ERT 2017 München – Achensee

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87 km | 683 Höhenmeter


Gestern sind wir bequem mit AirBerlin in München angereist. Unser Gepäck und Räder waren schon vorher mit dem Transporter von Torgrim, Alex und Lothar zum A&O Hostel chauffiert worden. Klasse Service.

Nach der Stadtführung von Lars ging es dann geradewegs in den Augustiner-Keller in der Arnulfstrasse. Nach zwei Radlermass und einem Schnitzel war für heute Feierabend und wir marschierten schnurstracks zu unserem bequemen 2-Bett-Penthouse-Zimmer.

Vorhergesagt war Regen und es gab Regen. Erst leichter Nieselregen, der uns die Entscheidung abnahm, gleich mit dem Zug nach Bad-Tölz zu fahren. Nach den etwa 8 km durch die Münchner-Innenstadt war endlich der Perlacher-Forst erreicht, und es wurde ordentlich in 2er Reihe durch den zunehmenden Regen gefahren. Ich musste mich ganz schön anstrengen, Spass zu haben.

Der Spass kam dann aber doch, als wir ein kleines Wirtshaus mit angeschlossener Bäckerei erreichten, in der es ein ordentliches »Haferl« Cappuchino und eine leckere Nusstorte gab.

Der Regen wurde heftiger, aber wir mussten weiter. Nach etwa 20 km war dann doch Bad Tölz erreicht, wo das offizielle Wff-Buffet für uns mit viel Liebe angerichtet war.

Leider erreichte Manfred das Buffet nicht, den er verfing sich, wie ich hörte, beim Abbiegen im Hinterrad von Torgrim und stürzte. Ein Krankenwagen musste ihn ins Bad Tölzer Krankenhaus bringen. Wir hoffen das es ihm schnell wieder besser geht!

Die Pause war kalt aber trocken und leckere Schnitten warteten auf uns. Nach vielem Abwiegen, wann denn der rechte Zeitpunkt zum losfahren sei, machten wir uns zu fünft auf die restlichen Kilometer. Das Wetter wurde noch schlechter und es regnete in strömen. Nicht schön. Aber es rollte. Hinter dem Aachensee klarte es dann glücklicherweise auf und wir konnten im trockenen unseren Tiroler Zielort »Achenkirch« erreichen. Nach einer viel zu kleinen Portion Lasagne gab es dann noch einen Almdudler als Absacker, bevor es ins bequeme Bett ging. Morgen dann hoffentlich, mit ohne Regen.

Auf Friedensfahrt–Kurs 2017 6. Tag: Zittau -> Cottbus

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120,9 km | 545 Höhenmeter


Nach dem umfangreichen Frühstücksbuffet und dem strahlend blauen Himmel, war das Gepäck ein letztes mal, schnell verpackt. Conny wartete mit dem Transporter schon, um unsere Habseligkeiten für uns nach Cottbus zu transportieren. Wir mussten nur noch mit den Rädern dort hin. Überschaubare 120 km mit sehr wenigen Höhenmetern.

Die übliche 3-er-Bande ließ sich heute breitschlagen und wir willigten ein, mit Herbert W., Ralph W., Christoph R. und Dirk S. zu fahren. Gleich wurde so stark an der Kette gezogen, dass meine Lunge fiepte und sich mein Garmin genötigt fühlte, mir eine gute Leistung zu attestieren. Ich fühlte mich weniger so. Zu allem Überfluss bog ich beim Hinterher-Hecheln auch noch einmal falsch ab; in der Gruppe wurde nicht angezeigt was der Asphalt so hergab und einmal wurde ich wegen einer Wespe von meinem Nebenmann fast vom Rad geschossen. Genug Gruppen-Hatz für mich. Ich bat die Bande alleine weiter zu fahren, ich wollte ein gemütlicheren Schuh fahren.

Wie sich später herausstellte war das ein taktischer Fehler, denn von nun an sollte es flach bleiben, die Landschaft langweilig und monoton verlaufen. Da wäre Hinterher-Hecheln fast eine Alternative gewesen. Aber ich war ja nicht beim Wunschkonzert und so musste ich mich an tollen Orten, wie Schwarze Pumpe, Weißwasser und Bautzen alleine vorbeidrücken und bei Laune halten. Einmal ging es sage und schreibe fast 20 km gerade aus, auf einer Industrie-Strasse. Die einzige Abwechslung waren kurze Kopfsteinpflaster-Passagen, die sicher künstlich eingearbeitet wurden, damit der Fahrzeugführer nicht einnickt. Konnte mir nicht passieren, dafür war es heute eindeutig zu heiss.

Also zur Abwechslung mal was beim Radeln essen und Kopfkino mit der Ankunftszeit spielen. Erst waren es noch 45 km bis Cottbus, der Zug fuhr jede Stunde also könnte ich, sofern ich über 30 km/h weiter fahren würde, um 13:30 Uhr dort sein und die Bande würde sicher nicht den Zug um 13 Uhr bekommen. Die Rechnerei beschäftiget mich schön, und so bekam ich auch die iMessage nicht mit, dass die Bande eine Kuchenpause eingelegt hatte. Derweil hetzte ich weiter meinem virtuellen Zeitplan hinterher.

Als ich dann um Punkt 13:30 Uhr in Cottbus am Bahnhof einschlug war dort niemand. Also niemand vom ITF: Kein weiterer Fahrer, keine Bande und am Schlimmste; auch keine Conny mit dem Gepäck.

Also erstmal Cola kaufen und auf die eingekehrte Gäng warten. Die kamen ganz schön grau am Bahnhof an. Sie waren ebenfalls stinkig, weil noch kein Gepäck dort war. So mussten wir uns die Zeit mit Völlerei vertreiben und bekamen dann glücklicherweise den Zug um 15 Uhr.

Der ist Geschichte, genau wie die ITF 2017! Schön wars! Danke für die klasse Organisation und die leckeren Schnittchen! In 2018 wieder dabei? Ich denke schon…

Auf Friedensfahrt–Kurs 2017 5. Tag: Vrchlabí -> Zittau

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123,7 km | 1.676 Höhenmeter


Der Tag begann extrem entspannt, denn die Vorgaben waren folgendermaßen: Ab 8 Uhr Frühstück und ab 9 Uhr Gepäck verladen. Wir konnten uns also entspannt um kurz vor 8 zum Frühstück einfinden.

Gut war »kurz vor« denn bereits um »kurz nach« bildete sich eine lange Schlange. Wir waren um »kurz nach« bereits gut abgefrühstückt und konnten uns ums Packen kümmern.

Abfahrt war dann um kurz nach Neun. Wir waren wieder zu Dritt unterwegs, was sich super ausging. Gutes Tempo, eingespieltes, stressfreies Fahren. Am ersten langen Anstieg hätte es mich fast geschmissen: die Tschechen hatten im Wald ohne Warnhinweise breite Ausbesserungsstreifen in den Asphalt gefräst. Ich fiel hinein und bremste, was mein Hinterrad in die Luft hob. Zum Glück löste ich rechtzeitig wieder die Bremsen, sodass ich nicht auf dem Asphalt landete. Glück gehabt.

Auf halbem Weg nach oben gab es erstmal einen Automaten-Cappuccino und eine böhmische Waffel an der Tankstelle. Dann weiter den Berg hinauf. Mir kam das Terrain sehr bekannt vor. Kein Wunder, denn ich war hier schon einige Male mit dem Renner unterwegs gewesen.

Als wir den Stausee bei blauem Himmel und Sonnenschein erreichten, war die Freude riesig. Foto-Stop, kurz verweilen, den Augenblick genießen und abspeichern und weiter! Jetzt noch über den windigen Kamm und dann in die Abfahrt gestürzt.

Im Tal auf dem SchlossKlosterhof gab es dann an bekannter Stelle ein ausgezeichnetes und abwechslungsreiches Buffet. Fast keine Wünsche blieben unerfüllt.

Die restlichen gut 50 km sollten eigentlich eher Flach verlaufen, was nur zum Teil zutraf. Bei  Temperaturen über 25°C wurde fast jede Welle zur Qual. Irgendwann war dann aber unser Ziel erreicht, das Querxenland in Seifhennersdorf. Eine mit 400 kleinen und grossen Gästen gefüllte Ferienanlage, auf der wieder selbst zu beziehende Etagenbetten auf uns warteten.

Zum Glück hatte der Kiosk noch geöffnet und es gab kaltes Bier aus der Flasche zu nem Euro. Nicht ganz so lecker wie das Gambrinus vom Fass auf tschechischer Seite, aber gemundet hat es trotzdem.

Morgen dann nach Cottbus!