Spargel-Tour mit den Havellandriders 2018

oder »Traditions-Ausflug zum Spargel-Mittagstisch«


Nach der doch, retrospektiv betrachtet, recht beschwerlichen gestrigen Ostsee-Tour, war ich froh, daß heute die traditionelle Spargel-Tour ausgerufen war. Wie schon in den vielen vergangenen Jahren auch, sollte recht locker im Havelland gefahren werden. Ein klassischer Group-Ride also, heute mal nicht zu Kaffee & Kuchen sondern zum Spargel.

Erster Treffpunkt war für mich mit Alexander an der Metro. Gemeinsam ging es dann zum eigentlichen Treffpunkt nach Falkensee. Dort warteten schon einige und wenig später ging es dann auf die bekannte Strecke.

Schnell war die 2er-Reihe sortiert und es wurde sehr gleichmäßig gefahren. Päwesin wurde heute ohne Backwahn und Kuchen passiert, was schon ein wenig Wehmut in mir auslöste. Päwesin ohne Kuchen ist wie Moneypenny ohne Bond oder YouTube ohne Gema. Einfach nicht komplett.

Aber um eine Träne rauszudrücken war auch keine Zeit und so freute ich mich den westlichen Wendepunkt erreicht zu haben und wieder in Richtung Osten, auf direktem Wege zum Spargel zu radeln.

Das Spargelland Hoppenrade bot das gewohnte Paket aus Kantinen-Feeling, Biergarten-Idyll und etwas überzogenen Preisen. Auf der Toilette „Kein Trinkwasser“ Schild und dann die Karaffe Leitungswasser für 5-€ verkaufen. Sicher war das Wasser extra mineralisiert und gefiltert. Das ist Erlebnis-Gastronomie in Brandenburg. Egal, 1x im Jahr geht das!

Alexander und ich brachen dann zeitig auf, zum einen um dem nahenden Gewitter zu entkommen und zum Anderen, weil noch einige Termin auf mich warteten.

Schön war es, mal wieder mit der Bande zu fahren und zu klönen! In 2019 dann sicher wieder – vielleicht zu einem anderen Spargelhof!?

Pankow – Ückeritz – Usedom v1

»Küstenritt unter idealen Bedingungen«


Nach der doch recht strapaziösen Tour in 2017 fühlte ich mich heute recht gut, den Ritt an die Küste, zum ersten mal in 2018, zu wagen. Das gute Gefühl lag zum Einen an dem 200er vor zwei Wochen, welcher recht gut lief und an den vielen Kilometern, die ich in 2018 schon auf dem Renner abgerissen hatte. Motiviert war ich auch über beide Ohren und die Gruppe die sich zusammenfand bestand auch aus klasse, disziplinierten und geübten Radlern. ❤ was willst Du mehr? Sonnenschein, Temperaturen jenseits der 20°C und leichten Schiebewind? Geschenkt obendrauf!

Drei Minuten zu früh traf ich am Treffpunkt an der bekannten Tankstelle an der Dietzgenstrasse ein. Kurze Begrüßung, Streckeneinweisung, Check ob alle da waren – Antonio und Ivailo fehlten – so ging es erstmal zu neunt auf die Strecke nach Norden.

Es lief super und auch Christian verstand es, dass richtige Tempo zu wählen. Daumen hoch dafür! Nachdem wir Ivailo in Mühlenbeck eingesammelt hatten, rollte Antonio von hinten auf. Er hatte bereits vor der Haustür einen Platten und musste deshalb verspätet aufschließen. Nun waren wir komplett und es ging weiter nach Norden. Heute mal auf etwas modifizierten Wegen nach Lychen. Durch den Wald und über Holperpisten, die in Zukunft aus dem Streckenregister gestrichen werden.

In Lychen dann ein Stück Bienenstich auf die Hand. Mein erstes und einziges Stück Kuchen heute. Was war los, Georg? Ganz einfach: Nach dem addieren der Frühstückskalorien um 4:30 Uhr, wollte ich es mit dem Futtern sachte angehen lassen.

leichtes Kalorien Defizit
leichtes Kalorien Defizit

Nach dem leichten Bienenstich-Vesper ging es weiter, zu unserem nächsten echten Stop in Woldegk. Dorthin brachte uns erneut ein neuer Weg, da der direkte Weg dorthin nicht mehr existent war. Die Strasse war komplett entfernt und wir hätten mindestens drei Kilometer schieben müssen, worauf wir dankend verzichteten.

Nicht verzichten wollten wir jedoch auf die traditionelle Einkehr im Edeka, die mir Milchreis und ein leckeres Brötchen mit Frischkäse bescherte. Gestärkt ging es weiter Richtung Friedland und Anklam. Der nun folgende, seit jeher gehasste Sektor, zeigte sich heute seiner freundlichsten Seite: Leichter Schiebewind drückte uns quasi in Richtung Küste. Der Kavelpass wurde noch mit 90% Einsatz ausgefahren und dann war schon ratz-fatz Anklam erreicht. Nach liquider Stärkung dann auf den letzten 44 km langen Sektor nach Ückeritz.

Heute ohne hupende und nervende Autofahrer. Fantastisch! So ging es zu unserem Tagesziel, auf direktem Weg, in die erfrischenden Wellen der Ostsee!

Fazit: Selten solch eine harmonische Fahrt dort hoch erlebt.  Für mich gab es heute auch keine Hänger-Sektoren oder tiefe-Form-Täler in die ich gefallen bin oder wäre. Es rollte von Anfang bis Ende hervorragend. Das lag sicher auch an der tollen Truppe die sich heute zusammen gefunden hatte. Vielen Dank fürs Mitnehmen!

Kleine Bäcker Runde nach Fehrbellin #2 ’18

»Radeln zu dritt«


Da keine Tour im Angebot war, entschlossen sich Alex und ich, mit dem Thilo mal wieder nach Fehrbellin zu fahren. Nicht zu lang, aber über 100 km sollten es schon werden. Heute mal mit Frühstück, dessen Kaloriengehalt mich sehr überraschte.

An den annoncierten Treffpunkten fand sich niemand ein, und so ging es zu dritt nach Nord-West. Eigentlich ganz angenehme Bedingungen, denn der wolkenlose Himmel war heute einer Suppe gewichen, die wenig Sonne durchließ, aber trotzdem recht warm war. Irgendwie Taiwan. Ab und zu nieselte es leicht, was uns aber nicht störte. Mehr störte der Autoverkehr, der erst hinter Nauen weniger wurde.

Trotz leichten Gegenwindes ging es gut voran, denn wir wechselten akribisch jeden Kilometer die Führung. Das bedeutete: 1 km Belastung, 2 km Erholung. Sehr schön.

So ging es bis Fehrbellin durch das schöne Havelland. Dort angekommen, staunten wir nicht schlecht, als wir den Erik und den Tom bei Kaffee und Kuchen beim Konditor trafen. Sie hatten allerlei Ausreden parat, warum sie nicht mit uns ab Rathaus gestartet waren. Schlussendlich durfte sie doch mit uns zurück fahren und konnten unseren Windschatten genießen.

Kurz vor Kremmen an dem kleinen Hügel rumste es dann. Erik, der ganz hinten fuhr, verlor aufgrund eines blockierenden Hinterrades die Kontrolle seines Renners und stürzte. Tom resümierte, daß der Schnellspanner lose gewesen sei und so das Rad blockieren konnte. Erik nahm die Schürfwunden wie ein Mann und es konnte weiter gefahren werden. Glück im Unglück, daß nicht mehr passiert ist. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn er vorne gefahren wäre.

Der Rest der Strecke verlief glücklicherweise ohne weitere Zwischenfälle und nun kann es zur Jahreshauptversammlung des wff gehen…