Ich hatte mal DSL bei 1&1 & das ist lange her…

Eine Warnung vorweg, diese Geschichte hat kein „Happy End“ und hinterlässt einen traurigen und wütenden Protagonisten. Aber der Reihe nach.

Seit mehr als fünf Jahren bin ich nun Kunde bei diesem Konzern aus Montabaur, mit eigenem ICE Bahnhof und katastrophen-sicher getrennten Rechenzentren. Ein dickes Schiff im InterNet-Meer der zahlreichen Anbieter. Schnelle Web-Knoten, kompetente Hotline, cleveres Marketing. Alles vorhanden. In diesen vergangenen 5 Jahren hatte ich mit meinem Anschluss eine gefühlte Verfügbarkeit von 99,5%. So gut, dass ich sogar Freunden & Bekannten diese Firma empfahl und dafür eine kleine Provision erhielt. „Win-Win“ könnte man meinen.

Am 17.11.2017 war dann Schluss mit lustig oder Ende mit „Win-Win“ oder wie es 1&1 nennt „Anpassung der Netz Infrastruktur an ihrem DSL Anschluss“. Ungefragt, ungewollte flatterte eine nette Erklär-E-Mail in mein Postfach.

Auszug aus der Mail gefällig? Here we go: „Mit dieser Anpassung möchten wir sicherstellen, dass Sie weiterhin von der Stabilität und Qualität unserer Leistung und unseres Netzes profitieren.“

Ein Schelm wer böses bei solch kraftvollem Satzbau vermutet. Insgeheim wünschte ich nur, daß alles so bleibt. Um es vorweg zu nehmen: Mein Wunsch wurde leider nicht erhört. Von nun an begann die Chronologie-des-Schreckens.

Die bezahlte Bandbreite von 50 MBit sank auf unter 16 MBit, der Anschluss blieb Stunden, dann Tage ohne Verbindung. Als äußerst verständnisvoller Kunde ließ ich mich bei der äußerst freundlichen und empatischen Hotline auch immer wieder beschwichtigen und am darauf folgenden Tag lief dann alles wieder.

Zu bequem ist es auch, alles (DSL, Mobilfunk und Hosting) bei einem Anbieter zu haben, dachte ich mir.

So freute ich mich riesig, als Ende Dezember 100 MBit an meinem Anschluss möglich waren und ein neuer Router gleich mit im Angebot enthalten war. Vorbei der Ärger, nun würde alles gut werden wünschte dachte ich mir.

Nach der Installation der neuen Technik lief dann auch alles ganze 2 (!) Tage zur vollsten Zufriedenheit und ohne Beanstandung. Herrlich.

Dann, wenige Tage vor meiner Reise nach Taiwan wieder das rot blinkende Lämpchen an der nagelneuen Fritz!Box, was nichts Gutes verheißt: DSL-Totalausfall.

Wieder waren die Kollegen an der Hotline sehr hilfsbereit und erklärten mir wie ich das DSL Kabel ziehen und wieder stecken sollte.

Die Leitungsmessung brachte keinen Erfolg und so flog ich nach Asien: mit gestecktem Stecker und rot blinkendem Router.

Erstmal Urlaub machen. Das kompetente Technik-Team von 1&1 würde das schon hinkriegen. Nicht das ich nicht an die “Power aus Montabaur” glauben würde!

Ich erhielt dann auch noch eine E-Mail in der ich in den Fern-Zugang zu meinem Router einwilligen sollte. Gerne bestätigte ich dies, wollte ich doch an einer Lösung des Problems aktiv mitwirken.

Nach einer Woche im fernen Asien testete ich über die superschnelle unlimited LTE prePay Karte aus Taiwan, ob „MyFRITZ!“ Zugang zu meinem Router erhalten würde. Ein Test um zu sehen, ob alles wieder im Lot ist. Nach 3 Woche Totalausfall kann man ja mal gucken, oder?

Resultat: „negativ“ nicht erreichbar. Nun machte ich mir die Mühe, die Social-Media Kanäle von 1&1 auf Twitter & facebook zu kontaktieren. Sehr freundliche und beschwichtigende Antworten kamen durch den langen Äther.

Bedauern wurde ausgedrückte, aber da ich nicht vor Ort sei, können man mir nicht helfen. Auf meiner taiwanesischen Mobilfunknummer könne man mich auch nicht anrufen, so als Telefonanbieter ins Ausland telefonieren – dazu habe der Mitarbeiter keine Befugnis – wo kommen wir denn da hin!?

Also kaputter Anschluss bis Heimkehr. Wir sind mittlerweile in Woche 4 (!) des Totalausfalls.

Am 28.1. dann endlich mein Anruf bei der Hotline. Zum Glück war ich ja „Vor Ort“ so konnte ich erneut den Stecker meines Routers unter Anleitung des Hotline-Mitarbeiters ziehen und er konnte – wie schon vor 2 Wochen – bestätigen, dass der Anschluss nicht funktioniert. Großartig! Nun hatte ich endlich Gewissheit. 1&1 hoffentlich auch. So hoffte ich zumindest.

Schnelle Lösung wurde versprochen, aber Reaktionszeiten von 72 Stunden müssen ja eingehalten werden. Klar habe ich Verständnis. So nach 4 Wochen, braucht man natürlich Reaktionszeiten. Da kann man schon mal was verpennt haben.

Als dann 3 Tage später immer noch nix ging, bestellte ich den Notfall-Surf-Stick, den 1&1 für solche Notfälle wohl bereit hält. Mein Datentarif auf dem iPhone war natürlich schon verbraucht, weil ja als persönlicher Hotspot genutzt.

Sowas macht man ja auch eigentlich nicht. Mobile Gigabyte sind in Deutschland auch in 2018 ja mit Blattgold aufzuwiegen. Deshalb hat der Notfall-Surf-Stick auch nur 500 MB am Tag. Notfall. Klar. Habe ich natürlich vollstes Verständnis. Das der ziemlich schnell leer war und der Tag nicht um 0 Uhr endet sondern dann wenn man das Volumen aufgebraucht hat ist auch klar. Dass weiß ja heute jedes Kind.

Letztes Update nach einem weiteren Wochenende ohne DSL: der 1&1 Hotline Mitarbeiter meinte nur dass der „Netzbetreiber“ (vermute T-com) einen Programmierfehler auf der Leitung hätte und das Beheben schon bis Mittwoch dauern könne. Genaues weiß er aber auch nicht. Versprach aber, genau wie der facebook-1&1-Beauftragte einen Rückruf eines Vorgesetzten am Montag.

Morgen beginnt dann die 5. Woche ohne DSL.

Ob ich 1&1 weiter empfehlen kann? 

Bitte teile doch den Link zu diesem Blog-Post, sodass sich jeder selber seine Meinung BILDen kann.

Update 05.02.2018: es ist kein Rückruf erfolgt. Auf meine Nachfrage (30 minütiges Telefonat) keine neuen Erkenntnisse.

Liebe 1&1-Support-Mitarbeiter, Team-Leiter, Entscheider, CFO, CTO, Inhaber: sollte ich hier etwas unrichtig, verfälscht oder nicht korrekt berichtet haben, so bitte ich um Korrektur: die Kommentare sind geöffnet. Jede Reaktion ist willkommen! Du hast ähnliche Erfahrungen gemacht!? Positiv oder negativ?!

Ein Austausch ist hier ausdrücklich erwünscht. Danke.

Update und Ausgang des Schlamassels:

Nach 5,5 Wochen kam dann eine Techniker der T-Com in meine Wohnung, der tatsächlich feststellte, dass die Leitung nicht funktioniert. Nach wenigen Minuten am Schaltungsschrank vor meiner Haustür war die Verschaltung lokalisiert und behoben.

Im Endeffekt keine 5 Minute an Arbeit.

Nach vielen weiteren Emails mit 1&1 und dessen Support bot man mir einen monetären Ausgleich oder Gutschrift von exakt 41,32 € an.

Der geneigte Leser möge bitte selber beurteilen, inwieweit die „Geste“ als großzügig, klein-kariert, unangemessen oder schlichtweg unverschämt gelten kann.

Ich für meinen Teil habe beschlossen, 1&1 unter keinsten Umständen weiter zu empfehlen und nach meinen zwei weiteren Pflicht-Jahren den Rücken zu kehren.

Ich hatte mal DSL bei 1&1 & das ist lange her…

Einige Fragen bleiben natürlich:

  • Welche Möglichkeiten habe ich, wenn die Leitung so versagt?
  • Gibt es einen kurzen Weg zu einer Beschwerdestelle?
  • Warum ist man als Konsument so machtlos?

Mein »Senf« zum Diesel-Gate

»ich bin wütend – sehr sogar!«


Letztens in einem Blog Post schrieb ich ja, dass ich die ganze Zeit während meiner Rad-Tour über den Diesel-Gate und das ganze drum herum nachdenken musste. Es hat mich wütend gemacht, sehr wütend sogar. Wütender als der G20 in Hamburg und wütender als Donald T. Das will was heissen!

Dann habe ich mich natürlich gefragt »warum«!? Warum bin ich soooo wütend? Ein Erklärungsversuch:

1. Wie die Auto-Industrie mit dem Problem umgeht: Seit nunmehr zwei Jahren ist bekannt, dass die Verbrauchswerte und der Schadstoffausstoss bei aktuellen Diesel-Fahrzeugen in keiner Relation zu den Werten im Prospekt steht. Die Käufer wurden betrogen.

grüne plakette smart cdi bj 2003
grüne plakette smart cdi bj 2003

Wie geht es mit den Erkenntnissen weiter? Die Spitzenfunktionäre der Auto-Industrie wurden zu einem exklusiven Treffen mit den Regierenden und der Kanzlerin geladen. Öffentlichkeit und Umweltverbände müssen draussen bleiben, was an sich schon einen riesen Sauerei ist.

Dort wird nun beschlossen, dass die Fahrzeuge durch ein Software-Update sauber gemacht werden sollen.

Jeder der sich ein wenig mit Technik auskennt, riecht den erneuten Betrug. Das kann und wird nicht klappen!

Was ist jetzt die Konsequenz? Die Fahrzeuge die zwar eine Euro-4 Plakette (die Grüne!) haben, werden (zurecht?) in Zukunft nicht mehr die Innenstädte befahren dürfen. Um diese Diskussion startet dann auch der Reflex, dass Ozean-Riesen und Kreuzfahrtschiffe ja viel mehr die Luft verschmutzen und mit Schweröl fahren.

Ok, fair-enough, aber die Dinger fahren nicht vor meiner Haustür. Vor meiner Haustür habe ich allerdings 6-spurigen Autoverkehr. Mit selten richtig gefilterten Abgasen. Aber zurück zur Autoindustrie und Ihren Steuermännern: (Frauen? Fehlanzeige!)

3 Liter smart cdi bj 2003
3 Liter smart cdi bj 2003

So spielt man dann zum dritten mal der Autoindustrie ein (kostenloses) Konjunktur-Programm zu und greift uns Bürgern unfreiwillig in die Tasche: Nach Abwrack-Prämie und Elektro-Bonus (den niemand nutzt) muss ich mein völlig intakten und perfekt gewarteten, damalig steuerbefreiten 3-Liter-Diesel-smart verschrotten und werde so gezwungen mir ein neues »umweltfreundliches« Fahrzeug zuzulegen!? Echt jetzt? Euer Ernst?

Ach so bevor ich es vergessen: Natürlich habe ich meinen smart mit einem Dieselpartikelfilter (DPF) nachgerüstet, den gab’s nämlich 2003 noch nicht. Original von smart im smart-center am Salzufer. Zwei Jahre nach dem Einbau attestiert mir der TÜV bei der HU und dazu gehörigen Abgasuntersuchung dass die Abgaswerte sehr schlecht seien und der DPF quasi nutzlos. Den TÜV und somit die Fahrerlaubnis habe ich trotzdem erhalten, da ja der Filter original ist und offensichtlich verbaut wurde – von meinem Geld.

Wer den Fehler findet darf ihn behalten!

2. Förderung von E-Bikes oder Subventionierung des öffentlichen Nahverkehrs um mehr Menschen vom Auto weg zu bringen: Fehlanzeige! Die Politik macht sich zum Sklaven der Auto-Industrie und Lobby, die mit ihrem Handeln keine Zukunftssicherung für den Standort Deutschland betreibt sondern an der Demontage und am Ausverkauf arbeitet und dafür sogar noch hofiert wird.

Ich bin wütend. Sehr wütend. Auch bin ich wütend, dass keiner der Spitzenfunktionäre der Auto-Industrie zur Verantwortung gezogen wird. Niemand von den ehrenwerten Herren ist, zumindest in Deutschland, haftbar zu machen. Niemand hat davon gewusst. Wirklich? Jeder Bundesbürger muss für sein Handeln einstehen und für Fehler gerade stehen. Ich verliere meinen Job für grobe Verfehlungen. Für schweren millionenfachen Betrug müsste ich und jeder andere Bundesbürger ins Gefängnis und nicht zu Schnittchen und Kaffee mit betroffenem Gesicht zur Kanzlerin. Das, was hier geschieht, ist nicht vermittelbar! Für wie blöd werden wir verkauft?

Ich fühle mich so hilflos, weil ich nichts dagegen tun kann, außer mit meinem kleinen Portmonee abstimmen.

  • Aber was ist die Alternative?
  • Kein Auto?
  • Ein Japaner?
  • Grün wählen geht auch nicht mehr, die packen das Thema auch nicht richtig an. Dienstwagen ist auch bei den Grünen sehr beliebt.
  • Wer steht wirklich für meine Interessen, und sichert gleichzeitig den Wirtschaftsstandort Deutschland?

PowerBar wird 30 …

und »… ich bekomme einen Papp-Backofen und mache fast in sponsored-Posts«

Aber der Reihe nach: In regelmäßigen Abständen erreichen mich emails von Herstellern diverser Fitnessprodukte, Sportbekleidung und Aktiv-Urlaub-Reiseveranstalter. Ich werde gefragt ob ich nicht Produkttests, Verlinkungen auf deren WebSite absetzen möchte oder für ein kleines Zeilenhonorar etwas schreiben möchte.

Ich lehne eigentlich aus mehreren Gründen immer wieder dankend ab. Zum einen möchte ich Dir, meinem geschätzten Leser, einen werbefreien Blog bieten, zum Anderen kann es sich negativ auf die Suchergebnisse bei Google auswirken, sogenannte »Sponsored-Posts« auf seinem Blog zu haben.

So erreichte mich vor wenigen Wochen eine Mail von PowerBar, dem bekannten Sportlernahrungs-Hersteller, in welcher ich auch wieder gefragt wurde, ob ich nicht etwas zu »zwei neuen interessanten Produkten« schreiben möchte, die PowerBar zum 30-jährigen Geburtstag auf den Markt bringen wird.

Reflexartig hatte ich meine Ablehnungsemail bereit, allerdings siegte in diesem speziellen Fall meine kindliche Neugier. Auch die Begeisterung für die PowerBar-Produkte; die nicht nur körperliche sondern auch mentale Unterstützung durch die Riegel auf endlosen Rennradkilometern kam mir in den Sinn. Hin & her-gerissen, haderte ich mit der Antwort. Nestlé, zu welchem Konzern PowerBar gehört, eckt mit seinen Geschäftsgebaren ja immer wieder ordentlich an. (Laut Wikipedia gehört PowerBar seit 2014 zu PostHoldings Gruppe). Diese Produkte nun auch noch auf meiner Seite featuren? Aber schlussendlich siegte meine oben beschriebene kindliche Neugier. Auch wurde ich nicht aufgefordert Werbung für das Produkt zu machen sondern einfach »gerne [zu] testen und meine ungetrübte Meinung darüber [zu] schreiben.«

PowerBar BackBox

Mit DHL kam dann gestern ein quadratisches Paket, dass mir nach dem Auspacken ein breites Grinsen ins Gesicht zauberte. Zu den eigentlichen, sehr vielversprechenden Produkten, welche man mir zum testen sendete kann ich noch nichts sagen, aus Ermangelung sportlicher Aktivität, zu welcher diese Produkte ja genossen werden sollten.

Aber die Agentur, welche den Auftritt gestaltet hat, hat ganze Arbeit geleistet. Der miniaturisierte Backofen und die Message kam auf jeden Fall an. Ob mich der »Bella Italia« Riegel überzeugen wird, wage ich zu bezweifeln, auf die »Salty Peanut« Variante bin ich auf jeden Fall extrem gespannt.

Danke PowerBar für das nette Präsent und bitte Google, lasst meine Seite aufgrund dieses Posts nicht in Eurem »Rank« abstürzen…

PowerBar BackBox offen