Sella Ronda Bikeday 2013

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oder »Dolomiten vom Feinsten«


Heute stand die erste Rad-Veranstaltung auf unserem Urlaubszettel. Der Sella Ronda Bikeday 2013. Diese Veranstaltung findet jährlich 2x statt und kostet keine Teilnahmegebühr. Die Strassen rund um den Piz Boè sind für den Kraftfahrzeugverkehr von 8:30 bis 16:30 Uhr gesperrt und man kann sich mit seinem Rad gegen den Uhrzeigersinn auf der gesamten Fahrbahnbreite austoben.

Bevor es hinter Wokenstein auf die Runde ging, mussten aber auf dem Anfahrtsweg schon so einige Höhenmeter genommen werden. Nachdem der Einstiegspunkt auf der Stecke gefunden war, wurde es voll und eng auf der Straße. Zu viele Biker wollten den Passo Sella hoch und hielten sich nicht an die Vorgabe des Veranstalters, doch bitte rechts zu fahren. Schnarchlangsame Bergfahrer fuhren in 4er Reihe und blockierten das Ein ums Andere mal das Vorbeikommen. In den Abfahrten dann ein ähnliches Bild. Entschleunigt die ganze Fahrbahnbreite ausnutzend. Nicht nur dämlich sondern auch gefährlich für die nachfolgenden Radler.

Da das heute aber kein Rennen war, und es keinen Blumentopf zu gewinnen gab, genoss ich lieber die faszinierende Natur, welche nicht zu Unrecht zum Teil des Unesco Kulturerbe erklärt wurde. Atemberaubende Felsformationen faszinierten mit Anmut und Schönheit. Nicht nur einmal bekam ich Gänsehaut und fühlte mich sehr klein, neben diesen riesigen Monolithen.

In Arabba traf ich die Bande wieder und es gab Cappuccino und Apfelstrudel. Die laute Après-Ski-Musik auf dem Platz ließ uns aber schnell den nächsten Anstieg suchen. Jetzt noch zwei mal hoch und dann kam auch schon der Abzweig zurück nach St. Ullrich. Schade, so wellig bergig hätte es noch eine Weile weier gehen können! Tolle Veranstaltung! Gerne wieder!

St. Ulrich -> Klausen -> Bolzano -> Kastelruth

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oder »Königsetappe gleich mal am 1. Tag«


Die Anreise gestern nach St. Ulrich war bequem und stressfrei. Nach einer entspannten Nacht auf 1.209 Meter über normal Null, hatten wir ein herrliches Frühstück in der Sonne auf unsere Terrasse des riesigen Hauses. Leckerste Brötchen vom lokalen Bäcker brachten uns freudig in den Tag.

Erstmal ging es gefühlte Ewigkeiten den Berg herunter. Suboptimal zum warm fahren. Dann aber machte der Track von Dirk einen Rechtsknick und es ging ordentlich steil den Berg hinauf. Die Sonne brannte auf den Pelz und die komplette Gäng war bereits uneinholbar entflogen. Also kein Grund für mich, auf die Tube zu drücken.

Oben warteten alle brav auf mich. Ich wolle jedoch nicht pausieren, denn ich freute mich bereits auf den kühlenden Wind in der Abfahrt.

Landschaftlich ging es recht spektakulär weiter. Dirk hatte sich bei der Streckenplanung bei der Datenbank von quälDich.de bedient. Dabei sind sehr verkehrsarme Wege heraus gekommen, die man sicher ohne entsprechende Technologie nie gefunden hätte.

Besonders bemerkenswert empfand ich die Abfahrt herunter nach Bolzano, die teilweise so steil war, dass einige Mitfahrer ihren geliebten Renner lieber schieben wollten, als damit kopfüber bei 36,8% Gefälle, den Berg herunter zu fallen. Das Abfahren herunter nach Bozen war dadurch natürlich eine gewisse Nervenprobe.

Unten im Tal dann die verdiente Einkehr bei Apfelstrudel, Vanille-Eis und Eiskaffee im Zentrum von Bolzano. Lecker!

Nun wurde diskutiert, wie nach Hause gefahren werden sollte. Eigentlich wollten wir noch eine Nase fahren. Ein Extra an rund neunhundert Höhenmetern. Ich war unentschlossen. Als die Bande sich entschloss am Supermarkt erneut die Flaschen zu füllen, verabschiedete ich mich und plante eigentlich die Nase nicht zu fahren. Es lief allerdings im Tal so gut, dass ich mich kurzfristig entschloss, den Pass doch zu fahren. Ich erwartete, zügig kassiert zu werden, was aber ausblieb. Was jedoch nicht ausblieb, war die beißende Hitze ohne kühlende Brise. Auch flache Passagen waren in der ewigen Steigung Fehlanzeige. Ein richtig heftiger Brocken lag vor mir, der nicht enden wollte.

Meine Laune sank gegen null. Ich war dehydriert und ohne Kohlenhydrat-Versorgung. Eigentlich lagen nur rund vierzig Kilometer vor mir. Bergauf mit 10 km/h bedeutete dies rein rechnerisch vier Stunden netto Fahrzeit. Radfahren machte mir nun keine Freude mehr. Ich ärgerte mich, dass ich die extra Nase mitgenommen hatte. Flasche leer und Krämpfe. Die verbleibende Kilometer wurden zur Qual. Glücklicherweise war ich alleine und konnte meine schlechte Laune ohne Behinderung in den Berg hinein schreien.

Überglücklich und mega-grau erreichte ich die Home-Base in St. Ulrich. Erstaunt stellte ich fest, dass nur Thilo, der die Nase nicht gefahren war, bereits angekommen war. Der Rest trudelte erst rund 45 Minuten nach mir ein. Sie hatten länger pausiert. Nun schnell duschen und Nudeln fassen.

Mal schauen ob wir morgen anständiges Wetter für die Sella Ronda haben…


Spargel-Tour mit den Havellandriders 2013

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oder »Perfektes Ausfahrtsziel!«


Heute war es mal wieder soweit, und einer der Frühjahrsklassiker stand auf dem Zettel. Konnte ich aus terminlichen Gründen diesem Event in 2012 nicht beiwohnen, so hatte ich schöne Erinnerungen an 2011, als wir viel Freude auf der Strecke und beim gemeinsamen Essen hatten.

Wie schon in den Jahren zuvor trafen wir uns um 10:30 Uhr am Rathaus Falkensee, um die stets identische und bewährte Strecke zum Spargelland-Hoppenrade zu fahren. Besuch aus der Schweiz begleitete uns heute auf den Rennern gegen den starken Westwind.

Erst hinter Päwesin, kurz vor Roskow änderten wir die Fahrtrichtung und konnte uns nun vom Wind fast zum Spargelland-Hoppenrade schieben lassen. So macht das Rennradfahren doppelt Spass! Allerdings fehlte nun klar die neuen Herausforderung, welche wir durch die Anstiege an den ICE-Brücken fanden. Schneller als gedacht erreichten wir die Einkehr. Susanne hatte uns schon einen Tisch reservieren lassen und so stand dem Sonntagsschmaus nichts mehr im Wege. Oh doch, die lange Schlange vor der Essensausgabe musste erst noch geduldig dezimiert werden, bevor ein leckerer Teller mit Spargel und Kartoffeln für 9,20 € vor mir stand.

Nach ausgiebigen Gesprächen im Schatte,n ging es auf die letzten Kilometer zurück zum Rathaus Falkensee, wo jeder seinen Weg zurück in die Hauptstadt einschlug.

Ein gelungenes Spargel-Event, welches in 2014 sicher seine Wiederholung finden wird!