ERT 2020: Portugal/Algarve 1. Tag

Gruppenbild
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von Faro nach Alcoutim


Die Nacht war relativ unruhig, was nicht nur am direkt der Strasse zugewandten Zimmer lag. Auch war die Vorfreude und Spannung auf die erste Radausfahrt 2020 groß.

Um kurz vor 7 gab es dann endlich Frühstück in unserem kleinen Hotel direkt im Zentrum von Faro. Nicht ausufernd aber auch nicht zu bescheiden. Als Radtourist bin ich ja doch einiges gewöhnt. 5 von 10 Punkten.

Um 9 Uhr ging es dann los. Die Vorfreude steigerte sich fast ins unermessliche als ich endlich wieder auf meinen Renner steigen konnte. Zu lange war ich abstinent geblieben und hatte mir die Zeit mit Zwift vertrieben. Nun durfte ich mich bei bedecktem Himmel und 15°C endlich wieder in freier Wildbahn bewegen. Großartig!

Relativ gemütlich ging es dann raus aus Faro. Gut, denn auf den ersten Kilometern hat schon so mancher die Kontrolle über seine Maschine verloren. Das ist wie beim Fliegen: Start und Landung sind am gefährlichsten.

Nach ner guten Stunde war dann Tavira erreicht, wo es neben touristischen Brücken auch ordentliche Kaffees gab, die dann erstmal besucht werden mussten. Nach Kaffee und Kuchen ging es dann weiter. So mag ich Urlaub!

Der Plan war heute die kurze und die lange Strecke zu kombinieren, sodass über 100 km drin waren und auch einige Höhenmeter im fit-file verbucht werden konnten.

Diese waren dann doch recht knackig, bereiten mir aber große Freude, da die Beine frisch waren und auch ein neues Werkzeug mit dem Namen “ClimbPro” über den Winter in den Garmin Einzug gehalten hatte. Mit dessen Hilfe war es mir nun zu jeder Zeit möglich, an einem Anstieg zu sehen wie lang dieser noch andauern würde, wieviele Höhenmeter noch zu absolvieren waren und welche Steigungen noch vor mir lagen. Bestes Mäusekino!

Irgendwann war dann das Buffet erreicht, dass neben einem Drohnen-pilotierendem Stefan auch leckere Sandwiches bot und natürlich Wasser für die Flaschen.

Die verbleibenden knapp 40 Kilometer wollte ich alleine unter die Räder nehmen. Kein Druck, keine Termin, keine Hektik – Urlaub!

Irgendwann waren dann auch die drei letzten Anstiege im Sack und das schöne Hotel direkt an der spanischen Grenze war erreicht. Tolle Anlage mit Pool und geräumigen Zimmern.

Sehr schöne erste Etappe in Portugal. Freue mich sehr auf Morgen!

Mein Sportjahr 2019 – Eine Retrospektive

Lesezeit: 2 Minuten

Mittlerweile hat es schon fast Blog-Tradition, hier am 31. Dezember einen Jahresrückblick zu veröffentlichen.

Gerade nach den Ereignissen vom  6. Oktober 2018 eine wichtiges Instrument, nochmal in mich zu gehen und zu reflektieren, wie viele schöne Momente ich im vergangenen Jahr auf dem Rad erleben durfte. Wie kostbar und auch wie fragil diese Konstruktion Leben ist.

Das Radsport-Jahr 2019 bot nicht so viele High-Lights wie 2018. Nicht nur, weil es keine echte Fern-Rad-Reise gab. Der Vergleich geht auch nur knapp mit 4 zu 3 an 2018, denn in 2019 waren meine drei Highlights auf jeden Fall die unvergesslichen Radreisen nach:

Ansonsten bin ich meinem Motto treu geblieben, dass nicht mehr die besten Ergebnisse zählen, sondern das Fahren und Erleben an sich. Die Natur um mich herum zu erfahren und nicht mehr noch schneller anzukommen. Wie dies sonst Enden kann, habe ich erlebt.

Meine Jahreskilometer waren wieder ein bisschen weniger als noch im Jahr zuvor. Auch habe ich keine Ambitionen finden können, bei Draußen-Veranstaltungen wie Festive500 oder dem Winterpokal in der Kälte zu frieren mitzumachen. Egal! Ich bin gesund und habe Spass an meinem Hobby. Auch komme ich mal wieder mit Hilfe von Zwift passabel und im Warmen durch die kalte Jahreszeit. Das alles ohne gefrorene Gliedmaßen. Comfort-Zone verlassen, um was Neues zu erleben? Been there – done that.

Mein Wunsch für 2020 und die neue Dekade? Erneut viele schöne sturzfreie Momente auf dem Renner erleben und dabei viele weit entfernte Länder kennen lernen. Nicht mehr und nicht weniger…

 

Schwielowsee- & Beelitz-Runde #2

Hinter Golm
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Mit Manne und dem Wind


Am Vorabend las ich recht spät, daß Manne eine Tour nach Süden geplant hatte. Genau mein Ding für den heutigen, recht warmen Samstag. Also trafen wir uns Gatower-/Ecke Heerstrasse und es ging zu zweit raus aus der Stadt.

Manne zog ganz schön an der Kette, sodaß ich einige male reissen ließ. Hinter Fahrland zeigte er mir dann eine sehr interessante Streckenvariation, die mir nicht bekannt war. Und am Schwielowsee ging es dann gleich nochmal auf neuen Wegen nach Caputh. Sehr schön.

Hinter Beelitz freute ich mich dann nicht nur über den Schiebewind, auch daß wir einen Kuchenstop in der Sonne bei Röhrig vereinbart hatten. Dort waren wir dann auch recht flott und freuten uns über die Tiri-Bande, welche auch von ihrer Runde dort einkehrte. Nach den üblichen Kettengesprächen ging es gemeinsam zurück in die Hauptstadt, nicht ohne noch den Willy und das Postfenn zu bügeln.

Klasse Ausfahrt an einem herrlichen Spätsommertag Ende Oktober.