Auf Friedensfahrt–Kurs 2015 4. Tag: Zieleniec -> Benecko

Lesezeit: 2 Minuten

149 km | 2.577 Höhenmeter | KÖNIGSETAPPE


Der Aufbruch fiel heute sehr leicht, denn beim Blick aus dem Hütten-Fenster lachte uns die Sonne entgegen und wolkenloser Himmel oben drauf. Also ohne viel zu überlegen die kurz-kurzen Radklamotten übergestreift, Sonnencreme aufgetragen und los!

Ohne lange zu Fackeln wurde die lange Route nach dem gemeinsamen Gruppenfoto gewählt. Dafür ging es ein wenig bergab, um dann auf den Gebirgskamm über dem Hotel hochzuklettern. Warm war uns nun allen.

Ein defekt der Führungsgruppe ließ mich diese passieren. Ich fuhr alleine und genoss es, denn niemand drückte aufs Tempo und ich konnte die Landschaft genießen, statt das Hinterrad des Vordermannes zu beachten. Was für ein herrlicher Tag zum Rennrad-Fahren!

Nach rund 60 Kilometern war erneut das perfekt organisierte Buffet erreicht. Die Familien der Thüringer Bergziegen hatten wieder ganze Arbeit geleistet um unsere leeren Speicher mit Köstlichkeiten zu füllen.

Nach der Pause wollte mich die Bande ins Schlepptau nehmen. Ich wollte mich aber nicht nehmen lassen. Ein Fehler, denn in der Gruppe wäre der in dieser Passage starke Gegenwind sicher einfacher zu ertragen gewesen. Nun war es zu spät und ich machte alleine weiter. Wolfgang wurde aufgesammelt. Er war ohne Navigation unterwegs, was in diesem Gelände recht problematisch sein kann.

Die Weiterfahrt wurde kurzweiliger da wir gemeinsam gegen die Hügel bzw. Berge kämpften. Nach dem Passieren eines weiteren Skigebietes wurde mir klar, warum die Etappe heute »Königsetappe« hieß. Es ging auf jeden Fall mehr hoch als runter.

Als ich schon dachte, es wäre geschafft musste dann noch ein 12 km langer Anstieg gemeistert werden, bevor wir endlich unser Nachquartier, dass Star Hotel in Benecko erreichten. Drei Sterne sind vielleicht ein wenig übertrieben, aber das Essen war lecker, der nachbestellte tschechische Käse gut gemacht und dass Bier ging sowieso runter wie Öl.

Wie geht das zu toppen?

Auf Friedensfahrt–Kurs 2015 3. Tag: Karpacz -> Zieleniec

Lesezeit: 2 Minuten

145 km | 2.257 Höhenmeter


Das Frühstück war schnell und wortkarg verdrückt, die Taschen verladen und das Erinnerungsgruppenfoto geschossen und da fanden wir uns schon auf der Strecke wieder.

Die lange bergab Passage war perfekt zum Beine lockern und bevor ich mich versah, hatte die Gäng schon eine kleine Bäckerei ausgekundschaftet, in der Kaffee und Kuchen gegen Zloty getauscht werden konnte.

Auch ok, eigentlich für mich viel zu früh für eine Pause, aber diesem Gruppenzwang musste ich einfach erliegen.
Was mich ein wenig nachdenklich machte, war der Umstand, dass ich mit der Elite zur Kuchenpause angetreten war und deren Tempo sicher nicht lange halten können würde. Dies hatte zur Konsequenz, dass ich am ersten Hügel nach der frühen Pause reißen lassen musste und alleine unterwegs war. Suboptimal, aber eine neue Gruppe war schnell gefunden und irgendwann rollte ich auf Herbert und Dirk auf, denen ich mich von nun an anschloss.

Das Buffet wurde erreicht und es gab wieder lecker Stullen und Obst und Gemüse, herrlich hergerichtet von den uns begleitenden Familien der Thüringer Bergziegen.
Nach dem Aufbruch ging es erstmal wellig weiter. Wo waren die Höhenmeter? Das dicke Ende erwartete uns noch. Aber mit Herbert und Dirk, als ZugeselPferde, ließ es sich prima die Hügel hochfahren. Die wunderschöne Landschaft trug ebenfalls zur Kurzweile bei.

Ein wenig demotiviert war ich dann aber schon, als ich die noch vor mir liegende 12 km lange Bergankunft im Skigebiet des Adlergebirges reflektierte. So richtig Lust hatte ich nicht mehr da hoch zu drücken, aber mit Herbert neben mir als unterhaltenden Gesprächspartner ließen sich die letzen Kilometer halbwegs erträglich rückwärts zählen.

Oben angekommen gab es erst einmal ein kaltes Tyskie bevor geduscht und zum diesmal reichhaltigen Abendessen gerufen wurde.

Eine Videopräsentation der vergangenen Friedensfahrten im komfortablen Konferenzraum des Hotels und ein Plausch am Lagerfeuer rundeten den perfekten Tag auf dem Rad ab. Mal sehen was morgen so geht!?

Auf Friedensfahrt–Kurs 2015 2. Tag: Görlitz -> Karpacz

Lesezeit: < 1 Minute

130 km | 2.403 Höhenmeter


Beim Blick aus dem Fenster nach dem Aufstehen verfielen wir erstmal in Schockstarre: die Straßen waren nass vom Regen in der Nacht und der Himmel stark bewölkt. Ein Blick auf den Regenradar ließ die Laune steigen: der Herrentag würde auf jeden Fall trocken bleiben. Zumindest von oben.

Um 10:30 Uhr ging es dann, nachdem der letzte Teilnehmer mit dem Zug eingetroffen war, und Peter Scheunemann mit dem Görlitzer Radsportverbandevorsitzenden seine kurze Ansprache gehalten hatte, auf die Piste.

Erstmal relativ gesittet über die Neisse. Dann wurde das Tempo verschärft. Es wurde anstrengend. Für mich zu anspruchsvoll, gerade weil es auch hügeliger wurde und ich die Kanten nicht mit hoch-chsen wollte konnte.

Ich ließ reißen, klickte Musik an und genoss den nun blauen Himmel, die saftig grüne Natur und das dahingleiten auf verkehrsarmen Straßen.

Vor dem Buffet in Mirsk musste allerdings noch ein recht giftiger Ski-Hügel genommen werden. Schneeketten waren dort im Winter Pflicht. Heute mussten sie zum Glück nicht angelegt werden.

Nach dem Genuss des umfangreichen Buffets ging es wellig weiter auf der langen Strecke. Ein schier endloser, etwa 12 km länger Anstieg lag noch vor uns, bevor endlich die aus 2011 bekannte Pension Apollo erreicht war. Das Einchecken ging flott über die Bühne und wir könnten ein komfortables 3er-Zimmer beziehen.

Bedauerlicherweise war das Abendbrot nicht sehr umfangreich und so zogen wir nach diesem weiter, um noch weitere Kalorien und viel wichtiger: Bier und Nachtisch zuzuführen. Zufrieden sanken wir zeitig in die Federn, denn morgen sollte ja auch wieder Rad gefahren werden.