Bäckerrunde nach Fehrbellin

Lesezeit: 2 Minuten

oder »Sonntags-Tour mit (zu) vielen Gästen«


Recht kurzentschlossen machte ich mich auf den Weg nach Falkensee, denn Susanne hatte zur Bäcker-Runde gerufen. Im Vorfeld gab es einige Diskussionen zur Reisegeschwindigkeit, die mich aber nicht tangierten.

Sicher würde sich eine schöne homogene Gruppe finden, ich der auch ich meine Freude haben würde. Dachte ich zumindest. Am Rathaus angekommen staunte ich dann nicht schlecht über die Gruppengröße und die vielen, mir nicht bekannten Hobby-Sportler. Ohne Helm und mit Retro-Bike. Ein Anderer mit Fitness-Rad.

Ich begann mir Sorgen zu machen, ob den die Neuen alle schon mal in einer Gruppe gefahren waren und wussten, wie das so läuft.

Meine Befürchtungen wurden vorerst nicht bestätigt. Hinter Nauen dann, auf dem schmalen Radweg hatte einer der Neuen drei Positionen vor mir einen Platten. Eigentlich kein Ding, würde man es entsprechend ansagen und auch die darauf folgenden Regulars einen Pieps tun.

Es geschah aber nicht und so entging ich nur um Haaresbreite einer Heck-Kollision mit dem Fitness-Biker. Mit hohem Puls und leicht angesäuert machte ich mich vom Acker. Kein Bock auf sone Gruppe! Da fuhr ich lieber alleine mein Ding nach Fehrbellin. In Bienenstock, an dem kleinen Flughafen, passierte ich noch ein verkehrt herum liegende Antonov An-2. Interessante Optik.

Abestürztes Flugzeug in BienenfarmIn Fehrbellin angekommen freute ich mich, dass die Fun-Fraktion, welche eine Abkürzung genommen hatte, schon bei Kaffee & Kuchen saßen. Ich machte meinem Frust Luft und freute mich über die Anteilnahme und den gemeinsamen Plausch.

Just in dem Moment, in welchem wir uns wieder auf die Räder schwingen wollten, erreichte auch die andere Gruppe den Konditor. Ich freute mich, nun gemütlich, nicht mehr alleine und mit erfahrenen Gruppen-FahrerInnen zurück in die Hauptstadt zu rollen. Durch ausgiebiges Plaudern schmolz die Asphaltbahn unter uns nur so dahin und wir erreichten, zwar ohne neue Rekorde, KOMs oder Trophäen die Hauptstadt. Aber viel Spass gemacht hat es und das war mir heute, neben der sturzfreien Fahrt, das Wichtigste.

Riesen Bande vor dem Rathaus

Fläming-Runde

Lesezeit: < 1 Minute

oder »Mal wieder nen 200er«


Heute ließ ich mich von einer netten Dame animieren, mal wieder vom TiRi zu starten. Wir staunten nicht schlecht über die große Zahl an motivierten RadlerInnen, die auf die nicht gerade kurze Runde, runter in den Fläming radeln wollten.

Um kurz nach 10 ging es dann raus auf bekannten Wegen über Diedersdorf und immer weiter nach Süden-Osten. Die Reisegeschwindigkeit wurde ständig auf hohem Niveau gehalten, so dass keine Langeweile aufkam. Einmal in der Führung vorne angekommen, war klar, dass das Tempo nun nicht verwässert werden durfte und so musste von mir weiter mit rund 300 Watt gestrampelt werden.

Nach der Wand von Baruth, die einigen MitfahrerInnen arg zu schaffen machte, trugen die folgenden Wellen durch den Fläming nicht gerade dazu bei, frisch unsere Rast in Ließen zu erreichen.

Der Kuchen im Innenhof dort war leider mickrig. Das alkoholfreie Weizen hingegen üppig, naja – ein üblicher halber Liter. Nun ging es auch schon weiter über Flüsterasphalt zurück nach Luckenwalde. Eine der Perlen Brandenburgs…NOT! Eine Bundesgartenschau würde der Stadt sicher ganz gut stehen. Mal sehen!

Der Rückweg war windig und vorne in der Führung wurde das Ein ums Andere mal eine Schippe drauf gelegt. Für mich war der Ofen aus und ich freute mich, nur kurz in der Führung arbeiten zu müssen dürfen.

Kurz vor Güterfelde erwischte uns dann ein derber Regenschauer, der mich bis vor die Haustür begleitete. Wäre echt nicht nötig gewesen.

Ohne den Regen sicher eine noch tollere Runde, die ordentlich Körner gekostet hat.

Beelitz-Runde

Lesezeit: < 1 Minute

oder »Hat ganz schön gesaugt!«


Die ganze Woche plagten mich schon Kopfschmerzen und gestern war erst um 20 Uhr Feierabend. Keine guten Voraussetzungen um heute ordentlich abzustrampeln.

Trotzdem ich recht früh auf war, dauerte es ewig bis ich mich motivieren konnte, die Flaschen zu füllen und die Dackelschneider auf 8,5 bar zu bringen. Im Kopf schwirrte als Trainigsrevier meine Schwielowseerunde herum, die ich früher oft, in kürzerer Form, als Feierabendrunde gefahren bin. Ein wenig Wehmut kam auf, denn Feierabendrunden kannte ich nur noch aus meinem Blog und von Erzählungen. Lang lang ist es her…

Also ruff uffs Rad & Abfahrt! Schmeichelnder Nord-Ost-Wind ließ mich meine desolate Form vergessen und half mir raus in verkehrsarme Gefilde. Einiges hatte sich seit meiner letzten Durchfahrt dort geändert. Teilsweise gab es neuen Belag, an vielen Stellen war dieser aber noch löchriger als im Vorjahr.

Nach etwa 50 km am Schwielowee hatte ich keine Kopfschmerzen mehr – Strike! – aber die Hitze begann mir zu schaffen zu machen. Viel trinken half und ein wenig Tempo rausnehmen.

Der Plan war, den Europa-Radweg zu nehmen und dann über Beelitz, Zauchwitz nach Blankensee zum Bäcker Röhrig zu fahren. Der Plan ging auf und leckerster Eiskaffee baute sich schon vor meinem inneren Auge auf. Nur scheiterte der Plan dann doch an Familie Röhrig, da diese bis 13. August Sommerurlaub macht und somit die Bäckerei geschlossen blieb.

Trauer und Entsetzen! Da blieb nur die Alternative, über die mitgeführten Riegel herzufallen. Geschmacksrichtung Eiskaffee war leider nicht dabei.

Nun wurde es hart, da ich das mitgebrachte Tempo nicht verwässern wollte, aber die Kraft mehr und mehr dahin wich. Egal: Hauptsache nach Hause!

Dort kam ich dann auch zufrieden und erschlagen an. Nach zwei kalten Alkoholfreien, sah dann die Welt schon wieder ganz anders aus. Sommer ist geil!