Mallorca Trainingscamp 2012 – Tag 1 – Muro & Sa Pobla

Lesezeit: 2 Minuten

oder »Ganz schön windig hier!«


Heute dauerte es wirklich lange, bis ich endlich die erste Ausfahrt in 2012 auf Mallorca starten konnte. Aber der Reihe nach: Nachdem wir erst um 10:06 Uhr aus Berlin auf die Balleareninsel gestartet waren, war eigentlich von vornherein klar, dass der Tag auf dem Rad doch eher kurz ausfallen würde. Als der Transfer zum Hotel und der dortige CheckIn dann erfreulich schnell über die Bühne ging, war dann doch die Hoffnung groß, eine etwas umfangreicherer Einführungsrunde fahren zu können.

Leider machte uns der Radladen ein Strich durch die Rechnung, da Alexander dort erst gegen 16°° Uhr seinen Leihrenner in Empfang nehmen durfte. So mussten die zwei Stunden vor dem Abendessen reichen um die Insel ein wenig zu erkunden.

Mit extrem viel Rückenwind ging es dann nach Osten zum Playa del Muro. Weiter über Muro nach Sa Pobla, wo uns dann der garstige Gegenwind das Vorankommen stark erschwerte. Ein gutes Gefühl stellte sich trotzdem bei mir zum Glück ein, denn vor der Abfahrt war ich doch recht grantig und unausgeglichen und wollte endlich im Sattel sitzen und losfahren.

Danke der beiden Kettenbrüder Alexander und Christian, gingen die Wechsel sehr flüssig und die WIndarbeit wurde gekonnt gemeistert.

Fazit: Zwar eine wirklich kurze Einrollrunde, die aber große Lust auf mehr Radfahren gemacht hat. Morgen gibt es dann auch mehr – in den Bergen.

Mein Sportjahr 2011 – Eine Retrospektive

Lesezeit: 3 Minuten

Was für ein Jahr! Seit 2005 bin ich regelmäßig am Sporteln, aber in keinem der letzten sechs aktiven Jahr habe ich so viel unternommen und sportliches geleistet wie in 2011. Klasse ist das ich mich trotz der vielen Kilometer und Stunden, die ich geradelt und gelaufen bin in keinster Weise leer und ausgebrannt fühle. Ganz im Gegenteil: Mein Sport hat mir dieses Jahr in vielen brenzligen Situationen die Gelassenheit und Souveränität gegeben, die nötig war um die Situation zu meistern.

Das hätte ohne meinen Sport nie so funktioniert. An vielen Ecken treffe ich auf Unverständnis für die viele Zeit, die ich dem Radfahren opfer. Von Anderen ernte ich Anerkennung und Respekt für das Geleistete. Das fühlt sich meist gut an, aber im Endeffekt tue ich das ganze nur für mich. Mein Wohlbefinden, meine innere Ruhe, meine Gelassenheit und ganz wichtig: mein Spass, stehen im Vordergrund.

Wahscheinlich habe ich die unvergesslichsten Momente in 2011 auf den Fahrrad verbracht. Neue Radsport-Enthusiastinnen habe ich dabei kennen gelernt. Ein klasse Gemeinschaftsgefühl hat sich ausgebildet, als wir gemeinsam gegen den Wind gefahren sind. Aber auch einsame Momente gab es am Berg und in der Nacht auf dem Rad. All diese Momente waren auf ihre spezielle Art sehr kostbar. Ich habe viel gelernt – über mich, Andere und die Physik.

Was war nun das Highlight-2011? Jede EInzelne, auch noch so kurze Ausfahrt war ein solches. In welcher Reihenfolge und mit welcher Wertung ist extrem schwer zu beurteilen, da die Meisten auf ihre Art einzigartig waren. Ich versuche es trotzdem einmal und präsentiere meine TOP-56 ohne näher darauf ein zu gehen warum und weshalb:

#1 Cape Argus Pick ’n Pay 2011 (Artikel-Link)

#2 Mallorca Inselumrundung (Artikel-Link)

#3 FichKona (Artikel-Link)

#4 Vätternrundan 300 km (Artikel-Link)

#5 quaeldich.de-Deutschland-Rundfahrt 2011 (Artikel-Link)

#6 Jedermann – „Friedensfahrt“ 2011 (Artikel-Link)

Was bleibt für 2012? Viele Events konnte ich in 2011 von meinem Zettel abhaken. Viele Neue präsentieren sich für 2012. Sicher wird wieder viel Abwechslungsreiches dabei sein. Die Hochalpen reizen mich sehr und ich möchte dort in 2012 mit dem Rennrad fahren. Mal sehen was am Ende dabei heraus kommt. Sicher werde ich, bedingt durch meine neuen beruflichen Herausforderungen, nicht mehr so viel Zeit für meinen Sport finden, aber versuchen, jede freie Minuten zu nutzen, um raus in die Natur zu fahren, meine Seele auf meinem Cannondale baumeln zu lassen und den Flow zu spüren, den ich so sehr liebe. Dabei ist es dann wirklich egal, ob am Ende 10, 15 oder 20tausend Kilometer heraus kommen.

Hier eine kleine Auswahl meiner liebsten Bilder/Momente in 2011:

Mein Dank geht an alle Kettenschwestern und Brüder für die geile Zeit, die wir zusammen auf dem Rad verbracht haben! Let the good times roll!

Ballenstedter Harz-Runde reloaded

Lesezeit: 3 Minuten

oder »Schon wieder Harz?«


Christian P. fragte mich in der letzten Woche, ob ich mit ihm nicht noch einmal in den Harz fahren wolle. Bei solchen Kurz-Reise-Angeboten sage ich gerne zu, besonders wenn es gilt, mit dem Rennrad Höhenmeter zu sammeln.

Das schöne, freundliche Herbstwetter der letzte Tage motivierte ebenso, wie die Aussicht auf ein paar wellige und abwechslungsreiche Kilometer auf dem Rennrad.

Geplant, getan und so holte mich Christian um 7:30 Uhr bei mir ab. Wir verluden mein Rad in seinem geräumigen Mazda6 Kombi und brausten Richtung Ballenstedt im Harz. Das Ziel war wieder das Schlosshotel, welches schon am 20. Juli der Ausgangspunkt der Runde mit Karsten war.

Schon kurz hinter Berlin zogen die ersten Regenfronten auf und es begann heftig zu schütten. Gut das wir noch im Auto sassen. Wir überlegten, ob es wirklich eine gute Idee war, gerade heute mit dem Renner im Harz fahren zu wollen. Regenradar wurde gecheckt und es sah so aus als würde sich das Wetter später bessern. Nur wie spät?

Erst mal Kaffee trinken und Zeitung lesen im Hotel, dann gut eineinhalb Stunden später hörte es dann schließlich wirklich auf zu Regnen und wir machten uns mit nassen Strassen auf unsere »Ballenstedter Harz-Runde«.

Es lief trotz leichten Gegenwinds recht gut und so war Thale schnell erreicht. Wir freuten uns schon auf die erste Herausforderung des Tages, die Rosstrappe. Die bekannte Strecke wurde abgespult und ab und zu strahlte nun auch die Sonne hinter der dichten Wolkendecke hervor. Herrlich. Alle Hügel wurden flott gefahren aber nicht im roten Bereich. Meine Beine fühlten sich heute recht gut an und ich freute mich an der Bewegung.

Tanne, Benneckenstein wurden passiert und Stiege wurde angesteuert. Christian wollte nun einen Bäcker aufsuchen. Gute Idee. Am Wegesrand stand ein Schild »Frischer Kuchen zu günstigen Preisen«. Wer hatte dieses Schild dort für uns aufgestellt? Der Kuchen wurde gekauft und Milchreis und Wasser noch dazu.

Leider verdunkelte sich der Himmel während unserer Rast schlagartig und es begann stark zu regnen. Meine Regenjacke hatte ich natürlich zu Hause gelassen. Oh well, wenigstens war es nicht kalt und so verlängerten wir unsere Pause einfach ein wenig und warteten ab, bis der Regen vorbeizog. Er zog dann auch vorbei und wir fuhren weiter. Leider hatte Petrus noch nicht sein komplettes Programm abgespult und so begann es wenig später erneut zu schütten. Besonders unangenehm, wenn man auf dem Renner gerade eine Abfahrt herunter fährt und nichts mehr durch die eingeregnete und beschlagene Radbrille sehen kann.

Also noch mal anhalten, unterstellen und warten bis der Regen vorbei zieht. Nun waren es noch knapp 40 km bis nach Ballenstedt. Nach kurzer Wartezeit hörte es dann auf zu Regnen und wir konnten unsere Tour fortsetzen. Klasse! Auf den letzten Kilometern warteten noch zwei Anstiege auf uns. Nachdem diese genommen waren machten wir noch eine ordentlichen Zug mit 40+ km/h zurück zum Schlosshotel auf. Dort angekommen, wurde das Finisher-Foto geschossen und ohne Umwege in die Wellness-Landschaft des Hotels abgetaucht. In der Sauna genossen wir noch ein Alkoholfreies-Erdinger-Weizenbier, bevor wir uns auf den Heimweg machten.

Fazit: Trotz Regens eine schöne, bekannte Tour im Ostharz. Genau eine Minuten schneller gefahren als im Juli. Eigentlich nicht der Rede wert. Klasse Team-Fahrt mit meinem Kettenbruder Christian. Danke fürs Mitnehmen!