Kurze Nordrunde über Kremmen

oder »Schweinehund, was machst Du?«


Eigentlich stand ja fest auf dem Plan, dass ich heute fahren wollte; ach was schreibe ich: Geplant war schon gestern zu fahren. Aber die angebotenen Runden waren mir zu lang und draussen waren trotz Sonnenscheins einstellige Temperaturen. Keine Lust. Prokrastinieren war Programm, nicht Radfahren.

Als mir dann doch die Argumente gegen die Trainingsrunde ausgingen, pumpte ich den Reifen auf und füllte die Trinkflaschen. Die Form muss verbessert werden, sonst würde ich dieses Jahr nur hinterher fahren. Was mich dann noch weiter demotivieren würde. Keine Lust auf diese Spirale des Grauens. Also raus uns los.

Die ersten Kilometer rollten, trotz hohen Pulses echt flockig. Es machte Spass mit Klick-Pedalen und leichtem Gefährt unter dem Hosenboden unterwegs zu sein. Aber schon vor der Hälfte der Strecke wurde es härter. Ich merkte, dass ich im Winter so gut wie nix getan hatte.

An ein Sprint über den Mauerradweg war heute nicht nur wegen der vielen Frühlings-Sonnen-Anbeter nicht zu denken. Die Luft war raus und ich war mehr als erfreut, unbeschadet von der 92-km-Runde nach Hause gekommen zu sein.

Mal sehen was noch so geht…

 

 

 

 

Ruhlsdorf-Runde mit den Tiris

»Erste Rennrad-Tour in 2017«


Kurzer Recap, wie ich den Winter so sportlich durchlebt habe: Schlecht. Kein Laufen, Ergometer-Einheiten, die ich an einer Hand abzählen kann. Das wars.

Denkbar ungünstige Voraussetzungen, um meine Sport-Saison, Anfang März, gleich wieder mit den Tiris zu beginnen. Aber Stefan hatte die Runde als moderat ausgerufen und so wollte ich unbedingt mitfahren. Sonne sollte es auch geben und auf jeden Fall zweistellige Temperaturen. Also raus und auf auf den Renner!

Es ging nach freudiger Begrüssung und Tourenbesprechung auch eher moderat aus der Stadt heraus. Der Gegenwind blies recht forsch und ich war froh, dass ich nur kurz in der Führung bleiben durfte. Das Radeln machte aber trotzdem riesen Spass und der Renner bewegte sich wunderbar.

Eingekehrt wurde in Blankensee und wir saßen bei Kaffee & Kuchen in der Sonne. Zurück ging es heute mal ausnahmsweise nicht über den Willy, denn ich hatte es ein wenig eilig und auch keine Körner mehr für Höhenmeter. Da muss die Form wohl noch ein wenig reifen…

12 Mann und eine Frau – Perfekte Gruppe und tolles Wetter. Rennrad-Saison-Auftakts-Tour erfolgreich gemeistert. Danke fürs Mitnehmen!

 

ERT-Teneriffa 2016 – Tag 7

»Vilaflor nach El Medano«


Die Nacht war relativ unruhig auf 1.300 Meter über Null. Keine Ahnung ob es am reduzierten Sauerstoff lag, oder andere Gründe hatte. Das Bett war jedenfalls bequem, wie man auf dem Foto unschwer erkennen kann.

Das Frühstück war, wie unsere Gastgeber, britisch: Toast, Cornflakes, Wurst, Käse und Marmelade. Eigentlich genug für die wenigen Höhenmeter die gleich am Anfang der Etappe zu absolvieren waren. Meine Laune war ausgezeichnet, obwohl es mit 8°C nicht gerade warm war. Aber da es bergauf ging, war mir nicht kalt.

Die Landschaft und auch der Ausblick runter aufs Meer waren atemberaubend und so kam keine Langeweile auf. Oben auf dem Plateau wurde der Asphalt zwar sehr ruppig, aber die Landschaft verwandelte sich in eine unwirkliches Bild: Vulkangestein soweit das Auge reichte und so gut wie keine Vegetation. Hier hätte man einen Film zur Marsmission drehen können. Ich hielt öfter an, denn Lanschaft-gucken und Abfahren waren nicht gleichzeitig drin, denn der Asphalt war einfach zu schlecht und auch das Rollen-lassen erforderte volle Konzentration.

Nach etwa 15 km Abfahrt saß Thilo an einem Kreisverkehr und trank Café con Leche. Ich beschloss es ihm gleich zu tun. Von nun an ging es gemeinsam auf die restlichen, welligen 60 km. Immer an der Küste entlang mit einem ordentlichen kanarischen Rückenwind der uns die letzten Kilometer zur Home-Base blies.

Schnell dass Bike zurück am Bike-Shop abgeben und noch in den warmen Atlantik springen um uns zu erfrischen. Herrlich!

Nach einem letzten gemeinsamen Abendessen ging es dann am nächsten Morgen in aller Frühe zurück ins herbstliche Deutschland.

Eine erstklassige Woche auf dem Renner mit perfekter Orga von Sandra, Stephan und dem Touren-Gourmet Dirk! Ohne die klasse Organisation der Unterkünfte und der tollen Streckenplanung wäre diese Woche sicher nicht mal halb so unvergesslich und stressfrei verlaufen wie sie war. Vielen Dank fürs Mitnehmen!

Cooles Quartier-coole Typen

Cooles Quartier-coole Typen