Schwielowsee Runde

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oder »durch blühende Landschaften«


Heute wollte ich es mal wieder wissen und endlich meine Schwielowsee-Runde über Sacrow und Golm fahren. Wie ich meinen Aufzeichnungen entnehmen konnte, bin ich so schon seit fast zwei Jahren nicht mehr aus der Stadt raus gefahren. Dabei ist es ein wirklich klasse Weg, der eine Menge Abwechslung gegenüber den Anderen, so oft gefahrenen Strecken, bot.

Vieles gab es heute neu zu entdecken: Erst einmal wollte ich mir die Bauarbeiten an der Freybrücke an der Heerstrasse ansehen, bevor ich in Richtung Gatow abbog.

Die Beine wollten kurbeln und ich hatte grossen Spass an der Bewegung. Es ist ja auch um einiges lockerer, wenn nicht ständig einem Hinterrad gefolgt, ein Ortsschild ausgemacht, ein Schnitt gehalten, ein KOM oder PR erfahren werden muss. Einfach nur mit meinem Tempo sportlich dahingleiten. Herrlich!

Neuer glatter Superasphalt zwischen Sacrow und NeufahrlandDie nächste Neuerung erwartet mich hinter Sacrow: Die Verbindungsstrasse rüber nach Neu Fahrland durch den Forst war komplett neu asphaltiert. Herrlich leiser und glatter Asphalt und kein konzentriertes Ausweichen mehr durch die Löcher und Buckel. Das etwa 5 km lange, kerzengerade Stück könnte nun glatt als Zeitfahr-Strecke herhalten, zumal am Ende noch eine kleine Welle folgt bevor es wieder zur Bundesstrasse geht.

Nach Fahrland und dem Weinberg die nächste Neuerung: Ein erstklassig asphaltierter, fahrbahnbegleitender Radweg. Ich war beeindruck, wie viel sich in dieser Gegend getan hatte. Hier fuhr ich vor fast 10 Jahren meine ersten Rad-Trainings-Kilometer. Viel hat sich hier landschaftlich verändert. Meist zum Guten: Nicht nur neuer Strassenbelag an jeder Ecke, auch neue Geschäfte haben sich angesiedelt, und Restaurants sind eröffnet worden. Einfamilienhäuser haben einen neuen Anstrich erhalten und Car-Ports wurden errichtet. Eine tolle Entwicklung für diesen Sektor Brandenburgs, der mich motiviert, dieses Terrain wieder öfter unter die Räder zu nehmen. Das meinte unser Alt-Kanzler »Birne« Dr. Helmut Kohl wohl mit »Blühenden Landschaften«…

Nicht wirklich sozialHinter Ferch am Schwielowsee kamen mir noch zwei Rennrad-Mädels entgegen, von denen ich die Eine sofort an ihrem braunen Zopf und der leuchtenden Rapha-Weste erkannte. Ari war mit einer Freundin trainieren. Ein kurze Unterhaltung musste reichen, da es ohne Bewegung echt schnell kalt wurde.

Nun noch den Michendorfer Berg Hügel und dann über Langerwisch, Philipstal, Güterfelde und Dreilinden nach Wannsee. Dort fing es auch leider an zu regnen. Zum Glück nur ein kurzer Schauer, denn ich hatte keine Regenjacke oder gar Überschuhe im Gepäck. Das machte mir dann auf der Havelchaussee echt zu schaffen, denn die Zehen waren in den durchnässten Schuhen sehr kalt.

Also schnell nach Hause, unter die warm Dusche. Klasse Sonntags-Ausfahrt alleine auf meiner Retro-Runde. Sollte ich öfters wiederholen!

Böhmische Brezel

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oder »Wintertraining die Zweite«


Nach dem Aufwachen war mein erster Gedanke: »Heute Ruhetag und gut«.

Als ich mich jedoch dem Frühstückstisch näherte und meine Mitreisenden wild über die heutige Tourenplanung berieten, kam doch Interesse auf. Nicht zu lang sollte gefahren werden und auch Ausstiegspunkte waren wichtig, da es eventuell Regnen würde. Als ich dann noch die Streckenbeschreibung von wahnfried, zu seiner auf GPSies.com gefahrenen Tour las, war ich von der Beschreibung dieser in den Marketing-Bann gezogen:

»Ich liebe diese Runde, unter allen Tracks die man mal eben in 4 Stunden pressen kann ist diese Runde auch nach ein paar Jahren immer noch mein Favorit! Schöne Natur, böhmische Dörfer, der typische Geruch aus den Schornsteinen, wenig Verkehr … Die Tour ist einfach klasse«

Wer kann da schon Ruhetag machen!? Als ich die Getränke-Flaschen in mein Rad stecken wollte, überlegte ich dann aber doch meine Planung zu revidieren, denn das Garmin-Thermometer bewegte sich von Zimmertemperatur schnell in Richtung 4°C. Unsere heutige Starttemperatur.

Schlotternd ging es runter nach Bad-Schandau. Schon wieder überlegte ich, was ich hier mache: Wir witzelten, dass dies Winter-Training in der sächsischen Schweiz sei. Zurecht, denn es wurde nicht wärmer. Auch zog der Himmel nicht auf. Keine Sonne. Dafür jede Menge giftige Anstiege und herrlich grüne Landschaften. Mehr gab es heute leider nicht zu gucken, denn der Nebel machte die Fernsicht fast immer unmöglich. Aber wir waren ja zum Höhenmeter sammeln hier und nicht zum Fernsehen.

Die Höhenmeter setzten mir heute richtig zu, nicht nur dass die Beine sich schwer taten, auch waren die Steigungs-Prozente an so manchem Anstieg über längere Zeit im zweistelligen Bereich. Ich dachte ernsthaft darüber nach zu schieben…

Ließ es dann aber doch und kämpfte mich weiter durch die virtuellen Brezel-Schleifen, welche heute auf jeden Fall aus dem Tiefkühlschrank waren. Den typischen Geruch aus den Schornsteinen, welchen wahnfried zitiert, hatten wir ständig, da die Tschechen zu recht in ihre Häuser die Öfen einheizten. Nur wir mussten frieren. Deshalb auch heute wieder erst eine Einkehr nachdem alle 2.000 Höhenmeter absolviert waren. Dafür freuten wir uns auf unser lieb gewonnenes Eiscafé Memory in Bad Schandau, in dem wir heisse Trinkschokolade und Kuchen serviert bekamen.

Fazit: Am Ende war ich natürlich wieder froh, der Werbung von wahnfried gefolgt zu sein und mir die Strecke gegeben zu haben. Unter den widrigen Bedingungen fahre ich aber Zuhause eigentlich nicht. Aber in der sächsischen Schweiz muss man wohl.

Nationalparkrunde

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oder »Adventsausfahrt im Mai«


Wir wussten gestern Abend schon, dass das Wetter nicht schöner werden würde. Als wir heute Morgen die Rennradschuhe vor die Tür bewegten, wurde mir schlagartig klar, dass das heute keine Sonnenrunde werden würde. Auch die Temperaturen waren fast 10°C unter dem, was und Petrus gestern zu bieten hatte.

Wir entschlossen uns, los zu fahren, solange es trocken bleiben würde und keine Schüttung von Oben kommen würde. Spass war erst einmal nicht, denn schnell setzten sich auf der Rennradbrille kleine Regentropfen ab. Die Luftfeuchtigkeit lag bei 94%.

AbfahrtHerausfordernd waren dann nicht nur die Anstiege, auch die Baustellen in Form von Stassensperrungen verlangten uns einiges an rad-akrobatischem Geschickt ab. Dann ging es auf dem sehr grünen und nebeligen Grenz-Weg rüber nach Tschechien. Die Bande war schon wieder entschwunden und so alleine in der Nebelsuppe fühlte ich mich nicht wirklich wohl.

Kuchentresen in DĕčínIn Dĕčín sammelten wir uns dann wieder. Ich hatte den Ort, mit seiner Brücke über die Elbe, noch von einer ITF bei Sonnenschein in Erinnerung. Heute gab’s den leider nicht, dafür leckeren Kuchen und wärmenden Kaffee.

Nach der ausgiebigen Pause ging es bis zum nächsten Anstieg erst einmal gemeinsam weiter. Dann wieder viele Kilometer in meinem Tempo den Berg hoch. Die Strecke waren wir gestern schon in der anderen Richtung gefahren, trotzdem bot sie einen neuen Blick auf die atemberaubende Natur. Mit Sonne sicher noch um einiges beeindruckender.

GeburtstagswetterAn der grünen Grenze zurück nach Deutschland sammelte ich Isabell und Dirk ein. Julia und Andi fuhren wenig später auf uns auf. Sie hatten sich leicht verfahren. Nun ging es zu fünft zurück nach Rathmannsdorf, in unsere HomeBase.

Unterkühlt, bei 3°C aber froh zurück zu sein.