Bäckerrunde nach Fehrbellin

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oder »Pfingsmontags-Tour im Havelland«


Es ist gar nicht so lange her, dass ich diese Lieblings-Runde gefahren bin. Lieblings-Runde, weil es nach ein wenig mehr als der Hälfte der Strecke, die leckersten Kuchenspezialitäten in den Weiten Brandenburgs gibt. Punkt.

Wird also diese Runde ausgerufen, läuft mir schon zu Hause das Wasser im Mund zusammen und ich muss einfach mitfahren. So auch heute.

Hinter Falkensee heute mal verkehrsarmTreffpunkt war, wie meist, das Rathaus Falkensee. Heute hatten sich um 11 Uhr weniger Mitfahrer als üblich angekündigt. Alle wollten eine ruhige Runde fahren, was mir, nach der langen Tour gestern, sehr entgegen kam.

Also los, die Strecke kenne ich ja mittlerweile im Schlaf. Der Wind war uns gnädig, nur die Sonne wollte sich nicht zeigen. Hätte ich zuhause nicht den Regenradar überprüft, ich würde glauben, der Himmel würde sich jeden Moment über uns ergießen.

Endlich KuchenWir blieben aber trocken und genossen nach 70 km Fahrt feinste Kuchenspezialitäten und tolle Gespräche über Technologie und Radfahren. Herrlich. Nur der Rückweg war wieder beschwerlich und wir merkten nicht nur den vollen Bauch, sondern auch den Wind von vorne. Also wurde eine Schippe rausgenommen. Auch so kamen wir nach Hause. Fein. In Marwitz trennten sich unsere Wege und ich fuhr mit Christoph noch den Spandauer-Forst, bevor auch ich meine Home-Base erreichte.

Eine erstklassige Pfingstmontags-Tour. Gerne wieder!

Tirschenreuther-Ring-Runde nach Märkisch Buchholz

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oder »Pfingstsonntagsausfahrt bei Kaiserwetter«


Zwei Touren waren heute im Angebot: Hoch zum Werbellinsee oder mit der Tiri-Gäng nach märkisch Buchholz. Ich entschied mich für Letzteres, da die Anreise überschaubarer war und wohl auch mehr Radler dort aufschlagen würden.

Dem war auch so und es ging mit zwei Damen und acht Herren auf den, von Ralph ausbaldowerten, Track. Es fuhr sich angenehm in der Gruppe und die Beine waren locker und der Tritt war Rund. Nette Gespräche ließen die Zeit auf dem Weg nach Südosten im Flug vergehen.

Überrascht registrierte ich, dass wir Gross Köris schon passiert hatten, ein von mir sehr beliebter Badesee, der Tonsee liegt in diesem Ort. Bisher hatte ich diesen immer mit dem Auto angefahren. Vielleicht sollte ich zum Baden mal mit dem Rad da runter?

2 Damen und 9 Herren am TiriStartWeiter ging es, denn wir wollten unseren Pausenort Teupitz erreichen. Oleg kannte dort eine, etwas versteckt gelegene, Einkehr direkt am Teupitzer See. Wir konnten uns zwar recht schnell einen schönen Platz in der Sonne sicher, die Bedienung klappte aber gar nicht und so musste sie am Ende auf Trinkgeld in unbekannter Höhe verzichten.

Weiter ging es Richtung Sperenberg und meine Kollegen zogen ordentlich an der Kette. Es wurde flott gefahren, aber nie so flott, dass jemand »kürzer« oder »ruhiger« rufen musste. Schön homogene Gruppe.

Raus aus der Stadt bei HartmannsdorfIn Nunsdorf machte ich ’ne Biege, da ich nicht wieder in Marienfelde die Stadt erreichen wollte. Ein paar Höhenmeter sollten noch gesammelt werden. Auch wollte ich sehen, was an der Spinnerbrücke so geht.

Also über Thyrow, auf bekannten Wegen, nach Güterfelde. Obwohl die letzten Kilometer in der Gruppe recht fordernd waren, hatte ich nun wieder gute Beine und die Reisegeschwindigkeit  konnte auch beim alleine Fahren hoch gehalten werden.

Endlose gerade Landstrassen im Landkreis Teltow FlämingOb es am PowerBar oder an den vielen Höhenmeter der letzten Woche lag, konnte ich nicht herausfinden. Dass ich mich bei der Belastung gut fühlte, freute mich aber sehr.

Eine klasse Runde, auf der ich fast jeden Meter genossen habe. Schön, vielen Dank für’s Mitnehmen! Was geht am Pfingstmontag?

Kaffee und Kuchen in Teupitz

Auf Friedensfahrt–Kurs 2013 6. Tag: Cheb -> Saalfeld

Lesezeit: 3 Minuten

130,21 km | 1.549 Höhenmeter


Heute dann die letzte Etappe auf Friedensfahrt Kurs-2013. Einige Mitfahrer hatten genug vom schlechten Wetter und wollten den kompletten Sonntag lieber in der Bahn verbringen und fuhren direkt mit eben Dieser ab. Da das Regenband nicht komplett unsere Reiseroute bedeckte und erstaunlicherweise die Sonne uns wärmende Strahlen schon vor dem Frühstück spendete war klar, dass dieser Sonntag zum Radfahren genutzt werden müsste.

Der schon von den vorherigen Tagen geübte Ablauf begann: 6:30 Uhr aufstehen, 7:00 Uhr sehr reichhaltiges Frühstück in den Kellergewölben der Pension, 7:30 Uhr Umziehen, Tasche packen, 8:00 Uhr Abfahrt.

Hinter HofAlexander und ich sprachen uns ab, heute gemeinsam die Restkilometer abzuspulen und entschieden vor Abfahrt, die kurze Strecke zu fahren. Keine Experimente, der Zug in Saalfeld sollte auch bei einem Defekt oder sonstigen unvorhergesehenen Vorkommnissen entspannt erreicht werden können.

Schon nach wenigen Metern überholte uns ein großer Zug und wir entschieden uns, uns dort hineinzuhängen. Schön Windschatten mitnehmen, aber auch schön die Hügel hochochsen war angesagt. Die Beine begannen von der Belastung schnell zu brennen. Aber Windschatten gegen entspannteres Fahren zu tauschen war keine Option. Also dranbleiben und hurtig über die Hügel.

Lecker VerpflegungDas Buffet erreichten wir nach etwa der Hälfte der Strecke fast trocken, denn erst hinter Hof vergraute sich der Himmel so stark, dass klar war dass wir eine ordentliche Schüttung abbekommen würden.

Bei Nutella-Stullen wurde viel diskutiert wer denn nun welche Strecke fahren würde. Für Alexander und mich war klar: Auf kurzem Kurs nach Saalfeld. Auch kurz bedeutete heute rund 130 km und die wollen mussten bei solch unschönen Witterungsbedingungen erst einmal gefahren werden.

828 müNN gleich geht der Starkregen losSchnell bildete sich ein kleines, aber feines Grüppchen aus Ralph W, Herbert W., Martin, Max K., Alexander G. und mir. So ließ es sich hervorragend gemeinsam leiden und dem Wetter trotzen. Die Landschaft bot erneut viel Abwechslung, ließ sich aber nicht wirklich genießen, denn immer wieder war gegen den aufkommenden, teils heftigen Regen zu kämpfen. Auch die Temperaturen sanken schlagartig ab und bei 5,0 °C ist Rennradfahren nicht wirklich ein Vergnügen.

Aber auch der letzte Hügel wurde heute mit einem Lächeln bezwungen und vor uns lag in einer Senke die Stadt Saalfeld. Herein ging es erst über einen unbefestigte Geröllweg durch ein Wohngebiet, dann aber über eine herrlich glatt asphaltierte Wirtschaftsstrasse, die uns Zeit für Erinnerungsfotos bot.

Gleich am Ziel in Saalfeld Happy facesIn Saalfeld musste noch das örtliche Hallen-Schwimmbad gefunden werden, um uns dort zu duschen und für die lange Heimreise frisch zu machen. Mit dem schöne Wochenendticket für 15,-€ pro Radler-Nase inklusive Renner ging es dann sehr erschöpft aber unheimlich Zufrieden mit Millionen neuen Eindrücken zurück in Richtung Norden, in die Hauptstadt.

Extrem ereignisreiche sechs Tage auf dem Rad liegen hinter uns. Überwältigt und vor Freude grinsend fuhren wir heim. Dankbar für die erstklassige Organisation von Peter Scheunemann und seiner Frau Christel. Die Hingabe und Hilfsbereitschaft, die selbstlose Mühe es immer allen recht zu machen hat mich wieder extrem fasziniert und begeistert. Auch das Team rund um die Thüringer-Bergziegen hat zu einem perfekten Ablauf beigetragen. Es war wieder wie in den Jahren zuvor: Im Hintergrund wurden die Strippen gezogen, damit wir einfach nur Radfahren konnten.

Wenn es in 2014 wieder heisst »Auf Friedensfahrt-Kurs« werde ich wohl auch wieder den Renner satteln – ohne mit der Wimper zu zucken.