RuB – Rund um Berlin

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oder »heute mal ein klein wenig episch«


Gestern in der Mittagspause erfuhr ich per email, dass Oleg mal wieder Rund um Berlin fahren wollte. Ich war sofort Feuer & Flamme, denn diese klasse Rundfahrt hatte ich schon lange nicht mehr absolviert.

Mit genügend MitfahrerInnen würde dieses Unternehmen sicher riesen Spass machen. Das Wetter sollte auch mitspielen. Ob meine Kondi aka Fitness mitspielen würde, würde sich zeigen. Aber erst mal um 9 am Start sein, und der Rest würde sich schon ergeben, war meine Devise.

Eine Klasse Truppe schlug auch um 9 Uhr am Tunnel auf, und so hob nicht nur der Sonnenschein und die warmen Temperaturen meine gute Laune ins Unermessliche.

Die ersten Kilometer pedallierten sich locker, aber dass das dicke Ende kommen würde, war mir bewusst und so versuchte ich mir meine bescheidenen Kräfte richtig einzuteilen, denn die Mitfahrer waren alle sehr ambitionierte Athleten.

Die erste Pause kam dann erst nach fast 100 km in Bernau, wo ein Supermarkt für gefüllte Flaschen und Bäuche sorgte. Kalte Cola-Zero war mein Wunsch-Getränk und wurde in rauen Mengen in mich hinein gekippt.

Mit ordentlich Koffein im Blut ließ es sich nun auch wieder besser weiter radeln. Die Gruppe harmonierte gut, wenn nicht, machte Oleg eine Ansage und alle, besonders ich, spurten und waren daran erinnert, dass es um unser aller Sicherheit geht und Fahrfehler und Unachtsamkeit nicht geduldet bzw. nicht ohne Ermahnung bleiben. So ging es mit ein wenig Verdruss für mich weiter, denn auch die Landschaft hat in dieser Region nicht wirklich viel zu bieten. Obwohl, die Seen, die wir nicht sahen, waren sicher toll, aber wir konzentrierten uns auf Asphalt und Vorderrad.

In Königs Wusterhausen, gab es dann noch einmal einen Getränkestop. Die dortigen Ureinwohner aka Bevölkerung gab uns Rätsel auf. Zu anders waren nicht nur Frisuren und Tätowierungen, auch der Humor gab uns Rätsel auf. Aber wir wollten ja schnell weiter und zurück in die Hauptstadt um diese lange Runde bei einem kalten alkoholfreien Weizenbier zu beenden. Zuvor noch am BER vorbei, Großbeeren durchquert und über Dreilinden in die Stadt zurück.

Meine Mitfahrer machten sich sorgen, wegen meiner käseweissen Gesichtsfarbe. Die Speicher waren leer und so sehe ich dann wohl eben aus. Der Willy wurde nicht ohne einen Krampf im rechten Oberschenkel genommen, bevor endlich das Kaltgetränk erreicht war.

Eine klasse Ausfahrt mit einem doch recht hohen Training Stress Score® von 334,9. Was heisst das?

»high (some residual fatigue may be present even after 2 days)«

Mal sehen ob ich morgen aufs Rad komme?

 

 

 

Kurze Nordrunde über Kremmen

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oder »Lockere Samstags-Runde«


Heute hatte ich keine Lust auf Gruppenfahren und auch besonders weit sollte es nicht gehen. Also die Kurze Nordrunde ausgekramt, und hoch in den Norden.

Die Beine fühlt sich nicht sehr gut an, und so ging es nicht mit höchstem Druck auf die Runde. Die Sonne schien und eigentlich sollte es gut laufen, tat es aber nicht. Vielleicht war mit zu viel im Kopf umschwirrte, vielleicht war auch das letzte Bier gestern schlecht.

Spass hatte ich trotzdem und auf dem Mauerradweg versuchte ich wieder vergeblich meine Bestzeit (KOM) zu knacken. Vielleicht lag es auch an den neuen Schuhen, die noch nicht richtig eingefahren waren. Egal, klasse Runde, morgen dann wieder in der Gruppe.

Tunnel-Luckenwalde-Willi-Runde

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oder »heute mal mit Karacho«


Oleg bestellte die Band auf 10 Uhr an den Tunnel und ich folgte. Nach der überaus harmonischen gestrigen Ausfahrt, sagte mir diese Mitfahrgelegenheit am Meisten zu.

Auf 10 Uhr an einem sonnigen Sommer-Sonntag trifft sich gefühlt die halbe Stadt an Hobby-Rennfahrern, Amateuren und solchen die es werden wollen am Tunnel; und so war es zuerst gar nicht so einfach, die richtige Mitfahrgelegenheit auszumachen. Nach der Gruppenfindung ging es dann raus, nicht ohne am Hüttenweg die erste Umleitung in Kauf nehmen zu müssen. Die geliebte Krone war nämlich erneut wegen einer Sportveranstaltung für den kompletten Durchgangsverkehr gesperrt. Sogar die Rennleitung in blauer Uniform sicherte den Asphalt. Erstaunlich, denn ich vermute die komplette Bande im schönen Friedrichshain, da  war nämlich letzte Nacht mächtig was los.

So ging es noch ein wenig durch die Stadt, bevor wir uns endlich auf gewolltem und geplantem Terrain wieder fanden. Jetzt ging es mit Karacho nach Süden, starke und willige Wind-Fahrer waren im Grupetto und so konnte ich mich aufs Dranbleiben konzentrieren. Sehr gut.

Nach Lückenwald wurde es dann sogar in der vierten Reihe ungemütlich und ich war sehr beeindruckt wie die Leistungsträger mühelos gegen den Wind radelten.

Luckenwalde wurde mit fast leeren Flaschen erreicht. Nach einem Liter Cola-Zero ging es weiter. Der Koffein tat mir gut und ich ging mit der Bande mit neuer Kraft auf den Sektor nach Zauchwitz. Die wollten Kreiseln, ich durfte mit Thomas und Julia zusehen. Auch ok. Julia mischte sich dann doch noch mit rein, ich hielt mich lieber raus.

Blankensee wurde erreicht und Kuchen im Hof in der Sonne wurde konsumiert. Der Kuchen war, wie immer ok, aber nicht grandios. Dafür gibt es andere Hot-Spots in Brandenburg. Aber wir fahren ja nicht wegen des Kuchens durch die Gegend, sondern um Körner auf der Strasse zu lassen und das passierte wieder im Anschluss. Diesmal in 2er Reihe und so, dass Plaudern möglich war. In Schenkenhorst teilte sich, wie so oft, das Feld und ich fuhr mit Stefan R. noch in Richtung Willy.

Eine Mission hatte ich noch, denn ich wollte meinen »Persönlichen Rekord« (PR) am Postfenn knacken. Ob das heute, nach den vielen Kilometern in der Hitze so eine gute Idee war, sei mal dahin gestellt, aber mit Stefan hatte ich den weltbesten Anfahrer für dieses Projekt.

Er fuhr mich perfekt ins Postfenn und dosierte das Tempo auch so, dass ich immer folgen konnte. Verschärfte es im oberen Teil und feuerte mich an, dass eigentlich ein PR rausspringen sollte. Was soll ich sagen: mein Zeit war auf die Sekunde gleich wie in 2013. Nächster Versuch, definitiv in den nächsten Wochen…