Mein Sportjahr 2017 – Eine Retrospektive

Seit 2013 habe ich hier keinen Jahresrückblick mehr veröffentlicht. Das hatte mehrere Gründe: Die Jahre waren durchwachsen und es gab in vielerlei Hinsicht keine neuen Rekorde zu vermelden. Das hat mich die Jahre nachdenklicher, zurückhaltender und sicher auch unzufriedener gemacht, sodass mir ein Jahresrückblick nicht in den Sinn kam.

Das ist in diesem Jahr anders! Wenn ich zurückblicke fallen mir Ad hoc gleich 3,5 Ereignisse ein, die mein Sportjahr versüsst haben:

Da fällt natürlich gleich auf, daß fast alle meiner persönlichen Rad-Highlights 2017 nicht ohne den wff möglich gewesen wären. Die Reise mit dem wff begann bereits im August 2015 mit der unvergesslichen Fernfahrt Stuttgart – Nizza. Da war ein Feuer in mir entfacht! So wollte ich in Zukunft reisen und die Welt kennen lernen: Auf dem Rad, mit tollen Leuten, sportlich aber nicht zu ambitioniert. Bei mir sein oder in der Gruppe. Jeden Tag aufs neue entscheiden, wie hoch ich den Puls treiben will.

So verlief auch mein Sportjahr 2017: Nicht nach Höchstleistungen streben und die meisten  Höhenmeter, Kilometer, PR’s oder sonstwas holen, sondern die Natur, Landschaft und Gemeinschaft genießen und im wahrsten Sinn des Wortes: Den Horizont erweitern. Da mag ich in 2018 weiter machen und es steht schon einiges spannendes auf dem Notizzettel … es bleibt spannend!

Päwesin-Runde mit der Bande aus dem Norden

Ganz schön kühl hier


Nach einer gewissen Rennrad-Abstinenz war ich heute hoch motiviert, endlich mal wieder mein Lieblings-Sportgerät zu bewegen. Eigentlich wurde ich ja schon fast genötigt, diese Runde anzubieten und mit einer tollen Gruppe unter die Räder zu nehmen.

Mit leichter Verspätung ging es dann vom Treffpunkt erstmal Richtung Westen, den Stadt-Verkehr hinter uns lassen. Das gelang heute recht unspektakulär und die Stadtgrenze war schnell erreicht. Die Bande forderte mich ganz schön, sodass ich mich nicht lange in der Führung aufhielt.

Es wurde ordentlich gefahren und es fühlte sich gut an, mal wieder Leiter einer Ausfahrt zu sein. Niemand wurde heute wirklich ungeduldig, den Boxen-Stop beim Backwahn zu erreichen, obwohl es doch recht frisch war und die Finger und Zehen sich nach Wärme sehnten. Wen wundert’s: heute ist ja Winter-Anfang!

Im Backwahn gab es spanischen Honig-Mandel-Kuchen der gleich mal probiert werden musste und für gut befunden wurde. Nach nicht all zu langer Pause ging es dann die gewohnten Wege zurück in die Hauptstadt. Schon fast klassisch hatte ich mit Fresspuls zu kämpfen und musste einige Führungen auslassen bevor es mir in Dallgow-Döberitz wieder besser ging. Langsam nervt das! Weniger Kuchen essen ist keine Option, also muss ich wohl wieder mehr trainieren…

Die Bande bog am Rathaus in Richtung IKEA ab – keine Ahnung was die noch vor hatten. Ich wollte nach Hause, Duschen und aus. 108 km waren heute genug für mich!

Trotzdem schöne Tour mit super Kettenschwester und Brüdern!

Eberswalder Kuchenrunde

Wind und kalt ist unser Freund!


Beim Blick auf den Thermometer war ich kurz davor meinen Vorsatz über Bord zu werfen und heute nicht radeln zu gehen. Zumindest nicht draussen. Aber dann kam mir wieder dieses »outside is free« und so in den Sinn und trocken sollte es auch bleiben. Zumindest bis zum Nachmittag. Also rin in die Radbuchse und bei 5°C den Renner startklar gemacht.

Erstmal alleine zum Treffpunkt, zu dem ich eigentlich gar nicht eingeladen war. Eine Nord-Runden-Tour, auf dessen Verteiler ich wohl nicht war. Zum Glück hatte ich so meine Quellen und war dem überraschten Christian dann doch sehr willkommen.

Zum Start gab es einige Verwunderung wie rum gefahren werden sollte. Niemand außer mir hatte den Track geladen. Ich wusste: Heute ging es gegen den Uhrzeigersinn. Auch mal schön.

Der Hinweg nach Eberswalde gestaltet sich, bis auf einen Schleicher von Sascha, sehr komfortabel. Dies war nicht nur dem Rückenwind geschuldet, sondern auch der guten Führungsarbeit der Gruppe. Schwups, sassen wir beim Kuchen. Herrlich! Die üblichen, heute nicht zu detaillierten Kettengespräche und dieser Im-warmen-zuhause-auf-der-Stelle-in-der-Südsee-radeln-erklär-Talk wurde auch abgehalten. Still not convinced.

Dann ging es auf den Rückweg und nach »outside is free« kam »outside is windy« Nu aber richtig. Mein Puls war auch in der zweiten Reihe im anaeroben Bereich. Egal, trainiert werden sollte ja heute und so ging es bis Bernau. Dort verabschiedeten sich Sascha und Boris.

Christian, Thilo und ich kurbelten auf dem klassischen Feierabend-Runden Track zurück zur Agip Tankstelle, genau rechtzeitig bevor es dunkel wurde und der grosse Regen begann.

Schöne Ausfahrt – »outside is cold & windy«

Die Bande wartet auf Kuchen

Die Bande wartet auf Kuchen