Blankensee-Runde #1

Nu habe ich sie verloren
Lesezeit: < 1 Minute

Ostersonntags-Dreier


Heute wurde versucht, halbwegs wieder zur Normalität zurück zu kehren. Wir wollten uns auf eine minimalistische Gruppenausfahrt wagen. Natürlich immer mit entsprechendem Sicherheitsabstand. Nur nix verbotenes tun, in dieser angespannten Zeit.

Marc traf ich quasi vor meiner Haustür, Alex sammelten wir am ICC ein. Raus über die Krone, die frisch gefegt schien und um kurz nach zehn noch wenig Freizeitsportler beherbergte. Fein. Es lief trotz leichten Windes ganz ok. Ich hielt mich viel hinten auf uns ließ die beiden Jungen machen. Zurm Kuchenthekewagen war es heute auch nicht sonderlich weit. Nichtmal 50 km mussten dorthin gestrampelt werden. Alles machbar. Trotz Sonnenscheins und bester Gesellschaft war meine Laune heute trotzdem nicht die Beste. Warum wusste ich auch nicht genau, vielleicht nervte mich meine desolate Fitness und ich ärgerte mich über mich, dass ich mit den Beiden nicht so mitspringen konnte.

Das eine Stück Kuchen, welches auf der Bordsteinkante verzehrt wurde, entschädigte dann ein wenig und auf dem Rückweg gab es dann auch noch Schiebewind, der uns zurück in die Hauptstadt blies.

Auf das traditionelle Abschieds-Radler an der Heerstrassenbrücke musste der Marc heute leider verzichten, da er mit seiner Familie zum rumänisch gestochenen Spargelessen verabredet war. Auch gut. Für ihn.

Ich genoss mit Alex noch das lecker kalte Radler, welches er spendierte! Doch ein klasse Ostersonntag auf dem Rad. Muss mich wohl erst wieder ein wenig eingrooven. Mal sehen, was noch so passiert…

Päwesin-Runde #01

bei Karzow
Lesezeit: 2 Minuten

Nichts ist wie es war


Eigentlich fällt mir der Einstieg in meine Artikel immer leicht. Heute nicht. Zu viele Dinge sind mir bei meiner heutigen Ausfahrt durch den Kopf gegangen. Ich weiss nicht wo ich anfangen soll und auch nicht ob diese Gedanken alle hier hin gehören. Sicher nicht. Oder doch?

Recht spät schwang ich mich heute auf meinen geliebten Renner. Ostersamstag. Zweite Ausfahrt in Berlin in 2020. Das ist für Ostern eine sehr niedrige Zwischenbilanz. Egal, denn wichtige Events sind für dieses Jahr eh alle abgesagt. Fitness-Battles in Gruppenausfahrten? Wird es wohl dieses Jahr nicht geben. Jemals wieder? Schon auf den ersten Kilometern fühlte es sich komisch an, wenn man anderen Radfahrern begegnete. Immer wieder dachte ich an das erhöhte Infektionsrisiko. Gerade nach Studium dieses Artikels. Der Sport ist tot. Gruppenausfahrten wird es so schnell nicht mehr geben. Ok, zum Glück bin ich kein Judoka oder Ringer. Wie müssen die sich gerade fühlen?

Die ersten Kilometer raus aus der Stadt fühlten sich gut an. Die Sonne schien und ich war genau richtig gekleidet. Etwas wärmer, denn es waren keine 20°C. Bei den kurz/kurz-Fahrern die mir entgegen kamen wurde mir kalt.

Nach ner guten Stunde merkte ich die wenigen Jahreskilometer. Ich kam zwar vorwärts aber nicht in einem Tempo, welches den Verhältnissen angemessen wäre. Ich war leicht genervt. Es fiel mir schwer die Fahrt zu genießen, trotzdem freute ich mich auf Päwesin, Backwahn. Meine Neugier stieg, je näher ich kam. Wie würde es dort aussehen? Wie lang würde die Schlange sein? Würde es dort überhaupt etwas geben?

Als ich den Backwahn erreichte waren erstaunlicherweise nur drei Leute vor mir. Eine laute bekannte Stimme drang aus dem Inneren des Verkaufsraumes. Meine Ohren täuschten mich nicht, es war der Manne mit seinem Kettenbruder und vier Stück Kuchen to go.

Manne begrüßte mich freudig – mit gebührendem Abstand – und wir verabredeten und außerhalb der 50 Meter-Sicherheitszone gemeinsam unseren Kuchen zu verdrücken. Mit Abstand wurde dann bei einem Nebenhaus der Kuchen in der Sonne verdrückt.

Manne bot mir an, gemeinsam nach Hause zu fahren, was mir aber nicht wirklich geheuer war. Ein paar Kilometer ging es dann doch gemeinsam durchs Havelland, dann ließ ich die beiden aber ziehen. Es fühlte sich einfach falsch an, in einer auch noch so kleinen Gruppe unterwegs zu sein.

Natürlich kamen mir Gruppenfahrer entgegen und ich wurde auch von zwei Silberrücken überholt, was meiner Motivation natürlich nicht sonderlich zuträglich war.

Zuhause angekommen freute ich mich dann doch, den Hunderter erfolgreich geschafft zu haben. Gedanken, wie es mit meinem Sport, nicht nur für mich,  weitergeht blieben natürlich. Antworten gibt es erstmal keine.

Kurze Nordrunde über Kremmen #1

Kurze Riegelpause hinter Kremmen
Lesezeit: < 1 Minute

Erste Berlin-Ausfahrt 2020


Eigentlich müsste ich mich schämen, dass ich mich bis kurz vor Ostern mit meiner ersten Ausfahrt in Berlin geziert habe. Klar ich war schon ordentlich in Portugal unterwegs, aber der milde Winter hätte mich eigentlich schon früher auf den Renner bewegen können. Wer ist schuld? Natürlich Zwift. Aber warum immer zurück blicken, gerade in der Corona-Kriese lohnt der Blick nach vorne!

Vorne war erstmal heute da, wo der Wind herkam. Und zwar aus Nord-Ost. Sehr unangenehm; zum Glück nicht wirklich kalt. Unser Vortrieb wurde aber nicht nur durch diesen reduziert, auch machten uns Bauarbeiten an der Straße unter der BAB in Velten den Plan zunichte, über Germendorf nach Kremmen zu gelangen. Aus der Traum und Umleitung über Marwitz und Vehlefanz gewählt. Nicht so schön, aber verkehrsarm war heute irgendwie sowieso nicht drin. Ganz Berlin und Brandenburg schien die vier Räder heute zu benötigen, um irgendwo hin zu fahren. Spassbremsend für uns Radler.

Hinter Kremmen wurde es dann aber angenehmer, da es zum einen weniger Wind von vorne gab und auch in den Havelradweg abgebogen werden konnte. Dieser war nur von freizeitelnden Bundesbürgern belegt. Aber zum Glück fast nichts motorisiertes. Nach rund 60 Kilometern verließ nicht nur mich die Lust am Radeln. Wir waren ganz schön ausbelastet und hatten beide unteren-Rücken. Sprich keine wirkliche Lust mehr aufs Radeln. Aber wer nun schneller fährt, ist auch schneller zuhause. Dies taten wir dann auch und genossen noch ein gemeinsames alkoholfreies Bier. Mit genügend Sicherheitsabstand auf dem Siemens Freizeit Gelände in der Sonne. Schöne Radausfahrt mit Marc. An meiner Fitness muss noch ein wenig geschraubt werden…