Tiri-Bork-Runde

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»heute gab’s für mich richtig was auf die Beine«


Eigentlich hätte ich es ja besser wissen sollen müssen, als Bernd gestern eine Tour in den Süden ausrief. Eine Ecke in die wir nicht wöchentlich rollern, insofern eine willkommene Abwechslung, die mich motivierte, um 10 am Tunnel zu sein.

Die Borkheide war die Nase, die heute auf dem Weg nach Süden mitgenommen werden wollte. Viele lustige Ortsnamen, beginnend mit Bork- waren abzuhacken. Aber erstmal mussten wir dorthin. Aufgrund fehlender Truppenstärke in Einer-Reihe, was dem Spass aber keinen Abbruch tat. Bis zum Schwielowsee rollte es in der Gruppe recht gut, denn ich hatte mir auch exzellenten Windschatten hinter Thomas organisiert. Der war dann aber auf einmal weg und ich musste sehen, wo ich blieb. Damit der Spass auch nicht zu kurz kam, wurde kurzerhand auch nun, nachdem alle warm gefahren waren, das Tempo verschärft. Die 50 km/h sollten schon mal auf dem Tacho stehen, was gelang und ordentlich Körner kostete.

Dobbrikow wurde erreicht und aufgrund des aufziehenden Tiefdruckgebiets, in Form von Regen, wurde der Track verkürzt und ohne Kaffee & Kuchen über Blankensee zurück gefahren. Einerseits traurig, andererseits vernünftig, denn sicher hätte ich mit Kuchen-Pause die Home-Base noch nasser erreicht, als ich es eh schon, durch den Niesel-Regen war.

Für mich eine ganz schön anaerobe Ausfahrt mit echten Spitzen, die ganz schön geziept haben. Aber perfektes Training. Danke fürs Mitnehmen!

Lustige Randnotiz: Letzten Samstag bin ich auch eine 160-km Runde gefahren. Heute aber in der Hälfte der Zeit…

Rund um Berlin auf dem Mauerweg

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»Rad-Tour-Extrem«


Vor über sechs Monaten kam uns die Idee beim Kartenspielen, daß wir doch mal was episches auf dem Rad machen sollten. Nachdem wir schon mal einen Teil des Mauerradweges gefahren waren, wollten wir nun mal die komplette Runde wagen.

Knapp 170 km hörten sich erstmal für mich nicht, wie ’ne grosse Challenge an. Einige 200er hatte ich dieses Jahr schon im Sack, und so konnte sich das Ding ja auf einer Po-Backe abradeln lassen. So meine Überlegung – sollte sich dies bestätigen?

Wir trafen uns um kurz nach 7 am Bahnhof Wannsee, welcher Start- und Zielort sein sollte. Dann wollten wir im Uhrzeigersinn den Mauerweg um das ehemalige Westberlin herum fahren. Motiviert und voller Tatendrang erschienen Ralph und Carsten und nach dem notorischen Start-Selbstauslöser-Foto ging es auch schon auf die Strecke.

Ich führte die beiden auf bekannten Wegen, am Schießplatz vorbei, auf den Track. Als wir so durch den Wald in Richtung Griebnitzsee rollerten, kam von hinten schon die erste Rückmeldung; dass wir doch ein wenig langsamer fahren sollten – mein Garmin zeigte 21 km/h. Ok, das würde ein langer Tag werden.

So musste ich mich schon auf den ersten Kilometern in Langsamkeit üben, was gar nicht so einfach war. Aber zu gucken gab es immer was, seien es die schicken Villen am Strassenrand oder auch die geschmacklose Architektur einiger Neubauten direkt auf dem ehemaligen Mauerstreifen. Sehenswert!

Nach mehreren leichten verschiedenen Nieselregen erreichten wir dann auch Hennigsdorf, wo uns Carstens Frau und seine Schwiegereltern mit einem kleinen Buffet überraschten. Nach einem lockeren Plausch ging es dann aber auch wieder auf die Strecke, zum nördlichsten Punkt, Hohen Neuendorf, bevor es durch den Wald in Richtung Pankow ging. Die Jungs kurbelten fleissig, obwohl ihnen gerade dort einige Hügel ordentlich zu schaffen machten.

Pankow wurde erreicht und an einem Netto neben der Strecke gab es Brotzeit und eine kurze Mittagspause. Psychologisch wichtig für die Beiden: Die Hälfte war geschafft und nun lag das Stadtzentrum der grössten Stadt Deutschlands vor uns, was viel Abwechslung bot, aber auch viel Aufmerksamkeit erforderte. Viel Fahrzeugverkehr und Ampeln, die beachtet werden wollten.

Als wir das Brandenburger Tor und den Potsdamer Platz hinter uns gelassen hatten und irgendwann auf die Neuköllner Krone rollten, gab den Jungs nicht nur der Rückenwind richtig Auftrieb. Auch das Wissen, dass nun nur noch gut 50 km zu kurbeln waren, half über die müden Knochen und Aufgabe-Gedanken hinweg.

So richtig klar war uns zu diesem Zeitpunkt nicht, was für 50 km da auf uns warteten: Holperpisten, im Fachjargon auch Patrolien-Wege genannt mit löchrigem Asphalt oder Natur-Strassen durchs dichte Unterholz. Auf offenen Passagen dann ordentlicher Westwind, der uns ins Gesicht blies.

Aber auch dieser garstige Sektor wurde nun etwas stiller runter-gekurbelt, Teltow passiert und die Autobahn-Brücke am ehemaligen Checkpoint Bravo überfahren. Nun war es geschafft und wirklich nicht mehr weit, zum verdienten Finnischer-Bier im Loretta am Wannsee, welches mit viel Freude genossen wurde: Verdient.

Ein klasse Tag auf dem Rad ging zu Ende, zwar nicht ganz so sportlich wie auf sonstigen Ausfahrten, aber in bester Gesellschaft und mal komplett anders Radeln. Auch schön! Nächstes Jahr dann anders herum?

Mit der Bande in die Märkische Schweiz nach Buckow

Straussberg Flughafen
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»Flotte Runde nach Osten«


Nach der gestrigen, doch recht intensiven Tour, war mir heute eigentlich nach was entspanntem. Deshalb haderte ich lange, ob die Märkische Schweiz heute das richtig Ausfahr-Ziel sein sollte würde.

Aber Pläne sind dazu da, umgesetzt zu werden und so war ich pünktlich um 11 Uhr in Alt-Hohenschönhausen, um mich gemeinsam mit Sascha und Alex gen Osten auf den Weg zu machen.

Ich war ganz schön überrascht, als ich sah, welche Truppe der Sascha mobilisieren konnte und so ging es dann mit Acht weiteren starken Fahrern raus aus der Stadt.

Der Weg war mir gänzlich unbekannt und ich war froh, so kompetent Führende vor mir zu haben. Irgendwann war dann auch die Stadt hinter uns gelassen und es ging durch blühende Landschaften. Passiert wurden so wohlklingende Ortschaften wie Garzin und Bergschäferei.

Dann war, schneller als erwartet, unser Pausenort »Waldsieversdorf« erreicht. Dort gab es Kaffee alkoholfreies Weissbier und Kuchen bei »Café-Tilia«, dem Geheimtip für erstklassige Einkehr in dieser Ecke Brandenburgs.

Gut gesättigt rollerte es dann die paar Hügel in Buckow hoch, nicht ohne noch einen Blick auf die sehr schönen Häuschen in diesem Ort zu werfen. Eigentlich könnte man hier öfter hin fahren!

Ich freute mich schon über das Straußberg-Richtungs-Schild, der Track und die Bande hatten aber andere Pläne, denn es sollte noch eine Nase weiter nach Osten gefahren werden. Und ich wollte doch eigentlich wieder zurück in die Hauptstadt! Egal, Fresspuls blieb heute trotz 2 Stück Kuchen fast aus und die Bande führte mich mit wenigen, eigenen Führungen, wieder zurück in die Hauptstadt. Nicht ohne noch einige richtig schlechte Asphalt-Passagen meistern zu müssen. Für die Tiri-Bande wäre dieses Terrain unakzeptabel gewesen.

Egal ich war froh, in der brütenden Hitze wieder den Osten mit der Prachtarchitektur in Marzahn erreicht zu haben. André und Rouven brachten mich dann wieder über die Betonpisten zur Bornholmer Strasse. Sodass ich rechtzeitig die HomeBase erreichte um noch der wff-Jahreshauptversammlung beiwohnen zu können.

Ein voll gepackter Sonntag mit einer klasse Tour in die Märkische Schweiz geht zu Ende – Dank geht an Sascha für die Orga und fürs Mitnehmen! Gerne wieder!