Jungfernheide Lauf

oder »Samstag-Morgen-Lauf«

Immer wieder gerne genommen, diese zwei Runden in meinem Jungfernheide-Park. Direkt vor dem Frühstück am arbeitsfreien Samstag: Grossartig!

Eigentlich wollte ich ja Rad fahren, disponierte aber kurzerhand um, da einige Verpflichtungen auf mich warteten und so nicht genügend Zeit für eine ausgiebige Rennrad-Runde blieb. Bei milden 14°C trotzdem grosser Sport mit leichten Füssen und viel Spass. Locker laufen am Samstag-Morgen – wunderbar!

 

Burg-Rabenstein-Runde

oder »Doch noch ein 200er in 2014«

Lange Zeit hatte ich mit mir gehadert, ob ich diese, von Karsten A. am Anfang der Woche angebotene Runde, fahren sollte. 200er sind ja nicht so meine Spezialität in 2014. Und letztes Wochenende wurde ich ja von den TiRis ganz schön aus den Schuhen gefahren. Unter der Woche war nix mit Training und so waren die Bedingungen mal wieder sub-optimal für das Vorhaben »Burg Rabenstein«.

Egal, wer nicht wagt, der nicht gewinnt und so stand ich pünktlich am Treffpunkt Ikea in Spandau um die Falkenseer Bande zu begrüßen. Flugs über den Willy und dann weitere Mitfahrer an der Spinnerbrücke eingesammelt. Mit der grossen Gruppe ließ es sich super rollen, so dachte ich zumindest. Wenn denn da der Wind nicht wäre, der uns permanent mit Stärke X entgegenwehte. Ok, so würde der Rückweg angenehm werden, aber die 116 km zur Burg mussten ja erst einmal absolviert werden.

Ich war heil froh als wir das Burg-Café erreichten und Kohlenhydrate bestellten. Bei mir gab’s zwei Stück Kuchen und nen Eis-Café, was wohl heute eindeutig zu viel war; aber dazu später mehr.

Der Service auf der Burg war diesmal hervorragend: Flott und mit einem Lächeln im Gesicht servierte uns die Bedienung den Kuchen zu 2,- € das Stück: Herrlich!

Der Rückweg war zwar durchweg mit Rückenwind versehen, deshalb aber nicht weniger beschwerlich. Die zu mir genommene Kost konnte ich heute nur schlecht verdauen und so machte sich ein allgemeines Unwohlsein bei mir breit. Die Beine wollten auch nicht mehr wirklich – keine guten Voraussetzungen für weitere, gut 100 km Fahrt.

Auch bei einigen Mitfahrern zeigten sich erste Ermüdungserscheinungen und es wurde weniger koordiniert gefahren. Das ein ums andere Mal falsch abgebogen oder verbremst.

Tempo wurde daraufhin jedenfalls nicht merklich raus genommen und so rollte ich mit letzten Körner nach Hause. Schön das es Rückenwind und Erdinger Alkoholfrei gibt!

Danke fürs Mitnehmen!

Tiri-Baruth-Petkus-Runde

oder »Vielleicht ein bisschen lang!?«

Nach einer erneuten Woche Rennrad-Abstinenz überlegte ich vor dem Losfahren ob es wohl eine gute Idee sei, heute bei den Mädels und Jungs am TiRi aufzuschlagen. Mein Zweifeln begleitete mich die ersten Kilometer, der sehr schönen Anfahrt durch die, bedingt durch die Sommerferien, fast autofreie und menschenleere Hauptstadt.

Dort unten, am bekannten Südzipfel angekommen, wurden meine Bedenken stärker, als ich das Aufgebot sah. Fast ausschließlich bis aufs Letzte durchtrainierte Waden und perfekt abgestimmtes Material ließen mich nervöser werden. Als Oleg dann noch die Baruth-Runde aus dem Hut zauberte, die er nur Minuten nach meiner Abfahrt über die Weiten des Netzes kommuniziert hatte, wurde mir richtig Bange.

Nur nicht zu viel und zu lange im Wind fahren, war mein geheimer Plan, den ich gleich zu Beginn umsetzte, indem ich mal gleich die erste Führung mit Flo fuhr. Da ich den Track nicht geladen hatte konnte ich mich dann schön führen lassen. Auch mal ganz nett.

Es ging relativ moderat bis Baruth und dann auch die fiese Wand dort hinauf. Als vorletzter erklomm ich eben diese und das gab mir fast neue Energie. Für fünf Minuten zumindest, denn nun lagen die Wellen bis Petkus vor uns. Ich freute mich auf die Einkehr in diesem Skater-Örtchen, aber leider war die Einkehr noch nicht in Stein gemeisselt.

Oleg befragte kurz die Bande und alle hatte Lust auf Kuchen. Mein Glück denn ich war leer gefahren. Nach der Stärkung ging es auf den Heimweg, der mich richtig Kraft kostete. Nun wurde mein desolater Fitness-Stand offensichtlich. Ich hatte echt zu tun und kurz vor Blankensee ließ ich auch mal reißen, was sonst eher selten vorkommt.

In Schenkenhorst entschieden heute alle (!) nicht zum TiRi zurück zu kehren, sondern noch den Willy und ne Einkehr am S-Bhf. Heerstrasse mit zu nehmen. So wurde aus den letzten ruhigen Kilometern auch nix.

Am Willy bekam ich dafür die Quittung: Die Beine machten zu und krampften. Kurze Pause am Anstieg dann locker weiter zum Postfenn. Sicher hatte ich heute auch zu wenig getrunken, die 2,25 Liter waren wohl zu wenig. Am S-Bhf. Heerstrasse wurde dann ein Liter Erdinger Alkoholfrei getrunken und 250 kcal und leckere Erfrischung gab es oben drauf.

Oleg lachte mich aus, als ich behauptete ich hätte heute Spass gehabt. Er weiss das Spass ein sehr dehnbarer Begriff ist…