ErgoPlanet-Mallorca Tour

Lesezeit: < 1 Minute

oder »Erst kein Spass – dann Randa«


Draußen schien die Sonne bei milden 12°C. Ideales Rennradwetter und einige Touren waren heute auch im Internet im Angebot. Leider schmerzte meine Schulter immer noch und ich wollte es nicht riskieren, auf der Straße die Verletzung noch zu verschlimmern.
So blieb mir nur der Ergometer. Glücklicherweise hatte ich ein neues RealLive Video zum ausprobieren, was für Kurzweile sorgen sollte. Gleich zu beginn fiel mir auf, das ich Teile der Strecke schon im RealLive gefahren bin. Das macht natürlich Spass, sowas auf dem Ergo nachzufahren. Leider nicht heute. Ich hatte die Gangautomatik nicht eingeschaltet und versuchte mit gewohnten Ø-Watt und Gängen die Strecke zu fahren. Bedingt durch die vielen Hügel und mein Krankenbild war das aber nicht möglich. Die linke Lunge schmerzte noch beim Tief-Einatmen und so machte ich nach 60 Minuten eine kurze Pause. Der Puls war zwar bei nur Ø 120 aber mir wurde schwindlig und übel. Kein gutes Zeichen.

In der Pause genehmigte ich mir ein Glas Cola, was half, den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen. Die Hälfte der Strecke war nun auch geschafft, was mir immer psychologisch sehr genehm war. Auch schaltete ich die Gangautomatik auf 180-200 Watt, sodass ich den Rest der Strecke relativ locker fahren konnte.

Zum Abschluss war noch der Anstieg nach Randa zu bewältigen. Ein klasse Highlight zum Ende der Virtuellen-Mallorca-Tour, die Erinnerungen an das Trainingscamp und den Fight mit Herbert am Schicksalsberg in Erinnerung brachte. Am Ende war ich dann sehr froh, es geschafft zu haben und hoffe inständig schnell wieder zu meiner alten Form zurück finden zu können.

ErgoPlanet-ergo_bike City-Tour Paris

Lesezeit: < 1 Minute

oder »Paris mon amour«


Seit vier Tagen saß ich nun schon nicht mehr auf dem Rad. Das ist für meine Verhältnisse eine recht lange Zeit. Die Prellungen von meinem Sturz sind auch noch nicht wirklich verheilt, also war an eine echte Runde auf dem Renner noch nicht zu denken. Leider.

Der Ergometer steht aber bereit und grinst mich förmlich an, ja es sieht sogar so aus, als würde er gefahren werden wollen. Vielleicht ist das aber auch nur meine Einbildung und mein Drang nach Bewegung, die mich so etwas erkennen lässt. Egal, ich wollte unbedingt sehen, ob es mir, trotz Schmerzen in der Schulter und Rücken, möglich war, einen Workout zu fahren.

Schnell stellte ich fest, das es möglich war. Zwar nicht sehr gut, denn den Lenker hart zu packen und in den Wiegetritt zu gehen war ausgeschlossen und auch das tiefe Atmen funktionierte nicht. Der linke Lungenflügel wollte, bedingt durch die Prellung, sich nicht komplett füllen.

Kein Problem, denn es gab viel zu sehen in Paris, auf der, für mich neuen, ergo_bike City-Tour Strecke Paris. Mit Ø 224 W und 132 bpm eine relativ lockere Einheit, die aber nichts desto trotz sehr schweisstreibend war. Schön daß das Trainieren noch funktioniert!

Klaus-Störtebeker-Gedächtnis-Cup – Prolog

Lesezeit: 3 Minuten

oder »Kopflos durch den Park«


Heute stand der Prolog des Klaus-Störtebeker-Gedächtnis-Cup auf dem Programm und ich verabredete mich mit meinen Kettenbrüdern um an dem Spektakel teil zu nehmen. Pünktlich um 17:30 Uhr waren wir auf dem Gipfel, der unter den Kindern im Prenzlauer Berg und Lichtenberg bekannten Todesbahn.

Auf eine Einführungsrunde wurde heute bewusst verzichtet, denn die Strecke war kurz und die Regularien schnell erklärt: Es wurden per Los Pärchen gebildet, die möglichst schnell den Berg hinab fahren mussten, dort unten einen Plastikbecher mit Wasser füllen und diesen möglichst voll auf der steilen Teerstraße, parallel zur gerade hinab gefahrenen Todesbahn, hinauf zu transportieren.

Für jeden, auf dem Weg hinauf, verlorenen Milliliter gabe es Strafsekunden. Gestartet wurde im K.O.-System, der Verlierer schied aus. Ich zog das Los mit der #15 und war so recht spät an der Reihe. Die Todesbahn war für mich recht furchteinflößend und ich sah bewundernd den tollkühnen Fahrern zu, wie sie sich im Dunkel den Hang hinunter stürzten.

Meine Taktik war klar: Nicht zu tollkühn abfahren, meinen Kontrahenten aber nicht aus den Augen verlieren, ruhig als Zweiter wieder oben ankommen, aber dafür ein wenig bedachter mehr Flüssigkeit nach oben transportieren und meinen Lauf so gewinnen.

Diese Strategie ging auch auf und ich konnte mich für den zweiten Lauf qualifizieren. Nun wollte ich wieder so fahren. Bei der Abfahrt konnte ich nicht in die Pedalen einklicken, was eigentlich auch nicht nötig ist, war dadurch aber so abgelenkt, das ich nicht sauber fuhr, mein Mountain-Bike sich aufschaukelte und ich zu allem Überfluss bremste. Böser Fehler! Ich machte im hohen Bogen einen Abflug in die Nacht, den Berg hinunter, flog gefühlte 10 Sekunden und landete dann mit dem Kopf und Schulter zuerst auf dem, zum Glück, recht weichen Grasboden. Mist!

Innerhalb von wenigen Sekunden wusste ich, aus Sturz-Erfahrung, das nichts gebrochen war, aber nette Hämatome die Folge sein würden. Auch stand ich ein wenig unter Schock. So wollte ich eigentlich nicht beim Klaus-Störtebeker-Gedächtnis-Cup ausscheiden.

Nach kurzer Unterbrechung ging das Rennen weiter und der Sieger wurde, in weiteren Läufen, ermittelt. Am Ende durfte J-CooP, der Sieger, das Sieger-Bier auf Ex hinab stürzen. Nun machte sich die Meute über die mitgebrachten Bierkisten her. Alex, Ralph und ich traten den Heimweg an. Ich merkte bei der Rückfahrt, das Radfahren erst einmal wenig Spass bereiten wird, denn es drückte beim Atmen auf der Lunge und der linke Arm samt Schulter ließ sich nicht schmerzfrei bewegen.

Die Nacht war schmerzhaft und so fuhr ich dann doch ins Nahe DRK-Klinikum Westend und ließ die Schulter röntgen. Wie erwartet, zum Glück kein Bruch aber die Prellung wird mich wohl noch eine Weile begleiten. Geplante Rennrad-Ausfahrten müssen erstmal verschoben werden. Sehr schade, gerade bei dem herrlichen Herbstwetter. Trotzdem Glück im Umgück gehabt und den Klaus-Störtebeker-Gedächtnis-Cup erstmal abgehackt. Das Arbeitsgerät dort ist wohl doch nichts für mich.

Wusste ich das nicht irgendwie schon vorher?