Auerbachtunnel nach Blankensee

oder »Mit den TiRis zu Bäcker-Röhrig«

Nach zwei Wochen Rennrad-Abstinenz gab es heute keine Ausreden, nicht in die Pedale zu treten. Die Sonne schien schon früh am Morgen und der Himmel war fast wolkenlos. Ideale Bedingungen um die Bande um 11 Uhr am Auerbachtunnel zu treffen.

Zum Glück ging es heute nicht all zu ambitioniert raus aus der Stadt nach Süden, denn meine Beine waren zwar ausgeruht, aber die Muskulatur nicht auf Höchstleistung trainiert. Plaudertempo ist immer gut. Ich muss dazu erwähnen, dass die Kollegen gestern einen 200er gefahren sind und von daher mit relativ schweren Beinen an den Start rollten. Sollte mir nur recht sein.

Der Herbst zeigte sich heute von seiner schönsten Seite und wir hatten fast die ganze Fahrt über Sonnenschein. Auch bei unserer Einkehr nach gut 80 km konnten wir unseren Kuchen bei Bäcker Röhrig im Sonnenschein genießen.

All zu lange wollten wir dort aber nicht verweilen, da wir im Anschluss noch ein Abschluss-Erdinger an der Heerstrasse in Berlin zu uns nehmen wollten. Um dies noch bei Tageslicht und Sonnenschein zu genießen mussten wir ganz schön in die Pedale treten. Robbies Bande wurde kassiert und beim Überholen rief man uns noch zu »Na, nach dem langen Lutschen rollte ihr endlich vorbei…« Genau!

Nach Willy und Postfenn freute ich mich über das kühle Erdinger-Alkoholfrei, bevor sich unsere Wege trennten und jeder seinen Heimweg suchte.

Schöne Ausfahrt. Hoffentlich bleibt das Wetter noch eine Weile so!

P.S. Garmin Connect Daten muss ich erst mal schuldig bleiben, da das Portal wohl seine Tage hat. Schade.

 

 

 

Korsika 2014 – Tag 5

oder »La route de la Castagniccia pour le troisième temps«

Ja was soll ich sagen schreiben: Die selbst-geklickte Strecke »La route de la Castagniccia« hatte es mir dermaßen angetan, dass ich nicht lange überlegte, welche Abschlusstour ich heute fahren wollte. Sie bot alles, nachdem mir momentan war: Höhenmeter, nicht zu steil aber trotzdem lange Anstiege und eine herrliche Vielfalt der Natur. Kurz gesagt: Eine perfekte Runde, die ich gerne mit nach Hause nehmen würde.

Um es wieder ein wenig spannend sportlich zu machen, lud ich mir den Virtuellen-Partner vom Mittwoch auf den Garmin. Der Plan war, meine Fahrzeit noch einmal zu reduzieren. Natürlich nicht auf Kosten der Sicherheit, denn es boten sich einige schnelle Abfahrten, mit Kühen, Hunden, Ziegen, Eseln, Schweinen oder Pferden auf der Fahrbahn. Also nix anbrennen lassen am letzten Tag!

Gleich hoch nach Veskovato wollte ich eine Marke setzten und konnte einige Sekunden schneller oben sein als beim Letzten mal. Ein wenig Bammel hatte ich schon, mich zu sehr vom VP hetzen zu lassen und dann später keine Körner mehr zu haben, um die Küstenstrasse noch halbwegs flott und locker nach Hause kurbeln zu können. Also einen Gang rausnehmen, doch mal anhalten, die herrliche Weitsicht genießen die es nur heute gab.

Alle meine lieb gewonnenen Orte am Wegesrand wurde passiert und mein VP konnte mich nicht mehr kriegen. Runter zu Küste machte es am Hinterrad dann Puff in der Abfahrt und der Mantel war luftleer; was aber kein wirkliches Problem war, da ein extra Schlauch und Pumpe mitgeführt wurden. Der kleine Glassplitter in der Decke (Conti GP 4000S) wurde auch gezogen und so konnte es mit weniger als 8 Bar weiter gehen.

Unten auf der Küstenstrasse musste ich nach den Eclairen ganz schön kämpfen um nicht auf dem letzten Metern doch noch vom VP kassiert zu werden. Glücklicherweise geschah das aber nicht und ich konnte die letzten Kurven meines klasse Urlaub auf und mit dem Rad ausklingen lassen. Vive la Corse!

Korsika 2014 – Tag 4

oder »La route de la Castagniccia encore une fois«

Da gestern eine eher wenig anspruchsvolle Laufeinheit den Tag mit Sport ausfüllte, sollte es heute wieder etwas zackiger zur Sache gehen. In Ermangelung nicht all zu langer toller Strecken hier in der Gegend nahm ich mir einfach vor, »La route de la Castagniccia« erneut zu fahren. Und damit es ein wenig herausfordernder wird, den Virtuellen Partner von vorgestern mitlaufen zu lassen.

So ging es gleich, ohne viel Warmfahren, hoch nach Vescovato. Zum Fotografieren hatte ich später Zeit. Es war heute wichtiger, den virtuellen Partner auf Distanz zu halten. Schöne Fotospots hatte ich noch von vorgestern in Erinnerung und wo Oben war, konnte ich prima durch Wischen auf meinem Garmin Display herausfinden. Welch Luxus!

Apropos Luxus: Auch konnte ich jederzeit sehen ob mir das virtuelle Ich näher kam und ich eine Schippe drauf zu legen hatte, was aber glücklicherweise erst einmal nicht geschah. Heute machte ich taktische Verschnaufpausen an den Passhöhen und konnte mir die Kräfte viel besser einteilen, als noch am Sonntag.

In La Porta wurde wieder eine kurze Riegelpause eingelegt, bevor es die letzten beiden Kanten hoch ging. Erst La Croc und zum Abschluss noch den Col d’Arcarota, dann auf herrlichem Flüsterasphalt in Richtung Küste.

Unten, an der Küste angekommen, hatte ich noch etwa 25 km bis zur HomeBase vor mir. Heute leider ohne Schiebewind und so packte mich die Angst, mein virtuelles Ich könnte mich noch kassieren. Also ne Schippe drauf gelegt und nur zwei Eclairs verdrückt.

Es half, ich konnte mit fast 8 km Vorsprung das Ziel erreichen. Schöner Sport, klasse Runde!