Kurze Nordrunde über Kremmen

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oder »Runder Tritt – erstmal Mangelware«


Lange Zeit war der Himmel draußen bedeckt und ich haderte mit mir, ob ich denn heute trainieren wsollte oder nicht.

Meine Beine schmerzten noch von den beiden Einheiten an den letzten beiden Tagen und richtig warm war es draußen auch nicht. Eigentlich genügend Gründe den Vormittag ohne Ausdauertraining zu verbringen, aber der Schweinehund will ja auch mal besiegt werden! Also raus aufs Rad!

Die erste Stunde konnte ich meinem Sport nicht wirklich viel Spass abgewinnen. Es war frisch, aber die Straßen weitestgehend trocken aber kein Flow stellte sich ein. Ich fand mich damit ab, es gibt halt diese Tage und heute war dann wohl ein solcher.

Als dann aber hinter Bötzow die Sonne hinter den Wolken hervor lugte und sich auch mal länger als drei Minuten zeigte kam meine Freude an meinem Sport schlagartig zurück und zauberte mir ein lang anhaltendes breites Grinsen aufs Gesicht (siehe Fotobeweis).

Die Fahrzeit war ok. Bronze Medaille.

Arber Radmarathon 2011

Lesezeit: 3 Minuten

oder »Das ist doch kein Wetter!«


Es fühlt sich schon beinahe heimelich an, wieder im Hotel Held in Irl bei Regensburg einzuchecken und mit zwei Kettenbrüdern ein 3-Bett-Zimmer zu beziehen. Alles war wieder perfekt von Zweirad Stadler organisiert: der Radtransport, die Busfahrt, das Hotel. Beim Versuch, unsere Räder, wie schon in den letzten Jahren, über den Hintereingang in die Zimmer zu tragen, scheiterte kläglich. Die Chefin des Hauses verbot uns dies vehement. Also Radlager dann doch zu unserem großen Bedauern in der, nicht sehr gut gesicherten, Garage.

Nach dem vielfältigen Abend-Essen-Buffet, folgte noch der notorische Verdauungsspaziergang. Im Anschluss ging es dann rech früh in die Heia, denn die Nacht wurde kurz und Alexanders iPhone klingelte bereits um 4:15 Uhr. Sicher ist sicher.

Sachen packen, Frühstücken, 5:25 Uhr Abfahrt, in den noch nicht erwachten Tag, zum 9 km entfernten Dultplatz. Alles ließ sich recht routiniert abspulen. Nur die Regenkleidung war an diesem Ort ungewohnt.

Auf dem Platz warteten ein paar Hundert Radler schon auf den in wenigen Minuten erfolgenden Start des 30. Arber Radmarathons. Deutlich weniger als in den Jahren. Sicher war Regen und die niedrigen Temperaturen der letzten Tage für das vermindertet Interesse mitverantwortlich.

Der Start und die Strassen waren für uns zu diesem Augenblick zumindest trocken. Das sollte aber nicht lange so bleiben, den nach rund einer Stunde Fahrt begann leichter Sprühregen, der schnell stärker wurde. Die Temperatur sank mit meiner guten Laune und ich überlegte, wie viel Spass dieser Tag auf meinem Rad wohl machen würde.

Alexander, Karsten, Adrian und ich waren an der ersten Verpflegung beisammen und beschlossen einstimmig heute nicht die grosse Runde zu fahren. Oleg und zwei Mitfahrer, die ich auf der quaelDich.de Deutschlandtour kennengelernt hatte gesellten sich noch zu uns und so bogen wir an der Streckenteilung rechts ab.

Es wurde feuchter, kühler und ungemütlicher, je höher wir kamen. Teilweise war die Sichtweite, bedingt durch dicke Wolken, unter 50 Meter. Das machte die Abfahrten sehr gefährlich.

Die Freude war groß als wir den Bauernhof auf dem Kolmberg erreichten. Dort gab es wieder leckere, abwechslungsreiche und umfangreiche Verpflegung. Die Helfer freuten sich, dass sie Berliner beköstigen durften und machte eine Schild für ein Foto für ihre Lokalzeitung auf dem wir posieren sollten. Das Schild wurde natürlich auch von uns für ein Foto genutzt. Der Spaß darf gerade bei diesem Wetter nie zu kurz kommen!

Oleg drängte nun zurecht zur zügigen Weiterfahrt, denn wir waren ausgekühlt und es wartete eine lange schnelle Abfahrt auf uns, die uns noch weiter auskühlen würde.

Wellig ging es weiter zum letzten und wichtigsten Verpflegungspunkt: Radler-Saulburg. Bier & Zitronenlimo vom Fass bis zum Abwinken. Ein halbes Glas sollte mir heute reichen, denn die letzen 38 km nach Regensburg musste durfte wieder gegen den Wind gedrückt werden. Unser Gruppeto fuhr wieder mit der Taktik der letzen beiden Jahre: 1 km Führung fahren, dann wechseln, niemand anderen rein lassen und nicht bei anderen langsameren Gruppen reinhängen. Das klappte auch heute wieder hervorragend und die Restkilometer schmolzen dahin.

Acht Kilometer vor Regensburg machte allerdings mein rechter Oberschenkel zu und krampfte. So ein Mist! Glücklicherweise konnte ich den Spasmus durch Erhöhung der Trittfrequenz wieder lösen und musste so nicht alleine weiter fahren.

An der Stadtgrenze von Regensburg dann wieder das gleiche traurige Spektakel wie schon in den Jahren zuvor: regelwütige Polizisten, die die Radfahrer unbedingt auf die schmalen Radwege umleiten mussten. Schade das da die Stadt nichts dazu gelernt hat! Wann wird sich das endlich ändern?

Im Ziel wurden nach dem Abholen des Finisher-Trikots wieder bayrische Spezialitäten in Form von Leberkäs und Brezn genossen, bevor es gestärkt und satt zurück ins Hotel ging.

Fazit: wieder eine erstklassig organisierte Veranstaltung. Die Verpflegung auf der Strecke, die Freundlichkeit der Helfer und die Sicherung der Fahrbahn war wieder vorbildlich. Das Wetter war unter aller Sau, deshalb blieb der Spass in vielen Teilen auf der Strecke. Dank der Mitfahrer konnten wir aber trotzdem viel lachen und den Tag zu einem unvergesslichen auf dem Rad machen. In 2012 dann wieder die 240er!

Ballenstedter Harz-Runde

Lesezeit: 2 Minuten

oder »Mittwoch – Bergfest!«


Gestern fragte Karsten, auf facebook ob jemand Lust hätte, mit ihm auf eine Bergetappe in den Harz zu fahren. Ich war sofort Feuer & Flamme für das Vorhaben, hatte aber noch ein wenig Arbeit zu sortieren. Dann stand einer Zusage nichts mehr im Weg.

Unglücklicherweise stand am gestrigen Abend aber noch ein Biergarten-Besuch mit den besten Freunden auf dem Programm. Da muss schon das Ein oder Andere Bier getrunken werden. Es wurden vier Hefeweizen, die mir heute leider nicht wirklich helfen sollten, die Hügel schneller hoch zu kommen. Aber keine Entschuldigungen vorne weg!

Karsten holte mich pünktlich um 6:55 Uhr mit seinem geräumigen Ford Focus ab. Wir verstauten mein Rennrad sicher über seinem und der umgeklappten Rückbank. Dann ging es auch schon auf die Autobahn ins rund 230 km entfernte Ballenstedt im Ostharz. Dort angekommen, parkte Karsten den Wagen vor dem Schlosshotel, in dem wir nach unserer Runde für 8,- EUR pro Nase, die Wellness-Landschaft nutzen durften.

Die heutige Runde hatte ich aus einer bereits gefahrenen Runden modifiziert und noch ein paar zusätzliche Anstiege, also Höhenmeter und Trainingskilometer, eingebaut. Zum einen wollten wir noch ein paar Höhenmeter in unsere Arber-Vorbereitung einbauen, zum Anderen ein paar Akzente zu dem doch eher flachen Trainingsalltag in Berlin setzen.

Das Wetter war, trotz mitgenommener Regenjacke, stets trocken und oft blitzte auch die Sonne hervor. Nur der Gegenwind Richtung Westen machte uns auf den ersten fünfzehn Einroll-Kilometern zu schaffen. Dann ging es aber auch schon in den Berg hinter Thale. Die Rosstrappe erforderte unsere volle Aufmerksamkeit und öffnete nun auch die letzte Pore um reichlich Schweiss fließen zu lassen. Oben ankommen wurde nur kurz verschnauft, bevor es die herrliche Abfahrt hinunter ins Tal nach Treseburg ging. Der folgende Sektor ist einer meiner liebsten Orte im Harz: Entlang der Bode, die Häuser so nett arrangiert wie in einer H0-Bahn oder in einem Märchenwald. Aber lange sattsehen konnten wir uns an der Kulisse nicht, denn es ging schon wieder in den nächsten Hügel. Tanne wurde passiert und auch Benneckenstein, den westlichsten Ort unserer heutigen Runde.

Ich war sehr überrascht wie viele Straßen neuen Belag erhalten hatten und sich viel besser fahren ließen als in den letzten Jahren. Sehr löblich! Weiter ging es bis Stiege, wo ich kurzzeitig die Lust verlor. Aber wir beiden harmonierten sehr gut und zogen uns immer gegenseitig die Hügel hoch. Keiner musste warten oder fühlte sich den Berg hoch oder runter gehetzt. Klasse.

In Friedrichshöhe gab es noch eine Cola- und Flaschenfüll-Pause, bevor wir hinter Mädgesprung unseren letzten Anstieg zu bewältigen hatten.

Zufrieden erreichten wir nach 4,5 Stunden und 1.600 Höhenmetern wieder unser Schlosshotel. Karsten hatte gekühltes Erdinger Alkoholfrei im Auto, welches vor dem Duschen und Schwimmen genossen wurde. Nach einer erholsamen Stunde im Wellness-Bereich des Hotels fuhren wir, mit kurzem Boxenstopp an einem Bäcker und BK, zurück in die Hauptstadt.

Fazit: Eine klasse, sehr harmonische und schöne Runde. Es lief gut, trotz wenig schlafs und vorabendlichem Biergarten-Besuch. Guter letzter Berg-Test für den Arber, der uns beiden gezeigt hat, das wir »Ready« sind. Dank an Karsten fürs Mitnehmen!