Päwesin-Runde rererererererereloaded

»In den goldenen Herbst«


Nachdem es gestern geregnet hat, und ich die Runde nach Päwesin ausfallen ließ, wollte ich sie heute fahren. Quasi eine letzte Testfahrt vor der Radreise in die Pyrenäen. Einige Dinge hatte ich an meinem Rad gepimpt aktualisiert. Diese Dinge wollten auf Funktion geprüft werden. Da waren

  • Neue Firmware für die DI2 Schaltung und Umprogrammierung des Schaltmodus von Semi-Synchronized-Shifting zu Synchronized-Shifting
  • Neue Berg-Kassette mit 11–28
  • Garmin IQ App zur Ermittlung des FTP während der Fahrt.

Ne ganze Menge Dinge, die einen schön vom Fahren ablenken können, aber einem Technik-Begeisterten, wie mir, richtig Freude machen.

Schaltmodus Steuerrung in der Shimano App

Apropos Freude, nicht nur das Schalten mit den beiden Knöpfen am Oberlenker macht nun noch mehr Spass, denn ich kann mit einem Taster alle 22 Gänge durchschalten und die Elektronik weiss, wann aufs große Blatt zu wechseln ist. Genial! Genial auch der geringe Autoverkehr, der mir bis weit hinter die Stadtgrenze keinen Stress machte.

Auch die Bergkassette funktionierte einwandfrei und der neue Rotor surrte dezent. Nachdem das alles getestet und für gut befunden war, guckte ich am Krampnitz-Hill mal was so geht. Auch fein, schade nur, dass für die FTP-Ermittlung ein ganzer Bildschirm für die App draufgeht und man die Messung nicht in ein Datenfeld integrieren kann. Vielleicht kommt das ja noch, oder ich gebe den Entwicklern einfach mal Feedback…

Sicher ein klasse Werkzeug für die kommenden Wochen.

Aber Kuchen und Sonne gab es auch noch! Heute ohne Schlange am Backwahn. Keine Ahnung, ob der gesamte Ort vom gestrigen Feuerwehr-Fest noch Erholung suchte!?

Die Himbeer-Schnitte zu einem Euro mundete neben dem gedeckten Apfelkuchen hervorragend und gaben mir Kraft um den Rückweg unter die schmalen Reifen zu nehmen. Dank Schiebewindes, war auch dieses Unterfangen ein grosser Spass und so erreichte ich noch vor dem Anpfiff von Hertha gegen die Bremen die HomeBase.

Tolle Tour – schöner Sonntag! Demnächst dann weiter unten im Süden…

 

 

Mit der Nordgruppe ins Löwenberger Land

»Grosse Gruppe – flotte Runde«


Schon seit Freitag freute ich mich auf diese Runde, denn Sascha T. lud in den Norden. Der Track war von Alex geplant und so war eine hohe Touren-Qualität gewiss.

Mit Marc C. fuhr ich locker zum Treffpunkt in Pankow, wo wir uns um kurz nach 10 zu zwölft auf den Weg nach Mühlenbeck machten. Ein wenig anders als sonst, aber nach recht kurzer Zeit schon verkehrsarm und mit gutem Asphalt. Allerdings wurde sehr an der Kette gezogen, was ja prinzipiell ok ist, aber auf dem Radweg des Oder-Havel-Kanals, mit den vielen Läufern und anderen Radfahrern, war es mir doch zu schnell. Gut das nix passiert ist.

Verschnaufen war aber trotzdem erstmal nicht geplant; jede Kurve und Welle wurde mit Vollgas gefahren. Ich fühlte mich im Pulk einer RTF oder eines Rennens. Schade, denn Schloss Meseburg konnte nur aus einem Augenwinkel kurz beäugt werden. Auch als meine Kette absprang musste ich erstmal alleine fahren, bevor die Bande auf mich aufmerksam wurde. Oh well.

Das Löwenberger Land zog sich und ich freute mich auf die erste Pause. Das Ziel war die Seeperle am Gudelacksee. Dort gab es einen See und Sonne, aber leider keine Pommes und viel schlimmer: Nichtmal ausreichend Kuchen für zwölf hungrige Mäuler.

Also nur nen Kaffee und ne Cola und dann wieder aufgesattelt und die 29 km nach Fehrbellin unter die Räder genommen. Eigentlich kein Ding, allerdings begann nun mein Material schlapp zu machen: Die Lager meines Kassetten-Rotors waren ausgeschlagen und meine Kassette lief nicht mehr sauber und machte unangenehme Geräusche.

Beim Bäcker in Fehrbellin wurde das Hinterrad genau inspiziert und ein Teil der Bande empfahl mir die Bahn zu nehmen und nicht mehr weiter zu fahren.

Ich genoss den Kuchen und entschied mich, weiter zu fahren und es zu riskieren unterwegs liegen zu bleiben.

Unter lautem Knarzen und recht unrundem Tritt gelang mir die Fahrt zur Home-Base. Nach der erfrischenden Dusche machte ich mich auf zu Christian, der mir anbot den Rotor zu reparieren. Dies gelang uns zum Glück unter grossen Anstrengungen. Ende gut – Alles gut!

Schöner Sonntag auf dem Renner mit grosser Gruppe und grossem Materialeinsatz!

Drei-Nasen-Runde mit den TiRis

»Es lief schon mal besser«


Heute war mal wieder Gruppen-Fahren auf dem Programm. Die Tiris wollten sich um 10 Uhr am Tunnel treffen, was mir sehr gelegen kam, also nix wie hin. Die »Regulars« der 10 Uhr Gruppe warteten auch dort in der Sonne und so wurde ein wenig geklönt, bevor es auf die Piste Krone ging.

Als Touren-Vorschlag sollte die »Drei Nasen Runde« gefahren werden, die mir unbekannt erschien, und ab einem gewissen Punkt auf der Strecke dann auch war. Da ich aber Abwechslung liebe und das die perfekte Übung ist, aus dem Garmin-Authismus zu entkommen, kam mir das Fahren in bekanntem aber doch unbekanntem Gelände sehr gelegen.

Die Wechsel klappten gut, nur war mir die Reise-Geschwindigkeit teilweise ein wenig zu hoch. Aber so geht wohl Training. Insofern hielt ich mich mit »kürzer« oder »ruhiger«-Rufen zurück. Das wurde mit einem 34er Schnitt in Trebbin quittiert.

Dort wollte das Orga-Team wegen der vielen Wolken heute nicht einkehren, sondern zum Röhrig nach Blankensee. Willkommene Abwechslung.

Dort gab es dann im Innenhof Kuchen, der besser schmeckte als er aussah. Die neusten Kettengespräche und Unfall-Sturz-Geschichten wurden interessiert verfolgt, bevor es gegen den Wind zurück in Richtung Hauptstadt ging. In Stahnsdorf machte die Bande nach Marienfelde weiter, und ich alleine zurück zur Krone.

Der Willy wurde mit extrem dicken Beinen eher gerollt als gebügelt. Mal sehen was morgen so geht, und wie die nicht vorhandene Form im Urlaub so ankommt.

Es bleibt spannend…