Kurze Nordrunde über Kremmen

Lesezeit: < 1 Minute

oder »Erste mal in 2013«


Wie ich meinem Trainingsarchiv entnehmen kann, bin ich diese alt-bewährte Runde in 2013 noch gar nicht gefahren. Am 30. Dezember 2012 war ich auf der Runde das letzte mal unterwegs. Es war also an der Zeit!

Bedingt durch den Westwind war das Fahren mühsam und die Motivation, Höchstleistungen zu erbringen gering. Interessiert registrierte ich die vielen Strassenbaumassnahmen auf meiner Strecke. Ein Stau vor Börnicke führte zu einem bösen Motorradunfall wenige Minuten vor mir. Der Fahrer lag noch auf der Wiese und der Notarzt war noch nicht eingetroffen. Ich kam mit dem Schrecken davon.

Hinter Börnicke wurde es dann angenehm, denn nun endlich konnte ich den Schiebewind nach Hause genießen.

Klasse Ausfahrt, mit recht niedrigem Puls und bewölktem Himmel. Jetzt aber TdF mit Mont Ventoux Bergankunft gucken.

P.S. Ich habe heute leider kein Bild für Dich.

Tiri-Ruhlsdorf-Süd-Runde

Lesezeit: < 1 Minute

oder »Super-schöne Ausfahrt bei Kaiserwetter«


Heute war es endlich wieder soweit: Ich konnte mich, nach meiner auskurierten Verletzung am Knie, wieder auf meinen Renner schwingen um mit der Bande Spass zu haben.

Die Anfahrt über bekannte Wege war kurzweilig da, ich von der Teamchefin der Berlin Roadgirls begleitet wurde. Am Tirschenreuther-Ring staunten wir dann nicht schlecht, als sich vierzehn Radler/innen einfanden um sich auf Olegs Runde zu machen.

Der Weg war bekannt, das Wetter herrlich und die Beine gut, also ging es mit viel Fahrvergnügen™ nach Süden. Die vielen Wechsel und Gespräche ließen die Strecke wie im Flug an uns vorbei ziehen, so dass wir trotz des ständigen Westwindes, der uns heute zu fast keiner Zeit beim Vorankommen half, Blankensee erreichten.

Leckerster Eiskaffee und Kuchen wurde am großen Tisch in grosser Gruppe in der Sonne genossen. Zufällig traf wir beim Kaffee ein weiteres  Berlin Roadgirl, was zu einem Fototermin im gemeinsamen Team-Outfit genutzt wurde.

Nun war es nicht mehr weit, zurück in die Hauptstadt. Die letzte Herausforderung, der Willy lag vor uns, wurde mit ordentlichem Tempo passiert und mit einem alkoholfreien Weissbier an der Heerstrasse begossen.

Eine herrliche Ausfahrt mit sympathischster Gruppe! Mal sehen, was morgen so auf dem Zettel steht!?

Maratona dles Dolomites 2013

Lesezeit: 3 Minuten

oder »etwas mehr Höhenmeter per favore!«


Vor Jahren trug ein Rennradkollege ein Trikot vom Maratona dles Dolomites. Das Logo faszinierte und ich fasste den Entschluss, dort einmal mitzufahren. Nach unserer Nauders Reise im letzten Jahr fehlte ein Ziel für 2013 und schnell war der Fokus auf diesem Event.

Wunderschöne Natur und eine in Italien organisierte Jedermann-Radveranstaltung versprachen ein grandioses Rennrad-Erlebnis.

Maratona LogoWir meldeten uns also im Herbst 2012 an, das Los entschied für uns und wir planten unseren Rennrad-Sommer-Urlaub um dieses Event herum.

Heute früh um 3:30 Uhr war es dann soweit: Der Wecker klingelte so zeitig, damit wir um 4:30 Uhr abgefrühstückt und mit bester Laune unser wunderschönes Haus in Richtung Corvara verlassen konnten. Es stand noch eine Anreise von mindestens 30 Minuten mit unserem Transporter über den Grödner Pass bevor. Wir wussten nicht wie die Parkplatz- und Verkehrssituation im anderen Tal sein würde, und so wollten wir nichts riskieren und pünktlich am Start sein, was uns auch gelang.

Es blieb noch Zeit für einige Erinnerungsfotos bei 4°C bevor es endlich um 6:54 Uhr in den Berg ging.

Vor dem Start hatte ich schon einen riesen Respekt vor der Strecke, immerhin waren sieben Pässe auf knapp 138 km zu überwinden, was sich dann zu etwas über 4.000 Höhenmetern aufsummierte. Einmal auf den Mont Blanc bitte! Für einen Flachland-Tiroler wie mich ein fast undenkbarer Kraftakt.

Auch heute versuchte ich es wieder mit dem Motto »Einfach machen« und immer nach vorne schauen, was mich schonmal über die ersten drei Pässe brachte.

Die Strasse war zwar gesperrt, aber mich umringten so viel Jedermänner und -frauen, dass es sehr schwer für mich war, mein eigenes Tempo zu finden. Immer wieder mussten Rudel passiert werden, die einfach so den Berg hoch schlichen. Für eine leistungsstärkere Gruppe vom Start weg wäre ich aber auch nicht fit genug gewesen. Also locker angehen, kurbeln und schaun was geht.

Ich genoss die Abfahrten, soweit das bei den Temperaturen ging, und freute über die wärmende Sonne, die beim erneuten Passieren von Corvara so richtig zu strahlen begann.

Es lief für meine Verhältnisse ok und ich begann über die nächste grösste Herausforderung des Rennens nachzudenken: Den Passo di Giau. Der Pass dieser Veranstaltung – 29 Kehren mit Steigungen selten im einstelligen Bereich. Einige Radler machten Päuschen oder schoben gar ihr Bike. Das kam auf keinen Fall in Frage! So ein Pass muss am Stück gefahren werden! Die Kraft dafür war da, nur das Kopfkino wollte noch nicht so ganz und so musste der Garmin aushelfen: Zu jedem Zeitpunkt war die Restdistanz zum Gipfel, die restlichen Höhenmeter und – Strassenschild sei dank – die verbleibenden Kehren zu evaluieren. So kam bis oben nie Langeweile auf. Am Gipfel angekommen genoss ich für einen kurzen Moment die einmalige Rundumsicht, bevor ich mich in die Abfahrt stürzte. Viele gut asphaltierte Kehren warteten auf mich. Dass es lieber ein wenig vorsichtiger angegangen werden sollte, zeigte mir eine Ambulanz und ein daneben liegender Radfahrer. Wenige Kehren später war es dann leider auch schon um mich geschehen. Der Neigungswinkel meines Renners war wohl für den Untergrund in der Kurve zu groß und es legte mich am Ausgang eben dieser. Zum Glück blieb der Renner auf einer Wiese liegen und nicht an einer Leitplanke, und so konnte ich nach wenigen Minuten Sortierung und vielen Löchern in der Kleidung plus italienischer Straßen-Pizza an Knie, Hüfte und Ellenbogen, weiterfahren.

Am Rad waren zum Glück keine Defekte, die mich an der Weiterfahrt gehindert hätten und so machte ich mich auf die restlichen knapp 40 Kilometer. Nach 10 km erreichte ich am Wegesrand stehende Sanitäter, die mich vorbildlich versorgten und meine Wunden mit Alkohol desinfizierten.

Nun gab es nur noch einen eher seichten Anstieg hoch zum Passo Valparola und dann eine lange Abfahrt hinunter, die ich aber eher, aus Gründen, defensiv fuhr. Nun noch mal leichte 4 Kilometer hoch nach Corvara – durch den Zielbogen – geschafft.

Fazit: Wäre der Sturz nicht gewesen, ein sicher noch tolleres Erlebnis. Die Temperaturen am Morgen sind ein starker Dämpfer der Fahrfreude. Die Verpflegungen waren oft eher überschaubar organisiert und warme Cola ist nicht gerade mein Favorit. Die Streckensperrung und medizinische Versorgung war vorbildlich. Die gebotene Kulisse zum Berge fahren ist wohl einmalig auf der Welt.