Bäckerrunde nach Fehrbellin

oder »Kleine Gruppe – grosser Wind«

Endlich wieder zum Bäcker nach Fehrbellin! In 2014 hatte ich mir dieses Vergnügen noch gar nicht gegönnt und so wurde es Zeit, im April einen Abstecher ins nördliche Havelland zu unternehmen.

Das Teilnehmerfeld war heute erheblich überschaubarer als beim letzten mal im August, des letzten Jahres. Sicher von Vorteil, denn so konnte kompakter gefahren werden. Einziger Nachteil: Es musste öfter gegen den Wind gefahren werden und hinten verstecken war nicht mehr so einfach möglich. Schlecht für den Kopf, gut für die Fitness. Apropos Fitness: Die Beine merkte ich doch ein wenig von der gestrigen Tour an den Werbellinsee. Ich dachte eigentlich, dass mich diese, doch eher flachen Einheiten nach den vielen Höhenmeter in Mallorca weniger beeindrucken könnten. Pustekuchen.

da war der Wind noch erträglichIch war heilfroh als nach 71 km der Bäcker erreicht war und freudig überrascht, dass wir dort Tom und Mike trafen. Ein Platz in der Sonne war uns auch sicher und die beiden Stück Kuchen, an die ich fast unaufhörlich die letzten beiden Stunden gedacht hatte, wanderten in Windeseile vom Teller in meinen Mund. Apropos Wind: Hatte ich erwähnt dass dieser heute ganz besonders garstig durch das Havelland fegte? Immer brav aus Osten, genau daher wo unsere Rückreise-Route verlief. Ich hatte hier schon einiges an hartem Gegenwind erlebt. Heute kam es mir besonders hart vor. Egal, wir waren ja in der Gruppe unterwegs und da ist 1. geteiltes Leid, halbes Leid und 2. musste ich nicht alleine gegen diese garstige Naturgewalt ankämpfen.

Kuchen ist aufgegessen-gleich gehts weiterDie Gruppe harmonierte fast perfekt bis auf einen Führungsfahrer der ab und an seinen Nebenmann vergaß und einfach auf die Tube drückte. Egal, schnell waren wir wieder beisammen und konnten Ort für Ort hinter uns lassen und zu Viert dann Hennigsdorf erreichen.

Nun noch schnell durch den Spandauer Forst und unter die Dusche. Schöne Oster-Montags-Ausfahrt. Mal sehen wann der Renner wieder bewegt werden kann!?

Werbellinsee-Runde

oder »4-Mann – ein Ziel«

Nach dem Aufstehen war ich mir noch nicht darüber im Klaren, wo heute gefahren werden würde. Das gefahren wird war klar wie Kloßbrühe. Zwei Touren im Süden und eine im Norden – um den Werbellinsee. Dort war ich schon lange nicht mehr unterwegs gewesen und auch auf die Streckenplanung von Alexander war verlass. Also um kurz nach 9 hoch nach Pankow zur AGIP an der Dietzgenstrasse.

Ich war ein wenig zu früh am Start und konnte dort wartend die ersten Sonnenstrahlen des Ostersonntags genießen. Zu meinem Erstaunen kamen dann nur noch Wolfgang und, wie so oft zu spät, der Sven. Eigentlich sollte eine andere Strecke gefahren werden, denn Sven und Wolfgang waren gestern schon zum Werbellinsee aufgebrochen. Mit viel Überzeugungskraft gelang es mir, dann doch die beiden zu überreden, noch einmal dort hoch zu fahren.

Diszipliniert ging es nach Norden. Hinter Mühlenbeck dann der erste Schock: Ein alkoholisierte Frau um die 50, hatte auf ihrem Fahrrad nur auf den Verkehr gehört und wollte, nachdem sie nichts mehr hörte, die Strasse queren. Unser Windschatten-Gespann konnte nicht ausweichen, touchierte sie und sie kam zu Fall. Nach kurzen Schock-Minuten und die Hilfe unsererseits konnte die Frau ihren Heimweg zu fuss antreten und wir weiter gen Norden pedallieren.

Nicht nur alkoholisierte ältere Damen auf Fahrrädern hatten es auf uns abgesehen auch der Wind machte uns ordentlich zu schaffen. Nur gut, dass ich in einer so starken Gruppe unterwegs war und mich in vielen Passagen aus der aktiven Führungsarbeit heraus halten konnte.

Kuchenpause in der Sonne am WerbellinseeDer Werbellinsee wurde erreicht und ich freute mich auf die Pause, die wir bei herrlichem Sonnenschein mit Kuchen, Cola, alkoholfreiem Bier und Back-Fisch für Wolfgang genossen.

Nun warteten einige Höhenmeter und eilige Autofahrer auf uns. Einer der uns auf dem schmalen Waldweg (zweites Foto) entgegen kam, hatte es so eilig und machte sich auf der schmalen Fahrbahn derart breit, dass er beim Vorbeifahren Wolfgangs Hand mit seinem Spiegel touchierte. Was für ein Mist. Schmerzen für Wolfgang, die mit ein wenig mehr Rücksicht des Autofahrers, sicher vermeidbar gewesen wären. Aber Wolfgang ist ja bekanntlich ein harter Hund und so konnte es trotz angeschwollener Hand, weiter in Richtung Heimat gehen.

Herrliche WälderBei mir waren die Akkus so langsam leer und ich sehnte mich nach dem Berliner Ortsschild. Zum Glück hatten wir nun eine leichte Priese Rückenwind im Gepäck und so konnten wir relativ gut das gewünschte Ortsschild erreichen.

An der Tankstelle ließen wir die Tour bei einem Erfrischungsgetränk ausklingen.

Schöne Strecke, sehr angenehme Mitfahrer. Mal sehen was morgen, am Ostermontag, so geht!?

 

 

Jungfernheide Lauf

oder »locker flockig«

Nach den vielen Rennradkilometern und dem Halbmarathon vor zwei Wochen, wollte ich einfach mal sehen, ob ich noch laufen kann. Dafür hatte ich mir meinen Junfernheide-Park ausgesucht. Bekanntes Terrain und eine grüne Strecke mit recht weichem Belag.

Mir war es wichtig, mich nicht durch die Uhr, Pace und/oder Musik-Beats leiten zu lassen. Einfach laufen, so langsam oder schnell die Füße tragen. Das war erst einmal mühsam, dann aber, als der Steady-State erreicht war, lief es super. Die Beine waren federleicht und die Bewegung machte Freude und der Lauf wurde zu einem echten Sonntags-Lauf. Herrlich!