WfF Sommertour 2021 – Freiburg/Breisgau – Tag 4

Rad-Bande
Lesezeit: < 1 Minute

Mit GA1 nach Colmar


Eigentlich kann man in meinem Alter nach dem dritten Radfahr-Tag schon mal eine Ruhetag einlegen. Besonders, wenn man so steile Kanten fährt wie gestern.  Man(n) kann sich auch Herbert anschließen, der mit drei Damen eine Tour, fast ohne Höhenmeter, und entschleunigt nach Colmar geplant hat. Also rein touristisches Radfahren. Kann man(n) machen. Natürlich nicht ohne vordefinierte Strecke. Also habe ich noch flux einen schönen Track auf Nebenstrassen, dank Strava-Premium und dessen HeatMap-Feature, zusammen-klicken können und die Locker-Ausfahrt konnte beginnen.

Das ich 98% der Zeit vorne fahren würde, und daß ein ums andere mal »ruhiger« zu hören bekommen würde war mir von vornherein klar und auch einkalkuliert. Heute ging es ausschließlich um Kaffee-Pausen, Stadt angucken und die Landschaft genießen. Fein.

So lief dann auch der Tag. Einzig in Colmar gab es dann ein paar Unstimmigkeiten zur gemeinsamen Einkehr. Am Ende kamen dann alle auf Ihre Kosten. Die einen mit Salat, die Anderen mit Sandwiches. Null Stress-Potential im Urlaub wegen sowas.

Tolle Mitfahrer:innen, tolle Strecke, tolles Wetter: toller Tag: bestes Leben!

WfF Sommertour 2021 – Freiburg/Breisgau – Tag 3

müde Radler
Lesezeit: 2 Minuten

die kurze Strecke mit den schnellen Jungs


Heute stand wieder die kurze Strecke auf dem Programm. Mit 120 km und knapp 2.000 Höhenmetern genau das Richtige auf einen Dienstag.

Der blaue Himmel machte es mir leicht, schnell den richtigen Tritt zu finden. Das war auch wichtig, denn ich sollte die Teilnehmer aus der Stadt führen. Das gelang recht zufriedenstellend und führte uns erstmal in den Freiburger Villen-Hügel. Schlechter Asphalt und paar Höhenmeter. Dann ging es entlang der Bahnstrecke auf guten Radwegen raus aus der Stadt. Ortschaften wurden durchfahren und dann waren wir auch schon im Hochschwarzwald mit seinen kurzen und feinen Rampen.

Bedauerlicherweise verlor mein Hinterrad wieder Luft. Es war wohl der selber Schleicher, welchen ich gestern nicht ordentlich repariert hatte. Blöd. Ich begann den Schlauch zu tauschen ohne genau zu wissen wo das Problem lag. Sowas mag ich gar nicht, trotzdem ließ ich mich auch durch die vorbeifahrenden Rennrad-Kollegen:innen nicht beirren. Irgendwann stoppten Stefan und Vanya und baten ihre Hilfe an. Wenig später kamen die schnellen Jungs dazu und durch Saschas professionelle Hilfe war der Schaden schnell repariert und die Jungs luden mich ein, mich bis zum Buffet mit zu nehmen. Erst war ich mir nicht ganz im klaren, ob das wohl gut gehen würde. Auf der anderen Seite wäre es nicht klug gewesen mit halb defektem Material als rote Laterne hinterher zu fahren.

Also Unterlenker, keine Führung fahren und beissen und hoffen, daß die Anstiege bis zum Buffet nicht zu bissig werden würden.

Das Vorhaben gelang und ich erreichte zwar sehr verschwitzt und trotzdem unbeschadet das Buffet. Dort inspizierte ich den mitgenommenen defekten Schlauch nochmal ganz genau und stellte fest, dass der Defekt genau an der Stelle war, an dem mein Mantel einen tiefen Riß aufwies. Kurzerhand wurde der Mantel von innen mit einem Patch versehen und die Heimreise war gesichert.

Allerdings machte nun Saschas Vorderrad nicht mehr mit und verlor Luft. Auch Falkos Bremsbeläge am Vorderrad waren verschliessen. Nicht gut, trotzdem wollten wir gemeinsam nach Hause fahren. Ich entschied bei den Fitten zu bleiben und heute mal zu gucken, was so geht. Es ging – aber nicht viel. An den teils giftigen Anstiegen musste ich reißen lassen. Die Bande wartete brav oben und wir fuhren dann immer gemeinsam weiter. Erschwerend kam hinzu dass ich oft meinen Schweiss in den Augen hatte und mir so der Durchblick genommen wurde.

Irgendwann wurde eine Ortschaft angesteuert um nochmal zu pausieren und einzukehren. Es gab Kuchen und für die Jungs zu wenig alkoholfreies Weizen. Dieser Zustand hinderte uns nicht, die letzten 20 Kilometer zurück nach Freiburg mit relativ hoher Geschwindigkeit zu fahren.

Schöner, anstrengender Tag auf dem Renner bei Kaiserwetter! Mal sehen, was morgen geht!?

WfF Sommertour 2021 – Freiburg/Breisgau – Tag 2

Auf dem Weg in den Hochschwarzwald
Lesezeit: 2 Minuten

ab in den Hochschwarzwald


Erneut blauer Himmel beim Frühstücksbuffet. So wünsche ich mir den Spätsommer! Keine Gedanken an Arm- oder Beinlinge oder Weste verschwenden: Einfach kurz/kurz losfahren. Was für eine Freude!

Freude machte auch die klasse Rad-Infrastruktur in Freiburg, welche uns auf sicheren Radwegen entlang der Dreisam raus aus der Stadt brachte. Dann ging es weiter in den ersten Anstieg. Nun merkte ich meine Beine und das mein Trainingsrevier definitiv das Flachland ist: Erstmal wieder eingrooven  und eine gute Geschwindigkeit finden. Das war gar nicht so einfach. Irgendwann war ich dann doch oben und nicht wenig erfreut über die tolle Aussicht. Das Climb-Pro-Feature im Garmin (siehe Bilder) hilft ungemein bei der Motivation und visualisiert fast immer perfekt die zu erwartenden Steigungen. Großes Mäusekino auf dem Lenker!

Oben muss man auch wieder runter und so ging es über schmale und feuchte Straßen vorsichtig runter ins Tal. Herrliche unberührt wirkende Landschaft links und rechts des Weges. Ein Fest für die Sinne! Ich fühlte mich im Urlaub angekommen und grinste über beide Ohren während ich immer vorsichtig mit den Fingern an der Bremse zog.

Unten im Tal gabs dann ne Brezel und 250 Meter weiter das Buffet. Schlecht von mir koordiniert. Die Bäcker-Brezel hat trotzdem gemundet.

Nachdem am Buffet weiter gegessen wurde, wollte ich mich eigentlich auf den Weg zum letzten großen Anstieg machen. Dem Kandel.

Daraus wurde erstmal nix, denn ein Schleicher unterband die Weiterfahrt. Also zurück zum Buffet, denn dort gab es einen Stand-Kompressor zum neuen Schlauch befüllen. Ein Loch oder anderer Defekt ließ sich nicht finden. Mist. Kein gutes Omen für den vor mir liegenden zehn-kilometer-Anstieg.

Zum Glück hielt das Material. Mensch hatte ordentlich zu kämpfen. Irgendwie hatte ich mich nicht richtig auf den Anstieg eingestellt und so waren die ersten Kilometer ein ganz schönes Rumgeeier. Irgendwann, viel zu spät, stellte sich dann doch sowas wie ein Flow ein. Gar nicht so einfach bei zweistelligen Steigungsprozenten. An Aufgeben oder Schieben war nicht zu denken und so erreichte ich dann irgendwann den Gipfel. Dort gabs viele Motorradfahrer:innen, Gleitschirmflieger:innen und Wander:innen (haha). Kein Territorium welches mich zum langen Verweilen einlud. Also in die Abfahrt gestürzt. Ein wenig gefroren und die hohe Geschwindigkeit genossen.

Unten gab es dann noch zwanzig wellige Kilometer in pittoresken Landschaften auf die Augen und auf die Beine.

Tolle Runde, welche der Mathias da wieder zusammengeklickt hat. Mal sehen, was morgen so passiert!?