Nordrunde über Kremmen

oder »Referenz-Strecke«


Vor nicht all zu langer Zeit bin ich schon mal diese Runde gefahren. Perfekt für ein 4-Stunden-Zeitfenster. Früher™ war es mal meine meist-gefahrene Strecke.

Heute wollte ich einfach mal sehen, ob ich die Netto-Fahrzeit vom letzten mal und die Normalized-Power verbessern würde können. Nüchtern ging es auf die Strecke, denn ich hatte gestern Abend Nudeln gegessen und die sollte zum Verbrennen erstmal reichen. Vorsichtshalber hatte ich mir aber auch noch einen Cliff-Bar eingepackt. Wie sich herausstellte, kam der Hunger genau nach einer Stunde Fahrt und so wurde bei 30 km/h und Fahrtwind gevespert bzw. gefrühstückt.

Das Wetter und auch die Windrichtung waren heute ein Traum und ich hatte die ganze Ausfahrt große Freude. Zum Ende hin, wurde es doch etwas anstrengend, zum Glück gab es aber in Fahrland einen Landbäcker mit sehr guter Auswahl, wo ein Stück Käsekuchen zur Regeneration konsumiert wurde, bevor es auf die letzten gut 30 km nach Hause ging.

Eine tolle Runde, die extrem Lust auf mehr macht! Morgen unbedingt wieder fahren!

Fläming 300er

Heute mal etwas länger unterwegs


Eigentlich stand heute für mich der Night-Ride vom wff von Spandau nach Hamburg auf dem Programm. Mitte der Woche entschied ich mich dagegen, da ich mich mit der Fahrt in der Nacht einfach nicht wohl fühlte. Ein Alternativ-Programm musste her. Etwas länger wäre schon schön, um die 280 km nach Hamburg irgendwie nachzustellen.  So passte es perfekt, dass die Jule für heute einen 300er in den Süden anbot.

Treffpunkt war recht früh, um 7 Uhr am Auerbachtunnel, was mir ebenfalls sehr gut in die Karten spielte. Durch meine vielen Zwift-Einheiten am frühen Morgen, bin ich das zeitige Aufstehen gewöhnt. So war ich auch der erste um 6:50 Uhr am Treffpunkt. Nach und nach traf die Bande ein, und als der notorische Fototermin absolviert war, ging es auch schon auf die Piste. Die Beine fühlte sich ok an, ob sie allerdings mehr als 300 Kilometer halten würden, wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wirklich. Ich hatte gut trainiert, den letzten Monat recht gesund gelebt und schon ein paar 200er im Sack in 2018.

Nachdem ich mich eine Weile in der zweiten und dritten Reihe aufgehalten hatte wusste ich, daß es für mich heute nicht viel Führungsarbeit geben dürfte, wenn ich das Ziel in der Heerstraße unbeschadet, nach mindestens 9 Stunden Fahrzeit erreichen wollen würde.

So vergingen die ersten Stunden recht locker und der Rewe in Golßen wurde erreicht. Dort gab es eine Mohn-Schnecke und ne Schrippe. Flaschenfüllen und weiter. Der nächste Stop sollte erst in rund 150 km folgen. Ob das gut gehen würde?

Der Fläming meinte es erstmal gut mit uns , bot er doch feinen Schiebewind. Leider waren da noch die vielen Wellen der längst vergangenen Eiszeit, die mich massig Körner kosteten. So kam es, daß die Bande in Jüterbog ihr Vertrauen in mich verloren hatte und vorsichtig fragte, ob ich mit Marcel, Ralf und Dirk den Heimweg antreten wolle. Auf gar keinen Fall! 300 waren heute mein Ziel! Nicht weniger! Oleg zog uns dann die nächste Stunde über die verbleibenden Wellen des Flämings durch den nun aufkommenden Gegenwind. Krasse Leistung! Nun war mein Tief überwunden und ich konnte gut mit Bernd, Jule und Oleg zurück nach Brandenburg eintauchen. Aber ein paar Nase waren noch zu fahren,

Eine Pause gab es auch noch, in der gefühlt der halbe Norma leer gekauft wurde. Gestärkt ging es dann kompakt und flott durch die weiten Brandenburgs. Als Lehnin erreicht war, hatte ich die restlichen Stationen schon vor Augen: Busendorf, Ferch, Michendorf, Langerwisch, Saarmund, Güterfelde, Stahnsdorf, Wannsee und dann die Havelchaussee. Die Drei schraubten nochmal am Tempo, bevor recht moderat gemeinsam der Willy hinauf gekurbelt wurde. Am Postfenn dachte ich dann, daß es nochmal ein Finale geben würde, aber Oleg bestätigte mir, dass es »nach 300 km kein Sport, sondern nur noch Bier geben würde.«

Kann ich mit leben, genau wie mit dem leckeren, kalten Erdinger alkoholfreien Weißbier, welches der Thai an der Heerstrassen-Brücke für uns bereit hielt.

Ein perfekter Tag auf dem Rad geht zu Ende. Genau mein Ding! Danke an alle Protagonisten fürs Mitnehmen und speziell an Jule fürs Ausrufen der klasse Tour!

Mal sehen, was morgen geht!? auf jeden Fall kein 300er…

 

Schwielowsee-Runde

Entschlossen unentschlossen


Der Plan war um 10 Uhr an den Tiri zu fahren. Leider kreuzten Regenwolken den Plan und so bat Oleg eine Stunde später zum Auerbach-Tunnel. Erstmal kam keiner. So fasste ich den Plan, die meine Schwielowsee-Runde zu fahren. Zu lange war ich dort nicht mehr unterwegs gewesen. Zu gerne erinnere ich mich, daß ich dort fast wöchentlich unterwegs war. Schöner See – schöne Runde.

Als ich eigentlich schon losfahren wollte erschienen dann, um irgendwas nach 11 der Oleg und später noch der Bernd mit ein paar Kameraden. Nach länglicher Verhandlung war der Plan, nicht die Krone zu fahren, weil noch nass und statt dessen über Postfenn die Havelchaussee hoch. Dann nochmal gucken. Ok, von mir aus!

Nach gemeinsamem Hügeln dann erneuter Stopp an der Tanke in Wannsee. Bernd wollte mit seinen Mannen nach Großbeeren, Oleg die Jule am Tunnel abholen. Also ging es für mich alleine über den Schäferberg nach Potsdam.

Dort blieb das übliche Durcheinander erstmal aus. Aber ohne Vorkommnisse blieb auch dieser Sektor nicht: Ein Autofahrer meinte im Stau, der immer Am Neuen Garten ist, auf meinem  Radschutz-Streifen fahren zu müssen, so daß ich ihn links überholen musste. Ich klopfte vorsichtig mit meinem Knöchel an seine Scheibe und wies in darauf hin, daß er mir die Weiterfahrt erschwerte. Aufgeschrocken zuckte er von seinem Smart-Phone hoch, welches auf seinem Schoss lag und anscheinend seine volle Aufmerksamkeit erforderte. Er begann zu pöbeln. Ich in die Pedale zu treten. Schade nur, daß er nicht mal Einsicht gezeigt hat.

Mit extra Vorsicht und viel Sonne habe ich dann Potsdam hinter mir gelassen. Am Schwielowsee dann das gewohnte Gefühl von Freiheit und Urlaubs-Feeling. Klasse!

Am westlichsten Punkt in Ferch begann es dann stärker zu nieseln und ich stellte mich kurz an einer Bushaltestelle unter bevor es weiter ging. Nun half mir Westwind, den weg zurück in die Hauptstadt zu finden. Wieder den Willy mitgenommen und nicht ohne auf den letzten Kilometern noch einmal eine ordentliche Schütte zu bekommen, wurde die die Home-Base zufrieden, aber auch ausgepowert, erreicht.

Egal, tolle Ausfahrt!