Probefahrt: Nordrunde über Kremmen

Lesezeit: 2 Minuten

oder »Rennradfahren – geht noch!«


Wer meinen Blog regelmäßig liest, weiß das ich vor 10 Tagen beim Klaus-Störtebeker-Gedächtnis-Cup gestürzt bin und an der ausgerenkten Schulter leider immer noch zu knabbern habe. Da, wie schon an den letzten Tagen, sonniges Herbstwetter war, hielt ich es einfach nicht aus und musste sehen, ob es trotz lädierter Schulter mit dem Rennradfahren noch klappt. Als Strecke wählte ich die Nordrunde über Kremmen, da sich diese in zwei unterschiedlichen Längen fahren lässt. Sollte mich die Schulter zu sehr hindern oder starke Schmerzen bereiten, könnte ich die kürzere Runde fahren.

Es ging gleich recht gut los, die Pace stimmte und der Tacho war immer über 30 km/h. Der Puls war zwar recht hoch, aber es fühlte sich gut an, so zu fahren, also sah ich keinen Grund rauszunehmen. Es dauerte schon eine ganze Weile bis sich wirklich Spass einstellte, da die Schulter sich immer wieder bemerkbar machte. Gerade auf unebenem Asphalt oder Kopfsteinpflaster war das Fahren sehr unangenehm.

Nach rund 60 km entschied ich mich, die lange Runde zu fahren, was ich nicht bereute. Zwar wurden die Beine zum Ende doch recht müde, ich hätte mich jedoch zuhause sehr geärgert, wenn ich diesen wunderschönen Herbst-Nachmittag nicht voll zum Radeln ausgenutzt hätte.

So kann das Wetter noch ’ne Weile bleiben!

Bäckertour nach Blankensee

Lesezeit: 2 Minuten

oder »Kalt und Sonne in der Potsdamer-Mittelmark«


Beim Blick auf meinen Außenthermometer war mir gar nicht nach Radfahren zu mute, denn er zeigte in der Früh +3,4°C. Beinahe hätte ich gekniffen, obwohl das ja auch erst der Anfang einer langen Kälteperiode ist, aber da kam eine SMS von Christine, das sie pünktlich im 9:40 Uhr am Auerbachtunnel sein wird.

Jetzt gab es echt kein zurück mehr und ich machte mich auf den Weg nach Süd-Westen. Am Tunnel ließ es sich prima in der Sonne warten, ohne das mir kalt wurde. Nach und nach traf die »¼-vor-10-Gruppe« ein, die sich dort sammelte. Allerdings waren die Jungs mit anderem Gerät am Start und machten sich zügig mit ihren Crossern auf in den Wald.

Um kurz vor 10 ging es dann auch für uns die Krone hinab. Wir konnten noch eine Gruppe einsammeln und uns bei denen bis zur Spinnerbrücke in den Windschatten hängen. Sehr schön.

Weiter ging es über Steinstücken, Gütersfelde, Saarmund nach Blankensee wo wir uns schon auf den Bäcker Röhrig mit seinen Buchteln freuten.

Dort angekommen erwarteten uns jedoch herunter gelassene Rollläden und ein mit Kreide beschriebenes Hoftor:

Sehr traurig, denn dort werden wir wohl in 2011 nicht mehr in der Sonne sitzen können. Etliche verwirrte Rennradfahrer kreiste in den folgenden Minuten um den Bäcker und konnten die Welt, an diesem sonnigen Herbstsonntag, nicht verstehen. Eine Alternative musste her, das war aber gar nicht so einfach, denn in Blankensee ist man auf hungrig Besucher erst nach 12 Uhr mittags eingestellt und da es vor 12 war, fielen die Alternativ-Gastronomen flach. Nach einigem Rumgeeier schlossen wir uns drei Silberrücken auf Ihren Rennern an, die auch Kuchen wollten und einen geöffneten Dahlback im 7 km entfernten Trebbin kannten.

Das lag zwar eigentlich nicht auf unsere Runde, aber die kleine Nase nahmen wir in netter Gesellschaft gerne in Kauf, um an Milchkaffee und Sonntagskuchen zu kommen. Wir wechselten die Führung fleißig im Wind und so erreichten wir schneller als gedacht den verträumten Ort Trebbin, wo auch wirklich der Dahlback für uns geöffnet hatte.

Nach reichlich Kuchen und Kettengesprächen ging es gemeinsam zurück in die Hauptstadt. Teilweise über mir neue Wegen. Sehr schön!

In Stahnsdorf trennten wir uns dann und Christine und ich fuhren über Dreilinden, Wannsee, Havelchausee und das Postfenn wieder zurück in die City-West.

Fazit: Eine Anfangs recht kalte Ausfahrt. Die Sonne machte dann aber wieder den Unterschied und es wurde eine schöne Herbstfahrt, die auch noch ein wenig länger hätte sein können. Ein toller Sonntag auf dem Rad!

Nachtrag 25.10.2011: Heute rief mich ein unbekannter Leser an, und wies mich darauf hin, das der Bäcker wohl, wie gewohnt, auch in den Wintermonaten geöffnet hat, nur der Innenhof mit den Bänken bis März geschlossen bleibt.

Saisonabschluss-Tour mit den Havellandriders 2011

Lesezeit: 3 Minuten

oder »Für einen Schnitzel-Teller nach Klein-Ziethen«


Nach einer extrem abwechslungsreichen Rennrad-Saison 2011 stand heute die Abschluss-Rennrad-Tour mit den Havellandriders auf dem Programm. Da wir im letzten Jahr so viel Spass an der Runde hatten, wurde die Route nicht modifiziert und der gleiche Track aus dem letzten Jahr gefahren.

Nach der rund zehn Kilometer weiten Anfahrt zum Rathaus Falkensee trafen Christine und ich auf zig bekannte Rennradfahrer/innen, mit denen ich dieses Jahr viele schöne Kilometer auf den Straßen Brandenburgs zurück gelegt hatte. Nach mehreren selbstausgelösten Weitwinkel-Gruppenfotos ging es auch schon auf den Track und Sebastian und ich führten die Radler-Meute auf bekannten Wegen aus Falkensee heraus.

Es waren zu diesem Zeitpunkt zwar nur 4°C, aber die Sonne verwöhnte uns bei fast wolkenlosem Himmel mit ihren wärmenden Strahlen und so ließ der große Spass am Rennradfahren nicht lange auf sich warten. Es kurbelte sich auch in der Führung fast wie von selbst, und bei netten Gesprächen flog die Landschaft nur so an uns vorbei. Wir passierten Nauen, Börnicke, die Schicksals-Baustelle von Tietzow, Flatow und Kremmen. Nun war es nicht mehr weit zum Landgasthof »Zu Reckin’s Eiche« in Klein-Ziethen.

Der Landgasthof bietet ein reichhaltiges Speisen Angebot, typisch deutsche Küchen: Große Portionen zu fairen Preisen. Susanne hatte für uns einen riesen Tisch reserviert, an den immer wieder große Tablettes mit verschiedenen Schnitzelvariationen gereicht wurden. Dazu gab es Bratkartoffeln und Pommes satt. Ein herrlich feister Schmaus, nach nicht einmal 100 Kilometern Radfahren.

Nach tiefgreifenden Kettengesprächen und Zahlen der Zeche wurden in der Sonne vor dem Gasthof noch Erinnerungsfotos geschossen, bevor es weiter zurück Richtung Falkensee bzw. Hauptsadt ging.

Das Kurbeln fiel nun deutlich schwerer, denn das Schnitzel samt Beilage waren nun doch ein wenig im Weg und wollten eigentlich erst einmal verdaut werden. Dafür war aber keine Zeit, denn dem Führungstrupp musste gefolgt werden und Löcher wollten zugefahren werden.

In Marwitz verabschiedeten sich Sebastian, Christine, Maren und ich uns von der großen Gruppe, die weiter nach Falkensee fuhr, wohin wir aber nicht zurück wollten.

Fazit: Ein würdiger Saisonabschluss mit viel Schnitzeln und guter Laune. Hat mir großen Spaß gemacht, all die netten Radler und Radlerinnen, an diesem schönen Herbsttag, wieder zu sehen. Hoffe zwar das das nicht die letzte Rennrad-Tour in diesem Jahr mit den Havellandriders war, aber so viele werden wir wohl nicht mehr werden, denn die Meisten haben schon signalisiert das es demnächst auf breiten Reifen in den Wald gehen wird, was ja bekanntlich nicht so mein Ding ist.