.kunstgriff.net\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100_3003.jpg?fit=510%2C340&amp;ssl=1\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1374\" title=\"100_3003\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.kunstgriff.net\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100_3003.jpg?resize=510%2C340\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"340\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.kunstgriff.net\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100_3003.jpg?w=510&amp;ssl=1 510w, https:\/\/i0.wp.com\/blog.kunstgriff.net\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100_3003.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>An der Streckenteilung wollten wir Rast machen und entscheiden ob wir ggf. doch die lange Strecke fahren wollten. Wir wollten, denn das Wetter war hervorragend und die Beine f\u00fchlten sich gut an. Was h\u00e4tten wir auch sonst tun sollen? Schon um 13 Uhr in der Pension hocken und der kommenden Dinge harren!? Wir waren ja schlie\u00dflich zum Radfahren in die Rh\u00f6n gefahren!<\/p>\n<p>Nach dieser Entscheidung musste aber wirklich erst einmal Brotzeit gemacht werden und Ich steuerte relativ zielsicher einen Metzger an um dort Wurstsemmeln zu ordern. Die keineswegs \u00fcberraschte Metzgerin erwiderte aber mit trauriger Miene, das bereits alle Br\u00f6tchen aus seien. Sie habe schon die doppelte Menge verkauft! Da waren wohl noch andere Radler scharf auf was Herzhaftes! So musste dann leider doch ein B\u00e4cker herhalten, wir stopften die s\u00fc\u00dfen Backwaren in unsere Trikottaschen, denn die s\u00fc\u00dfen K\u00f6stlichkeiten sollten erst oben auf dem Kamm der Hochrh\u00f6nstrasse gegessen werden und nicht schon im Tal um auf dem Anstieg verdaut zu werden. Wir fanden ein herrliches Pl\u00e4tzchen in der Sonne und machten auf fast 900 m.\u00fc.n.N. rast. Die Sonne war so warm das uns selbst dort oben nicht kalt wurde. Beim Blick gen Himmel waren wir uns sicher das das ein herrliches Wochenende mit den ersten wirklich sommerlichen Temperaturen in diesem Jahr werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Gest\u00e4rkt wurde die dann doch recht zugige Hochrh\u00f6nstrasse passiert und wir wurden mit einem herrlichen Rundumblick nach Bayern belohnt. Hinab ging es mit Topspeed von 75,7 km\/h nach Fladungen wo die zweite Kontroll- und Verpflegungsstelle auf uns wartete. Hier gab es Br\u00fche aus Kunststoffbechern und Eierwaffeln. Ein kleiner Upgrade. Nach erneutem Sonnenbad viel es uns beiden schwer wieder Tritt zu fassen um die restlichen Kilometer in Angriff zu nehmen &#8211; wir hatten erst knapp die H\u00e4lfte geschafft.<\/p>\n<p>Es wurde wieder h\u00fcgeliger und die Anstiege wurden l\u00e4nger und l\u00e4nger. Ich begann langsam aber sicher m\u00fcrbe zu werden. <em>Einrollrunden<\/em> waren eigentlich nicht so schwei\u00dftreibend, aber das war ja ne waschechte RTF und keine <em>Lullerrunde!<\/em> So war ich recht froh als wir den Schwedenwall, den letzten hohen Ort unserer heutigen Tour erreichten. Dort gab es noch eine ausgiebige Verpflegung und es ging zur\u00fcck von Bayern nach Hessen. Besonders sch\u00f6n fand ich Bischofshein: Das Zentrum der Ortschaft war liebevoll saniert und man konnte den Eindruck gewinnen, das hier die Zeit stehen geblieben war.<\/p>\n<p>Nun wurde es flacher trotzdem konnten wir noch kurze Abfahrten genie\u00dfen bevor wir wieder Bimbach erreichten.<\/p>\n<p>Eine <em>fast <\/em>gelungene E<em>inrollrunde<\/em>, denn meine Schaltung lie\u00df sich die ganze Runde \u00fcber nicht sauber schalten. Das lag wohl an den neuen Kettenbl\u00e4ttern, Kassette und Kette. Auch hatte ich einen Schleicher, welcher mir zum Ende der Runde die Luft aus dem Hinterrad dr\u00fcckte.<\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck war ein mobile Werkstatt eines lokalen Radh\u00e4ndlers im Ziel. Dieser nahm mein Bike auf den Montagest\u00e4nder und justierte die Schaltung perfekt! Ein klasse Service, der mit ein paar M\u00fcnzen in die Kaffeekasse belohnt wurde. Um den Schleicher wollte ich mich sp\u00e4ter selber k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Nach der vermeintlichen Reparatur und ausgiebiger Dusche fuhr ich mit Karin zur\u00fcck zum Start\/Ziel um an der <span style=\"text-decoration: line-through;\">verkochten<\/span><em> Pasta-Party<\/em> teil zu nehmen. &nbsp;Nach dem Essen gab es noch eine Pr\u00e4sentation von <a href=\"http:\/\/www.lightweight.info\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lightweight<\/a>, einem weiteren Sponsor, auf der B\u00fchne des Festzelts von deren \u00fcberlegenen Felgen, auf der ich erfreut Stephan, Eike und Sebastian entdeckte, welcher die Vorz\u00fcge dieser Laufr\u00e4der und die positiven Fahreigenschaften vor gro\u00dfem Publikum beschrieb.<\/p>\n<p>Im Anschluss fand eine sehr professionelle Etappenpr\u00e4sentation mit dem Beamer auf der gro\u00dfen Leinwand statt. Die morgige 212 km lange Marathonstrecke wurde in Sektoren geteilt und mit Hilfe von 2- und 3D-Diagrammen genau die Anstiege mit maximaler Steigung und H\u00f6henmetern beschrieben. Anders wird es wohl bei der Tour-de-France auch nicht laufen. Ich war \u00fcberrascht und erfreut \u00fcber die professionelle Pr\u00e4sentation und Organisation. Das alles machte viel Vorfreude auf den morgigen Tag!<\/p>\n<p>Zur\u00fcck in der Pension verabredeten wir uns noch mit Karin f\u00fcr einen Abendspaziergang in <a href=\"http:\/\/www.bad-salzschlirf.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">unserem Kurort<\/a> inklusive Absacker im 1839 erbauten Kur-Park, wo eine Liveband undefinierbare Big-Band Musik spielte. Es war schon halb 11 und nun hie\u00df es schleunigst in die Heia, denn der Wecker sollte uns schon um 4:30 Uhr unseren Tr\u00e4umen entrei\u00dfen.<\/p>\n<p><iframe height='405' width='590' frameborder='0' allowtransparency='true' scrolling='no' src='https:\/\/www.strava.com\/activities\/698647649\/embed\/2204a68acfa505e1b3e16282d6656f790dc06f45'><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>155,6 km | 2.295 H\u00f6henmeter Am Samstag morgen um 3:40 Uhr holte mich Ralph W. mit seinem Saab-Kombi ab, um gemeinsam nach Hessen zum Rh\u00f6n-Rad-Marathon zu fahren. 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