Päwesin-Runde

Mit Marc & Wind zum Backwahn


Eigentlich fährt »man ja an Pfingsten in Bimbach«. Mein facebook ist zumindest voll von solchen Posts. Da ich vor 6.800 Höhenmetern in zwei Touren/Tagen in meinem Alter tatsächlich Angstschweiss nicht nur auf der Stirn bekomme, dachte ich mir, daß das sicher auch in Berlin gehen würde. Also Berlin 400 in drei statt zwei Tagen und die Höhenmeter lasse ich auch einfach mal unter den Tisch knallen.

Nach Adam-Riese mussten dann heute noch mindestens 70 km her, da ja gestern und vorgestern schon fleissig Kilometer gesammelt wurden. Das sollte also zu schaffen sein! Da ich schon lange nicht mehr in Bimbach Päwesin war, wurde diese Strecke gewählt.

Marc wollte dann quasi »Last-Minute« auch noch mit. Fein. Gesellschaft geht immer, und wie ich später feststellte war der Ostwind gar nicht ohne heute, was bedeutete, daß die Rückfahrt eher unangenehm werden würde.

Aber erstmal den Schiebewind, die Sonne und das Rollen genießen. Marc war zwar ständig auf Segmente-Jagd, kompatibel waren wir und das ein oder andere Gespräch ließ sich trotz Einer-Reihe trotzdem führen.

Recht früh war dann Päwesin erreicht und wir hatten wieder Glück, denn die Schlange zum Kuchen-Tresen reichte nur bis kurz vor die Tür. Nicht bis zur Strasse. Als wir gerade beim Kuchen vertilgen waren, kreuzten die Sabine und der Lutz ebenfalls zur Kuchen-Einkehr auf, was uns eine spannende Unterhaltung bescherte.

Geplant war, gemeinsam weiter zu fahren, aber das zerschlug sich dann irgendwie. Egal, ich hatte ja Marc, der die nächsten Kilometer fleissig im Unterlenker gegen den Wind kämpfte. Ich versteckte mich so gut es ging dahinter, ließ mich aber von Zeit zu Zeit auch mal vorne blicken.

Die Hauptstadt wurde dann ohne weitere Komplikationen erreicht. Ich war aber ganz schön geschafft, für so einen läppischen Hunderter. Am Kuchen hats nicht gelegen.

Schöne Tour mit Marc, den ich als Wing-Man jederzeit empfehlen kann!

Ein »Kuchen-Hunni« mit den TiRis

Heute hart verdienter Kuchen


Als Oleg am Samstag den »Kuchen-Hunni« ab Tiri anbot, war ich noch guter Dinge. Hört sich doch »Kuchen-Hunni« an, wie 100 Kilometer mit Kuchen. Genau mein Ding. Aber meistens kommt es ja dann anders und zweitens als man denkt, oder so. Aber der Reihe nach:

Erstmal klassischer Treffpunkt um 10 Uhr am Tirschenreuther Ring aka »Tiri«. Nüscht Neues. Erwartet hätte ich noch ein paar mehr Mitfahrer, aber gut. Ralph zeigte uns erstmal den Weg in Richtung Flughafen. Auf der Gegenwind-Passage nach Osten kamen noch Konrad und ein paar weitere Protagonisten hinzu. In der zweiten Reihe wurde mir schon mulmig und ich verkrampfte mich in den Unterlenker.

Als ich dann an der kurzen Flughafen-Welle merkte, wie ost-windig es es in der ersten Reihe aka »Führung« war und wie sehr mir das Fahren in der zweiten Reihe schon zugesetzt hatte, fuhr ich unsauber und hörte kurz zu treten auf, was mir später ein Feedback-Gespräch mit Oleg einbrachte.

Mit ordentlich Druck auf den Pedalen ging es weiter nach Süd-Ost. Führungen versuchte ich nun zu vermeiden bzw. nur kurz und korrekt zu fahren.

Dann irgendwann mein Angst-Hügel die »Wünsdorfer-Welle« die heute gar nicht so schlimm war und später sogar als PR gefahren wurde. Sicher wegen des Schiebewindes und des frei gewordenen Adrenalins…

Nun war nicht etwa Schluss mit Hatz, gefühlt ging es jetzt erst richtig los. Ich sehnte mich nach dem Ortsschild von Trebbin, denn dahinter war die Kuchentheke schon fast in Sichtweite.

Kurz vor Blankensee, nach Schönhagen, musste ich dann doch reissen lassen. Nicht aufgepasst und keinen Juice mehr gehabt. Aber ich wusste ja wo ich die Bande finden würde: In der Kuchen-Schlange.

Nach der »Futter-Pause« im Schatten des Innenhofes der Bäckerei Röhrig ging es dann zurück nach Hause.

Auch Schenkenhorst wurde erreicht und ich verabschiedete mich von den Sport-Boliden. Was war ich froh, nun mein eigenes Tempo fahren zu können dürfen. So Ansagen wie »ruhiger«, »kürzer« oder »Einen weniger« sind ja verpöhnt am Tiri und kamen mir auch nicht über die Lippen.

Fazit: Grosser Sport. Teilweise zu gross für mich. Trotzdem: Danke fürs Mitnehmen und nach Schenkenhorst ziehen. Schöne Sonntags-Fahrt!

Werbellinsee-Runde

Pfingst-Samstags Tour mit Sonne satt


Eine gefühlte Ewigkeit ist es her, dass ich zu und um diesen schönen See im hohen Norden geradelt bin. Von daher freute ich mich riesig, als der André diese Runde bereits am Donnerstag per email anbot. Die Anfahrt durch die Stadt ist zwar ein wenig beschwerlich, aber dann, in der grossen Gruppe macht es riesen Spass, dort hoch zu pedalieren.

Am Treffpunkt trübte mein Garmin Edge 820 den Spass ein wenig, da er mit der neuen Firmware 9.0 ausgestattet, erst den Track nicht laden wollte und dann gar nicht mehr bootete.

Irgendwann ging er dann wieder und tat so, als sei nichts gewesen. Technik die begeistert. Nicht.

Die Aufzeichnung konnte nun also ohne weiteres fortgesetzt werden und ich durfte meine ganze Aufmerksamkeit wieder aufs Fahren und die Gruppe lenken. Sehr schön. Sehr schön war heute auch der Flow, der die Gruppe durch das Mühlenbecker-Land trieb. Keine Ahnung, ob es am Schiebewind oder der tollen Mannschaft lag, im Endeffekt auf egal. Hauptsache Spass am Radeln und der Gemeinschaft.

Die lange Passage durch den Wald vor dem Werbellinsee war neu asphaltiert und so gab es auch bezüglich des Untergrundes keine Klagen. Einzig der Mitfahrer, der hinten am Feld hing und keinen Ton sagte war ein wenig nervig. Aber gut, es gibt solche Menschen.

Irgendwann war dann auch mein Angst-Sektor um den See passé und es konnte sich auf die Anfahrt zum Bäcker Gustav in Eberswalde konzentriert werden. Dort gab es leckeren Kuchen im Schatten bevor es nach Kettengesprächen und OPP zurück Richtung Hauptstadt ging. Auf dem Asphalt dort hin wurde noch eine Tempo-Passage von Marco gedrückt, die mich ganz schön Körner kostete. Aber ein bisschen Sport muss sein.

Dann Buch, Pankow und Reinickendorf, bevor nach 165 km die HomeBase erreicht war. Reicht auch für heute, aber sehr schön wars! Danke fürs Mitnehmen und die Streckenplanung, André!