Ruhlsdorf-Runde

Lesezeit: < 1 Minute

oder »Ab in den Süden am Tag der Deutschen Einheit«


Nachdem ich gestern schon mit Oleg im Süden unterwegs war, wollte ich es heute erneut wagen. Auf dem Zettel stand eine ruhige Runde. Eine größere Gruppe würde auch helfen, mehr Erholungsphasen im Windschatten zu haben.

Zu neunt ging es dann gen Süden aus Marienfelde raus. Das Tempo war erneut ambitioniert und so hatten wir »die Alten«, die einige Minuten vor uns gestartet waren, schnell kassiert. Sie versuchten zwar an unseren Hinterrädern zu bleiben, mussten aber schnell feststellen, dass unsere Reisegeschwindigkeit nicht die ihre war.

Der Wind blies garstig von Süd-West und so erforderte es einige Anstrengung, zügig voran zu kommen. Am Zauchwitzer Kreisel verabschiedete sich Stefan H. und wir machten weiter nach Süden. Erst in Ruhlsdorf war der Wendepunkt unserer heutigen Runde.

Von da ab ging es mit Schiebewind, wie schon gestern, geradewegs zum Bäcker Röhrig, der wieder süße Backwaren und Kaffee, in der Mittagssonne, im Innenhof für uns bereithielt.

Nach ausgiebiger Pause ging es auf bekannten Wegen zurück in die Hauptstadt. Steffen verstärkte unser Team, das sich in Schenkenhorst trennte. Der Willy wurde noch gebügelt und zum gelungenen Abschluss gab es kühles alkoholfreies Weizen am Heerstrassen Café.

Ein schöner Tag der deutschen Einheit auf dem Renner mit klasse Kettenbrüdern und Schwestern. Gerne wieder!

Süd-Luckenwalde-Runde

Lesezeit: < 1 Minute

oder »1x kaputt-spielen ohne Ansage«


Eigentlich hätte ich es besser wissen müssen: Eine Süd-Runde mit Oleg und Stefan H. würde keine Bummeltour werden. Als um 11:30 Uhr keine weiteren Mitfahrer am Tirschenreuther-Ring standen, hatte ich Gewissheit, dass die nächsten Stunden viel Unterlenker-Fahren, Kassetten-Glotzen und Puls-Anzeige beobachten, bedeuten würde.

Bis Schenkenhorst spielte ich erstmal beim Führungs-Fahren mit. Dann begann ich über eine vorzeitige Exit-Strategie nachzudenken. Oleg versprach mir, ruhiger zu fahren und bei den Wechseln musste ich nicht mehr in den Wind gehen. Ich kam mir vor wie ein blutiger Anfänger, genoss aber auf der anderen Seite die Erholungspausen.

Ab Zauchwitz wollte konnte ich wieder mitspielen. Locker nach Süden radeln geht zwar anders, aber ruhiger rufen wollte ich auch nicht. Einmal die Woche quälen ist ja nicht verkehrt. Und überhaupt!

Hinter Luckenwalde wurde es angenehmer, denn der leichte Süd-Schiebewind half uns die virtuelle Tachonadel hoch, und die Anstrengung gering zu halten. Auch freute sich das Kopfkino, dass mindestens 50% der Strecke abgehackt waren. Die Vorfreude auf die Einkehr in Blankensee, beim Bäcker Röhrig, tat ein übriges.

Nach dem Kuchen und Apfelschorle ging es gestärkt zurück in die Hauptstadt. Der Willy wurde verhältnismäßig ruhig passiert. Nach meiner Beschwerde, dass jetzt für mich am Postfenn nichts mehr ginge, gab Oleg ungewohnt lapidares Feedback: »Kein Problem: Wir haben ja auch heute einige Akzente gesetzt!«

So schaut’s aus! Danke für’s Mitnehmen, Männer!

Saschas-Oderbruch-Runde

Lesezeit: 2 Minuten

oder »Lange Runde durch den wilden Osten«


Da ich lange (eine Woche) nicht auf meinem Renner saß, sollte heute mal wieder lang gefahren werden. Diese Logik gefiel mir und so machte ich mich um 20 nach 9 auf nach Neukölln um dort meine Rennrad-Peeps zu treffen. Einige waren gekommen, meist bekannte Gesichter, mit den ich schon viele schönen Stunden auf meinem Lieblings-Sportgerät verbracht hatte.

Um kurz nach zehn ging es hoch nach Norden, durch Neukölln und Friedrichshain um weitere Peeps beim Radladen Hagi in Weissensee einzusammeln. Jetzt konnte es endlich los gehen, raus aus der Stadt, dem Samstag-Morgen-Verkehr entkommen. Nicht ohne eine extra Schleife, da einmal falsch abgebogen wurde. Kein Ding, wir waren ja zum Fahren hier. Als Altlandsberg passiert war, ließ auch der Verkehrsstress nach und wir konnten ohne viele, uns nervös überholende Autos, nach Niederfinow weiter rollen.

Der leichte Schiebewind machte es uns leicht, voran zu kommen. Frau Kühne in Niederfinow wurde passiert und Sascha gab den bergigen hügeligen Sektor mit einem leisen »Sport frei!« frei. Meine Beine fühlte sich trotz wegen der Woche Rennrad-Abstinenz gut an und ich wollte heute auch am Berg vorne mitmischen, was mir gelang. Nice.

In Oderberg wurde dann eine Sammelpause eingelegt bevor es weiter zu unserer Einkehr an der Oder ging. Dort wurde in Lunow im Café Goldrand eingekehrt. Bei Kaffee, Pflaumenkuchen und Himbeerschorle ließ es sich in der Sonne gut aushalten. Ein Erinnerungsfoto wurde geschossen, bevor es auf dem Deich auf die Rückreise ging.

Jetzt wurde es ein wenig unangenehmer, da der Wind fast stetig von vorne blies. Immer wieder teilte sich leider das Feld und auf einer Kopfsteinpflaster-Passage kam es, aus Unachtsamkeit, leider zu einem Sturz, der Herberts Rad stark demolierte, sodass sein Rahmen wohl ersetzt werden muss. Großer Mist!

Immer wieder zerriss es das Feld und ein gleichmäßiges Radfahren war leider nicht mehr möglich. Die aufziehende Regenfront brachte meine Laune auf den Tiefpunkt. Auf böse Böen mit Starkwind hatte ich ja nun mal gar keinen Bock, auf untergehende Sonne und Dunkelheit noch weniger. Wir zogen nun an der Kette um den Bahnhof Ahrenfelde zu erreichen. Durch die Stadt nach Hause, ohne Licht, war keine Option. So beendeten wir die heutige Runde in der S7. Wenig schön, aber notwendig.

Fazit: Bedingt durch die große Gruppe und die unterschiedlichen Leistungsstände, teilweise sehr unhomogenes Radeln. Trotzdem überwog die Freude, wieder mit meinen Rennrad-Peeps unterwegs gewesen zu sein. Zeitweise hatte ich aber echt wenig Spass. Trotzdem eine gute Vorbereitung auf Hamburg -> Berlin in 14 Tagen.