Sella Ronda erweitert

kann mich nicht dran sattsehen
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Vier Pässe sind genug


Gruppen-Radreisen kenne ich ja nun schon seit mehr als 10 Jahren. Deshalb wollte ich mal was neues ausprobieren: Radreise alleine. Der Plan reifte schon vor mehreren Monaten als mir mein Sommer-Urlaubs-Plan mit dem wff zu fahren von meinem Arbeitgeber gestrichen wurde.

So war ich auf der Suche nach Alternativen. Der wff bot zwar eine Dolomiten-Reise an, diese erschien mir aber zu anspruchsvoll. Also selber was geplant, Hotels reserviert und am Samstag in aller frühe um kurz nach vier ging es dann mit dem Auto Traumwagen und dem Renner auf der Rückbank auf die Piste in Richtung Süden.

Schnell, aber entschleunigt war das Hotel direkt an der Strecke der Sella Ronda in den Dolomiten erreicht. Der Abreisetag verlief sehr schön und unkompliziert.

Heute morgen dann freute ich mich riesig als ich den blauen, wolkenlosen Himmel über den Felskanten vor meinem Zimmer sah. Ich wusste, es würde ein warmer sonniger Tag in den Dolomiten werden!

Nach dem leckeren Frühstück ging es gut gelaunt auf die programmierte Strecke. In 2013 bin ich die Sella Ronda bereits am Bike Day gefahren.. Da war die Strecke für Kraftfahrzeuge gesperrt. Im Prinzip kannte ich also den Träck. 

Es wurde sehr emotional für mich, als ich inmitten der riesigen Felsmassive meine Runde startete.

Ich hatte den Klassiker, ein wenig erweitert um auf mehr Höhenmeter und Gesamtkilometer zu kommen. Auch wollte ich was Neues sehen. Wäre das Wetter schlechter gewesen, wäre ich den Klassiker gefahren.

Strava meinte es würden 2.700 Höhenmeter, auf rund 80 km werden. Ein ganz schöner Schuh für Berliner Verhältnisse. Egal, der erste Pass, der Passo Gardena, lief noch wie am Schnürchen, der zweite eigentlich auch, hoch zum Passo Sella.

Dann gab es unten im Tal, in ⁨Canazei bei einem schönen Bäcker eine Kuchenpappe mit Cola zu 6,80 €. Interessanterweise wurde der Beerenkuchen und der Strudel abgewogen. Ein Bon wurde mir nicht ausgehändigt.

Geschmeckt hat er trotzdem, ja sogar das Prädikat »vorzüglichst« möchte ich für diese Vesper vergeben. Backen könnse die Südtiroler!

Dann ging es weiter, in für mich neues Terrain. Ziel war der Fedaiasee, der über den Passo Fedaia erreicht werden konnte. Diese Steigung machte mir nun ganz schön zu schaffen. Sicher auch wegen der Mittagshitze und den bereits absolvierten Höhenmetern wollte ich das Ding einige male pausieren. Konnte mich aber, nicht nur wegen Strava, beherrschen.

Der Stausee und die umliegenden Berge, die mich direkt nach dem langen, gut beleuchteten Tunnel erwarteten, waren atemberaubend.

Eigentlich hatte ich jetzt genug Höhenmeter gesammelt um den Sonntag einen Sonntag sein zu lassen. Aber ich musste ja noch die Runde schließen und mein Hotel wieder erreichen.

Wellig und noch anstrengender wurde es. Ich zählte die Kilometer bis Arraba, denn ich wusste, dass es dort fast geschafft sein würde. Den Passo Campolongo hatte ich nicht mehr in Erinnerung.

Alles Fluchen half nicht, ich musste da noch hoch. Zwar steigerten, die sehr dicht überholenden, meist italienischen Autofahrer meine Vorfreude auf das nahe Hotel nicht, aber mit ihren Außenspiegeln berührten sie mich dann zum Glück auch nicht.

Fazit: Eine perfekte erste Urlaubs-Ausfahrt, die mich an meine Grenzen gebracht hat. Habe gelernt das ich nicht mehr fahre wie ein 40-jähriger. Bin da zwar nicht wirklich einverstanden mit, nehme es aber hin und freue mich riesig, daß ich gesund bin und überhaupt die Pässe hoch komme.

Es war ein wunderschöner erster Urlaubstag auf dem Renner. Morgen dann »Weiter-Reise-Tag« nach Nauders. Ich hoffe das Wetter taugt am Dienstag zum Radeln!

Zum »Kuchen-Hunni« nach Blankensee

Willkommen in Blankensee
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Mit wenig Mühe strampeln


Das letzte mal war ich mit Herbert auf dieser relativ einfachen Südrunde an Himmelfahrt unterwegs. Nach der doch recht anstrengenden, gestrigen Ostseetour wollten wir heute etwas leichter pedallieren. Also trafen wir uns um 10:30 Uhr am Tunnel. Alex und Volker waren schon da, Thilo folgte wenig später und schon ging es raus, auf bekannten Wegen. Erstmal schön gegen den doch recht starken Süd-West-Wind. Dieser ließ sich aber, nicht nur wegen der flüssigen Wechsel gut ertragen, auch wussten wir, daß die Rückreise entsprechend angenehmer werden würde.

Vor Stücken begrüßte uns dann zum ersten mal ein neuer, sehr sehr gut asphaltierter Radweg. Warum können nicht alle Radwege so guten Belag aufweisen und recht kurvenfrei durch das schöne Brandenburg führen?

In Blankensee beim Röhrig spendierte Volker leckeren Kuchen, was die gute Stimmung weiter beförderte. Gut gelaunt ging es dann auf den Heimweg. Alex und ich fuhren noch den Willy, Volker und Thilo nahmen die Krone.  Eine kurze Einkehr beim Thai an der Heerstrassenbrücke rundete den klasse »Kuchen-Hunni« ab. Schöner Sonntag!

Endlich Kuchen
Endlich Kuchen
Willkommen in Blankensee
Willkommen in Blankensee

Pankow – Ückeritz – Usedom 2019 v1

Angekommen am Meer
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»Küstenritt auf neuen Wegen«


Nach der gesundheitlich eher sehr durchwachsenen Woche, fühlte ich mich eigentlich nicht nach einer Ostsee-Tour. Auf der anderen Seite hatte ich die Fahrt im Mai bereits verpasst und mir war klar, daß es wohl nicht mehr viele Gelegenheiten in 2019 geben wird, diesen Klassiker zu fahren.

Nach der erstklassigen Tourenbeschreibung von Alex-Travel musste einfach gefahren werden, denn diese hervorragende Komfort-Komplett-Paket konnte ich mir dann doch nicht entgehen lassen: Von der neuen Strecke als GPX-File, über die vordefinierten Pausenpunkte bis hin zum Rückfahrt-Ticket-Kauf-Service mit verschiedensten Bezahl-Optionen war alles im Komplett-Paket enthalten. Nur selber gefahren werden musste noch. Bei Trockenheit, Sonnenschein und leichtem Schiebewind in einer 12er Gruppe sollte das eigentlich kein Problem sein. So dachte ich zumindest. Vorerst.

Vorerst war es auch kein Problem, denn es lief geschmeidig nach Norden. Die Schorfheide wurde routiniert gebügelt und bevor ich mich versah, waren wir auch schon beim gewohnt restriktiven Bäcker in Templin. Zwei Stück Kuchen um 8:40 Uhr und weiter ging es nun auf neuen Wegen. Landschaftlich sehr schön auf einer stillgelegten Bahntrasse durch die Uckermark. Irgendwann wurde der Asphalt dann eher unangenehm holprig. Dies wurde aber auch noch verziehen, denn Woldegk unser zweiter Pausenpunkt war bereits fast erreicht.

Viel Hunger hatte ich nicht, und so gönnte ich mir ausschließlich einen Milchreis und ein Käse-Spezial-Brötchen. Keine Unmengen zum Mittags-Tisch. Nun begann der Sektor nach Anklam. Die Bande begann ein wenig am Tempo zu schrauben, was eigentlich noch ganz gut ging, da ich stoisch drauf achtete meine Führungen, wie besprochen, exakt einen Kilometer zu fahren. Nicht mehr und nicht weniger.

Auf der Insel gab es dann einen neuen Weg, der mich nun doch sehr stark belastete und ich musste das Ein ums Andere mal reißen lassen. Nicht weiter tragisch, denn in 15 Kilometern war unser Tages-Ziel erreicht und es gab wie gewohnt ein Bad in der algigen Ostsee, bevor alkoholfreies Weizen und Fisch serviert wurde.

Wieder eine sehr gelungene Tour nach Usedom mit Alex-Travel. Demnächst gerne wieder! Fünf-Sterne-Deluxe!