Aufstieg auf den Tafelberg

Lesezeit: 2 Minuten

oder »Aufstieg auf das vermeintlich 7. geografische Weltwunder«


Heute war eine sportliche Aktivität der anderen Art geplant: Es sollte zu Fuss auf den Tafelberg gehen.

Es führt zwar auch eine Seilbahn auf das Plateau – wir wollten den Aufstieg aber zu Fuss genießen. Die Rund 600 Höhenmeter entpuppten sich als recht schweisstreibendes Unterfangen. Gut das ich meinen Garmin Forerunner 405 inklusive Garmin Brustgurt dabei hatte um den Aufstieg genau zu protokollieren. Es dauerte eine gewisse Zeit um mit der direkten Sonneneinstrahlung, den großen Steinen und dem Anschwitzen in Freizeitkleidung zurecht zu kommen. Dann lief es aber super und ich wollte gar nicht mehr aufhören die Steine hoch zu klettern.

Viele andere Touristen, die sich an den wenigen Schattenplätzen erholten wurden überholt und ich begann den Anstieg irgendwann wirklich sportlich zu sehen. Allerdings bin ich ja nun keine Bergziege und musste doch arg aufpassen nicht abzurutschen oder nach hinten zu kippen. Ein riesen Spass war es auf jeden Fall dort hoch zu wandern und von Zeit zu Zeit den tollen Blick über Kapstadt zu genießen.

Oben auf dem Plateau bot sich ein grandioser Blick über das gesamte Kap und die zerklüftete Felsenlandschaft. Herunter ging es für 95 Rand (9€) mit der Seilbahn. Die Fahrt dauerte nur wenige Minuten und war zwar unterhaltsam, konnte aber nicht mit dem riesen Spass des Aufstiegs mithalten.

Fazit: Viel Schweiss und Bewegung an der frischen Luft auch ohne Rennrad oder Laufschuhe.

Llandundo -> Kap der guten Hoffnung

Lesezeit: 3 Minuten

oder „Ab in den Süden“


Die Tour wurde schon am Sonntag nach dem Race geplant. Es sollte mit dem Renner zum Kap der guten Hoffnung gehen. Dieser rund 55 km lange Weg dort runter führt uns auf weiten Teilen genau die Strecke entlang, die wir auch beim Rennen am Sonntag in die andere Richtung befahren haben.

Die Radler-Truppe war recht dezimiert, denn Christian fiel wegen seines lädierten Armes aus, Holger und Werner hatten keine Lust auf Radeln und Michael hatte sich eine Erkältung eingefangen. Zum Glück war Steffen noch motiviert, das Ding zu treten, sonst hätte ich alleine aufbrechen müssen.

Um kurz nach 8 machten wir uns auf den Weg in Richtung Hout Bay und dann zum Chapman’s Peak, einem der vielen Highlight der Strecke runter zum Kap. Oben nahmen wir uns Zeit für ein Erinnerungsfoto und genossen den genialen Ausblick hinunter nach Hout Bay. Dafür war beim Rennen ja keine Zeit. Von Fish Hoek fuhren wir RIchtung Misty Cliffs, eine genial Küstenstraße die fast immer in leichten Sprühnebel gehüllt ist.

Steffen und ich hatten extrem zu ackern, denn es herrschte starker Wind aus Süd. Also von genau da her wo wir hin wollten. Gepaart mit Steigungen kann das schnell demotivierend sein. Zum Glück war ich nicht allein und gemeinsam ließ es sich besser gegen den Wind fluchen.

Etwa 12 km vor dem Kap mussten wir eine Schranke passieren und pro Person 80 Rand (ca. 8 €) Eintritt in den Nationalpark bezahlen. Auch Radfahrer waren von dieser Gebühr nicht ausgenommen. Weiter ging es recht wellig auf den letzten Kilometern zum Kap. Wir fragten uns ob die Mitreisenden mit dem Auto, die eineinhalb Stunden nach uns aufgebrochen waren schon am Treffpunkt, dem Ende der Straße, auf uns warten würden. Plötzlich wurden wir von einem weißen NIssan-Mietwagen hupend überholt – perfektes Timing, der Rest der Mannschaft war fast zeitgleich mit uns am südlichsten Punkt Afrikas.

Dort wurden die Schuhe gewechselt, und unsere beiden Räder angeschlossen um einen kleinen Fussmarsch über die Klippen zum Kap der Guten Hoffnung zu unternehmen. Schon irgendwie merkwürdig mit Radklamotten und Laufschuhen hiken zu gehen.

Nach der Rückkehr zum Auto wurden noch die Flaschen gefüllt und Steffen und ich traten die Rückfahrt an. Nun half uns zum Glück der Rückenwind über die ersten Kilometer.

Wir wählten einen anderen Weg zurück über Simon’s Town, da es dort Pinguine zu bestaunen gab. Weitere 40 Rand wurden fällig um diese in Augenschein nehmen zu dürfen. Über die Bellevue-Road, welche ihrem Namen wirklich alle Ehre machte, ging es weiter. Immer schön entlang der Küste. Nun mussten wir aber links abbiegen um hoch zur Bay-View-Village zu gelangen. Steffen wollte aber keine Berge mehr sehen und verabschiedete sich. Sein Plan war mit einem Taxi zurück nach Llandundo gebracht zu werden.

So musste ich die Heimreise leider alleine antreten, der Weg führte wieder über Misty Cliff nach Fishhook. Leider waren schon seit einer ganzen Weile meine Getränkeflaschen leer und ich freute mich über den tollen Obst- und Gemüseladen, der neben Wasser und Powerade auch noch eine leckere Banane für mich als Wegzehrung übrig hatte.

Frisch gestärkt konnte so der Chapman’s Peak, erneut in Angriff genommen werden. Nun fühlte ich mich schon fast wieder zurück in Llandundo, obwohl noch zig Höhenmeter zu bewältigen waren. Die Fahrt hinauf war wieder ein Traum: Diesmal auf der linken Seite dem Ozean und den tiefen Klippen zugewandt. Atemberaubend!

Zufrieden erreichte ich nach 128 km und 1.747 Höhenmetern wieder unsere HomeBase in Llandundo. Das es so anstrengend werden würde hatte ich vorher nicht geahnt …

Llandundo-Victoria Avenue

Lesezeit: 2 Minuten

oder „Beeindruckender Küstenstraßen-Lauf“


Trotz des Rennens gestern wollte ich heute nicht auf Bewegung und Sport verzichten. Für einen Ruhetag fühlte ich mich einfach zu fit und auch die Küstenstrasse nach Camps Bay motivierte mich sehr, dort laufen zu gehen.

Die Straße ist zwar relativ viel befahren, bietet aber einen herrlichen Blick auf die hohen Wellen und die zerklüftete Steilküste des Atlantiks. Genau das richtige Terrain um in meine All-Time-Favorite-Laufgallerie aufgenommen zu werden.

Der Seitenstreifen, der auch von Radfahrern genutzt wurde, diente als Laufbahn, da ein Bürgersteig fehlte. Um auf Nummer sicher zu gehen lief ich auch rechts gegen den Verkehr. In einer langen uneinsehbaren Kurve wurde es aber sehr eng, da ein langsamer Autofahrer ganz rechts fuhr um einem anderen schnelleren Fahrzeug das Überholen zu vereinfachen und mich nicht sehen konnte. Nur schnelles ausweichen von mir in die Büsche neben der Strasse konnten Schlimmes verhindern.

Danach gab es zum Glück keine Gehfahrenstellen mehr. Nur Radler kamen mir auf dem Seitenstreifen entgegen, welche aber schon von weitem zu sichten waren und auch freundlich im vorbeilaufen bzw. radeln gegrüßt wurden.

Da es bis Camps Bay nur bergab geht war der Puls entsprechend niedrig und das Tempo umso höher. Einen richtig langen Lauf wollte ich aber heute auch nicht machen und ich konnte nicht einschätzen, wie schwierig es auf dem Rückweg bergauf sein würde. Nach 5,12 km drückte ich die Lap-Taste, wechselte die Straßenseite und machte mich auf den Rückweg. Sofort blies mir der Wind ins Gesicht und die Steigung reduzierte automatisch meine Pace.

Richtig beissen musste ich nicht, dafür genoss ich nun den tollen Blick aufs Meer, die Abendsonne und die Brandung. Wieder zurück in unserem Haus freute ich mich sehr über den gelungenen Lauf und das nahende Abendessen. Das der Rückweg mit der Steigung nur 2 Minuten länger gedauert hat, wunderte mich.

Fazit: Nicht das ideale Laufrevier, wegen der Straße und dem fehlenden Rundkurs. Trotzdem something to remember…

Auf dem Bild ist zwar ein Bürgersteig zu sehen, genau dort bin ich aber nicht gelaufen, sondern hinten rechts an der Küste