Mallorca Trainingscamp 2014 – Tag 7 – Soller – Orient

Lesezeit: 3 Minuten

oder »Drei Anstiege, also eigentlich nur flach«


Da ja morgen die Königs-Etappe folgen soll, wollten wir heute nicht ganz so viele Höhenmeter sammeln. Meine Beine fühlten sich nicht gut an und auch mein unterer Rücken war noch nicht wieder ganz beschwerdefrei. Entsprechend brummig ging ich in den ersten langen Anstieg. Eigentlich wollte ich nur mein Ding fahren und nicht in den Bergen mich dem Gruppen-Diktat zu einer bestimmten Aufstiegsgeschwindigkeit beugen.

Recht locker im GA2 die ersten beiden langen Anstiege nehmen, ein wenig Landschaft gucken, aber nicht trödeln. Das war das Ziel. Körner für morgen aufheben, das war mir wichtig.

Meine Mitfahrer fanden das gar nicht so toll, und wollten mich immer wieder animieren, mit ihnen zu fahren, was ich dankend ablehnte.

Heute war für mich Randoneur-Modus angesagt. Also viel im mittleren Bereich kurbeln und wenig absteigen und Pause machen.

Das Konzept ging auf, bis nach Bunyola. Dort unten auf dem Platz im Zentrum hielt ich doch kurz inne, um meine Trikottasche zu sortieren und ein Gel für den Anstieg griffbereit zu haben. Mit dem Anstieg hoch nach Orient hatte ich noch eine Rechnung offen und da dort oben sowieso unser gemeinsam geplanter Pausenpunkt sein sollte, konnte ich die 7 km dort rauf alles geben.

Ich hatte leider niemand der mich zog oder der mich jagte, so war ich bei der Pace wirklich ganz auf mich gestellt.

Oben in Orient auf der Sonnen-Terasse des Cafés brauchte ich erst einmal eine Fanta Limon und ein Cola, denn aus Gewichtsgründen hatte ich meine Flaschen unten im Tal nicht mit Wasser gefüllt. Nun war ich völlig leer.

Nach und nach trudelten die Mitstreiter ein und genossen ebenfalls die angebotenen Erfrischungsgetränke. Heiko und Micha verdrückten genüsslich die aus Bunyola mit in den Berg gebrachten Bocadillo.

Lange wurde pausiert und niemand wollte wirklich weiter, zu schön war es, einfach so in der Sonne zu verweilen, doch die schöne schnelle Abfahrt runter nach Alaro wartet noch auf uns.

Jetzt noch die vielen kleinen Wellen über Selva und das Maffay-Tal zurück mit viel Gegenwind und wenig Körnern über die Gärten und den 14% Anstieg am Golfplatz zur Home-Base. Abendessen und Entspannung erwartete uns.

Harte Runde mit über 2.000 Höhenmetern heute. Mal sehen, wie ich die Königs-Etappe morgen durchstehen werde!?

Gorg Blau bei herrlichen 20 Grad C Blick auf Palma und Bunyola CaféPause in der Sonne im Orient Micha Mr. Bokadio in Orient Fast wieder zuhause Zurück in der HomeBase

 

Mallorca Trainingscamp 2014 – Tag 6 – Esporles – Palma – Lluc

Lesezeit: 3 Minuten

oder »Auf nen Café in die Inselhauptstadt«


Heute war die lange, eigentlich flache Etappe nach Palma geplant. Schon im letzten Jahr hatte wir viel Freude auf der Runde, die wir heute auf jeden Fall toppen wollten.

Mit relativ schweren Beinen ging es raus zum Schilf. Dank der ordentlichen Wechsel musste auch zu siebt nicht all zu oft im Wind gefahren werden. Alle 5 km um genau zu sein. Auf dem Muro Radweg passierten wir die Havellandriders, die wir euphorisch grüssten. Sie waren heute nach Randa unterwegs.

Nach dem Warmfahren lief es eigentlich ganz gut und ich freute mich auf die nahenden Herausforderungen hinter Esporles. Erst einmal zum Eingewöhnen den 800 m langen Anstieg Col Portel.

Nun noch den 6,6 km langen Col Cres mit ∅-lich 4% Steigung hoch und oben den herrlichen Blick mit den Jungs über die Bucht von Palma genießen. Wunderbar!

Weiter die schnelle steile Abfahrt runter in die Strassenschluchten von Palma und der Café im Jachthafen duftete uns schon entgegen.

Es war erst einmal schwer einen Platz zu finden, denn am Sonntag fanden sich viele Sonnenanbeter die auch dort pausieren wollten. Der Kuchen war schnell bestellt und ich wusste nicht, was mich mehr faszinierte: Der leckere Karottenkuchen oder die Aura, die unsere entzückende Bedienung umgab. Was für ein herrlicher Tag in der Sonne!

Aber auch diese Rast konnte nicht ewig dauern, denn wir hatten noch einen weiten Weg, zurück nach Pollenca. Viele giftige Kanten lagen noch auf unserem Weg, z.B. dieser üble Anstieg nach Sa Cabaneta oder die Hügel von Alaro. Dem Ganzen auf und nieder nicht genug, da morgen Ruhetag ist, hatte Heiko vorgeschlagen doch noch zum Abschluss hoch nach Kloster Lluc zur Tankstelle zu fahren. Ich haderte sehr lange ob ich dies meinen Beinen heute noch antun wollte, dann entschied ich mich – zum Glück – aber dafür. Ich konnte mich schön ausbelasten und den Puls ordentlich in die Höhe treiben. Die Coke Zero oben an der Tanke war der zweitschönste Anblick der heutigen Ausfahrt!

Nun noch die Wellen und dann die schnelle Abfahrt runter nach Pollenca, durch die Gärten, abklatschen vor dem Club de Pollentia und schnell unter die Dusche: Das Abendessen konnte nicht warten.

Morgen dann Ruhetag! Dienstag wieder mehr, hier auf dieser Seite…

Richtung Palm auf dem Muro Radweg Cafe im Hafen in der Sonne Unser bezaubernde Bedienung Leckerer Karottenkuchen Abfahrt nach Café und Kuchen Flugzeugträger Harry Truman Kaputt oben an der Tankstelle Lluc

Mallorca Trainingscamp 2014 – Tag 5 – Soller – Bunyola

Lesezeit: 3 Minuten

oder »Pleiten-Pech & Pannen«


Der Plan war heute, nicht nur mehr Höhenmeter zu sammeln, sondern auch ein paar Kilometer drauf zu packen. Start war, wie immer um 10 Uhr vor dem Hotel. In einer grossen Gruppe sollte es los gehen, durch das Maffay-Tal über Alaro in den ersten Berg, nach Soller.

Aber schon auf den ersten Kilometer gab es Unruhe im Feld, da recht flott in der Führung losgefahren wurde und das nicht Jedermanns Geschmack entsprach.

Zu allem Überfluss platze nach nicht einmal 20 km Fahrt erneut mein Vorderrad und ich hatte solch einen blöden Schnitt in der fast neuen Felgenflanke meines Continental GP4000 S, dass es notwendig wurde, einen Radladen aufzusuchen und in Austausch-Material zu investieren. Sehr ärgerlich, nicht wegen der 25,- € für die Tonne, sondern auch für die viele verlorene Zeit, in dem eher semi-professionellen Radladen, der nicht einmal mit einer ordentlichen Standpumpe aufwarten konnte, um den dort gekauften Mantel mit Luft zu befüllen.

Julia verabschiedete sich schon einmal, denn sie hatte einen Bus in gut 6 Stunden zu erwischen und wir waren zeitlich doch ein wenig im Rückstand durch den außerplanmäßigen Boxen-Stop.

Nach der Reparatur war meine Motivation auf dem 0-Punkt. Ich hatte keine Lust mich den Berg hinauf zu quälen und ließ die Bande den Col de Soller alleine raufhechten. Musik auf die Ohren, 135er Puls und ab dafür.

Das Gleiche dann hoch zum Künstlerdorf Deià, wo die Bande an einem kleinen Kramer-Laden auf mich wartete. Schnell ne Coke Zero und ein Stück Kuchen auf die Hand, bevor es die giftigsten Anstiege der heutigen Ausfahrt hinauf ging. Als der Abzweig nach Valemossa erreicht war, wusste ich, dass nur noch wenige Höhenmeter auf uns warteten.

Kurzer Fotostop auf der Abfahrt, runter nach Esporles. Inklusive dem U.S. Amerikanischen Flugzeugträger »Harry Truman«, der gerade im Hafen von Palma weilt. Wer genau hinsieht erkennt ihn auf dem Bild.

In Esporles war dann unsere Kaffee-Einkehr geplant. Es gab Käsekuchen, Café con Leche und Limon für mich. Nach der ausgiebigen Entspannungspause staunten wir nicht schlecht, als uns der freundliche Wirt die Rechnung präsentierte: 4,50€ für nen Stück Käsekuchen entsprach dann doch der hohen Preis-Skala. Wir waren überrascht, aber zahlten die Zeche zähneknirschend. Hier wird wohl nicht noch ein Boxen-Stop unsererseits stattfinden. Esporles kommt auf die rote Einkehr-Mallorca-Liste.

Nun waren es noch gut 60 Kilometer nach Hause. Die Strecke war nicht nur im Garmin gespeichert. Zu oft sind wir von hier über Santa Maria und den Muro Radweg wieder zur Home-Base zurück gefahren.

Der Wind war uns heute zum Glück gnädig und auf den letzten Kilometern hatten einige Mitfahrer trotzdem zu kämpfen, dass Schilf unbeschadet zu durchqueren. Auch der Sprint wurde wieder zum Kreisverkehr ausgefahren, bei dem ich in diesem Jahr erneut keine Sonne sah.

Die letzten 8 Kilometer dann lockeres rollen zur Home-Base mit dem festen Plan, morgen auf ein Stück Kuchen nach Palma durchzustarten. Hoffentlich dann ohne Defekt.

Lass und von der Leine Schöner Schlitz im fast neuen GP4000S Blick auf Palma mit Flugzeugträger Teure Kuchenpause Käsekuchen zu 4,50EUR Gleich haben wir es geschafft