Kuba 2016 – Tag 14: Santiago de Cuba – Santa Clara

Ein langer Tag auf der Straße im Yutong Reisebus lag vor uns. Wir kamen spät los und der Busfahrer machte auch schon nach kurzer Fahrt eine ausgiebige Mittagspause. In las Tunas, der Raststätte die wir vor einer Woche bei Nacht angefahren hatten und in der so ausgiebiges Nachtleben herrschte. Lustig das Ding mal bei Tag zu sehen. Nach ner Stunde wollten wir aber weiter um nicht zu spät Santa Clara zu erreichen.

Gegen 21:45 Uhr trafen wir dort ein. Wieder hatten wir Apartments Particular und eine tolle Haushälterin die uns leckeres Essen bereitete.

Unser Zimmer war extrem klein, was aber nicht wirklich wichtig war, denn wir mussten sehr früh raus, um die knapp 200 km nach Havanna zurückzulegen und rechtzeitig am Flughafen zu sein, was ohne Zwischenfälle perfekt gelang.

Da Einige schon gefragt haben: Es wird noch ein Artikel folgen, in dem ich ein Fazit ziehen werde und auch einige Tips & Tricks zu Kuba im allgemeinen von mir beigesteuert werden.

Kuba 2016 – Tag 13. Santiago de Cuba

Nach 3,5 Stunden schlaf viel das Aufstehen erstaunlich leicht. Ein Energy-Drink war aber neben dem laschen Kaffee doch nötig, um in die Gänge zu kommen und mit Daniel, den Rädern und dem Rest der Bande eine Stadtrundfahrt mit dem Drahtesel zu unternehmen. Es war sehr heiß und ließ sich eigentlich nur im Schatten aushalten, so entschlossen wir, uns abzusetzen. Mandy, Herbert und ich wollten keine historischen Steine mehr sehen, sondern lieber in den großen Eiscreme-Park um einen Revolutions-Eisbecher zu genießen und ne »Hola« zu trinken.

Danach war ich aber wirklich durch, Herbert und Mandy legten sich an den Pool, ich in das stickige Hotelzimmer um ein wenig zu poofen und fit für den Abschlussabend zu sein.

Susi und Stefan hatten einen Tisch mit herrlicher Aussicht über Santiago im Hotel Casa Grande am Parque Cespedes organisiert. Dort hin gelangte wir mit heruntergekommenen Lada-Taxen. Die Fahrt war ein Riesen-Spass. Leider gab’s auch heute wieder Regen, was Herbert und mich aber nicht davon abhielt, uns zeitig abzuseilen und wieder in unsere Lieblingsbar zu gehen. Dort lernten wir einen Kubaner kennen, der Musiker ist und zwei Jahre im Prenzlauer Berg gelebt hat.

Wir könnten so einiges über Südamerika, Kubanerinnen und Kreuzfahrtschiffe lernen, auf denen er um die Welt geschippert war.

Später zog es uns noch in die Open-Air Hotelbar, in der wieder ausgelassene Stimmung herrschte und in die Nacht getanzt wurde. Auch heute wurde es wieder spät. Es wollte mir einfach nicht gelingen, mich von den einnehmenden Chickas zu verabschieden. Gegen vier fand ich dann aber doch wieder schweren Herzens den Weg ins Hotel. Mit einem sehr breiten Grinsen fiel ich in den kurzen Schlaf.

Kuba 2016 – Tag 12: Chivirico – Santiago de Cuba

oder »Letzte Radetappe in der Karibik«


Heute stand schon die letzte Radetappe auf dem Plan. Allerdings könnten wir noch den Vormittag in unserem All-Inclusive-Hotel genießen. Das bedeutete, dass wir nach dem, für kubanische Verhältnisse, reichhaltigen Frühstücksbüffet sofort unsere Badesachen packten und mit dem Fahrstuhl runter zum Strand fuhren. Dieser war ok, aber nicht so schön wie in Varadero. Ziemlich viel Seetang im klaren karibischen Meer und recht dunkler Sand vermiesten uns aber nicht das morgendliche Badevergnügen. Nach ein paar (alkoholfreien) Drinks ging es dann auch um kurz vor 11 auf die Zimmer, um die pünktliche Abfahrt um 12 Uhr nicht zu gefährden.

Die Strecke führte uns heute rund 70 km entlang der Küste in die zweitgrößte Stadt Kubas, Santiago de Cuba. Bevor das Ziel erreicht wurde, musste aber noch so mancher Hügel gebügelt werden. In der gleißenden Mittagssonne war das ein Recht komplexes Unterfangen, aber mit Beats von Martin Jondo auf den Ohren kam 100%iges Karibikfeeling auf und das Fahren machte wieder große Freude.

Zur Pause kam ein etwas verschrobener Einheimischer auf uns. Zuerst wollten wir ihn durch ignorieren abwimmeln. Dann öffnete er seinen mitgebrachten Sack und bot uns eisgekühlte Kokosnüsse an. Wir kauften ihm seinen kompletten Bestand für 3 KUC(€) ab. Daraufhin öffnete er uns die Kokosnüsse durch langes und kontinuierliches Klopfen mit dem Löffel, und überreichte uns die Früchte mit einem Lächeln. Eugen machte sich noch das Eis aus dem Beutel des Verkäufers in seine Trinkflasche. Ob das eine gute Idee war weiß nur er.

Dann ging es auf den letzten Rad-Sektor dieses Urlaubs. Nun nix mehr riskieren und sicher in die Stadt navigieren. Gar nicht so einfach ohne funktionierenden Track. Aber die OSM Karte wusste wo das Hotel American war und so lotste uns der Garmin sicher in unsere Ziel-Destination.

Den ersten Abend verbrachte wir mit einem ausgiebigen Stadterkundungsspaziergang. Nach dem heftigen Gewitterschauer glänzten die Straßen und die Luft war stickig schwül. Die Stadt zeigte ein neues, bisher nicht gesehenes Cuba: alles wirkte sehr gepflegt, es gab keine Bauruinen wie in Havanna und viel Grün verzierte die herrschaftlichen, im Kolonialstil gehaltenen, Bauten. Hier macht es Spaß zu flanieren und zu verweilen. Nach einem Drink wollten wir aber noch nicht die Nacht beenden und suchten fast verzweifelt nach einer Bar, die nach 23 Uhr noch geöffnet hatte. Mehr durch Zufall entdeckten wir noch die beste Bar Sandiagos. Herbert und ich waren zuerst ein wenig konstatiert und hielten die Bar mit kolumbianischen Türsteher wegen der vielen gut aussehenden Gäste für ein eindeutiges Etablissement. Dem war zu Glück nicht so und der Barmann servierte uns herrlichen Mochito und 7-jährigem Habana-Club zu 1,50 KUC(€) pro Stück. Ein besonderer hausgemachter Snack zu den Drinks waren eine Art Kroketten aus pürierter Maniok, verfeinert mit Shrimps und HotSauce, sowie pürierte Kochbananen frittiert. Perfekte Snacks für die ausgezehrten Radlerseelen.

Wir versprachen morgen wieder zu kommen, Herbert wollte schlafen, ich entdeckte in der Hotelbar noch Mario und Stefano und wir zogen weiter.