City-Morgenlauf v3

Lesezeit: < 1 Minute

oder »Heute locker und leicht«


Heute stand wieder der Morgenlauf mit Papa auf dem Programm. Der Blick um 4:20 Uhr auf das Außenthermometer verriet mir, dass es heute wieder kalt sein würde. Motivierend ist was Anderes. Egal, Laufschuhe geschnürt und los.

Sofort merkte ich das es ich heute gut laufen würden. Kein Zwicken oder Zwacken und die Muskulatur war auch angenehm locker. Ich scheine mich wieder an die Bewegung gewöhnt zu haben. Sehr schön.

Das am Ende die Zeit von letzter Woche wieder um mehr als eine Minute verbessert wurde, ist dabei eigentlich nebensächlich. Welch klasse Lauf!

Viertel-Vor-Zehn-Gruppen-Tour

Lesezeit: < 1 Minute

oder »ganz schön ambitioniert!«


Eigentlich stand nach der gestrigen Tour lockeres Ausrollen auf dem Programm. Als ich um 9:40 Uhr am Auerbachtunnel eintraf, sah es auch nicht nach einer Hetzer-Truppen-Runde aus. Auch die Krone ging es noch recht entspannt heraus, auch der Schäferberg wurde mit unter 30 km/h gebügelt. Als ich dann hinter Potsdam aber erneut in die Führung durfte, wurde von meinem Nebenmann, Thomas, ordentlich am Docht gezogen.

Auch der böige Nord-Ost-Wind machte uns auf großen Teilen der Strecke, im sowieso schon ewig windigen Havelland, ordentlich zu schaffen. Da hatte man auch in den hinteren Reihen keinen ordentlichen Windschatten und musste ziemlich ackern um das Hinterrad vor einem zu halten.

Florians Streckenplanung war souverän und ich freute mich alte Bekannte wie Timo W. wieder zu sehen. Zeit blieb auch für einen kleinen Plausch und so vergingen die Kilometer wie im Flug. Apropo Flug: Die Gruppe meiner Vereinskameraden der Berliner Bären, die heute eine Permanente fuhren, wurde wie im Flug passiert. Zügig ging es weiter über Gatow in die Stadt zurück, wo ich mich an der Heerstrasse von der großen starken Truppe verabschiedete.

Eine klasse, ziemlich ambitionierte, Runde durch das westliche Havelland. Lecker!

P.S. Heute leider keine Bilder.

Oranienburg -> Warnemünde

Lesezeit: 2 Minuten

oder »Einmal Küste und zurück«


Um 5:50 Uhr stieg ich mit Alexander und Christoph in den Regional Express, der uns nach Oranienburg bringen sollte. Im Zug begrüßten uns schon Isabelle, Dirk und Uwe.

Auch die Eisenschweine waren mit an Board; sie hatten heute allerdings die Strecke nach Usedom auf dem Zettel. Sam, Stefan und Oleg waren wohl mit der S-Bahn angereist und so konnte es nach dem notorischen Startfoto und der Verabschiedung durch alkoholisierte jugendliche Nachschwärmer auch schon auf unsere Piste gehen. Für die einen beginnt der Tag nach einer durchzechten Nacht im Bus nach Leegebruch, für die Anderen auf dem Rad und Straße bei -3°C in dichten Nebel des Landkreises Oberhavel. Zeitweise wusste ich nicht, ob ich froh sein sollte, zu den Anderen zu gehören.

Aber lange Gedanken über den Sinn oder Unsinn unseres Vorhabens, heute zum Strand von Warnemünde per Rennrad zu fahren, zu verschwenden war nicht angebracht, denn wir wollten voran kommen und nicht zweifeln. Das Vorankommen klappte dann erstaunlich gut. Motivierend war, dass es nur wärmer werden konnte, nicht kälter und auch die durch den Nebel blinzelnde Sonne machte uns Mut.

So wurde dann nach gut zwei Stunden Rheinsberg erreicht und ein erster Kaffee- und Kuchen-Stop eingelegt. Alle freuten sich über das Heißgetränk und den süßen Gaumenschmaus. Von nun an ging es zwar noch mit einstelligen Temperaturen, aber immerhin mit blauem Himmel und Sonnenschein, weiter nach Norden.

Die Müritz wurde passiert und durch das konsequente Zweier-Reihen-Fahren ließ sich energiesparend voran kommen. In Bellin musste ein außerplanmäßiger Stopp eingelegt werden, da das Vorderrad von Sam sich mit einem lauten Knall von seiner enthaltenen Luft verabschiedete. Dank Sonnenschein und Teamwork wurde auch diese Situation ohne Verdruss gemeistert und der nächste Supermarkt-Stop in Güstrow angesteuert.

Davor ging es noch über den Kopenhagen-Radweg durch herrlich riechende Nadelwälder. Auch die Tierwelt präsentierte sich heute in all seiner Vielfalt: Ein Dachs, Rotwild und sogar eine Blindschleiche kam, bei einer P-Pause, zum Vorschein.

In Güstrow war es nun auch aller höchste Eisenbahn, wieder Energie zu tanken. Diese wurde in Form von Frischeiwaffeln, Müsliriegeln und einem Bäckerbesuch nachgefüllt. Die Kirsch-Streusel-Schnecke hatte dann leider doch nicht den gewünschten Turbo-Effekt, aber Spass hatten wir trotzdem, bis ich an einem leichten Hügel hinter mir, ein mir unbekanntes Geräusch, vernahm. Nachdem wir uns umdrehten und dann zurück fuhren war schnell klar, was passiert war: Christoph war in das Hinterrad seines Vordermannes gefahren und kam dadurch zu Fall. So ein Mist! Zum Glück – im Unglück – landete er und sein Rad im weichen Gras des Randstreifens. Er zog sich zwar Schürfwunden zu, aber von wirklichen Defekten blieb er verschont. Nach kurzer Justage des Renners und des restlichen Equipments ging es auf die letzten zwanzig Kilometer in die Ostseestadt. Davor musste aber noch Rostock passiert werden. Ein neuer Weg wurde nach Warnemünde eingeschlagen, der sich als relativ verkehrsarm und gut zu fahren erwies. Gut zu wissen.

Nun noch ein paar kleine Straßen, dann konnte ich das Hotel Neptun vor uns ausmachen. Es war geschafft! Nach 231,7 Kilometern fahrt, war unser heutiges Tagesziel erreicht: Der Strand von Warnemünde. Zum Anbanden fehlte uns der Mut und die Zeit. Die Stunde bis zur Heimfahrt nutzten wir lieber für einen Fischteller plus Fassbier. Dann war es auch schon an der Zeit den Regionalexpress zurück in die Hauptstadt zu entern.

Fazit: Mit einer tollen Truppe einen schönen Tag auf dem Rennrad verbracht. Freu mich schon auf Usedom in vier Wochen!