Mallorca Trainingscamp 2015 – Tag 2 – Santa Maria – Kloster Lluc

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oder »Mal nen Berg«


Nach der doch recht flachen gestrigen Einrollrunde, sollte heute ein echter Anstieg gefahren werden. Dafür trafen wir uns um kurz nach 10 Uhr am Kreisverkehr am Schilf und begrüssten freudig die Compañeros aus dem Club Pollentia, die schon vollzählig am Treffpunkt warteten. Auch Heiko und Felix waren von drüben mit dabei. Sehr schön.

So ging es relativ locker mit Rückenwind nach Sa Pobla auf den Muro-SchnellRadweg. Ohne besondere Vorkommnisse erreichten wir Santa Maria, wo wir unsere erste kurze Rast in der Sonne geplant hatten. Es gab schon früh Café und Kuchen, bevor es hügeliger werden sollte. Nach bezahlen der Rechnung – Café und Kuchen für 5,-€ – ging es wellig über Alaro weiter nach Selva, wo wir hoch zur Tankstelle am Kloster Lluc ochsten. Richtig zufrieden war ich mit meiner Steigungsgeschwindigkeit nicht, aber Spass hatte ich an diesem herrlichen Stück Asphalt durch schöne Natur schon. An der Tankstelle wartete ein Großteil der Compañeros auf mich und es war Zeit für das schon an dieser Stelle zur Tradition gewordene Gruppenfoto.

Oben an der Tankstelle nach dem AnstiegNun ging es wellig auf neu asphaltierter Strasse zum Kilometerstein 14, der uns in die Abfahrt runter nach Port de Pollentia schickte. Im Tal noch den bösen, löchrigen Asphalt zum Hafen wegbügeln bevor es eine zweite Einkehr mit Club-Sandwich und Cola gab. Klasse. Nun noch 12 km zurück zur Home-Base und ein weiterer ereignisreicher Tag auf dem Renner endet. Danke für die tolle Gemeinschaft! Bis morgen!

Mallorca Trainingscamp 2015 – Tag 1 – Petra-Maffay-Tal

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oder »Ambitionierte erste Ausfahrt«


Selten, ich würde sogar behaupten, nie kam ich bisher mit so wenig Trainingskilometern in den Beinen auf die Balearen-Insel wie in diesem Jahr.

Stets war ich gut vorbereitet und hatte einige Kilometer auf dem Ergometer absolviert. Nicht so in diesem Winter. Die Bilanz waren zwei Ausfahrten und ein Ergometer-Training. Gut ich war relativ oft Laufen, aber zum guten Radfahrer wirst du nur, wenn Du eine Sache trainierst: Radfahren.

Dementsprechend niedrig waren meine Erwartungen und auch Ambitionen. Urlaub machen steht in diesem Jahr im Vordergrund, jeden Tag an meine Grenzen gehen eher nicht.

Da war mir dieser 120er eigentlich schon zu ambitioniert, zumal sich auf dieser herrlichen Insel ja keine echten Flachetappen wie in Brandenburg fahren lassen. Auf einer 100-km-Tour keine 1.000 Höhenmeter zusammen zu bekommen, ist fast unmöglich.

Aber genug gejammert, wie man sich im Wind versteckt hatte ich gelernt und so sollte das Mitrollen möglich sein. Pünktlich um 10:15 Uhr trafen Micha, Ulf, Jens, Eric und Micha2 bei uns im Hotel ein und es ging auch gleich zügig raus nach Osten.

Nach 20 km hatten Ulf schon die erste Panne in Form eines Plattfuß. Sein Mantel war beschädigt und so wollte er, trotz Beteuerungen von uns, umkehren. Also ging es nur noch zu Siebt durch das Orangental, wo traditionell frische Orangen von den Bäumen zum Eigenverzehr gepflückt wurden. Dann weiter nach Manacor und auf bekannten Wegen nach Petra.

Nach nur 50 km schon Kuchenpause. Das kam mir sehr gelegen und wie bestellt zeigte sich auch die Sonne und wir konnten leckeren Kuchen im Dorfkern genießen.

Dann weiter nach San Joan. Wir verabschiedeten noch Micha2, der den kürzeren Weg nach Hause einschlug. Ulf war in Petra doch wieder zu uns gestossen und so ging es zu siebt weiter nach Lloseta wo die zweite Einkehr auf dem Programm stand. Gut so, denn mein mitgebrachtes Bocadio wollte noch mit einer heissen Schokolade verdrückt werden. Für den Rest gab es erneut Café und Tapas (wtf!?).

Nun noch durchs Maffay-Tal. Nur noch. Ich war schon ganz schön durch und hatte auch an dem Bocadio gut zu verdauen. Kurzum: Mir ging es gar nicht gut. Zum Glück hatte ich Companeros dabei, die den Wind besser ertragen konnten als ich. Auch passierten wir die Unfallstelle vom letzten Wochenende, an dem Blumen niedergelegt waren. Schlimme Sache.

Nun noch vorbei am Golfplatz, den letzen Kanten hoch, dann runter auf die Küstenstrasse. Kurzer Stop am Club Pollentia um den Rest der Companeros zu verabschieden.

Noch die gut 10 km zum Hotel – geschafft. Mal sehen war morgen so geht…

Korsika 2014 – Tag 5

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oder »La route de la Castagniccia pour le troisième temps«


Ja was soll ich sagen schreiben: Die selbst-geklickte Strecke »La route de la Castagniccia« hatte es mir dermaßen angetan, dass ich nicht lange überlegte, welche Abschlusstour ich heute fahren wollte. Sie bot alles, nachdem mir momentan war: Höhenmeter, nicht zu steil aber trotzdem lange Anstiege und eine herrliche Vielfalt der Natur. Kurz gesagt: Eine perfekte Runde, die ich gerne mit nach Hause nehmen würde.

Um es wieder ein wenig spannend sportlich zu machen, lud ich mir den Virtuellen-Partner vom Mittwoch auf den Garmin. Der Plan war, meine Fahrzeit noch einmal zu reduzieren. Natürlich nicht auf Kosten der Sicherheit, denn es boten sich einige schnelle Abfahrten, mit Kühen, Hunden, Ziegen, Eseln, Schweinen oder Pferden auf der Fahrbahn. Also nix anbrennen lassen am letzten Tag!

Gleich hoch nach Veskovato wollte ich eine Marke setzten und konnte einige Sekunden schneller oben sein als beim Letzten mal. Ein wenig Bammel hatte ich schon, mich zu sehr vom VP hetzen zu lassen und dann später keine Körner mehr zu haben, um die Küstenstrasse noch halbwegs flott und locker nach Hause kurbeln zu können. Also einen Gang rausnehmen, doch mal anhalten, die herrliche Weitsicht genießen die es nur heute gab.

Alle meine lieb gewonnenen Orte am Wegesrand wurde passiert und mein VP konnte mich nicht mehr kriegen. Runter zu Küste machte es am Hinterrad dann Puff in der Abfahrt und der Mantel war luftleer; was aber kein wirkliches Problem war, da ein extra Schlauch und Pumpe mitgeführt wurden. Der kleine Glassplitter in der Decke (Conti GP 4000S) wurde auch gezogen und so konnte es mit weniger als 8 Bar weiter gehen.

Unten auf der Küstenstrasse musste ich nach den Eclairen ganz schön kämpfen um nicht auf dem letzten Metern doch noch vom VP kassiert zu werden. Glücklicherweise geschah das aber nicht und ich konnte die letzten Kurven meines klasse Urlaub auf und mit dem Rad ausklingen lassen. Vive la Corse!