Bäckertour nach Blankensee

Lesezeit: 2 Minuten

oder »Kalt und Sonne in der Potsdamer-Mittelmark«


Beim Blick auf meinen Außenthermometer war mir gar nicht nach Radfahren zu mute, denn er zeigte in der Früh +3,4°C. Beinahe hätte ich gekniffen, obwohl das ja auch erst der Anfang einer langen Kälteperiode ist, aber da kam eine SMS von Christine, das sie pünktlich im 9:40 Uhr am Auerbachtunnel sein wird.

Jetzt gab es echt kein zurück mehr und ich machte mich auf den Weg nach Süd-Westen. Am Tunnel ließ es sich prima in der Sonne warten, ohne das mir kalt wurde. Nach und nach traf die »¼-vor-10-Gruppe« ein, die sich dort sammelte. Allerdings waren die Jungs mit anderem Gerät am Start und machten sich zügig mit ihren Crossern auf in den Wald.

Um kurz vor 10 ging es dann auch für uns die Krone hinab. Wir konnten noch eine Gruppe einsammeln und uns bei denen bis zur Spinnerbrücke in den Windschatten hängen. Sehr schön.

Weiter ging es über Steinstücken, Gütersfelde, Saarmund nach Blankensee wo wir uns schon auf den Bäcker Röhrig mit seinen Buchteln freuten.

Dort angekommen erwarteten uns jedoch herunter gelassene Rollläden und ein mit Kreide beschriebenes Hoftor:

Sehr traurig, denn dort werden wir wohl in 2011 nicht mehr in der Sonne sitzen können. Etliche verwirrte Rennradfahrer kreiste in den folgenden Minuten um den Bäcker und konnten die Welt, an diesem sonnigen Herbstsonntag, nicht verstehen. Eine Alternative musste her, das war aber gar nicht so einfach, denn in Blankensee ist man auf hungrig Besucher erst nach 12 Uhr mittags eingestellt und da es vor 12 war, fielen die Alternativ-Gastronomen flach. Nach einigem Rumgeeier schlossen wir uns drei Silberrücken auf Ihren Rennern an, die auch Kuchen wollten und einen geöffneten Dahlback im 7 km entfernten Trebbin kannten.

Das lag zwar eigentlich nicht auf unsere Runde, aber die kleine Nase nahmen wir in netter Gesellschaft gerne in Kauf, um an Milchkaffee und Sonntagskuchen zu kommen. Wir wechselten die Führung fleißig im Wind und so erreichten wir schneller als gedacht den verträumten Ort Trebbin, wo auch wirklich der Dahlback für uns geöffnet hatte.

Nach reichlich Kuchen und Kettengesprächen ging es gemeinsam zurück in die Hauptstadt. Teilweise über mir neue Wegen. Sehr schön!

In Stahnsdorf trennten wir uns dann und Christine und ich fuhren über Dreilinden, Wannsee, Havelchausee und das Postfenn wieder zurück in die City-West.

Fazit: Eine Anfangs recht kalte Ausfahrt. Die Sonne machte dann aber wieder den Unterschied und es wurde eine schöne Herbstfahrt, die auch noch ein wenig länger hätte sein können. Ein toller Sonntag auf dem Rad!

Nachtrag 25.10.2011: Heute rief mich ein unbekannter Leser an, und wies mich darauf hin, das der Bäcker wohl, wie gewohnt, auch in den Wintermonaten geöffnet hat, nur der Innenhof mit den Bänken bis März geschlossen bleibt.

Eine Antwort auf „Bäckertour nach Blankensee“

  1. Da hatten heute so einige die selbe Idee…

    Unser Trüppchen traf zufällig Oleg et al in Trebbin. Gemeinsam sind wir dann nach Blankensee und wurden ebenfalls bitter enttäuscht.

    Allerdings hatte der Gasthof um die Ecke schon offen und so kamen wir dort zu Kaffee und Kuchen. Nicht vergleichbar aber besser als nix.

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