Bernds-Blankensee-Feierabendrunde

Lesezeit: 2 Minuten

oder »Bolzen wie in alten Zeiten«


Früher™ hatte ich an Dienstagen öfter meine Schwielowsee-Runde als Feierabendrunde angeboten. In diesem Jahr fehlte mir dazu die Lust und Motivation und so war ich sehr froh, dass Bernd die Initiative ergriffen und eine immer Dienstags stattfindende Runde etablieren möchte.

Mir passte eine Bolzer-Runde heute gut in den Plan und so stand ich um kurz vor 18 Uhr am Tunnel und freute mich über die vielen Mitfahrer. Die Gruppe wurde ab Start in zwei Leistungsklasse geteilt. Mein Kettenbruder Ralph W. huschte noch vorbei und im letzten Moment konnte ich ihn bremsen und überreden, doch bei uns mit zu fahren.

Wir übernahmen die Führung und bretterten gleich ordentlich die Krone runter. Aua, das würde heute richtig Körner kosten. Nach der zweiten Führung mit Ralph entschloss ich mich für eine Planänderung; ein neuer Nachbar musste her. Ich würde sonst keine 50 km überleben. Geplant getan und so fand ich mit Julian einen unterhaltsamen Gesprächspartner und Führungsfahrer. Fein.

Die Wechsel wurden sauber ausgeführt und auch das Tempo wurde immer hoch gehalten, was mir sehr gut gefiel. In Stücken, am Wendepunkt gab es dann eine kurze P- und Riegelpause zum verschnaufen, bevor es zurück nach Norden ging.

Kurz vor Saarmund ereilte Julian noch eine Reifenpanne, die aber schnell behoben war. In Wannsee verabschiedeten wir uns hastig von Ralph W. und an der Krone von Georg II. Jetzt ging es nur noch zu sechst gen Willy.

Taktisch wurde in den Anstieg hinein gefahren. Ich wollte auf gar keinen Fall in Führung in den »Berg« gehen. Immer schön in der Mitte mitmischen, nicht abreissen lassen und dann auf den letzten Metern attackieren – das war mein Plan. Der heute auch zu meiner großen Freude aufging. Der Willy war meiner. Nice.

Das Postfenn fuhren dann Bernd, Ralph II und ich gemeinsam hoch, bevor wir uns von Tilo, Julian und Fabian verabschiedeten.

Eine hervorragende Runde, die ich in diesem Sommer gerne öfter fahren möchte. Danke fürs Mitnehmen!

Oderbruch-Runde

Lesezeit: 3 Minuten

oder »Kilometer- und Höhenmeter-fressen«


Für heute bot Sascha eine Tour in den Oderbruch an. Ordentlich Kilometer und auch ein paar Höhenmeter standen auf dem Zettel. Genau das richtige als letzte, umfangreiche Velothonvorbereitung.

Ich war positiv überrascht als um 10:30 Uhr viele bekannte Gesichter am zweiten Treffpunkt Landsberger Allee/Weissenseerstrasse auftauchten. Neben Sasche, dem Organisator, waren noch Oleg, Herbert, Marcin, Tilo, Julia, Wolfgang, Stefan R. und Fabian am Start.

Weniger begeistert war ich über das Regenradar, welches mir fast den Mut genommen hätte, überhaupt los zu fahren. Mein montiertes Race-Blade wurde erstaunt zur Kenntnis genommen und dann ging es auch schon los, raus aus der Hauptstadt, heute mal gen Osten.

Eine schöne Gruppe, gespickt mit Vielfahrern, da sollte das Feld harmonieren; tat es aber nicht, denn die Wechsel in der Führung klappten nicht sehr gut. Egal, wir waren ja zum Fahren hier und nicht zum Wechseln.

Nun kamen ein paar Hügel, nichts Ernstes, dafür mussten wir 100 km fahren, um den Oderberg zu erreichen. Ein Alpinist würde uns über diese Erhebung auslachen, aber wir hatten Spass an dem Kanten und Sascha gab »Sport-frei« bis Niederfinow.

Dort schreckten wir noch eine kleine Gruppe, um ein Eisenschwein herum, bei Frau Kühn auf, welche uns erst überholten und dann kassiert wurden. Die Jungs waren wohl so voll, wie wir leer. Nun musste schleunigst eine Kaffee-Pause eingelegt werden. Schnell war klar, dass keine Touristenfalle in Niederfinow in Frage kam. Lieber noch ein paar Meter kurbeln und in einem netten kleinen Bäcker mit Café an der Landstrasse in Falkenberg eingekehrt. Hausgemachter Kuchen und Apfelschorle sowie Kaffee gab’s als Belohnung. Herrlich!

Nun waren auch unsere Speicher wieder halbwegs voll und wir konnten uns an die kommenden Hügel machen. Erst den Falkenberg hoch, dann noch die Erhebung vor Prötzel. Irgendwie ging mir dort die Lust am Radfahren flöten. Schlimmer wurde es, als nun auch noch leichter Regen einsetzte, der beständig stärker wurde. Ein PowerBar Kokos mit Koffein gab mir wieder boost, es zurück in die Hauptstadt zu schaffen.

Herbert und Fabian konnten wollten nicht mehr und nahmen die Bahn in Strausberg. Das war für mich heute keine Option, denn ich wollte die 200 km knacken.

Das Koffein half mir, auch auf den letzen 45 Kilometern wieder konzentriert zu sein, obwohl durch meine verregnete Radbrille die Strasse nur schemenhaft zu erkennen war. Gepaart mit der schlechten Verzögerung der Bremsen ein nicht ganz ungefährlicher Sachverhalt.

Egal, wir erreichten unversehrt, aber durchnässt das Zentrum der Hauptstadt, in das mich Stefan R. kraftvoll hinein zog. Alle anderen waren schon vorher nach Süden oder Norden abgebogen.

Nach 202 Kilometern auf dem Garmin erreichte ich, leer aber zufrieden, meine HomeBase. Velothon-Vorbereitung fast abgeschlossen.

Tirschenreuther-Ring-Runde v4

Lesezeit: < 1 Minute

oder »Heute mal mit der ‚Alten-Garde’«


Heute waren einige Tourenangebote im Netz, ich entschloss mich aber für diese relativ kurze Runde mit Oleg im Süden der Stadt. Zum Einen wollte ich nicht alle Körner vor der langen, welligen Runde am Sonntag lassen, zum Anderen bin ich die ganze Woche nicht gefahren und wollte sehen was geht.

Fast ausschließlich, mir unbekannte Radfaher, schlugen um 10 Uhr am Tirschenreuther Ring auf. Auch schien mir als seien Oleg und ich, die Jungspunde dieser Runde. Kein Problem, wie man ordentlich fährt würden die wohl wissen … ich sollte mich irren.

Nachdem Oleg und ich die Doppelführung abgegeben hatte, fing die Bande erstmal an, Einerreihe zu fahren und sich so zu positionieren, das die Hintermänner nicht richtig Windschatten bekamen. Oleg erzählte mir von deren internen Rivalitäten und ich konnte mich nur wundern.

Nicht gerade ein Highlight des Gruppenfahrens war, was hier geboten wurde. Einfach entspannt in Zweier-Reihe fahren, egal wie der Wind weht, wäre mein Plan gewesen. Einige Mitfahrer konnten oder wollten aber nicht im Wind fahren und so kam es bei den Führungswechseln immer wieder zu tumult-artigen Fluchtversuchen aus der zweiten Reihe nach hinten. Ohje.

Die Pause bei Bäcker-Röhrig in Blankensee versöhnte mich wieder ein wenig und nachdem ich in Schenkenhorst links abbog, und mich von den Mitfahrern verabschiedete, konnte ich die letzten Kilometer wieder meinen Stiefel fahren. Wie angenehm. Morgen dann hoffentlich in homogenerer Gruppe auf langer Tour.