Tiri-Ruhlsdorf-Süd-Runde

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oder »War dann wohl doch ein bisschen viel…«


In Ermangelung besserer Sonntags-Rennrad-Runden-Angebote, machte ich mich heute, wie schon gestern, auf zum TiRi. Oleg versprach mehr Mitfahrer als am Vortag, was die Anstrengungen im Wind reduzieren würde. Auch wollte Andi, mein alter Schulfreund, mit am Start sein. Die Sonne sollte auch scheinen und die Temperaturen milder als gestern werden. Radfahrerherz was willst Du mehr?

Oleg, Herbert und Yvonne waren nach der gemeinsamen Tour gestern heute wieder dabei, hinzu gesellten sich die  beiden Stefans, Andi und Wolfgang H. Ein klasse Truppe für eine schöne Herbst-Tour-Trainingseinheit.

Schon am TiRi wurde beschlossen, dass wir heute die Ruhlsdorf-Runde fahren würden. Einige mal sind wir das Ding schon gefahren, immer wieder schön, nicht zu lang, eigentlich genau richtig für einen sonnigen Spätherbst-Tag.

Bis nach Ruhlsdorf lief es bei mir eigentlich ganz gut. Als auf der Rückreise, die beiden Stefans in der Führung das Tempo verschärften, merkte ich die Tour von gestern und mein Trainings-Defizit. Vor unserer Einkehr konnte wollte ich nicht mehr folgen und ließ mit Herbert reissen. In Schönhagen wurde dann brav gewartet und es ging wieder gemeinsam weiter.

Nach der tollen, verdienten Einkehr nach knapp 100 km glaubte ich, mich ausreichend regeneriert zu haben. Pustekuchen! Meine Beine waren schwer und im Wiegetritt merkte ich, wie die Oberschenkel leicht krampften. Schöner Mist, denn die Gäng beschloss heute auch den Willy, also die Havelchaussee, zu fahren. Herbert drückte sich vor der Herausforderung und bog schon in Güterfelde nach rechts ab. Mir blieb nichts anderes übrig, war das doch mein regulärer Nach-Hause-Weg und der Kronprinzessinnenweg bot zwar weniger Höhenmeter, war aber stark verlaubt und somit auf schmalen Reifen sehr gefährlich zu befahren.

Es half alles nichts, ich musste mich der Aufgabe stellen. Schon früh ließ ich reissen, drückte mir aus Verzweiflung sogar noch ein Gel rein, und kroch dann total entschleunigt den Willy hoch. Noch nie war ich hier so langsam hoch gefahren. Zum Glück war wenig los und ich wurde nicht von Touren-Rad- beziehungsweise Klapprad-Fahrern kassiert.

An der Heerstrasse wartete die Gäng dann auf mich und Oleg versicherte mir, dass ich nur maximal eine Minute Rückstand gehabt hätte…na dann ist ja gut. Kraftlos kurbelte ich dann noch die letzten Kilometer nach Hause.

Vielleicht doch ein wenig viel, die beiden 100-km-Plus-Touren!? Zufrieden, dass ich gefahren bin, bin ich trotzdem. Danke fürs Mitnehmen!

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