Kurze Nordrunde über Kremmen

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oder »No punch – no glory«


Der geneigte Leser könnte glatt denken: »Jetzt fährt der schon wieder da lang!«. Das habe ich mir nämlich auf den ersten Kilometer auch gedacht, aber der Reihe nach: Angefixt von der Wettervorhersage für die nächsten Tage, dass der Sommer nun wirklich morgen vorbei sei, wollte ich die letzte Gelegenheit nutzen, in Kurz-Kurz auf dem Renner zu pedallieren.

Beim Alleine-Trainieren gibt es für mich nicht viele Varianten, die sich im Berufsverkehr gut fahren lassen. Ebenso ist die Strecke erprobt und manchmal begegne ich sogar netten Kettenbrüdern auf der Runde. Ich weiss was an guten Tagen in bestimmten Sektoren gehen kann. Also war klar, dass wieder die Kurze Nordrunde über Kremmen fällig war.

Schon hinter Germendorf, wo ich mit ganz leichtem Schiebewind hingepustet wurde, merkte ich das heute nicht mein Tag war. Neue Rekorde waren nicht drin. Die Beine fühlten sich zwar ok an, aber wirklich Punch hoher Druck war nicht auf die Pedale zu bringen. So kam ich schon mit zwei Minuten Rückstand an meiner Stundenmarke an. Bei Amalienfelde kamen mir Mike und Harald entgegen. Wir kehrten alle um, trafen uns in der Mitte und nutzten den Stop zu einem kurzen Kettengespräch. Eine sehr kurzweilige Abwechslung zum alleine gegen den Wind drücken.

Weiter ging es alleine über Kremmen in Richtung Börnicke. Eigentlich ein schöner Sektor, doch heute hatte ich arg zu kämpfen. Ich fühlte mich wie Don Quijote der gegen die den Windmühlen kämpfte. Was mich richtig frustrierte: Ich musste meinen Spruch: »Eine 3 vorne auf dem Tacho geht immer« revidieren. Aber alles Fluchen half nicht, ich musste mich weiter zum rettenden Abzweig, dem Havellandradweg, vorkämpfen. Dort erwartete mich schützender Wald und eine geänderte Fahrtrichtung, die half Kräfte zu sparen.

Aber richtig flott wurde es irgendwie heute nie. Nun, es gibt wohl solche Tage. Hoffentlich nicht zu oft. So musste ich auch an einem Bahnübergang warten, der sonst immer zu überfahren ist. Dadurch entstand dieses spektakuläre Foto:

Hinter Schönwalde, auf dem Mauerradweg machte ich heute gar nicht erst Anstalten meinen KOM auf diesem Segment zu verbessern. Zu viel Gegenverkehr, rutschiger Untergrund und meine Verfassung ließen mich diesen Sektor gemütlich dahingleiten.

Zurück von Falkensee nach Siemensstadt ging es dann zum Glück mit ordentlich Schiebewind. Ohne diesen wäre die Heimfahrt sicher ungemütlicher geworden.

 Fazit: Nicht mal die schlechteste Zeit auf meiner Runde. Aber ein Tag für großen Sport war heute auch nicht.

Niederfinow-Frau Kühn-Tour

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oder »Tolle Truppe & Wetter für eine perfekte Ausfahrt«


Schon seit fast einem Jahr hatte ich dieses herrliche Ausflugsziel am Schiffshebewerk nicht mehr angeradelt und so war es endlich wieder einmal an der Zeit, Frau Kühn und ihrer schmackhaften Küche einen Besuch abzustatten.

Christian und ich hatten die Route und die Treffpunkte ausbaldowert und so wurden Sebastian und ich in Siemensstadt von der Südfraktion eingesammelt. Nun ging es gemeinsam nach Norden und wir staunten nicht schlecht über die Vielzahl an Radler/innen, die am letzten Treffpunkt in der Dietzgenstrasse in Pankow standen und auf uns warteten.

Nach kurzer Strecken- und Fahr-Einweisung ging es mit sechzehn Frau und Mann nach Norden auf bekannten Feierabendrunden-Wegen. Es rollte herrlich und unbeschwert. Leider drehte Micha schon nach kurzer Zeit ab und wir setzten, nur noch zu fünfzehnt, die Reise nach Nord-Osten fort. Hinter Bernau gab es einen kurzen P-Stop, welchen ich nutze, um Frau Kühn telefonisch auf die große Radlerzahl vorzubereiten. Sie freute sich über die Nachricht und wir freuten uns später über die schön, für uns, hergerichteten Tische und schnell zubereitetes Essen. Eine klassische Win-Win-Situation am Sonntag Vormittag. Gut gelaunt ging es weiter, immer der bekannten Lila-Garmin Schnur auf dem Display folgend.

Die Wechsel erfolgten flüssig und die Leistungsklassen harmonierten hervorragend. Die Leistungsträger fuhren einfach öfter vorne und so war ein gutes Mitkommen für alle kein Problem.

Kurz vor der Einkehr wurde noch mal ordentlich an der Kette gezogen und die Laktatkonzentration in den Beinen erhöht. Mir war ein wenig mulmig, denn ich wollte auf keinen Fall nach der Pause, mit dicken Beinen, in das Segment »An der Schleusentreppe« fahren.

Nach klasse Geklöne und hervorragender Bewirtschaftung ging es auf die Rückreise. Es wurde noch kurz debattiert ob ein paar mehr Höhenmeter, wie von Oliver vorgeschlagen, eingestreut werden sollten. Der Plan wurde aber verworfen und so konnten wir uns mit viel Hingabe an dieses wichtige Segment machen. Danke des beherzten Einsatzes aller wurde dieser Anstieg mit Bravour und neuen Bestzeiten erklommen und dann nach Eberswalde wenig locker ausgerollte.

Die Rest des Rückweges war, mit diesen vielen starken Radlern, gut zu meistern und so erreichten wir Berlin-Pankow leichten Fusses, wo sich die große Truppe teilte.

Fazit: Eine exzellente Ausfahrt mit vielen lieben Mitfahrer/innen. Ohne Material- oder Personenschaden, aber mit viel Spass am Radfahrern und kurzweiligen Gesprächen. Ganz gross – Danke fürs Mitnehmen!

Bernds-Blankensee-Feierabendrunde

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oder »Immer wieder Dienstags«


Neugierig, ob überhaupt Mitfahrer zum Tunnel-Treffpunkt kommen würden, machte ich mich um kurz nach 17 Uhr auf den Weg dort hin. Die Runde war nämlich nicht im Netz annonciert worden, und so war nicht klar ob sie überhaupt statt finden würde.

Als Fabian, Oleg und Stefan R. um kurz vor 17:30 am Tunnel eintrafen, war klar das es heute ein nettes Gemetzel Ründchen geben würde. Leider fehlte Bernd, der Namensgeber und eigentliche Initiator der Runde heute entschuldigt, denn er musste sich noch von den Strapazen des 24 Stunden Rennens Rad-Am-Ring erholen.

Um kurz nach ½ 6 ging es dann los, zuerst die schnelle und langsame Gruppe vereint, am Ende der Krone dann aber schon separiert ging es hurtig weiter gen Süden. Da wir ein paar ehemalige Lizenzfahrer einsammelten, die Oleg kannte, machte die Runde wieder ein   Quentchen flotter und sicherer.

Die kurze Pause in Stücken wurde heute ausgelassen da niemand austreten wollte musste und so wurde Langerwisch ohne Stop angesteuert. Wie hatte ich mich nach diesem Augenblick gesehnt, endlich mit Stefan R. in der Führung fahren zu dürfen. Können eher weniger. Und so versuchte ich im Anschluss andere, strategisch günstigere Nebenmänner auszumachen. Da fühlte ich mich fast an alte 10-Uhr-Gruppe-Zeiten erinnert.

In Kleinmachnow separierte sich dann das, doch recht große, Feld und wir fuhren zu fünft über den Willy zurück zur Heerstrasse. Die Rote-Laterne blieb mir zum Glück erspart, aber vorne bei den Grossen konnte ich heute, auf diesem letzten Sektor, auch nicht mitspielen. Kein Problem, schönes Training mit netten Kameraden. Immer wieder Dienstags.