Mallorca Trainingscamp 2015 – Tag 3 – Randa in the rain

Lesezeit: 2 Minuten

oder »Das Wetter war auch schon mal besser hier«


Richtig begeistert war ich nicht, mich heute nach dem Frühstück auf den Renner zu schwingen. Nicht nur dass der Himmel sich grau in grau zeigte, auch blies ein sehr starker Wind, der uns das Fahren sicher nur auf einigen wenigen Passagen erleichtern würde.

Egal, ich war zum Radfahren hier und die Compañeros wollten heute alle ihre Räder ausführen. Der Gruppenzwang siegte und so fand ich mich wenig später mit meinem Renner im bekannten Schilf wieder.

Warmfahren war heute nicht, denn das A-Team zog uns raus. Wir ließen sie vor uns rotieren, mischten aber nicht mit, die Körner wollten für später aufgehoben werden. Die Einen nennen es Lutschen, die Anderen sinnvolle Kräfteeinteilung. Mir egal, am ersten Stop waren wir eh wieder alleine.

Erst Muro-Radweg dann einen neuen Weg nach Pina dann nach Algaida ausprobiert. Für Heiko ein wenig zu viel Stop-Schilder, für mich genau richtig: Halbwegs gerade Strassen, wenig Löcher in diesen und überschaubare Wellen.

In Algaida tat es einen lauten Knall und Wolfgangs Speiche hatte sich mit einem lauten Sch@@sse-Ruf aus seiner Verankerung gelöst. Nach unvollendeten Reparaturversuchen konnten wir in den Berg starten.

Je höher wir kamen umso ungemütlicher wurde es; nicht nur das der Wind extrem blies auch begann es leicht zu nieseln. Oben war die Sichtweite unter 70 Meter. Nicht der Tag um im Kloster Kaffee und Kuchen zu essen. Also schnell wieder runter.

Für zwei Mitfahrer leider zu schnell, die feuchte Strasse ließ Jens und Fabian in einer Kurve wegrutschen. Das Resultat waren blutige Knie und verbogene Rennmaschinen. Nicht schön.

Nach der notdürftigen Wundbehandlung ging es in die Abfahrt nach Montuïri dann weiter nach Sineu, wo ein Kaffee-Pause geplant war. Nach Cappuccino und Petit-Four noch die letzten 27 km zurück. Das war auch gut so, denn es begann zu regnen als wir wieder in der Home-Base zurück waren. Alles richtig gemacht! Mal sehen was morgen so geht…

 

Mallorca Trainingscamp 2015 – Tag 2 – Santa Maria – Kloster Lluc

Lesezeit: 1 Minute

oder »Mal nen Berg«


Nach der doch recht flachen gestrigen Einrollrunde, sollte heute ein echter Anstieg gefahren werden. Dafür trafen wir uns um kurz nach 10 Uhr am Kreisverkehr am Schilf und begrüssten freudig die Compañeros aus dem Club Pollentia, die schon vollzählig am Treffpunkt warteten. Auch Heiko und Felix waren von drüben mit dabei. Sehr schön.

So ging es relativ locker mit Rückenwind nach Sa Pobla auf den Muro-SchnellRadweg. Ohne besondere Vorkommnisse erreichten wir Santa Maria, wo wir unsere erste kurze Rast in der Sonne geplant hatten. Es gab schon früh Café und Kuchen, bevor es hügeliger werden sollte. Nach bezahlen der Rechnung – Café und Kuchen für 5,-€ – ging es wellig über Alaro weiter nach Selva, wo wir hoch zur Tankstelle am Kloster Lluc ochsten. Richtig zufrieden war ich mit meiner Steigungsgeschwindigkeit nicht, aber Spass hatte ich an diesem herrlichen Stück Asphalt durch schöne Natur schon. An der Tankstelle wartete ein Großteil der Compañeros auf mich und es war Zeit für das schon an dieser Stelle zur Tradition gewordene Gruppenfoto.

Oben an der Tankstelle nach dem AnstiegNun ging es wellig auf neu asphaltierter Strasse zum Kilometerstein 14, der uns in die Abfahrt runter nach Port de Pollentia schickte. Im Tal noch den bösen, löchrigen Asphalt zum Hafen wegbügeln bevor es eine zweite Einkehr mit Club-Sandwich und Cola gab. Klasse. Nun noch 12 km zurück zur Home-Base und ein weiterer ereignisreicher Tag auf dem Renner endet. Danke für die tolle Gemeinschaft! Bis morgen!

Mallorca Trainingscamp 2015 – Tag 1 – Petra-Maffay-Tal

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oder »Ambitionierte erste Ausfahrt«


Selten, ich würde sogar behaupten, nie kam ich bisher mit so wenig Trainingskilometern in den Beinen auf die Balearen-Insel wie in diesem Jahr.

Stets war ich gut vorbereitet und hatte einige Kilometer auf dem Ergometer absolviert. Nicht so in diesem Winter. Die Bilanz waren zwei Ausfahrten und ein Ergometer-Training. Gut ich war relativ oft Laufen, aber zum guten Radfahrer wirst du nur, wenn Du eine Sache trainierst: Radfahren.

Dementsprechend niedrig waren meine Erwartungen und auch Ambitionen. Urlaub machen steht in diesem Jahr im Vordergrund, jeden Tag an meine Grenzen gehen eher nicht.

Da war mir dieser 120er eigentlich schon zu ambitioniert, zumal sich auf dieser herrlichen Insel ja keine echten Flachetappen wie in Brandenburg fahren lassen. Auf einer 100-km-Tour keine 1.000 Höhenmeter zusammen zu bekommen, ist fast unmöglich.

Aber genug gejammert, wie man sich im Wind versteckt hatte ich gelernt und so sollte das Mitrollen möglich sein. Pünktlich um 10:15 Uhr trafen Micha, Ulf, Jens, Eric und Micha2 bei uns im Hotel ein und es ging auch gleich zügig raus nach Osten.

Nach 20 km hatten Ulf schon die erste Panne in Form eines Plattfuß. Sein Mantel war beschädigt und so wollte er, trotz Beteuerungen von uns, umkehren. Also ging es nur noch zu Siebt durch das Orangental, wo traditionell frische Orangen von den Bäumen zum Eigenverzehr gepflückt wurden. Dann weiter nach Manacor und auf bekannten Wegen nach Petra.

Nach nur 50 km schon Kuchenpause. Das kam mir sehr gelegen und wie bestellt zeigte sich auch die Sonne und wir konnten leckeren Kuchen im Dorfkern genießen.

Dann weiter nach San Joan. Wir verabschiedeten noch Micha2, der den kürzeren Weg nach Hause einschlug. Ulf war in Petra doch wieder zu uns gestossen und so ging es zu siebt weiter nach Lloseta wo die zweite Einkehr auf dem Programm stand. Gut so, denn mein mitgebrachtes Bocadio wollte noch mit einer heissen Schokolade verdrückt werden. Für den Rest gab es erneut Café und Tapas (wtf!?).

Nun noch durchs Maffay-Tal. Nur noch. Ich war schon ganz schön durch und hatte auch an dem Bocadio gut zu verdauen. Kurzum: Mir ging es gar nicht gut. Zum Glück hatte ich Companeros dabei, die den Wind besser ertragen konnten als ich. Auch passierten wir die Unfallstelle vom letzten Wochenende, an dem Blumen niedergelegt waren. Schlimme Sache.

Nun noch vorbei am Golfplatz, den letzen Kanten hoch, dann runter auf die Küstenstrasse. Kurzer Stop am Club Pollentia um den Rest der Companeros zu verabschieden.

Noch die gut 10 km zum Hotel – geschafft. Mal sehen war morgen so geht…