Mein Sportjahr 2012 – Eine Retrospektive

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Jahreskilometer2012Wieder geht ein ereignisreiches Sportjahr zu Ende. Auch in 2012 wurden wieder viele Kilometer unter die Laufschuhe und Continental GP 4000 S genommen. Faszinierende Radreisen habe ich unternommen und auch beruflich hat sich in 2012 einiges für mich verändert. Insgesamt weniger Kilometer als in 2011 wurden abgespult, sowohl per pedes als auch mit dem Rad. Auch gab es, bis auf wenig Ausnahmen beschränkt, keine Besuche mehr im Fitnessstudio. Mal sehen ob sich dies für 2013 wieder ändern wird.

Ein Jahr voller Wandel und Veränderung geht zu Ende, mit vielen Momenten, an die ich mich sehr gerne zurück erinnere. Auch verlief diese Saison nahezu sturzfrei, was sich in 2013 gerne wiederholen darf.

Ein wenig wehmütig schaue ich schon auf 2012 zurück, denn an die grandiosen Leistungen aus 2011 konnte ich nicht anknüpfen. Seien es die Umfänge, Gesamtkilometer oder Bestzeiten auf meinen Runden, da konnte ich in 2012 keine wirkliche Schippe drauflegen.

Egal, das Motto sollte nicht immer »Höher-schneller-weiter« sein – der Spass darf nie zu kurz kommen – und der war fast immer im Gepäck.

Hier meine persönlich erlebten Sport-Highlights aus 2012:

  1. 19. Dreiländergiro Nauders (Artikel Link)
  2. Škoda Velothon Berlin 2012 (Artikel Link)
  3. 10. Frankenwald Radmarahon (Artikel Link)
  4. 10. Kaunertaler Gletscherkaiser (Artikel Link)
  5. Radmarathon Berlin-Fichtelberg  (Artikel Link)

und hier noch Last but not least, meine unvergesslichste Rennradausfahrt in 2012: Auf einen Cappuchino nach Meran – Danke Isabell, Dirk und Helge für’s Mitnehmen!

Ich wünsche allen Lesern einen guten Rutsch und alles Gute für 2013!

Kurze Nordrunde über Kremmen

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oder »Letzte Ausfahrt in 2012«


Die Wettervorhersage klang vielversprechend: »Fast kein Regen« … und als dann noch die Sonne um die Mittagszeit heraus kam und blieb, gab es für mich kein Halten mehr. Ich musste mich einfach auf meinen Renner setzen und ein letztes mal in 2012 meine Nordrunde fahren.

Zu neugierig war ich, wie sich diese bei 8°C am 30. Dezember anfühlte.

Sieht eher aus wie im Herbst-kurz vor SchönwaldeIch kam bis Henningsdorf gut voran denn der Wind blies mich fast dort hoch. Allerdings merkte ich jedes mal, wenn es leicht gen Westen ging, was da ab Germendorf auf mich zukommen würde: Wind und davon nicht zu wenig. So viel dass der Tacho sich irgendwo in den niedrigen 20ern einpendelte, der Puls aber immer jenseits von gut und böse war. Jetzt nur nicht Frust schieben! Nun war wieder die Zeit für ein wenig Rennrad-Kontiguität. Viele Parallelen zum echten, wahren Leben kreisten mir durch den Kopf:

  • Mal hat man Rückenwind und mal bläst der Wind ganz kräftig von vorne
  • Den Weg zum Ziel immer in kleine Abschnitte einteilen, dann geht es leichter
  • Mal gewinnt man, mal verliert man
  • Auch mit Gelassenheit kommt man ans Ziel
  • Am Ende wird alles gut, wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.

So absolvierte ich Sektor um Sektor. Bei Börnicke gesellte sich dann zu dem nun schon fast orkanartigen Wind, Regen. Kein Starkregen, aber genug um ordentlich nass zu werden. Mein Laune sank mit dem Thermometer nahe des Gefrierpunktes (2°C). Jetzt merkte ich es: Es war tatsächlich Winter!

unbedingt Schuhe- und RadputzenEigentlich wollte ich nur noch schnell nach Hause. Glücklicherweise gab es wieder Rückenwind und ich sah, wie ich dem Sauwetter davon fahren konnte. Die Füße waren trotzdem nass und auch war auf dem verlaubten Havelland-Radweg höchste Vorsicht geboten, nicht zu stürzen.

Hinter Schönwalde auf dem Mauerradweg das gleiche Szenario: Viel Laub auf dem nassen Asphalt bildeten einen schmierig und rutschigen Untergrund, der mit höchster Vorsicht beradelt werden wollte.

gleich gehts mit Hochdruck zur SacheZurück in Spandau freute ich mich auf den Hochdruckreiniger meiner nahen Tankstelle und die wärmende Dusche, nicht ohne vorher noch einmal mein Rad im Hof zu reinigen.

Eine kalte, letzte Ausfahrt in 2012, die mich ganz schön Körner gekostet hat. Mal sehen wann es 2013 wieder auf den Renner geht!?

Tiri-Ruhlsdorf-Süd-Runde

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oder »War dann wohl doch ein bisschen viel…«


In Ermangelung besserer Sonntags-Rennrad-Runden-Angebote, machte ich mich heute, wie schon gestern, auf zum TiRi. Oleg versprach mehr Mitfahrer als am Vortag, was die Anstrengungen im Wind reduzieren würde. Auch wollte Andi, mein alter Schulfreund, mit am Start sein. Die Sonne sollte auch scheinen und die Temperaturen milder als gestern werden. Radfahrerherz was willst Du mehr?

Oleg, Herbert und Yvonne waren nach der gemeinsamen Tour gestern heute wieder dabei, hinzu gesellten sich die  beiden Stefans, Andi und Wolfgang H. Ein klasse Truppe für eine schöne Herbst-Tour-Trainingseinheit.

Schon am TiRi wurde beschlossen, dass wir heute die Ruhlsdorf-Runde fahren würden. Einige mal sind wir das Ding schon gefahren, immer wieder schön, nicht zu lang, eigentlich genau richtig für einen sonnigen Spätherbst-Tag.

Bis nach Ruhlsdorf lief es bei mir eigentlich ganz gut. Als auf der Rückreise, die beiden Stefans in der Führung das Tempo verschärften, merkte ich die Tour von gestern und mein Trainings-Defizit. Vor unserer Einkehr konnte wollte ich nicht mehr folgen und ließ mit Herbert reissen. In Schönhagen wurde dann brav gewartet und es ging wieder gemeinsam weiter.

Nach der tollen, verdienten Einkehr nach knapp 100 km glaubte ich, mich ausreichend regeneriert zu haben. Pustekuchen! Meine Beine waren schwer und im Wiegetritt merkte ich, wie die Oberschenkel leicht krampften. Schöner Mist, denn die Gäng beschloss heute auch den Willy, also die Havelchaussee, zu fahren. Herbert drückte sich vor der Herausforderung und bog schon in Güterfelde nach rechts ab. Mir blieb nichts anderes übrig, war das doch mein regulärer Nach-Hause-Weg und der Kronprinzessinnenweg bot zwar weniger Höhenmeter, war aber stark verlaubt und somit auf schmalen Reifen sehr gefährlich zu befahren.

Es half alles nichts, ich musste mich der Aufgabe stellen. Schon früh ließ ich reissen, drückte mir aus Verzweiflung sogar noch ein Gel rein, und kroch dann total entschleunigt den Willy hoch. Noch nie war ich hier so langsam hoch gefahren. Zum Glück war wenig los und ich wurde nicht von Touren-Rad- beziehungsweise Klapprad-Fahrern kassiert.

An der Heerstrasse wartete die Gäng dann auf mich und Oleg versicherte mir, dass ich nur maximal eine Minute Rückstand gehabt hätte…na dann ist ja gut. Kraftlos kurbelte ich dann noch die letzten Kilometer nach Hause.

Vielleicht doch ein wenig viel, die beiden 100-km-Plus-Touren!? Zufrieden, dass ich gefahren bin, bin ich trotzdem. Danke fürs Mitnehmen!