Kurze Nordrunde über Kremmen

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oder »PBZ pulverisiert«


Zum Feierabend war ich unentschlossen, ob ich heute fahren sollte. Zum Einen fühlten sich die Beine nach der Laufeinheit gestern doch noch ein wenig müde an, zum Anderen waren einige Regenfelder laut Regenradar im Anmarsch. Davon war aber nichts zu sehen und irgendwie waren wären mir ein paar Tropfen von ob auch egal gewesen.

Auf den ersten Kilometern lief es dank Südwest-Winds hervorragend. Die Beine machten auch wenig Anstalten zu kurbeln und so hatte ich bei Sonnenschein recht schnell Spass an meinem Sport. Bis Germendorf radelte es fast von selbst; aber dann Richtung Westen wurde es schon ein wenig anstrengender. Im Kreisverkehr in Schwandte rutschte ich fast weg, denn das Hinterrad hatte Luft verloren. Mist. Nach genauer Prüfung stellte sich heraus, dass kleine scharfe Fremdkörper an zwei Stellen im Mantel waren.

Ob diese noch von unserer Warnemüden-Tour dort drin steckten? Sie wurden entfernt und da tauchte auch schon Mike auf der Gegenfahrbahn auf und leistete mir mit einem kleinen Plausch Gesellschaft beim Reifen aufpumpen. Er war auch auf seiner Trainingsrunde und unsere Wege kreuzten sich heute nicht zum Ersten mal.

Mit 4 Bar ging es weiter zur Tankstelle in Kremmen in der ich nochmal zusätzlich 3,5 Bar auf den Reifen brachte. Mehr gab der Autoreifenkompressor dort nicht her. Das musste dann reichen. Weiter ging es über bekannte Wege Richtung Schönwalde. Ich merkte das ich ordentlich Druck auf den Pedalen aufbauen konnte und der Tacho Garmin immer Werte weit über 30 km/h zeigte. Ob das nun am günstigen Wind oder mir lag … egal es machte richtig Spass, so durch das Havelland zu heizen.

Der »Virtuelle Partner« wurde erstmalig nach dem Mauerradweg zur baldigen After-Workout-Exam« hinzu geblättert und ich staunte nicht schlecht als ich sah, das ich über 10 Minuten vorn lag.

Den Vorsprung konnte ich trotz blökender Autofahrer, die mich schnitten und hupten und so auf den Radweg verweisen wollten, nach Hause retten. Für den Radweg war ich nicht nur heute zu schnell…um mich über die ignoranten Blech-Büchsen-Lenker zu ärgern leider nicht. Das klasse Gefühl bleibt, mit solch einer Zeit, wieder in der »HomeBase« gelandet zu sein.

Jungfernheide Lauf

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oder »Ein 10er geht immer«


Eigentlich wollte ich heute wieder Rennrad fahren, aber das Regenradar machte mir ein Strich durch die Rechnung und gaukelte mir aufziehenden Regen in meinem Trainingsrevier vor. Schade, denn zur Mittagszeit waren dann mehr Sonne als Wolken am Himmel, aber das Zeitfenster für eine Rennrad Ausfahrt zu klein. Trainieren wollte ich aber trotzdem und so packte ich seit fast 2 Monaten wieder mal die Laufschuhe aus.

Die Runden wurden zwar über eine Minute langsamer gelaufen, als beim letzten mal, aber heute schaute ich auch nicht auf die Zeit und wollte locker laufen, was mir auch gelang. Nun freue ich mich auf die Einladung zum Mittagessen im Blockhouse! Was für ein herrlicher Sonntag!

P.S. Ich sehe gerade folgendes in meinen Aufzeichnungen im Trainingstagebuch:

Trainingseinheiten: 474
Zeit: 1550.91 Stunden
Kilometer: 40713.69 km (1.02 Mal um die Erde!)

Warnemünde-Tour

Lesezeit: 3 Minuten

oder »Mal wieder an die Ostsee«


Vor zwei Wochen plante Mike eine Tour an die Ostsee. Diesmal nicht nach Usedom sondern über Rostock nach Warnemünde. Da ich diese Strecke noch nicht kannte, der Samstag noch nicht mit anderweitigen Aktivitäten verplant war, sagte ich zu. Weitere Kettenbrüder und Schwestern wurden auf facebook zu dem Event eingeladen und so gesellten sich auch Yosh und Christian zu unserer Havellandriders-Truppe hinzu.

Die Städter verabredeten sich um 7 Uhr bei mir, quasi vor der Haustür, um die 21 km gemeinsam zum Kreisverkehr in Bötzow, nördlich von Berlin, zu fahren. Dort sollten wir die Falkenseer treffen. Alles funktionierte reibungslos und wir trafen als Erste dort ein.

Nach dem notorischen Pre-Start-Foto ging es auch schon zu elft los RIchtung Rheinsberg, wo unsere erste Kaffee-Pause stattfinden sollte. Bedingt durch die etwas ungleichmäßige Fahrweise gefiel es einigen Mitfahrern nicht 100%ig. Ich hatte aber sofort meinen Spass und war froh, nach einer Woche Rennrad-Abstinenz wieder kurbeln zu dürfen. Meine Freude war groß, mit all den lieben Ausdauersportler/innen heute diese recht lange Tour fahren zu dürfen. Es wurde erstmal viel in der Führung rotiert und so verlor ich bis zum ersten Stop wenig Körner.

Trotzdem gab es Kuchen und noch keine Riegel. Eigentlich waren ja leere Kohlenhydrate heute nicht auf meinem Ernährungsplan, aber die Auslagen beim Bäcker sahen einfach zu verlockend aus. Egal, die schnell angefutterten Kalorien würden in Windeseile ja wieder hinfort gestrampelt werden. Hinter Müritz wurde es für einige Mitfahrer mühsamer und es machte keinen Spass mehr, mich im Windschatten auszuruhen, denn vorne war es meist unruhig, da schnell gewechselt wurde.

Meine Beine fühlten sich gut an und so gingen Christoph und ich nach vorne und führten die Truppe. Besser so, denn ich war auch der Einzige, der den Track auf dem Garmin hatte. Wir hatten für die folgenden 160 km große Freude vorne zu fahren. Als es, bedingt durch die Wellen der vergangenen Eiszeit, ein wenig hügeliger wurden, reduzierten wir das Tempo ein wenig und ich freute mich, das alle mitkommen konnten und wir die Gruppe nicht teilen mussten.

Unser Ziel war es vor 18 Uhr in Warnemünde einzutreffen um den Regionalexpress in die Hauptstadt pünktlich zu erwischen. Leider blieb so auch keine Zeit, den herrlichen Strand und das Meer zu genießen. Auch Anbaden musste auf ein anderes mal verschoben werden.

Fazit: Eine klasse Strecke mit sehr schönen Landschafts- und Waldpassagen durch die Müritz.Teilweise erheblich attraktiver als die Strecke hoch nach Usedom. Der Asphalt ließ auf einigen Streckenabschnitten zu wünschen übrig, aber die Gruppe war klasse und die Stimmung stets ausgelassen. Ein toller, erlebnisreicher Samstag, bei herrlichem Radfahrwetter, den wir Elf da verbracht haben. Ganz große Tour! Danke an alle Mitfahrer/innen!