ESK-Team-Zeitfahren 2018

oder »Von Tanke zu Tanke reloaded«


Heute war es wieder soweit und endlich konnte die Aufgeregtheit, welche ich schon die ganze Woche mit mir rumschleppte, abgeworfen werden. Oder sollte ich »rausgestrampelt« werden sagen? Egal, das Zeitfahr-Event der Berliner-Radsport-Szene stand, am längsten Tag des Jahres, auf dem Programm – und alle kamen.

Christoph und ich wollten es nachdem wir es 2017 als aktive Mitfahrer ausgelassen hatten, auch wieder wissen. Eigentlich ging ich recht gut trainiert an den Start. Ach was übertreibe ich, ich fühlte mich besser als in 2016, soviel wusste ich, denn ich war die vergangenen Monate relativ fleissig mit Zwift unterwegs und ich wusste, daß genau diese Einheiten mir helfen würden, Tanke-zu-Tanke ordentlich zu überleben.

Insgeheim hoffte ich, wir würden die 30-Minuten-Marke knacken können, was sich aber als illusorisch heraus stellte. Aber der Reihe nach:

Es wurde wieder mit 30-sekündigem Abstand gestartet. Vor uns das komplette ESK-Geschwader, dann der AliXpress. Das wir kassiert werden würden war klar. Aber erstmal eigenes Tempo finden und den Willy unbeschadet hochfahren, so war unser Plan. Dieser ging leider nicht auf. Schon an diesem Anstieg zerlegte es uns und das nach uns gestartet Damen-Team kassierte uns. Von nun an ging es für mich mit leicht angezogener Bremse weiter, da Christoph die Pace nicht halten konnte und ich folglich in den nun folgenden Passagen Tempo rausnehmen musste. Leider war noch nicht einmal die Hälfte der Strecke geschafft. Genau der richtige Moment eine Lektion in Demut, Kameradschaft und Team-Geist zu lernen, dachte ich mir. Als es das Postfenn hinunter ging, sah ich wie in einem anderen Team ein Teamkollege von seinem Passmann angeschoben wurde … ob das die Lösung war?

Ohne Schieben ging es dann auf die Rückreise und mir war klar, dass dies heute keine PBZ werden würde.

Schade, gerne hätte ich noch ein oder zwei Schippen drauf gelegt. Aber gemeinsam losfahren und gemeinsam ankommen war die Aufgabe und so wurde diese auch erfüllt.

Fazit: Grosser Sport, nicht riesengross, aber Spass gemacht hat es trotzdem, mal sehen, wie das 2019 läuft!?

Rund um Berlin auf dem Mauerweg – die Zweite

»Immer wieder gerne«


Nach meiner ersten Umrundung West-Berlins auf dem Mauerweg in 2017, wollte ich es in 2018 wieder tun. Neues Team, gleiche Strecke. Wieder im Uhrzeigersinn, wieder Start in Wannsee.

Pünktlich um 7 Uhr ging es dann auch auf die Strecke. Sehr gleichmäßig und ruhig kurbelten alle los. Die Nervosität der »Ersttäter« war nicht zu spüren. Sicher ging sie in der Freude an dem schönen Tag und tollen Wetter einfach unter.

So gab es auch schon nach 30 km den ersten Stullen-Stop. Kurz »riegeln« und dann weiter. Nun war Hennigsdorf das nächste Ziel. Hoch oben im Norden sollte ein Supermarkt angesteuert werden, damit ein zweites Frühstück in Form von Käsekuchen genossen werden konnte.

Gestärkt ging es dann weiter, auf einen spannenden Sektor, durch den nördlichsten Zipfel der Hauptstadt. Viele Bereiche wirkten weit ab der Zivilisation, bevor dann Pankow mit seinem hektische Treiben der Grossstadt uns wieder aufnahm. Hier gab es erneut einen Supermarkt-Mittags-Stop und dann weiter durch die recht volle City. Es ist Fussball WM, Ferienzeit und klasse Flanier-Wetter. Mit erhöhter Vorsicht wurde Kreuzberg erreicht. Dort bot uns Venko eine tolle Mittags-Erfrischung in Form von kalter Mio-Mio-Bananen-Limo. Herrlich!

Gestärkt und erfrischt ging es dann weiter. Die Bezirke Kreuzberg, Mitte und Neukölln wurden durchfahren, bevor weit unten im Süden, Kerosin-Duft in der Luft lag. Ich wusste: der Flughafen war nicht weit und auch das Ziel rückte fast in greifbare Nähe. Noch 42 km bis nach Wannsee. Micha brauchte nun nicht nur eine Bank zur Erholung, auch PowerBar-Gel und gutes Zureden, kombiniert mit Motivations-Sprüchen wie »nur noch einen Marathon, dann sind wir da« halfen wieder in den Sattel.

Die letzten Kiometer zogen sich nun doch ein wenig und es wurde mir wieder klar, dass Berlin unten breiter ist als oben.  Mit grosser Vorfreude wurde dann Wannsee erreicht. Denn nun gab es Bier mit Brezel zur Belohnung für die Strapazen!

Eine tolle Berlin-Umrundung mit einem klasse Team! Alles ohne Defekte oder sonstigen unangenehmen Vorkommnissen. Auch waren die Autofahrer heute äußerst Rücksichtsvoll. Fazit: Toller Tag auf dem Rad mit klasse Truppe – gerne wieder!

Spargel-Tour mit den Havellandriders 2018

oder »Traditions-Ausflug zum Spargel-Mittagstisch«


Nach der doch, retrospektiv betrachtet, recht beschwerlichen gestrigen Ostsee-Tour, war ich froh, daß heute die traditionelle Spargel-Tour ausgerufen war. Wie schon in den vielen vergangenen Jahren auch, sollte recht locker im Havelland gefahren werden. Ein klassischer Group-Ride also, heute mal nicht zu Kaffee & Kuchen sondern zum Spargel.

Erster Treffpunkt war für mich mit Alexander an der Metro. Gemeinsam ging es dann zum eigentlichen Treffpunkt nach Falkensee. Dort warteten schon einige und wenig später ging es dann auf die bekannte Strecke.

Schnell war die 2er-Reihe sortiert und es wurde sehr gleichmäßig gefahren. Päwesin wurde heute ohne Backwahn und Kuchen passiert, was schon ein wenig Wehmut in mir auslöste. Päwesin ohne Kuchen ist wie Moneypenny ohne Bond oder YouTube ohne Gema. Einfach nicht komplett.

Aber um eine Träne rauszudrücken war auch keine Zeit und so freute ich mich den westlichen Wendepunkt erreicht zu haben und wieder in Richtung Osten, auf direktem Wege zum Spargel zu radeln.

Das Spargelland Hoppenrade bot das gewohnte Paket aus Kantinen-Feeling, Biergarten-Idyll und etwas überzogenen Preisen. Auf der Toilette „Kein Trinkwasser“ Schild und dann die Karaffe Leitungswasser für 5-€ verkaufen. Sicher war das Wasser extra mineralisiert und gefiltert. Das ist Erlebnis-Gastronomie in Brandenburg. Egal, 1x im Jahr geht das!

Alexander und ich brachen dann zeitig auf, zum einen um dem nahenden Gewitter zu entkommen und zum Anderen, weil noch einige Termin auf mich warteten.

Schön war es, mal wieder mit der Bande zu fahren und zu klönen! In 2019 dann sicher wieder – vielleicht zu einem anderen Spargelhof!?