Eberswalder Kuchenrunde

Wind und kalt ist unser Freund!


Beim Blick auf den Thermometer war ich kurz davor meinen Vorsatz über Bord zu werfen und heute nicht radeln zu gehen. Zumindest nicht draussen. Aber dann kam mir wieder dieses »outside is free« und so in den Sinn und trocken sollte es auch bleiben. Zumindest bis zum Nachmittag. Also rin in die Radbuchse und bei 5°C den Renner startklar gemacht.

Erstmal alleine zum Treffpunkt, zu dem ich eigentlich gar nicht eingeladen war. Eine Nord-Runden-Tour, auf dessen Verteiler ich wohl nicht war. Zum Glück hatte ich so meine Quellen und war dem überraschten Christian dann doch sehr willkommen.

Zum Start gab es einige Verwunderung wie rum gefahren werden sollte. Niemand außer mir hatte den Track geladen. Ich wusste: Heute ging es gegen den Uhrzeigersinn. Auch mal schön.

Der Hinweg nach Eberswalde gestaltet sich, bis auf einen Schleicher von Sascha, sehr komfortabel. Dies war nicht nur dem Rückenwind geschuldet, sondern auch der guten Führungsarbeit der Gruppe. Schwups, sassen wir beim Kuchen. Herrlich! Die üblichen, heute nicht zu detaillierten Kettengespräche und dieser Im-warmen-zuhause-auf-der-Stelle-in-der-Südsee-radeln-erklär-Talk wurde auch abgehalten. Still not convinced.

Dann ging es auf den Rückweg und nach »outside is free« kam »outside is windy« Nu aber richtig. Mein Puls war auch in der zweiten Reihe im anaeroben Bereich. Egal, trainiert werden sollte ja heute und so ging es bis Bernau. Dort verabschiedeten sich Sascha und Boris.

Christian, Thilo und ich kurbelten auf dem klassischen Feierabend-Runden Track zurück zur Agip Tankstelle, genau rechtzeitig bevor es dunkel wurde und der grosse Regen begann.

Schöne Ausfahrt – »outside is cold & windy«

Die Bande wartet auf Kuchen

Die Bande wartet auf Kuchen

Päwesin-Runde rerererererererereloaded

Backwahn geht immer!


Lange haderte ich, ob ich heute fahren sollte. Aber in Anbetracht des Sonnenscheins, musste ich, trotz Kratzehals auf die Strasse.

Unten, vor der Haustür, konnte ich erstmal nicht aufs kleine Blatt schalten, denn der Akku meiner DI2-Schaltung war leer. Also nochmal hoch und 20 Minuten aufladen. Verwundert war ich schon, da ich gerade das letzte mal aufgeladen hatte. Hoffentlich ist das nix ernstes…

Also mit etwas Verspätung los. Die Autofahrer waren wieder total un-entspannt und mussten wollten mich durch Hupen belehren, auf dem Radweg zu fahren. Ich ließ mich nicht beirren und steuerte Gatow auf der Fahrbahn aka »Strasse« an.

Die Beine waren heute schwer und ich überlegte schon abzukürzen. Dann würde es aber keinen Kuchen geben, also wurde diese Option verworfen.

Päwesin wurde dann mit leichtem Schiebewind erreicht und Kuchen konsumiert. Am Nebentisch Rewe-Kassiererinnen beim Kaffee-Klatsch. Wie die über (ihre) Männer hergezogen haben: Ich würde mich nicht trauen in der Öffentlichkeit so über die schönsten Wesen der Welt zu reden… Nachdem Ihre Rauch- und Tratsch-Lust nie erloschen war, machte ich mich auf den Weg, zurück in die Hauptstadt. Anstrengend war es heute, sicher auch, weil ich schon lange nicht mehr trainiert habe.

Zufrieden erreichte ich mit warmem Kopf, dank neuer Wintermütze die HomeBase. Jetzt erstmal Käse-Spätzle kochen…

Eberswalde mit »Gravel«

Cäke-Ride durch die Schorfheide


Kurzentschlossen klinkte ich mich heute in den angebotenen Cäke-Ride von Dirk ein. Klasse Mitfahrer/innen hatten sich angemeldet und so konnte ich einfach nicht, wie eigentlich geplant, alleine fahren.

Also hurtig um kurz nach 10 in die Radbuchsen geschlüpft um pünktlich am Treffpunkt im Wedding zu sein. Die Strassen waren noch feucht vom Regen der vergangenen Nacht und so war klar, dass ich heute nicht trockenen Fusses heimkehren würde.

Pünktlich um 11 erreichte ich den Treffpunkt und die Gäng wartete schon, voller Vorfreude in der Sonne, auf den Ritt nach Norden. Dirk wies mich noch einmal freundlich darauf hin, dass heute auch ein paar Schotter-Passagen (»Gravel«) dabei sein würden, was ich in Anbetracht der Neugier auf die neue Strecke gerne in kauf nahm. Das Rad war ja auch noch frisch geputzt und wollte besudelt werden. Also rein ins Vergnügen! Bevor das Vergnügen aber wirklich starten konnte, musste erstmal Französisch Buchholz durchquert werden. Dann begannen die schönen Nebenstrassen und Wald-Radwege. Klasse, so ohne zu grosse Hatz durch die farbenfrohe Natur zu rollen. Sascha hatte auch ein paar schöne Nasen parat, die uns fast vom eigentlichen Ziel, dem Bäcker Günther Gustav in Eberswalde abbrachten.

Ich war froh, als der Pausenstop nach gut 75 km erreicht war, denn meine Konzentration hatte, bedingt durch die vielen Wald-Laub und Radweg-Passagen, erheblich gelitten. Nun wurde geklönt und Kuchen-Pause gemacht. Genau mein Ding!

Zurück ging es auf bekannten Wegen durch die wellige Schorfheide. Ein paar Höhenmeter wollten noch gesammelt werden, bevor wir zufrieden die Stadtgrenze erreichten.

Klasse Tour mit super, kleiner aber feiner Gruppe! Hoffentlich gibt es noch ein paar schönen Herbsttage wie diesen!