Mallorca Trainingscamp 2014 – Tag 8 – Küstenklassiker

Lesezeit: 3 Minuten

oder »Königs-Etappe«


Zum Abschluss des Trainings-Camps steht immer eine besondere Etappe auf dem Plan. Einmal sind wir die legendäre Insel-Umrundung gefahren, ein anderes mal den Küstenklassiker.

Heute sollte wieder der Küstenklassiker gefahren werden. Andere lassen sich mit dem Bus nach Andratx karren, um von dort die Küstenstrasse zu fahren. Wir hatten unsere Räder dabei, um über den Muro-Radweg mit schönem Schiebewind und 12 Mann nach Esporles zu bollern.

WahnsinnsblickDort war aber erst einmal Schluss mit Hochgeschwindigkeits-Pedallieren, denn die ersten echten Hügel lagen vor uns. Die Bande pausierte etwas ausführlicher um Micha und mich in den Berg vorfahren zu lassen.

Nun folgten giftige Kanten, die mich einiges an Körnern kosteten. Mein Plan war es, wie schon vor zwei Jahren, bis nach Deìa durchzufahren und dort dann gemeinsam eine grosse Vesper mit der Bande abzuhalten. Zum einen war mir der Rest der Truppe zu schnell am Berg zum anderen mag ich es lieber in hügeligem Terrain meinen eigenen Stiefel zu fahren.

Heikos LunchDer Plan ging auf und wir trafen uns in Deìa, um den dortigen Krämerladen zu plündern. Heikos Lunch erschien mir besonders kreativ. Auf meine Nachfrage hin, was das denn sei, sagte er: Mir doch egal: Hauptsache Essen.

Für mich gab’s nur Getränke und mitgebrachte Riegel. Keine Lust auf was schweres, denn der 14 km lange Angst-Anstieg hoch zum Puig Major lag noch vor uns. Richtig quälen wollte ich mich nicht. Eine neue PBZ hatte ich nicht auf dem Schirm. Einfach nur unbeschadet oben ankommen war mein Plan – der gelang.

Vesper in DeìaNun noch schnell das obligatorische Gruppenfoto auf dem Parkplatz. Nicht sehr angenehm in den schweisstriefenden Klamotten. Dann schnell durch den Tunnel und runter zum Gorg Blau. 50 wellige Kilometer lagen noch vor uns. Wir waren gut in der Zeit und die Sonne stand noch nicht all zu tief. Obwohl die Beine schwer waren, hatte ich noch Spass am Radfahren und das Ding nach Haus zu fahren.

Oben am PutschAn diesem Punkt hatte ich schon des öfteren erheblich stärker gelitten und mich nach der HomeBase gesehnt. Heute war ich froh, mit solch einem starken Team unterwegs zu sein, die mit mir die verbleibenden rund 200 Höhenmeter wegdrückten.

Relativ pünktlich waren wir zum Abendessen zurück von einem weiteren unvergesslichen Küstenklassiker. Danke fürs Mitnehmen! Morgen dann noch mal locker, bevor es am Freitag zurück nach Berlin geht.

Küstenklassiker Höhenprofil

Mallorca Trainingscamp 2014 – Tag 7 – Soller – Orient

Lesezeit: 3 Minuten

oder »Drei Anstiege, also eigentlich nur flach«


Da ja morgen die Königs-Etappe folgen soll, wollten wir heute nicht ganz so viele Höhenmeter sammeln. Meine Beine fühlten sich nicht gut an und auch mein unterer Rücken war noch nicht wieder ganz beschwerdefrei. Entsprechend brummig ging ich in den ersten langen Anstieg. Eigentlich wollte ich nur mein Ding fahren und nicht in den Bergen mich dem Gruppen-Diktat zu einer bestimmten Aufstiegsgeschwindigkeit beugen.

Recht locker im GA2 die ersten beiden langen Anstiege nehmen, ein wenig Landschaft gucken, aber nicht trödeln. Das war das Ziel. Körner für morgen aufheben, das war mir wichtig.

Meine Mitfahrer fanden das gar nicht so toll, und wollten mich immer wieder animieren, mit ihnen zu fahren, was ich dankend ablehnte.

Heute war für mich Randoneur-Modus angesagt. Also viel im mittleren Bereich kurbeln und wenig absteigen und Pause machen.

Das Konzept ging auf, bis nach Bunyola. Dort unten auf dem Platz im Zentrum hielt ich doch kurz inne, um meine Trikottasche zu sortieren und ein Gel für den Anstieg griffbereit zu haben. Mit dem Anstieg hoch nach Orient hatte ich noch eine Rechnung offen und da dort oben sowieso unser gemeinsam geplanter Pausenpunkt sein sollte, konnte ich die 7 km dort rauf alles geben.

Ich hatte leider niemand der mich zog oder der mich jagte, so war ich bei der Pace wirklich ganz auf mich gestellt.

Oben in Orient auf der Sonnen-Terasse des Cafés brauchte ich erst einmal eine Fanta Limon und ein Cola, denn aus Gewichtsgründen hatte ich meine Flaschen unten im Tal nicht mit Wasser gefüllt. Nun war ich völlig leer.

Nach und nach trudelten die Mitstreiter ein und genossen ebenfalls die angebotenen Erfrischungsgetränke. Heiko und Micha verdrückten genüsslich die aus Bunyola mit in den Berg gebrachten Bocadillo.

Lange wurde pausiert und niemand wollte wirklich weiter, zu schön war es, einfach so in der Sonne zu verweilen, doch die schöne schnelle Abfahrt runter nach Alaro wartet noch auf uns.

Jetzt noch die vielen kleinen Wellen über Selva und das Maffay-Tal zurück mit viel Gegenwind und wenig Körnern über die Gärten und den 14% Anstieg am Golfplatz zur Home-Base. Abendessen und Entspannung erwartete uns.

Harte Runde mit über 2.000 Höhenmetern heute. Mal sehen, wie ich die Königs-Etappe morgen durchstehen werde!?

Gorg Blau bei herrlichen 20 Grad C Blick auf Palma und Bunyola CaféPause in der Sonne im Orient Micha Mr. Bokadio in Orient Fast wieder zuhause Zurück in der HomeBase

 

Mallorca Trainingscamp 2014 – Tag 6 – Esporles – Palma – Lluc

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oder »Auf nen Café in die Inselhauptstadt«


Heute war die lange, eigentlich flache Etappe nach Palma geplant. Schon im letzten Jahr hatte wir viel Freude auf der Runde, die wir heute auf jeden Fall toppen wollten.

Mit relativ schweren Beinen ging es raus zum Schilf. Dank der ordentlichen Wechsel musste auch zu siebt nicht all zu oft im Wind gefahren werden. Alle 5 km um genau zu sein. Auf dem Muro Radweg passierten wir die Havellandriders, die wir euphorisch grüssten. Sie waren heute nach Randa unterwegs.

Nach dem Warmfahren lief es eigentlich ganz gut und ich freute mich auf die nahenden Herausforderungen hinter Esporles. Erst einmal zum Eingewöhnen den 800 m langen Anstieg Col Portel.

Nun noch den 6,6 km langen Col Cres mit ∅-lich 4% Steigung hoch und oben den herrlichen Blick mit den Jungs über die Bucht von Palma genießen. Wunderbar!

Weiter die schnelle steile Abfahrt runter in die Strassenschluchten von Palma und der Café im Jachthafen duftete uns schon entgegen.

Es war erst einmal schwer einen Platz zu finden, denn am Sonntag fanden sich viele Sonnenanbeter die auch dort pausieren wollten. Der Kuchen war schnell bestellt und ich wusste nicht, was mich mehr faszinierte: Der leckere Karottenkuchen oder die Aura, die unsere entzückende Bedienung umgab. Was für ein herrlicher Tag in der Sonne!

Aber auch diese Rast konnte nicht ewig dauern, denn wir hatten noch einen weiten Weg, zurück nach Pollenca. Viele giftige Kanten lagen noch auf unserem Weg, z.B. dieser üble Anstieg nach Sa Cabaneta oder die Hügel von Alaro. Dem Ganzen auf und nieder nicht genug, da morgen Ruhetag ist, hatte Heiko vorgeschlagen doch noch zum Abschluss hoch nach Kloster Lluc zur Tankstelle zu fahren. Ich haderte sehr lange ob ich dies meinen Beinen heute noch antun wollte, dann entschied ich mich – zum Glück – aber dafür. Ich konnte mich schön ausbelasten und den Puls ordentlich in die Höhe treiben. Die Coke Zero oben an der Tanke war der zweitschönste Anblick der heutigen Ausfahrt!

Nun noch die Wellen und dann die schnelle Abfahrt runter nach Pollenca, durch die Gärten, abklatschen vor dem Club de Pollentia und schnell unter die Dusche: Das Abendessen konnte nicht warten.

Morgen dann Ruhetag! Dienstag wieder mehr, hier auf dieser Seite…

Richtung Palm auf dem Muro Radweg Cafe im Hafen in der Sonne Unser bezaubernde Bedienung Leckerer Karottenkuchen Abfahrt nach Café und Kuchen Flugzeugträger Harry Truman Kaputt oben an der Tankstelle Lluc