Mallorca Trainingscamp 2013 – Tag 3 – kurzer Küstenklassiker

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oder »Heute mal die Küstenstrasse anders herum«


Eigentlich war es für mich noch zu früh für den Küstenklassiker. Da der A3K aber schon seit fast einer Woche am trainieren auf der Insel war, wollten die Jungs heute Höhenmeter und etwas länger unterwegs sein. So gab es keine andere Option.

Kurz vor Abfahrt wurde abgestimmt in welcher Richtung gefahren wird. Erst in die Berge hatte heute den Vorteil, dass wir mit Rückenwind den Muroradweg würden zurück fahren können und nicht schon kurz nach Abfahrt in der Ebene mit dem Gegenwind zu kämpfen hätten.

Gute Entscheidung, denn so konnte ich die Küstenstrasse zum ersten mal gegen den Uhrzeigersinn fahren. Gleich am ersten, relativ flachen langen Anstieg hoch nach Kloster Luc merkte ich dass heute keine Höchsleistung möglich sein wird. Ich musste schnell reißen lassen. Mit relativ schlechter Laune quälte ich mich hoch zum Kiosk am Abzweig nach Sa Calobra. Dort wartete alle und es ging weiter hoch zum Puig Major. Der Himmel war verhangen und es wurde kalt. Richtig kalt. Am Strassenrand standen Christian und Peter vom A3K und bauten am Vorderrad eines Bikes herum. Eine Speiche war gerissen und sie mussten umdrehen.

Oben am Puig wurde heute kein Fototermin eingelegt, es war uns zu kalt und wir wollten weiter ins Tal nach Sóller. Dort wärmten wir uns am Kreisverkehr in der Sonne, bevor es rüber nach Deià ging, unserem heutigen Pausenort. Einige Höhenmeter musste bis dorthin noch erklommen werden, bevor es endlich ColaZero, Café con Leche und Mandelkuchen gab.

Nun weiter nach Esporles. Dort waren alle Anstiege für heute abgehackt und es konnte mit ordentlich Rückenwind über den Muro-Schnell-Radweg zurück nach Alcudia gehen. Manchmal war eine „50“ in der Ebene auf dem Garmin zu sehen.

Video: Mit 50 auf dem Muro-Schnell-Radweg

Nun wollte noch das Schilf gesprintet werden, bevor wir es ruhig zurück zum Resort ausrollen ließen.

Klasse Team, tolle Runde. So macht der Küstenklassiker richtig Spass!

Mallorca Trainingscamp 2013 – Tag 2 – Porto Christo

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oder »Der Kampf mit dem Wind«


Heute war beim Frühstück noch nicht so recht klar, welche Strecke gefahren werden sollte wollte. Einerseits wollten meine beiden Kettenbrüder Alexander und Christian endlich einmal San Salvador vom Zettel streichen, zum Anderen plante der A3K eine lange flache Etappe nach Porto Christo.

Wir entschieden uns für die vermeintlich entspanntere Fahrt in der großen Gruppe. Pünktlich ging es um kurz nach 10 bei Sonnenschein und leichtem Schiebewind raus nach Osten.

Die Küstenstadt Cala Rajada war schnell erreicht und die Anfahrt hoch zum Leuchtturm wurde erklommen. Oben wurden Fotos gemacht, dusselige schlaue Geschichten erzählt und Riegel verdrückt, bevor es weiter nach Süden ging.

Nun war Schluss mit lustig, denn der Gegenwind hatte und fest im Griff. Nur im Windschatten ab Reihe 3 war es halbwegs erträglich. Die Reisegeschwindigkeit war unterirdisch und die Hügel taten ihr übriges. Kraftlos erreichten wir ich Porto Christo.

Raoul wurde als Verstärkung dort aufgegabelt und ein mitgeführtes Sandwich samt Riegel wurde verdrückt. Nun lief es wieder einigermaßen obwohl der Wind uns weiter fest im Griff hatte.

Manacor war dass Zwischenziel, dann Petra, wo endlich unsere Kaffee- und Kuchen-Pause geplant war. Auf dem Marktplatz gab es in der milden Frühlingssonne standesgemäß Mandelkuchen und Café con Leche. Herrlich!

Nun noch die gut 40 km zurück zum Ressort. Mit vollem Bauch und müden Beinen ging es weiter gegen den Wind, zumindest bis kurz vor Sa Pobla, wo wir gen Norden fuhren und somit Schiebewind durchs Schilf genießen durften.

Es wurde wieder ordentlich an der Kette gezogen. Leider verpasste es das Führungsteam am Kreisverkehr in Porto Alcudia auf die Nachzügler zu warten und so fuhren verstreute Grüppchen zurück zur Base. Schade, denn in den vergangenen Jahre sammelten wir uns immer und fuhren gemeinsam die letzten Kilometer.

Trotzdem: Großer Sport bei warmen 20°C und fast wolkenlosem Himmel.

Mallorca Trainingscamp 2013 – Tag 1 – Orient & Kloster Luc

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oder »Schön, wieder hier zu sein.«


Jetzt bin ich wieder hier – auf meiner Rennrad-Insel. Im vierten Jahr, im gleichen Resort mit ähnlicher Besetzung. Aber diesmal wird alles anders?! Aber was? Der Spass? Das Lachen, das gemeinsame Schwitzen und Leiden die steilen Rampen hinauf?

Genau deshalb bin ich in diesem Jahr hier her gekommen, um dass heraus zu finden.

Ob es nur eine einfache Aneinanderreihung von positiven Erlebnisse ist oder ob sich etwas Neues ergibt an den gleichen Anstiegen, mit den gleichen Buddies und den gleichen Mandelkuchen.

Zweifelnd fuhr ich in den warmen windigen Frühlingsmorgen hinaus, auf alten Wegen durch das Peter-Maffay-Tal, um wieder das zu finden, dass ich die letzten Jahre sehr viel hatte: Zusammenhalt, Begeisterung, Wettkampf und ganz viel Spass.

Schon an den ersten kleinen Rampen merkte ich, dass durch meinen geringen Trainingsfleiss im der letzten Monate die Beine kraftlos waren. Würde am Ende trotzdem Spass übrig bleiben? Warum stellte ich mir überhaupt diese Fragen? Früher trat ich einfach weiter, heute grübelte ich.

War ich in eine Sackgasse gefahren? Hat sich mein Sport verflüchtigt?

Auf dem Zettel stand heute bekanntes und bewährtes: Orient und Kloster Luc wollten erklommen werden. Nicht gerade dass, was man unter einen Einführungsrunde versteht. Erstmal flach fahren und so…

Aber gut, wer zu spät anreist, muss sich irgendwo einfinden. Die Damen und Herren vom A3K hatten sogar noch wilderes vor und so blieben mir nur die Alternativen: kleine Gruppenfahrt auf oben beschriebenen Wegen oder alleine fahren.

Ich entschied mich für die Gruppenfahrt, merkte aber schnell dass es ganz und gar nicht harmonisch rollte. Jeder fuhr irgendwie, wie er wollte und klare Absprachen gab es nicht.

Fahrspass stellte sich so bei mir nicht ein und ich versuchte nun in der Gruppe mein Ding zu machen, was mir nicht gelang. Ich sehnte mich nach den tollen Gruppen der vergangenen Jahre, die einfach funktionierten, mit klaren Absprachen an die sich alle hielten. Schade.

Die Anstiege hoch nach Orient und Kloster Luc wurden von mir langsamer, aber mit höherem Puls, als in den Jahren zuvor gefahren. Ich merkte, dass mir die vielen Winter-Ergometerkilometer in diesem Jahr fehlten.

Egal, Ausbelasten, der Spass an der Bewegung, Quälen, Lachen und Genießen stand auf dem Zettel und nicht neue Rekorde aufstellen.

Zurück im Resort freute ich mich über die erklommenen Höhenmeter, die neuen Laufräder, die super liefen und den herrlichen Sonnenschein bei knapp 20°C.

Mal sehen, was noch so kommt…