Päwesin-Runde #9

wolkenlos & Sonnenschein


Nachdem ich gestern einen 100er auf dem Ergometer zurück gelegt hatte, der sich rückblickend recht anstrengend angefühlt hat, wollte ich heute draußen fahren um mal zu vergleichen, wie die Trainingsbelastung sich so Indoor & Outdoor unterscheidet.

Um 8 Uhr war ich aber erstmal hart unmotiviert. Der Balkon Thermometer zeigte 7,6°C und ich wollte nicht wirklich raus um beim Radeln zu frieren. Die Sonne zeigte sich aber und der Himmel war wolkenlos. Also noch ein wenig warten und dann um 10 auf den Renner.

Ein neues Langarm-Trikot motivierte mich ebenfalls, dieses heute zum erste mal auszuführenfahren. Frieren musste ich somit nicht und ich merkte schnell, dass ich eigentlich zu dick angezogen war, denn in der Sonne war es angenehm warm.

Gut, daß ich heute alleine auf die bekannte Runde ging, denn die Beine waren müde und freute mich, niemandem hinterher hetzen zu müssen.

Leckersten Kuchen gab es beim Backwahn nach 67 Kilometern. Dann ging es mit leichtem Schiebewind nach Hause.

Welches Fazit ziehe ich jetzt aus dem Vergleich:
»100 km Ergometer gegen 100 km draußen!?«

Was fällt auf?

  • Die Intensität war drinnen auf jeden Fall höher (87% zu 67%)
  • Die relative Leistung war dann aber draußen um einiges höher (114 zu 156)
  • Trainingsbelastung war drinnen höher als draußen (215 zu 174)
  • Kalorienverbrauch war in etwa gleich – drinnen in der gleichen Zeit etwas höher
  • Die gewichtete Leistung (NP) war drinnen erheblich höher (241 zu 185 Watt)

Mein Fazit, sofern die beiden Leistungsmesser in etwa gleich arbeiten: Indoor-Training ist bzw. kann intensiver sein, als draußen zu fahren. Sicher kann man das auch umkehren, aber dieser Vergleich zeigt mir dieses Ergebnis. Vielleicht sollte ich mal zum verifizieren erst eine 100 km Runde draußen fahren und dann am nächsten Tag eine drin, um zu erfahren welchen Einfluss meine Erschöpfung auf die Messung hat.

Ideen, Gedanken oder Meinungen dazu? Die Kommentare sind geöffnet!

Es bleibt spannend…

Elite-Verpfleger beim 45. Berlin Marathon 2018

oder »Unterstützung beim Weltrekord«


Nun war es wieder soweit: Mittlerweile zum sechsten mal Elite-Verpfleger beim Berlin Marathon. Nachdem ich in 2017 einmal wegen meiner unvergesslichen Pyrenäen-Reise passen musste, freute ich mich extrem, in diesem Jahr wieder dabei sein zu dürfen.

Treffpunkt war wie immer um 7:30 Uhr am Grossen Stern. Alle Handgriffe saßen und auch ein guter Läufer, den es zu versorgen galt, war schnell ausgesucht. Nach dem notorischen Gruppenfoto ging es nach Moabit zu Kilometer 5.

Herrliches Spätsommer-Wetter versprachen ideale Bedingungen für die Läufer. Wir als Elite-Verpfleger hatten natürlich auch kein Problem mit den milden Temperaturen.

In Moabit wurde dann nochmal die Übergabe geprobt und schon waren die ersten Läufer in Sicht. Das zuckersüße Spezial-Getränk gereicht und dann schnell weiter. Die Stimmung an der Strecke war hier bereits frenetisch.

Bei Kilometer 10 in der Torstrasse war mein Top-Läufer schon weit abgeschlagen und machte bei der Übergabe der Flasche ein sehr unglückliches Gesicht.

Am Moritzplatz bei Kilometer 15 war er dann gar nicht mehr dabei. DNF. Nicht schön, denn von nun an war ich eigentlich für den Rest des Tages arbeitslos. Die Strecke wollte ich aber trotzdem fahren und sehen, wo ich noch unterstützen könnte. Irgendwann am Hohenzollerndamm schloss ich dann zu Heiko auf und wir beschlossen die Strecke gemeinsam zu Ende zu fahren und die Zuschauer zu Applaus zu animieren, was fast überall gelang – Gänsehaut auf beiden Seiten.

Nachdem wir das Brandenburger Tor noch für einen Foto-Stop genutzt hatten und die ersten Frauen passieren ließen, trafen wir erneut auf Timo, der ganz vorne im Feld beschäftigt gewesen ist.

Der Job fand bei einer leckeren Brotzeit seinen krönenden Abschluss in der Sonne am Gendarmenmarkt. Klasse Sonntag im September!

Mit der Bande in die Märkische Schweiz nach Buckow

»Mal wieder zum Café Tilia in Waldsieversdorf«


Mitte der Woche rief André zu einer »Tour de Tilia« auf. Also nach Waldsieversdorf in das Wohnzimmer-Café von Tila. Eine gute Kuchenwahl im Osten, welche ich bereits 2x getroffen hatte. In diesem Landstrich ist guter Kuchen rar, sofern man nicht bei Holly landen möchte. Was ich stets versuche zu vermeiden. Aus Gründen.

Da die Runde über die FAR-Mailingliste annonciert wurde und im tiefen Osten startete, war ich mir über die hohe Qualität an guten starken und super-sympathischen Rennrad-Buddies bewusst. Dem entsprechend wurde auch die lange Anfahrt von 17 km ohne Murren in kauf genommen und mit bester Wochenendlaune pünktlich am Treffpunkt aufgeschlagen. Das war leider nicht bei allen Mitfahrern so.

Nach kurzem Geplauder ging es los, immer schön mit dem Wind, erst durch die Stadt dann wurde es zum Glück recht verkehrsarm. Den schlechten Fahrbahnbelag hatte ich wohl ausgeblendet. Gefühlt war der zu 70% der Fahrzeit einfach nur Murks. Aber an der Strecke optimieren kann man da wohl nichts, will man nicht gleich einen 200er aus der Runde machen.

Irgendwann, bei den Hügeln wurde es dann doch recht zäh und ich war heilfroh, als Buckow erreicht war, denn nun mussten nur noch 2 km nach Waldsieversdorf geradelt werden und meine leeren Speicher konnten wieder mit Käsekuchen gefüllt werden.

Der Rückweg wurde dann wegen des doch recht starken Gegenwindes etwas beschwerlicher. Aber die starke Gruppe bewältigte auch diese Herausforderung. Zum Abschluss gab es noch ein spendiertes Radler im Biergarten in Saschas Hood, am Orankesee. Sehr schön malerisch!

Klasse Truppe, schöne Runde. Danke fürs Mitnehmen! Morgen dann Berlin-Marathon-Top-Verpfleger…