Mallorca Trainingscamp – Tag 11 – Petra Abschlusstour

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oder »Ausrollen und Resumé«


Der letzte Tag für dieses Jahr auf Mallorca sollte für eine ruhige Ausroll-Runde genutzt werden. Das Trainings-Camp-Teilnehmerfeld war schon mächtig ausgedünnt. Auch Karsten verabschiedete sich vor unserem Start und so machten wir uns zu Fünft auf den Weg, relativ flach, nach Petra.

Ordentlich regeneriert hatte ich leider immer noch nicht und so war mir klar, dass das leider wieder leere Trainingskilometer werden. Die Beine schmerzten bei jedem noch so kleinen Hügel und der Puls war nicht richtig zu pushen. Egal, es sollte ja eine Luller-Runde werden und Landschaft gucken ist ja auch mal ganz nett. Ich wusste allerdings aus leidvoller Erfahrung aus diversen Ausfahrten mit den Jungs, das ruhig fahren eine Definitionssache ist.

Dementsprechende ließ ich an einigen Hügeln einfach reißen. Hinter Sineu wusste ich auch, das es nicht mehr weit zu Erdbeerkuchen und Orangenhälften war. Nachdem diese verdrückt waren machten wir uns auf zu Boxenstop #2. Der Weg dort hin führte uns über die lange Gerade zu Küste, auf der es sich trotz starken Gegenwindes hervorragend belgisch kreiseln ließ. Wir kamen sogar so gut in Fahrt, das wir mit einiger Mühe einen kanadischen Ex-Olympia-Team-Fahrer einsammeln konnten. Er freute sich über unseren Vortrieb und fuhr bis Can Picafort in unserem kleinen Gruppeto mit, bevor wir erneut rechts zum Playa und Erdbeerkuchen abbogen.

Dort machten wir wieder eine lange Pause, bevor es auf die letzten 10 Kilometer zurück in unsere Home-Base ging. Vor der Mittelmeer-Kulisse wurde noch abgeklatscht und ein gemeinsames Abschlussfoto geschossen, das dieses tolle Trainingscamp besiegelte.

Resumé:

  • Ein klasse Trainingscamp mit vielen Highlights.
  • Ganz viele liebe Kettenbrüder und Schwestern, die im Hotel Pollentia Club Resort eingecheckt haben.
  • Viel gelacht und Freude gehabt.
  • Viele sportliche Herausforderungen gemeistert.
  • Keine Stürze, Unfälle oder sonstige Tragödien
  • Nur zwei Platten (Ralf und Herbert – nicht der Rede wert)
  • Zu viel trainiert.
  • Leider die Ruhetage zum Ende hin nicht ordentlich eingeteilt.
  • Gemerkt das 14 Tage zu viel sind. 10 Tage inkl. 2 Wochenenden sind optimal.
  • Nächstes Jahr sicher wieder!

Statistik:

  • 14 Tage Aufenthalt
  • 1.502 km Rad gefahren
  • 57:37 Stunden auf dem Rad gefahren
  • 15.266 Höhenmeter erklommen
  • 39.114 Kalorien verbrannt

Mallorca Trainingscamp – Tag 10 – Esporles & Puig Major

Lesezeit: 2 Minuten

oder »Königsetappe Teil 2 & nix mehr auf’m Zettel«


Die eigentliche Königsetappe hatte wir ja schon am Dienstag, es hat sich aber trotzdem so etabliert, das die letzte lange Einheit auf Mallorca so genannt wird. So starteten wir heute um 9:30 Uhr in die Königsetappe Teil 2. Timo hatte noch den A3Kämpfer Bernd gemeldet und so holten wir diesen am BK von Alkudia ab.

Es ging seit langem mal wieder durchs Schilf und es konnte dank des stetigen Rückenwindes ordentlich flott gefahren werden. Immer stand eine 3 vorne auf dem Tacho und die Wechsel klappten wie geschmiert. Durch die flotte Fahrt erreichten wir Santa Maria nach knapp zwei Stunden und so langsam bereitete wir uns auf die nahenden Berge Hügel vor. In Esporles trennten sich unsere Wege denn Heiko, Bernd, Timo und Herbert (!) wollten noch eine ca. 17 km lange Bergnase einlegen. Mir war heute nicht nach noch mehr Höhenmetern und so verabschiedeten wir uns nach einem Erinnerungsfoto an der Tankstelle.

Alexander, Karsten und ich wählten den direkten Weg nach Deìa, wo wir wieder Kaffee trinken und Mandelkuchen essen wollten. Gerade als wir aufbrachen erreichte das A-Team den Boxenstop. Wir teilten noch den Wasserkanister, bevor es zu Dritt weiter nach Soller ging. Dort wartete der lange Anstieg hoch zum Puig Major auf uns. Nun merkte ich endgültig, das der eine Ruhetag nach der m305 zu wenig war. Wie Herbert das wegsteckte ist mir schleierhaft. Heiko hatte einen Ruhetag mehr und Timo ist sowieso von einem anderen Stern.

Meine Beine wollten jedenfalls nicht mehr Druck machen. Herbert behauptet zwar, das sei Kopfsache – ich sah aber das dem nicht so ist: Der Puls kam am Berg nicht mehr an die 140 bpm Marke und der Auftrieb den Berg hoch war dementsprechend.

Auf den restlichen Kilometern versuchte ich immer wieder Dampf zu machen, was aber durch einen niedrigen Puls und schlaffe Beine quittiert wurde. Eigentlich auch nicht weiter schlimm, denn die Heimfahrt mit Karsten und Alexander hat trotzdem Laune gemacht und alles was auf dem Zettel war ist auch erledigt, oder habe ich was vergessen, was in 2012 noch drauf muss?

Mallorca Trainingscamp – Tag 9 – Lluc und Sa Calobra

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oder »Schlechte Beine & viele Höhenmeter«


Der Ruhetag gestern war zwar hilfreich, aber nicht ausreichend um vollständig zu regenerieren. Das merkte ich schon auf den ersten Kilometern durch das Peter Maffay Tal. Richtig Druck auf den Pedalen war nicht drin und der Spass fehlte fast komplett am Rad fahren. Karsten und Alexander waren nach dem Ruhetag richtig heiss aufs Bolzen und so hatte ich wenig Freude mitzufahren.

Beim Einstieg hoch nach Lluc legte Alexander gleich ordentlich vor, das sogar Herbert Schwierigkeiten hatte zu folgen. Weiter ging es zum Kiosk, der Weggabelung nach Sa Calobra. Um in diesen Küstenort zu gelangen muss man erst einen 2 km langen Pass hinauf fahre, bevor es für mehr als 10 km steil bergab über viele Serpentinen auf Meereshöhe geht. Der Asphalt ist klasse und so sind dort herunter neben Rennradlern auch große Reisebusse und Motorräder unterwegs, die gerne mal umstürzen und nicht geborgen werden.

Wir hatten Glück und keiner dieser Ungetüme war zu der Zeit unterwegs, als wir herunter und später wieder hinauf wollten. Als wir unten in dem beschaulichen Ort ankamen, konnten wir auch sehen warum: Auf dem großen Parkplatz standen die Reisebusse alle geparkt und die Touristenscharen machten sich über das Buffet des großen Restaurants her. Dafür war für uns heute keine Zeit, denn wir mussten ja die gleiche Strecke wieder 10 km nach oben radeln. Eine tolles Training, aber der Spass wollte sich nicht einstellen. Mit iPod und 130er Puls kurbelte ich entsprechende gemütlich dort hoch. Für eine persönliche Bestzeit war heute nicht der richtige Tag.

Zurück am Kiosk gab es mein mitgebrachtes Baguette mit leckerem Serano-Schinken und Käse, dazu eine Dose Coca-Cola light zu Zweifuffzich und einen Platz in der Sonne gratis dazu. Eigentlich ein Platz zum längeren Verweilen. Allerdings wollten wir weiter nach Cala de Sant Vicenç, einem kleinen verträumten Örtchen nördlich von Pollença, in dem wir mit Heiko zum Café trinken verabredet waren.

Der Plan war, das wir an der Abfahrt unten im Tal an Kilometerstein 6 wieder zusammen finden würden und gemeinsam nach Cala de Sant Vicenç rollen würden. Leider fehlten dort dann zwei der vier Kettenbrüder. Karsten kam aber nach kurzer Wartezeit zurück. Er war in einer Gruppe mitgerollt und hatte den Kilometerstein übersehen, wo Alexander abgeblieben war haben wir nicht herausfinden können.

So ging es nur noch zu viert weiter nach Cala de Sant Vicenç. Heiko kam uns schon entgegen und war zu Recht erstaunt über unsere lange Fahrzeit. Nach Café ohne Schokokuchen für mich, ging es weiter auf die 7 km lange Heimfahrt.

In der Home-Base fühlte ich mich schlapp. Aber die Tour war auch nicht ohne: Zwar nur 116 km mit einem 22,5er Schnitt, aber über 2.000 Höhenmeter wurden es dann doch.

Zum Abschluss war ich noch mit Holger und Heiko in der Sauna, die die müden Knochen wieder munter machen sollte. Dabei zeigte uns Holger wie man(n) richtig sauniert: Mit einer frischen kalten Dose San Miguel während des Saunagangs. Der Aufguss mit wenigen Spritzern davon hat interessant gerochen und uns Appetit auf das nahende Abendessen gemacht!

Mal schauen was Morgen so geht!?