Beetzsee-Runde

Lesezeit: 2 Minuten

oder »Wieder mal nach Westen«


Vor einem Monat, am 8. März waren wir auf gleicher Strecke unterwegs. Allerdings mit größerer Mannschaft. Aber zu acht lässt es sich auch hervorragend radeln und so machten wir uns auf den Weg nach Brandenburg an der Havel. Erstmal recht beschwerlich, denn der Wind blies uns von Süd-west immer hart ins Gesicht. Die Wechsel in der Führung wurden flotter, aber als Brandenburg an der Havel erreicht war, atmeten alle einmal tief durch und zurück ging es mit sehr sehr angenehmem Schiebewind nach Päwesin.

Dort erwarteten uns schon die Bäckersfrauen mit Ihren roten Kleidern, um uns leckeren Kuchen, in gewohnt ruhiger und entspannter Atmosphäre zu servieren.

Die Pause bei warmen 20°C war heute besonders angenehm. Nach zwei leckeren Stück Kuchen ging es flott weiter. Einigen Mitfahrern leider zu flott, was für mich verständlich war. Konnte ich dieses Gefühl doch all zu gut nachvollziehen, denn ich hatte nach Kuchenpausen auch schon mächtig gelitten und brauchte ewig um wieder in den Tritt zu kommen.

Trotzdem erreichten wir gemeinsam das Rathaus Falkensee, wo sich die Wege trennten. Hoffentlich morgen dann wieder eine schöne Runde!

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Bäckerrunde nach Fehrbellin-mal anders

Lesezeit: < 1 Minute

oder »Wintertraining am Ostermontag«


Nach einwöchiger Rennrad-Abstinenz, bedingt durch Faulheit Demotiviertheit wollte ich die Rennmaschine heute unbedingt mal wieder bewegen. Mike hatte auf facebook in der Gruppe „biken“ zu einer Runde nach Fehrbellin, zu einem meiner Lieblingskonditoren im Havelland, gerufen und so machte ich mich um kurz nach 10 auf die Anreise.

Gut dass ich zeitig gestartet war, denn der Gegenwind machte ein flottes Vorankommen zum Treffpunkt mühsam. Einen verirrten sammelte ich in Velten noch auf, dann donnerten wir gemeinsam zum Treffpunkt am Leegebrucher Kreisverkehr.

Ne ganze Meute war angereist. Sehr schön, denn erstmal musste gegen den Wind geackert werden, bis es hinter Herzberg Schiebewind nach Fehrbellin gab. Die Gruppe harmonierte gut und so konnten wir auch die verstopfte Landstrasse kurz vor der Konditorei geschickt umradeln.

Nach zwei Stück Kuchen und nem Pott Kaffee ging es gestärkt zurück nach Osten. Nun etwas inhomogener denn die Kräfte schienen bei einigen Mitfahrern zu schwinden. Egal es war nicht mehr weit zur Homebase, die ich nach gut 4,5 Stunden Fahrzeit wieder erreichte. Mehr als ∅ 7,6°C hätten es schon sein dürfen, um wirklich vom Spass auf dem Renner zu sprechen…aber der Frühling kommt bestimmt, muss nur fest dran glauben!

Mallorca Trainingscamp 2015 – Ein Résumé

Lesezeit: 2 Minuten

Nachdem ich 2014 schon meinen Urlaub auf der Sonneninsel resümiert habe, möchte ich dies wieder tun. Ein Zwei-Stunden-Heimflug mit iPad ohne Internet in 11.500 Meter Höhe sind dafür genau richtig.

In einem vorherigen Post schrieb ich bereits, dass ich in den vergangenen fünf Jahren noch nie so untrainiert aus dem Winter gekommen war. Ich war zwar relativ regelmässig Laufen gegangen, hatte aber das Radfahren fast in Gänze vernachlässigt. Lieber war ich mit Freunden und Kollegen in die Kneipe gegangen.

Das sollte nicht unbemerkt bleiben. Schon auf den ersten Ausfahrten merkte ich, dass ich keinen Punch hatte. Berge konnte ich noch nie gut fahre, aber selbst in der Ebene wollte ich nie lange im Wind bleiben.

Einige Compañeros waren sicher auch mit einer anderen Motivation auf die Insel gekommen: Höhenmeter, KOMs und Trainingskilometer standen im Vordergrund. »Urlaub machen« war Beiwerk.

Erhofft hatte ich mir, dass Beides zu kombinieren sei. Für mich, für meine Regeneration. Nun, hier im Airberlin Flugzeug, zurück in die verregnete Hauptstadt merke ich dass die Balance entglitten ist. Claro, wieder haben wir viel gelacht und gefeixt, Schenkel geklopft und gegrölt. Der Küstenklassiker war ein episches Erlebnis das viele Dinge erforderte: Kraft, Leidenschaft, Ausdauer, Zusammenhalt, Selbstvertrauen, Mut und Fleiß. Vielleicht sind es auch nur diese Erlebnisse, dieser eine Moment der zählt!? Ist meine Erwartungshaltung einfach zu groß?

Erwarte ich, wie die Gesellschaft immer mehr, neue, bessere, härtere und intensivere Eindrücke? Ist das irgendwann erschöpft? Wenn das erschöpft ist, ist man dann »erwachsen« oder gar »tot«?

Aber das Berge und Segmente abhacken bringt mich nicht mehr weiter. Been there – done that. Zum gefühlten einhundertzwanzigsten mal das Schilf hinaus. Ist das Urlaub? Abwechslung zum schnöden Alltag? Mit Nichten!

Fitter sein hilft sicher. Lockerer die Berge hochkurbeln macht sicher mehr Spaß. Es hagelt Erfolgserlebnisse. Aber zu welchem Preis ganz vorne mitraden?

Also was ist die Alternative? Mit Anderen, weniger ambitionierten Compañeros auf die Insel fahren? Oft habe ich die zufriedenen älteren Semester mit ihren teuren Carbon-Rennern schon am Morgen in Cafés einkehren und Bocadios verdrücken sehen. Aber ist es das wirklich, was ich will?

Bin ich in den vergangenen Jahren zufriedener nach Hause geflogen? Zugegebenermaßen, die vielen Kilometer geben mir schon einen gewissen Kick, aber im Endeffekt sind es nur Zahlen, die nichts aussagen.

Mit sehr gemischten Gefühlen blicke ich zur Planung des Trainigscamps 2016. Einfach mal Auslassen? Was anderes buchen? Mit Freunden einfach mal weit weg, in mir unbekannten Ländern Urlaub machen, also in den Tag rein leben am weißen Sandstrand oder einer faszinierenden Metropole!?

Vielleicht muss ich das einfach mal wieder machen, um zu sehen ob das mehr »fetzt«!?
Es bleibt spannend!

P.S. Für Anregungen und Tips in den Kommentaren bin ich sehr dankbar! Kennst du das auch? Bin ich alleine mit der Rennrad-Tristess-Getriebenheit?