Ausfahrt ins Schlaubetal

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oder »Lange, kulinarisch wertvolle, Runde«


Heute sollte es ins weit entfernte Schlaubetal gehen. Weit im Osten, kurz vor der polnischen Grenze lag dieses Tal. Ansonsten gibt es nicht viel zu Berichten über unseren heutigen Zielort: Dünn besiedelt und viel Wald.

Klasse – uns war es trotzdem die knapp 100 km lange Anfahrt wert, denn wir wollten ja Kilometer machen und der Weg ist das Ziel und überhaupt.

So machten wir uns zu 13 auf die lange Fahrt. Verpflegungspunkte waren schon vorher von Stefan H. präzise geplant und in den Track eingearbeitet, sodass es nie Fragen gab, wie lange es noch zum Futtertrog sein würde. Außer bei Herbert, der erst wenige Minuten vor dem Start der Runde aus NYC zurück gekehrt war und den Track nicht auf seinem Fitness-Computer hatte. Aber seine Buddies halfen da immer gerne mit Informationen, während der langen Fahrt, aus.

Die erste Pause kam überraschend früh, schon nach 54 km in Groß Schauen. Ein Einkehr-Klassiker, der wohl nie zu meinen Favoriten gehören wird, denn für mich passen Rennrad-Ausfahrt und Fischbrötchen einfach nicht zusammen. Meine Buddies sahen das anders und verspeisten genüsslich eben solche. Für mich gab es ein Eis am Stil und dann gemeinsam weiter nach Osten.

Dank des leichten Schiebewinds kamen wir flott voran und hatten, bevor wir uns versahen, Mühlrose unseren zweiten Pausenpunkt erreicht. Eigentlich war ein Tanke-Stop auf dem Zettel, aber der Edeka am Wegesrand sah so einladend aus, dass wir diesen bevorzugten. Keine schlechte Wahl, denn es gab eiskalte Cola-Light, Frischeiwaffeln und Milchreis. Hammer Gaumenschmaus zur Mittagszeit.

Weiter ging es jetzt auf einem eher experimentellen Sektor. Stefan H., der Streckenplaner, war hier noch nicht gefahren und wusste nicht, was uns an fahrbarem Untergrund erwarten würde. Seine Recherche ergab nur soviel, dass es einen tollen Radweg durch den Wald zurück nach Fürstenwalde geben sollte. Die ersten Kilometer fuhren sich herrlich auf der glatten Waldautobahn. Dann wurde der Weg aber leider unbefestigt und uns erwarteten viele Kilometer Naturstrasse. Kein Problem, ein wenig an Tempo rausnehmen, mehr Augenmerk auf die grüne herrliche Natur richten und hoffen das bei den vielen spitzen Steinen, die überfahren werden mussten, keiner dabei ist, der einem den Mantel zerschneidet. Niemand hatte heute das Pech und so ging es die letzten Kilometer auf herrlich glattem Asphalt nach Fürstenwalde. Klasse Sektor.

Nun wurde es zäher, denn der Wind blies von vorne und wir hatten schon mehr als 150 km in den Beinen. So langsam konnte der letzte kulinarische Überraschungs-Stop mal kommen. Ein Blick auf den Garmin Edge 800 verriet sofort das es noch gut 20 km waren. Oha, beissen und lutschen war nun die meine Devise.

Endlich war die kleine Banane im Display zu sehen und das letzte kulinarische Highlight erwartete uns nun: Holly’s Galerie in Hartmannsdorf. Ein Einfamilienhaus mit angeschlossenem, recht unkonventionellem Kaffee. Man begibt sich in die Küche und sucht sich den Kuchen vom Blech aus, der dort nach hausfrauen-art präsentiert wird. Dann werden die Teller mit den präferierten Kuchen voll geladen. Kaffee-Thermoskannen kommen auf die Gartentische und auch Erdinger-Alkfrei wird angeboten. Perfekt auf Radler eingestellte Familien-Gastronomie, bei der Preis und Service stimmt. Voller leckerer hausgemachter Teller Kuchen und alkoholfreies Bier im Paket für 6,- €. Fein. Ansprache der Chefin und volle Getränkeflaschen zur Abfahrt inklusive. Nachdem Wolle noch ein Rundgang durch die Gallerie gemacht hat ging es weiter gen Westen. Knapp 50 km warteten noch auf mich. Ein grosser Teil davon durch Berlin, mit seinem Verkehr und den vielen unkoordinierten Fussgängern und Radfahrern. Verkehrsbrennpunkte wurde weitestgehend ausgelassen und so erreichte ich mit einer kleinen Schüttung von oben meine HomeBase in Siemensstadt um kurz vor 19 Uhr. Feiner Tag auf dem Renner.

Morgen wieder, dann aber ein wenig kürzer.

Bernds-Blankensee-Feierabendrunde Extended

Lesezeit: < 1 Minute

oder »6er mit Extra-Nase«


Nachdem ich in diesem Jahr schon ein paar Mal diese Feierabend-Runde im Süden gefahren war, freute ich mich, dass Bernd diese um ein paar Kilometer verlängert hatte. Bei den Temperaturen kein Problem. Licht hatte ich auch am Rad, um die dunklen Strassen nach dem frühen Sonnenuntergang auszuleuchten. Also: Let’s roll!

Zu Siebt machten wir uns dann um kurz nach ½-Sechs auf die bekannte Strecke. Leider bog Stefan R. schon in Wannsee ab und auch einige andere Kettenbrüder fehlten heute unentschuldigt. Schade, so war mehr Arbeit im Wind fällig. Schnell konnten wir uns auf Mallorca-Wechsel einigen, die uns zügig voran brachten.

Pausen wurden heute keine gemacht, an einer Baustellenampel in Langerwisch hatte ich aber dennoch genügend Zeit, meine Radbrille von Dunkel auf Klarglas zu wechseln.

An der Havelchaussee wurde dann gewohnt Sport-frei gerufen und alle prügelten den Willy hoch. Heute nicht mein Hügel. Die Feierei des vergangenen Wochenendes steckte mir doch noch arg in den Beinen. Egal, hoch ging es trotzdem.

Oben am Ende des Postfenns verabschiedeten wir uns alle und machten uns auf unsere Heimwege. Erfreulicherweise fing es just in dem Moment an zu regnen, als ich meine Haustür erreicht hatte. Strike. Ich hoffe meine Rennrad-Kollegen sind auch alle trocken nach Hause gekommen!?


Viertel-Vor-Zehn-Gruppe-ReReloaded

Lesezeit: 2 Minuten

oder »Mal wieder Gruppenfahren«


Eigentlich war heute eine lange Tour in den Fläming geplant. Diese musste aber, bedingt durch Nachmittagsverpflichtungen, ausfallen. Bei wolkenlosem Himmel und Temperaturen knapp unter der 30°C-Marke wollte ich aber ungern auf eine Rennradrunde in Gesellschaft verzichten. So entschloss ich mich, bei der ¼-Vor-Zehn-Gruppe mitzuradeln. Lange schon, bin ich dort nicht mehr mitgefahren, wusste aber aus der Vergangenheit das hier ordentlich und sicher gefahren wird.

Flott ging es, gut behütet im Windschatten der grossen Gruppe, raus aus der Stadt. Zwar wieder auf alt bekannte Wegen, aber mit tollem Fahrgefühl bei diesem Wetter. Der Vortrieb der Gruppe wurde erst durch mehrere Durchschläge auf dem üblen Untergrund zwischen Fresdorf und Tremsdorf gebremst. Eine willkommene Zwangspause die zum Plaudern einlud.

Am Zauchwitzer-Kreisel ging es weiter nach Süden, im Landkreis Teltow-Fläming kurz vor Luckenwalde wurde dann der Rückweg mit einem scharfen Linksknick eingeläutet. Trebbin wurde für einen Boxenstop an der Total-Tankstelle angesteuert. Nun gab es einen weiteren Schlauch-Defekt, der die Trink-Pause ein wenig in die Länge zog.

In Wannsee trennten sich die Wege, ich musste noch den Willy hoch, um dann pünktlich wieder in der Home-Base für meinen Nachmittags-Termin zu sein. Schön wars.