Cake-Ride nach Blankensee

#NoGravel #NoKom’s #NoBikePacking #No300km #NoRace #NoOverNighter


Gestern gab es ja schon einen schönen Cake-Ride, was lag da also näher, als das Gleiche zu wiederholen? Eigentlich nichts. Außer, daß es erstmal an entsprechenden Angeboten mangelte.

Alexander bot dann eine Runde nach Blankensee an, die genau nach meinem Geschmack war: Nicht zu viele Kilometer, mindestens eine Kuchenpause.

Seine gewählten Hash-Taggs haben sich für so etwas schon bewährt: #NoGravel #NoKom’s #NoBikePacking #No300km #NoRace #NoOverNighter

Also traf ich mich um kurz vor 10 am Tunnel und es ging gemeinsam raus aus der Stadt, auf bekannten Wegen. Der Track wurde leicht modifiziert, um den Sektor zwischen Tremsdorf und Fresdorf auszulassen. Gebongt.

Richtiger Kuchenhunger kam erstmal nicht auf, dafür war die Strecke einfach zu kurz und bevor wir uns versahen, war schon Blankensee erreicht. Der Innen-Hof war voll wie an jedem Sommer-Sonntag. Kuchen wurde verdrückt und dann ging es mit einer schönen Briese Rückenwind zurück nach Norden in die Hauptstadt. Die 10-Uhr-Gruppe überholte uns erst recht dynamisch, schwächelte dann aber und wurde wieder von uns eingeholt, bevor sie erneut zum Schluss-Sprint ausholten.

Wir ließen sie gewähren und kurbelten unseren Stil zurück bis zur Havelchausee. Dort stand noch der Willy und das Postfenn auf der Menü-Karte und ich hatte mir fest vorgenommen, da heute ein wenig mitzuspielen. Was mir schlussendlich auch gelang. Grosses Kino, welches wir beim späteren Erdinger-Alkoholfrei und Malz-Bier an der Heer-Strassen-Brücke noch mal revue-passieren ließen. Klasse Rennrad-Ausfahrt an einem klasse Sonnen-Sommer-Sonntag. Ein paar mehr Kilometer wären ok gewesen, aber das ist jetzt wirklich jammern auf hohem Niveau…

Päwesin-Runde #5

Kuchen-Hunni mit Alex, Emilie und Thilo


Nach den klasse zwei Wochen auf dem Rad und den Zwift-Einheiten der vergangenen Woche, sollte mal wieder Brandenburg unter die Räder genommen werden. Was eignet sich dafür besser als der oft gefahrene Frühjahres-Klassiker »zum Backwahn nach Päwesin«?!

»Gedacht – gemacht« war unsere Devise und der Alex und ich waren komplett Strecken-Konform. Zu  meiner Freude gesellten sich noch die Emilie und der Thilo hinzu und so konnte der sich ständig drehende Wind bis Roskow gemeinsam bewältigt werden. Der PKW-Verkehr war wieder bis zum Stadtrand komplett un-entspannt. Sogar ein BVG-Busfahrer hupte hinter uns auf der Busspur weil wir seine Spur nutzten. 32 km/h sind auch zu langsam. 3 Sekunden zur nächsten Haltestelle kann er sicher durch dieses Verhalten einsparen. Was ist nur los in dieser Stadt? Kopfschütteln reicht da nicht mehr. Wo bleibt sie, die viel zitierte Verkehrs-Wende, Herr Müller?

Ab Gatow dann ein wenig entspannter, die Verkehrsverdichtung und die dicke Luft waren nun fast hinüber und hinter Sakrow dann echtes Ferien- Ausflugs und Urlaubs-Idyll. Herrlich!

So ließ es sich auch zum Bäcker rollern, wäre da nun nicht der gemeine Wind, der uns das vorankommen erschwerte. Typisch Havelland halt. Aber zu viert ließ sich auch das meistern, immer mit der Motivation Kuchentheke im Hinterkopf.

Nachdem wir in Päwesin schon gemütlich Platz genommen hatte, gesellte sich der Stefan H. noch zu uns und beschloss, uns den Heimweg zu begleiten. Er versprach auch die ganze Zeit vorne zu fahren. Was das bedeuten würde, konnten wir nur ahnen: Watt-Spitzen gehen auch bei Rückenwind und so zersägte er unser kleines Feld einige male, bevor wir ein wenig harmonischeres Tempo einschlagen konnte. Großer Spaß & Sport!

Die Fahrt zurück in die Stadt verlief recht unspektakulär, allerdings ist es immer wieder bemerkenswert wie sehr und schnell sich die Lebensqualität verschlechtert, sobald sich der Fahrzeugverkehr verdichtet: Lärm, Abgase und bedrohliches Verhalten, hervorgerufen durch PKW-Lenker sind ein ständiges Übel der Großstadt. Auf dem Rad lässt sich das leider bestens erfahren.

Mal sehen, was morgen so geht…

ERT 2018: Breisgau 5. Tag

zum Lingekopf/Hohrodberg


Die lange Tour war mit 165 km für mich heute eindeutig zu lang. 118 km auf der Mittleren erschienen, in Anbetracht der Temperaturen bei knapp unter 40°C und der doch recht vielen Kilometern in den vergangenen Tagen, als valider Fahr-Plan für die Schluss-Etappe.

Um 8:30 Uhr ging es wieder alleine auf die Strecke. Radsport ist ja per se kein Mannschafts-Sport und so passte das ganz gut.

Auf gewohnter Strecke ging es über den Rhein nach Frankreich und durch Neuf-Brisach. Irgendwann sammelte ich dann doch den Ulrich ein, der seiner Gruppe überdrüssig war und sich über meinen Windschatten freute. Gerne geschehen!

Hinter Colmar, als die ersten Hügel in Sichtweite waren, verabschiedete sich Ulrich und  es ging noch einige Kilometer auf der Route de Gunsbach, bevor der Navi-Pfeil nach rechts lotste.

Vor mir lag ein relativ steiler Asphaltstreifen und ein Hinweisschild mit Beschreibung der kommenden knapp 10 km. Aus Angst/Respekt vesperte ich noch ein Energy-Gel, bevor es in den Anstieg Hohrodberg ging. Klasse gemachte Serpentinen wanden sich den Berg hinauf – natürlich in der Mittagshitze. Gut daß genügend zu trinken an Bord war und so erreichte ich zwar nicht in rekordverdächtiger Zeit, aber relativ lebendig das Buffet, welches an der Kreuzung zum Gipfel lag. Nun noch schnell dort hoch!

Leider eine Enttäuschung, denn die Straße endete mit einem Militär-Museum für den 1. Weltkrieg. In diesem Gebiet waren mehr als 10.000 Soldaten gefallen.

An einem Hinweisschild hingen Jean-Claude-Junkers mahnende Worte:

»Wer an Europa zweifelt, der sollte Soldatenfriedhöfe besuchen. Dort kann man sehen, wozu das Nicht-Europa, das Gegeneinander der Völker, das Nicht-Miteinander-Wollen, das Nicht-Miteinander-Können, führen muss.«

Und dahinter direkt die Kreuze der gefallenen Soldaten. Irgendwie bedrückend, gerade in der heutigen Zeit, wo ich immer mehr beobachte, wie Europa zerfällt und weltpolitisch zerrieben wird.

Soldatenfriedhof

Darauf erstmal ne kalte Cola und ein paar Melonen-Scheiben, bevor es in die Abfahrt hinunter ging. Die verbleibenden 40 km waren dank des leichten Schiebewindes ein Klacks und auch die Bewässerungsanlagen entlang des Weges haben mit ihren Wasserfontänen auf die Straße zur temporären Abkühlung beigetragen.

Relativ früh erreichte ich die Home-base und nutzte die Zeit noch für einen REWE-Besuch.

Fazit: Das war also Jan-Ulrichs Trainingsrevier hautnah. Übernachtet, direkt am Jan-Ulrich Platz. Das Gästehaus Keller sein Ort zum Verweilen. Vergangene Zeit, wie man an allen Ecken und Enden merkt. Der Urlaub war dank der abwechslungsreichen Landschaft und der tollen, von Tom geplanten, Strecken trotzdem ein unvergessliches Erlebnis.

Sicher werde ich diese Region in Zukunft erneut besuchen. Vielleicht Bestimmt in einer anderen Konstellation, denn den Kandel, das Belchen, Schauinsland und die Route des Crêtes sind viel zu schön, um sie nicht noch einmal zu befahren!

Statistik des 14-tägigen Radurlaubs Belgien & Breisgau, von denen ich 12 Tage auf dem Rad verbracht habe:

  • 1.567,9 Gesamtkilometer 
  • 16.787 Höhenmeter

reicht…