Nordrunde über Kremmen

Lesezeit: 2 Minuten

oder »Velothon-Alternativprogramm«


Zum Velothon war ich in diesem Jahr nicht gemeldet. Einerseits hatte ich doch ein wenig Wehmut, weil es ja im letzten Jahr alles recht gut geklappt hatte und dieses Jahr einige Kettenbrüder wieder am Start waren, andererseits hatte ich wirklich Angst vor einem Sturz bei der großen Zahl an Mitfahrern.  Oh well, aufs Rennradfahrer wollte ich trotzdem nicht verzichten und so fuhr ich meine große Nordrunde. Ein Vorteil dieser Strecke ist, das sie dem Velothon nicht in die Quere kommt und ich wirklich fernab dieser abgesperrten Strecke und dem damit verbundenen Verkehrschaos trainieren konnte.

Dank des leichten Rückenwindes ging es flott raus aus der Stadt, Richtung Velten. Dort war die Straße immer noch komplett zerstört entfernt, aber dank des freundlichen Tipps von Bernd konnte ich die recht gut asphaltierte Umfahrung nehmen, die mich kaum extra Zeit kostete. Klasse!

Das herrliche Wetter mit Temperaturen weit über der 21°C-Marke und eitel Sonnenschein machten diese Ausfahrt zu einem Vergnügen. Gefrühstückt hatte ich wieder wenig Kohlenhydrate: 2 Eier, 300 g Joghurt, Power Arginin und ein Eiweiss-Shake. Nichts desto trotz bekam ich Druck auf die Pedale und war flott unterwegs. So flott, das ich am Ende meinem VP davon fahren konnte. Es war zwar keine absolute Bestzeit auf der Strecke aber eine Jahresbestzeit auf jeden Fall.

Ich frage mich natürlich, welchen Einfluss der Wind bei solchen Ergebnissen hat. Die Tagesform allein ist sicher nicht nur ausschlaggebend. Um die Trainingsergebnisse wirklich vergleichen zu können bräuchte ich einen Wattmesser, dann hätte ich wirklich einen verlässlichen und vergleichbaren Wert für die Ausfahrt und der Wind wäre eine zu vernachlässigende Größe.

Leider bin ich von den angebotenen Lösungen in dem Bereich noch nicht wirklich überzeugt, obwohl einige interessante Alternativen zu den bekannten großen Zwei hinzugekommen sind. Und Garmin wird wohl auch noch früher oder später watt-messende Pedale auf den Markt bringen. Diese Firma haben sie ja dafür akquiriert. Es bleibt spannend!

Fazit: Schöne Ausfahrt bei herrlichem Wetter. Gutes Alternativprogramm zum Velothon.

Viertel-vor-Zehn-Gruppe

Lesezeit: < 1 Minute

oder »Doch ein wenig ruhiger«


Geplant war heute mit der »10-Uhr-Gruppe« zu fahren. Dafür wollte ich pünktlich am Auerbachtunnel sein.
Als ich dort um 9:47 Uhr eintraf, war die »¼-vor-10-Gruppe« gerade mit einem Interview für ein RBB-Team fertig und machte sich auf den Weg die Krone hinunter. Über 20 Frauen und Männer düsten los. Ich überlegte kurz und entschloss mich dann die Verfolgung aufzunehmen und mich dort mit rein zu hängen. Im kleinen Kreis wollte ich heute nicht durch das südliche Brandenburg ballern. Die große Gruppe kam mir sehr gelegen.
Nun musste ich aber erstmal richtig sprinten um an den großen Pulk heran zu kommen. Dank eines ambitinierten 2er-Teams die mich mitnahmen gelang mir die Aufhol-Hatz und wir konnten noch vor dem Hüttenweg aufschließen.
Prominez war auch wieder dabei und so reihte ich mich ganz hinten, hinter Walze ein. Es ging flott, auf für mich relativ neuen Wegen, raus aus der Stadt über Kleinmachnow.

Die Runde sollte über 100 km lang werden, was mir sehr entgegen kam. Während der Fahrt führte ich nette Kettengespräche und so verging die Zeit wie im Flug und wir waren, bevor ich mich versah, wieder zurück an der Spinnerbrücke. Der Großteil der Gäng fuhr über die Krone zurück, ich wollte noch den Willy wuppen und fuhr die Havelchaussee. Nach einer kurzen Einkehr mit Erdinger-Alkfrei ging es auf den kurzen nach Hause Weg.

Fazit: EIne schöne Ausfahrt mit der »¼-vor-10-Gruppe«. Teilweise hätte es etwas schneller sein können, aber bei einer Gruppe von über zwanzig Radlern ist es sicher schwer es Allen recht zu machen. Dafür hat die Gruppe aber super funktioniert. Gerne wieder.

Jungfernheide Lauf

Lesezeit: < 1 Minute

oder »Lockerer Lauf, dann doch etwas flotter«


Angekommen auf dem Sofa mit der Fernbedienung in der Hand kamen mir mal wieder die Worte von Dr. Strunz in den Sinn. Auf die Frage:

»An wie vielen Tagen sollte man den Sport treiben? «

gab er die simple und geniale Antwort:

»Nur an den Tagen an denen Sie auch essen!«

Gegessen hatte ich heute schon genug und so gab es keine Ausrede, nicht die Laufschuhe anzuziehen und in meine schön grüne Jungfernheide aufzubrechen. Die Temperaturen waren auch nach 19 Uhr noch weit über 20°C, was mir half schnell warm zu werden.

Sofort lief es super und ich begann meine erste Runde mit einer lockeren Pace und Puls. Immer schön bei 140 bpm – »Laufen ohne zu Schnaufen«, war das Motto. Als ich allerdings erst nach 21 Minuten die 1. Runde gedreht hatte, packte mich doch ein wenig der Ehrgeiz und ich lief ein wenig flotter. Die 2. Runde war ich dann gut eine Minute schneller. Nice.

Zufrieden kam ich pünktlich vor dem Regenguss zu Hause an und freute mich, das ich heute nicht nur gegessen habe.