Mallorca Trainingscamp 2014 – Tag 1 – Can Picafort – Petra

Lesezeit: 3 Minuten

oder »Mit Micha & Micha zum Karottenkuchen nach Petra«


Nachdem der Wecher heute schon um 3:45 Uhr klingelte, war klar, dass etwas grosses auf dem Programm stand: Rennradfahren auf meiner Lieblingsinsel.

Die 6-Uhr-Maschine wurde pünktlich erreicht und auch das Sport-Gepäck aka Rennrad war sicher nach 2,5 Stunden Flugzeit in Palma auf dem Gepäckband gelandet. Nun begann, wie in jedem Jahr, der Run zum Transferbus, der uns doch bitte ganz schnell in unser Hotel bringen sollte, so dass wir schon in wenigen Minuten Stunden mit Sonnencreme auf der Haut pedallieren würden können.

Doch heute hatten wir die Rechnung leider ohne den Busfahrer gemacht, der uns mit laufendem Diesel-Aggregat ne knappe Stunde auf verspätete Mitfahrgäste warten ließ. Zu allem Verdruss wurden auch noch alle kleinen Hotels auf dem Umweg angesteuert und Gäste dort abgeworfen, bevor wir endlich unsere Ziel-Destination erreicht hatten.

Jetzt schnell Rennrad zusammen bauen und in die Radlerbuchse geschlüpft. Flaschen mit frischem Trinkwasser noch am nahen Super-Markt gefüllt und schon konnte es auf die Strecke nach Can Picafort gehen. Obwohl es leicht bewölkt war, wärmte uns die Mittagssonne sehr angenehm und ich bereute es keine Sekunde, kurz/kurz an den Start gegangen zu sein. Die Armlinge konnten getrost im Schrank bleiben.

Eben noch im kühlen Berlin erwacht und keine sieben Stunden später auf dem Renner in der Sonne radeln: Doch noch ein perfekter Start in den Urlaub.

Wir ließen es locker angehen, denn auch den beiden Michaels steckte noch der gestrigen Halbmarathon in den Knochen. Die Hügel wurden zwar im Stehen, aber nie mit voller Kraft, erklommen.

Wir freuten uns nach knapp 40 km Fahrt alle riesig über den geplanten Boxenstop in Petra. Es kann kaum einen besser geeigneten Ort geben, als dort im Ortskern mit den vielen anderen Rennradfahrer einen Mandelkuchen und einen Café con Leche zu genießen. Auch die Sonne war, wie schon erwähnt, unser ständiger Begleiter und so hatten wir es – wie immer – schwer uns auf die Weiterfahrt zu machen.

Noch rund 40 km Heimweg warteten auf bekannten Wegen auf uns, die wir routiniert, mit einigen Führungswechseln, abspulten. Gerade der Sektor von Sineu nach Llubi machte wieder riesen Spass.

Jetzt noch Sa Pobla und das Schilf, durch welches wir heute von einer kleinen flotten deutschsprachigen Gruppe geführt wurden. Keine echte Tempo-Hatz: Kann auch mal ganz schön sein. Ausscheidungsfahrten, wie in den letzten Jahren, dann hier an selber Stelle sicher wieder später.

Nun noch zurück zum Hotel, ein paar herrliche Sonne-Meer-Poser-Fotos schiessen und dann ab ans Buffet. Verdient haben wir es uns!

Klasse Perfekte Einroll-Runde. Morgen dann sicher ein wenig weiter.

Auf dem Weg nach Petra hinter Can Picafort Geduldiges Warten auf die flotte Bedienung Gleich wieder in der HomeBase Micha fand es auch prima

34. Vattenfall Berliner Halbmarathon

Lesezeit: 3 Minuten

oder »Laufen mit einer Mission«


Schon vor gut sechs Monaten hatten Papa und ich uns zum 34. Vattenfall Berliner Halbmarathon angemeldet. Zum Einen um gut motiviert über den Winter zu kommen, zum Anderen um mal wieder gemeinsam an einer schönen Laufveranstaltung teil zu nehmen.

Während unserer vielen gemeinsamen Trainings schmiedeten wir Plänen und nahmen uns Finisher-Zeiten vor, die wir erreicht wollten. Dann begannen bei Papa die Knieschmerzen und es zeichnete sich ab, dass wir nicht gemeinsam laufen würden können.

Sehr schade. Es fiel mir schwer, am Ball zu bleiben und mich allein für Laufrunden zu motivieren. Am letzten Samstag dann, meinem letzten längeren Lauf, die Ernüchterung: Unter zwei Stunden wird das bei der Trainings-Pace nichts werden. Die Motivation für heute war im Keller.

Da war ich noch ausgeruht frisch und entspanntNach einer Woche Trainingspause und fast keinem Alkohol brachte mich Papa und Mama heute Morgen mit dem Benz zum Start. Welch Luxus! Die Beine fühlten sich gut an und das Wetter war auch herrlich warm. Obwohl es zum Start noch bescheidene 9°C waren, merkte ich dass ich eigentlich auch Kurz/Kurz hätte laufen können. Die Sonnen erwärmte die schwarzen Laufklamotten recht ordentlich.

Dann der Start mit der zweiten Welle. Die Blöcke A,B und C waren schon unterwegs. Alles lief sehr gesittet ab und niemand drängelte oder stand den Nachbarläufern auf den Füssen. So ging es auch auf die Strecke nach Westen: Immer genügend Platz um mich rum, um den Motor erstmal warm zu kriegen. Keine Speeder, aber auch keine Schnarchnasen, die den falschen Block gebucht hatten. Sehr sehr geil gut.

Der Motor erwärmte recht flott und schon hinter der Siegessäule, nach noch nicht einmal vier gelaufenen Kilometern, floss der Schweiss in strömen. Der Blick auf meinen fixierten Virtuellen Partner auf meiner Laufuhr zeigte mir, dass ich gut im Tempo war. Ich hätte ein wenig rausnehmen können, aber in einem Wettkamp fällt mir dies immer sehr schwer, da das Feld um einen herum immer in Bewegung ist. Das heisst, man wird überholt und überholt auch ständig. Von daher ist es sehr schwer, sein Tempo ohne elektronische Hilfsmittel und/oder einem guten Körpergefühl richtig einzuschätzen.

Downtown-City-West bei Kilometer 10 merkte ich, dass ich auf dem richtigen Weg war: Nach gut 52 Minuten passierte ich diesen Check-Point und wusste, dass wenn ich ungefähr so weiter laufen würde, die 2-Stunden-Marke zu knacken wäre. Wenige Meter weiter klatsche mich die wundervolle Ari ab und es konnte auf den KuDamm gehen.

Nun lief ich wie in Trance. Sicher auch durch die Musik auf den Ohren, nahm ich die Umwelt nicht mehr richtig wahr. Die Zuschauer, die Musikanten – alles war eine weit entfernte Kulisse die sich weder positiv noch negativ auf meinen Lauf auswirkte.

Ich suchte mir immer wieder Hasen Häschen denen ich folgen konnte um nicht selber Tempo machen zu müssen und wurde so zu km 17 getragen wo ich mich schon riesig auf meine beiden Supporter Freunde Yvonne und Ralph freute, die mich mit Gels versorgten und Fotos schossen.

Mit der Stärkung ging es auf die letzten 4 Kilometer, die dann doch sehr hart wurden. Zum Glück überraschte mich noch Venko 2 Kilometer vor dem Ziel und lief ein paar Meter auf der Leipziger Strasse neben mir her. Ganz grosse Motivation, ja nicht die Pace zu reduzieren und das Ding so durchzuziehen.

Dann kam der Alex immer näher und ich wusste, dass es nach einer scharfen Rechtskurve geschafft sein würde. Ziellinie 1:53:52h netto geht in Ordnung. Unter zwei Stunden war mein Ziel, welches erreicht wurde.

Muss ich erwähnen, dass das kalte Erdinger Alkoholfrei in der Zielgasse heute besonders gut geschmeckt hat?

Sehr anstrengender Lauf aber für mich grosser Sport. Morgen dann mehr von der Insel.

On the run bei km 17 Danke Ralph für den SnapShot

Tiri-Ruhlsdorf-Süd-Runde reloaded

Lesezeit: 2 Minuten

oder »Frische Frühlingstour«


Verwöhnt durch die durchweg zweistelligen Temperaturen der letzten Tage, war ich heute morgen beim Losfahren doch ein wenig am frösteln. Das Rad-Thermometer zeigte zeitweise 5°C. Dafür war ich eigentlich zu dünn leicht angezogen.

Eigentlich, denn mit Olegs Truppe würde mir sicher schnell warm werden. Ich sollte recht behalten. Obwohl der Puls in vielen Sektoren unten blieb und, aufgrund der Gruppengröße, die Führungen nicht zu oft gefahren werden mussten, wurde mir schön warm.

Es gab eine kleine Streckenänderung, um nicht über noch nicht ganz abgetrocknete Strassen fahren zu müssen. Die Streckenlänge blieb davon fast unverändert.

Meine Beine fühlten sich heute, nach vier Tagen Ausdauersport, erstaunlich gut an und ich konnte ordentlich Druck aufs Pedal bringen. In Schönhagen riss einem Mitfahrer die Kette. Diese zwang uns zu einem Not-Stop. Just in dem Moment kam uns Yosh entgegen, die wir einsammelten kehrt machte und uns begleitete.

In Ruhlsdorf drehte der Wind und es ging zurück, ohne Pause und Einkehr, nach Norden. Der Plan war, pünktlich zur Fernsehübertragung von Mailand-Sanremo auf Euro Sport um 14 Uhr wieder zuhause zu sein.

Deshalb fuhr auch wohl niemand mit mir über den Willy und ich musste die Heimreise ab Schenkenhorst alleine antreten.

Schöne Tour mit leichten Tempoverschärfungen und viel Spass. Danke fürs Mitnehmen. Zum Glück blieb es trocken, im Gegensatz zu Mailand-Sanremo

Gruppe hinter Schönhagen Herberts neuer Spezialhelm, Auf dem Weg nach Zauchwitz