Mit der 10-Uhr-Gruppe nach Trebbin #7

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ohne Kuchentheke


Heute freute ich mich aufs Radfahren, denn die Wetteraussichten verprachen einen herrlichen Spätsommer Tag. Samstag geht ja, sofern nichts attraktiveres angeboten wird, immer die 10-Uhr-Gruppe. Alexander wollte auch mit und so war die Tour gesetzt.

Auf bekannten Wegen ging es raus über Güterfelde. Da die Woche nur einmal von mir trainiert wurde, war meine Fitness eigentlich nicht ausreichend für die Bande. Das merkte ich spätestens hinter Thyrow, als immer wieder Spitzen gesetzt wurden und nur noch das A-Team am rollern war. Mindestens die restliche Hälfte des Starter-Feldes war verschwunden. Nachdem ich zum dritten mal im roten Bereich war, brach ich ab und versuchte nicht mehr zu folgen. Alex hätte noch weiter mitspringen können, entschied aber, mit mir zu fahren. Sehr angenehme. Dank seines Multi-Fruit-Gels kam ich dann auch noch relativ unbeschadet in der Hauptstadt an, obwohl mich das Training heute doch sehr belastet hat.
Kuchen gabs aus Zeitgründen bei mir heute mal nicht.

Mal sehen was morgen so geht!?

P.S: Heute leider ohne Fotos…

10-Uhr-Gruppe #1

Richtung Zauchwitz
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Hartes Training = Bestes Training?


In Ermangelung von attraktiven Tourenangeboten, verschlug es mich heute um 10 Uhr an den Auerbachtunnel. Das da am Samstag im Sommer immer was auf schmalen Reifen geht, ist bekannt. Ob ich da noch mitfahren kann, ist hingegen unbekannt. Also: Versuch macht kluch.

Die üblichen Verdächtigen waren pünktlich am Tunnel. Nur Claus-Henning fehlte. Dann wurde ein paar Minuten nach 10 gestartet. Bloß nicht zu weit vorne einsortieren war meine Devise. Das klappte ganz gut und ich konnte irgendwo mittendrin im Plaudertempo mit Lutz mitrollen. Vorerst.

Dann kam der Schäferberg und der verspätet, aber umso fittere Claus-Henning fuhr mit Sebastian den Schäferberg hoch. Ich drei Reihen dahinter. Reißen lassen war keine Option. Mit 164 Puls kam ich oben an. 4 unter Notprogramm. Schmerzen hatte ich zum Glück keine in der linken Brust und so konnte es locker weiter gehen.

Nachdem die Eisenbahnbrücke nach Werder passiert war, kamen wieder einige Haut-Catergorie Sektoren: Anstiege, die mit ordentlich Kraft gefahren werden wollten. Hinten raus fallen war keine Option, denn gewartet wird nur an einem Punkt auf der Strecke bei der 10 Uhr Gruppe und der war nicht in Werder.

Erfreulicherweise verlor ich hier noch nicht den Anschluss, erst auf dem Europaradweg war es dann soweit. Aber in Beelitz traf man sich dann wieder und es wurde eine Gruppenteilung vollzogen: Die kurz-FahrerInnen links entlang und die lang fahrenden Rechts herum.

Ich mochte kurz und so wurde mit der Bande über Zauchwitz der Heimweg angetreten. Nicht ohne noch einmal den Anschluss zu verlieren. Und zwar zwischen Tremsdorf und Fresdorf auf den Schweine-Platten. Zum Glück hatten wir einen sehr starken Mitfahrer, der uns wieder ran fuhr.

So ging eine schöne, intensive Runde zu Ende. Bestimmt nicht das letzte mal, denn wie Timo W. zu sagen pflegt: 10-Uhr-Gruppe: Bestes Training!

3. WfF Nightride Berlin -> Hamburg

Fahren in der Abendsonne
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erster 300er seit Langem


Schon zum dritten mal führt mein Radsportverein die Nachtfahrt nach Hamburg durch. Diesmal wollte ich endlich mit dabei sein. Mehrere Leistungsklassen sollten zu unterschiedlichen Uhrzeiten starten. Dies würde die Logistik der VerpflegerInnen erleichtern und auch den COVID-Vorschriften gerecht werden.

Bei der Einschreibung meldete ich mich für die fast schnellste Gruppe an. Am Start, der letzten und schnellsten Gruppe merkte ich, dass diese Nacht recht anstrengend werden könnte: Neben meinen Besties erschienen weitere Radler, in perfekter Radsportmontur mit Carbonlaufrädern und sehr wenig Körperfett. Respekt mischte sich mit Ehrfurcht und ein wenig Angst. Ob ich die Hansestadt mit dieser Bande wohl unbeschadet erreichen würde!?

Flott aber nicht überdreht ging es Richtung Falkensee. Der Tacho pendelte sich bei 35 km/h ein, was relativ gut zu halten war. Vorerst. Wir bewegten uns lange Zeit in für mich bekanntem Terrain und und langsam begann ich mich auf die erste Pause in Havelberg zu freuen. Dort waren die ersten 100 km geschafft, also genau ein Drittel des Projekts.

Es gab für jeden Vespertüten mit belegtem Käsebrötchen, Obst und Milchreis. Auch Coca-Cola war noch da. Dann ging es mit Beleuchtung in die Nacht. Die für mich persönlich angespannteste Phase begann. Alle mussten sich erstmal an die Dunkelheit gewöhnen und auch die Wegstrecke wurde schlechter und es folgten viele Kopfsteinpflaster-Passagen. Die zuvor harmonisch agierende Gruppe wirkte fahrig und zerpflückt. Das ausgeschüttete Kortisol machte meinem Herz zu schaffen und mir ging es gar nicht gut.

Irgendwann fuhr man dann wieder gleichmäßiger und Wittenberge wurde angesteuert. Dort war fast Halbzeit. Feiernde Jugendliche grölten uns zu und applaudierten in die dunkle Nacht hinein. Süßer Geruch von Sport-Zigaretten begleitete uns. Dann wurde es wieder dunkel. Der dunkelste Sektor begann. Nächster Check-Point war Dömitz, der Ort, der unsere Republik lange geteilt hat. Die Grenze von Mecklenburg-Vorpommern nach Niedersachsen war passiert. 5 Bundesländer würden in dieser Nacht besucht werden. Jetzt freuten wir uns auf den Nachtstop in Dannenberg.

Bedauerlicherweise hatte die Tankstelle, welche eigentlich immer geöffnet hat, geschlossen. So konnten wir uns nicht mit Kaffee, Cola oder Energy-Drinks versorgen. Sehr sehr schade. Das Lunchpaket mundete aber sehr gut und so ging es nach etwa einer halben Stunde Pause auf den letzten Sektor.

Müdigkeit setzte ein. Nachts um drei mit 200 km in den Beinen für mich auch nichts ungewöhnliches. Aber Schlafen war nicht angesagt. Zu allem Überfluss wurde es bei Hitzacker auch noch hügeliger und einige Höhenmeter mussten genommen werden. Dann ging es immer weiter am Deich entlang, bis bei Geestach die Elbe noch einmal überquert wurde. Dann endlich das erlösende Ortsschild »Hamburg«.

Nun waren es noch rund dreißig endlose Kilometer in die Stadt. Ich begann jeden Meter zu zählen. Der Körper wirkte war verspannt und eine komfortable Sitzposition war nicht mehr zu finden.

Den Zielsprint wollte ich dann nicht mehr mitmachen und so erreichte ich alleine den Fischmarkt, der keiner war. Aufgrund von Covid war dieser abgesagt. Ein paar Getränke warteten im Ziel und die Freude überwog dem Schmerz der müden Knochen. Nach ein paar Getränken ging es zum nahen Bahnhof Hamburg-Altona um den ICE zurück in die Hauptstadt zu erreichen.

Mein Fazit: Endlich kann ich das Event abhaken. Ein ganz schönes Stück Arbeit und viel Disziplin waren erforderlich, um das weite Ziel zu erreichen. Dank der klasse Gruppe wurde ich immer zur Höchstleistung angetrieben. Die Orga war gut und wir wurden gut verpflegt. Ob ich nächstes Jahr wieder dabei sein werde? Sag niemals nie…