Zwift

Vor mehr als 12 Monaten begannen einige meiner besten Rennrad-Buddies ihre Daum Ergometer auf Zwift umzurüsten. Diese Umstellung erfordert zusätzliche Hardware in Form eines Android-Geräts als HUB beziehungsweise »Mittler« zwischen Zwift und dem Ergometer und ein Stück kostenpflichtiger Software.

Für mich war dieser Umstand damals das Ausschlusskriterium. Für Googles Android wollte ich partout kein Geld ausgeben und auch die komplexe Datenübermittlung erschien mir zu fehleranfällig.

Das hörte sich erstmal wie eine Sackgasse an. No Zwift for me.

kurz vor Anschlag

Zwischenzeitlich, im Herbst 2017, gab es dann noch ein Marketing- und Werbe-Event in Berlins schöner Mitte, zu der die Firma Wahoo, ein bedeutender Hersteller von Fitness Equipment, in Kooperation mit Zwift geladen hatte. Eine hervorragende Gelegenheit, dass Paket mal von nahem zu beschnuppern und meine Meinung zu festigen. Beeindruckt von der Agilität und Flüssigkeit der Grafik und des Zusammenspiels mit der »Rolle« fuhr ich nachdenklich mit meinem Stadt-Rad und zwei orangenen Geschenk-ZwiftElite-Trinkflaschen durch den kühlen Herbst-Abend nach Hause.

Ein Flämmchen war entfacht. Ich überlegte meinen Daum Ergometer zu verkaufen und einen zwift-gesteuerten Rollen-Trainer statt dessen anzuschaffen. Tacx und Wahoo waren in der engen Wahl. Mindestens 1.200 € müssten dafür auf die Trainingsmatte geworfen werden. Klar den Daum Ergometer verkaufen würde auch wieder Geld in die Kasse spülen. So richtig richtig fühlte sich das nicht an. Die Lauf-Lautstärke bzw. Ruhe der neuen Rolle machte mir Sorgen und auch meine gute Beziehung zu meinem Daum Ergometer wollte ich nicht so abrupt enden lassen. Was also tun? Erstmal weiter dröge Trainings ohne Zwift auf dem Daum Ergometer absolvieren?

Pass-Strasse

Wie es dann der glückliche Zufall wollte, erhielt ich auf einem Seminar ein kostenloses Android Tablet. Ein Terra Pad 1004 10.1″ IPS/1GB/16G/LTE/Android5,1. Das Feuer war entflammt und nach einigem rum-probieren und der Anschaffung von zwei baugleichen ANT+ Sticks und der Investition in die Kommunikations-Software war es dann endlich soweit: Der erste Zwift-Ride konnte beginnen!

Immer noch extrem skeptisch rollte ich erstmal durch das virtuelle Rennrad-Paradies Watopia. Eine eigens für den imaginären Ergometer-Ausdauersport kreierte Insellandschaft mit allem was dazu gehört: Ein Vulkan, Stadt, Bergdörfer, schneebedeckte Pässe und langen Abfahrten. Fast wie Mallorca nur irgendwie noch viel bunter.

Ganz oben über den Wolken

Zufällig war mein Rennrad-Buddie Alex auch gerade dort unterwegs und ich klickte mich zu ihm. Nicht in den Pedalen, sondern mit der Maus am Mac.

Wir verbanden uns auch via Telefon – wie altmodisch – und er gab mir eine Tour zur Insel, zur Software und zur Funktion des »Videospiels«

Fazit: Nach den 7 Tagen kostenlosem Probe-Abo werde ich auf jeden Fall die 15 € Monatsgebühr in den virtuellen Geldschlitz werfen, um weiter trainieren zu können.

Das Fahren machte auf Anhieb Spaß und ich merkte schnell, dass mich diese bunte Welt motiviert durch den Winter bringen kann.

In den folgenden sieben kostenlosen Test-Tagen probierte ich alle gebotenen Trainingsarten aus: Freie Fahrt, vorgegebene Strecke, vorgegebenes Training inklusive furchteinflössender Intervalle und die Gruppenausfahrten. Was soll ich sagen? I’m sold!

Einen Tip zum Geldsparen habe ich zu guter Letzt noch: Wenn man sich erst über den Mac/PC anmeldet, erhält man eine 7-tägige kostenlose Test-Periode. Danach meldet man sich einfach mit dem iPad/iPhone an und kauft das Abo mit einer InApp-Purchase. Dadurch erhält man weitere 6 Tage kostenloses Training und kann das Abo, sofern man welche hat, mit rabattierten iTunes Karten bezahlen.