Linden Leaves Light Run 2011

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oder »Mein erstes Lauf-Event in diesem Jahr«

[gcmap act=“123097407″ class=“alignright“]Vor zwei Wochen entschieden Ralph, Yvonne und ich im Biergarten am Schleusenkrug, das wir doch beim Linden Leaves Light Run mitmachen sollten; einem Nachtlauf durch die illuminierte City-West. Den Ku-Damm 1x hoch und runter für die 5-km-Strecke und 2x für die 10-km-Strecke.

Ich freute mich sehr, mit meinen BFFs die Strecke zu laufen, machte aber auch auf facebook ein Event auf und lud all meine Rennrad-Buddies dazu ein. Arianna hat neben dem Radfahren auch Spass am Laufen und meldet sich auch an.

Um 19 Uhr wollten wir gemeinsam zum Start am Kranzler Eck fahren, was aber gleich mal kräftig misslang, denn die City-West, rund um den Ku-Damm war, bedingt durch das Event, im totalen Verkehrschaos versunken. So parkten wir meinen smart kurzerhand am S-Bhf. Charlottenburg und fuhren in wenigen Minuten mit der Bahn zum Start. Gute Entscheidung.

Dort angekommen, war die Akkreditierung schnell erledigt und wir bekamen unsere riesigen Startnummern und die Davengo Zeitmess-Chips, in Form eines Papierstreifens, ausgehändigt. Ralph war schon früher angereist und hatte seinen Wagen strategisch günstig, unweit des Starts, neben dem Restaurant VaPiano geparkt und wartete dort bereits auf uns. Sehr praktisch, denn wir konnten unsere Überzieh-Kleidung geschmeidig bei ihm im Wagen deponieren und so die Kleiderkammer des Veranstalters ignorieren.

Nach kurzer Taktik-Besprechung und Gruppenfoto ging es auch schon in den Startbereich. Leider erfolgte keine einstimmende Musik bevor es los ging und es wurde auch eine zwei Minuten zu früh gestartet. Warum auch immer. Egal.

Wir bewegten uns zügig in Richtung Adenauer Platz. Warmlaufen war heute nicht. Es dauerte bei 7°C und 14-tägiger-Laufpause einige Zeit bis ich meinen Flow fand. Auch war das neue Winter-Laufshirt eindeutig zu warm für das heutige Event. Oh well, 10 km würde ich damit schon klar kommen. Die beiden Daniels zogen kurz nach der ersten Wende davon und auch Ralph war leider nicht mehr gesehen, da er hinten raus fiel.

Arianna und ich hatten beide die gleiche Pace und ich war ihr ein guter Hase. Sie kam aber auch immer wieder nach vorne und forcierte das Tempo – Klasse! Oft motivierte ich die Zuschauer durch laute Rufe, doch ein wenig Applaus zu spenden, was mir auch gelang und uns weiter pushte. Nun, nach der ersten Runde, war der Flow endlich da und es lief fast wie von selbst.

Das Lauf-Tempo wurde weiter hoch gehalten und wir konnten die letzte Runde mit einem Zielsprint beenden. Klasse Zeit, schade das der Veranstalter die Strecke ein wenig zu kurz bemessen hat, aber es war ja ein Fun-Run. Im Ziel gab es dann alkoholfreies Bier von Krombacher und Brezeln. Nach Konsum dieser Leckereien, wurde erneut zu einer Nachbesprechung beim VaPiano einkehrten.

Fazit: Eine klasse Laufveranstaltung, die ordentlich organisiert war. Ein wenig schade fand ich die doch recht maue Beleuchtung des Ku-Damms zu diesem CIty-of-Light-Event-Lauf. Da wäre mehr gegangen. Auch haben die Zuschauer nicht wirklich überzeugt, aber bei den Temperaturen und der Uhrzeit ist das auch nicht verwunderlich.

Hatte trotzdem sehr viel Spass, die beiden Runde mit Arianna zu laufen. Schade das Yvonne krankheitsbedingt ausgefallen war und auch Ralph nicht die 10er Runde erlebt hat. Kann mir gut vorstellen, dieses Event im nächsten Jahr wieder mit zu laufen.

Bummeltour nach Blankensee

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oder »Demontage eines Mythos«


Man munkelt sich zu, der Garmin-Schorsch könne gar nicht langsam fahren, sogar er selbst behauptet das von sich. Als er mit 274 Kilometern Hamburg-Berlin in den Beinen einen Tag später bei der Spandauer RTF mit 38 km/h in der Spitzengruppe vorne im Wind fährt und dabei noch locker plauscht hätte ich ihm diesen Mythos sogar fast abgenommen. Aber ob dem wirklich so ist wollen wir doch mal sehen!

Die Tourankündigung auf Rennradnews für die Tour heute lautete folgendermaßen: »Tempo soll wirklich moderat sein. Also über 30 km/h sollte am Ende als Schnitt schon aufm Garmin stehen.«

Los geht’s um zehn am Auerbachtunnel. Außer mir und Georg taucht niemand auf, perfekt, denn so bleiben testosteronbedingte Competition, gleichbleibend hohes Tempo und Ortsschildsprints von vornherein aus.

Dank einer sprengungsbedingten Sperrung der Autobahn können wir ein paar Minuten idyllische Stille auf der Krone genießen. Als wäre die eingekehrte Ruhe Teil meines Planes verwickele ich Georg in ein Gespräch. Es funktioniert! Wir fahren unter 30 km/h! Doch als hätte er den Braten gerochen fährt er bald schon wieder vor mir und zieht das Tempo an. Was er allerdings nur bis zum Schäferberg halten kann, wo ich mir mit Absicht wenig Mühe gebe, schnell hinaufzufahren.

Weiter durch Potsdam, vorbei am schönen Schloß Sanssouci, wo ich kulturelle Begeisterung vortäusche und immer langsamer werdend jedes Gebäude ansehen muss. Bald schon haben wir die Kleinstadt mit ihrem Verkehr hinter uns gelassen, ein neuer Vorwand muss her! Ich heuchle Interesse an den Gräsergesellschaften der straßenbegleitenden Moore nahe des Schwielowsees, rufe sogar ein paar lateinische Pflanzennamen in den Wind. Im Augenwinkel sehe ich Georg ob des gefährlich niedrigen Schnitts schon nervös werden, er lenkt ein und ruft mir »so, aber jetzt mal wieder sportlich!« zu.

Nach und nach kommt sogar die Sonne zum Vorschein und es wird annähernd warm, aber eben nur annähernd. Mein Körper fühlt sich an, als würde er schon winterschlafen, nein, heute will der einfach nicht schnell treten! Weitere Verzögerungstaktiken müssen her!

Nahe Ferch, kurz vor dem R1-Radweg, gibt es eine kurze Riegelpause in der Sonne bevor uns der Wald wieder schluckt. Wir fahren eine tolle autofreie Strecke, naheliegend, nun nebeneinander fahrend wieder mit geschwindigkeitssenkenden Gesprächen zu beginnen.

In Blankensee belohnen wir uns mit Kaffee und Kuchen bevor es mit Rückenwind zurück gen Berlin geht. Doch selbst der nutzt nun nicht mehr viel, der Schnitt ist versaut, daran ist nicht mehr zu drehen. Georg wirkt zwischendurch sehr nachdenklich, ich vermute, er grübelt über die Schmach, wie er mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von unter 30 Kilometer pro Stunde vor der Weltöffentlichkeit bestehen kann…

Als wir nach ein paar Stunden wieder in Berlin ankommen ist es fix, unser Schnitt liegt unter der magischen 30er Linie, bei läppischen 27,7 km/h! Mein Plan ging auf,

Garmin-Schorsch kann auch langsam fahren – wenn er denn muss. Quod erat demonstrandum!

Fazit: Wieder eine wirklich schöne Tour bei angenehmem, für diese Jahreszeit fast schon fantastischem Wetter. Schnell war’s heute wirklich nicht, aber wenn sich mein Körper irgendwann mal an die Temperaturen gewöhnt haben sollte fahre ich gerne wieder schneller mit Dir!

Heute mal im Regionalfernsehen zum Thema: »GPS am Rad«

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Als mich letzte Woche Fritz Wellner, der erste Vorsitzende meines Radsportvereins »Berliner Bär«, anrief und fragte, ob ich nicht Interesse hätte in der Sendung »kurz vor 5 im rbb« ein wenig das Navigieren auf dem Rennrad zu erklären, war ich sofort begeistert.

Die Aufzeichnung war schnell im Kasten und ich brauchte durch geschickte Schnitttechnik der Aufnahmeleitung auch nur zwei Takes, um das Interview fernsehreif zu bekommen.

Richtig viele Details konnte ich leider nicht erklären, aber dafür ist ein so kurzer Einspieler auch nicht geeignet. Das ganze hat auf jeden Fall Spaß gemacht und ich habe das kurze Interview hier gerne konserviert:

http://youtu.be/3ZX1MU05q4Y