Oranienburg- > Usedom 2012

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oder »11 gegen den Wind«


Eine Woche nicht auf dem Rad zu sitzen, ist sicher nicht die richtige Vorbereitung für das Vorhaben Usedom Frühjahr 2012, und so machte ich mich mit einem mulmigen Gefühl um 5 Uhr auf den Weg nach Oranienburg.

Fast alle Kettenbrüder waren im RegionalExpress zum Start, als ich in Gesundbrunnen zustieg. Die Stimmung war gut und ausgelassen, denn Regen war wohl heute nicht zu erwarten, nur der orkanartige starke Westwind bereitete uns Kopfzerbrechen.

Als Oleg mit der S-Bahn eintraf ereilte uns die erste Hiobsbotschaft: Sein Schaltzug war in der S-Bahn gerissen und er konnte die Fahrt mit uns an die Küste schon gleich ab Start abhacken. Sehr sehr schade.

Um 6:16 Uhr ging es dann los, erstmal gen Osten mit ordentlich Schiebewind. Als wir dann aber Links nach Zehlendorf abbogen und den Weg nach Norden einschlugen, merkten wir was uns heute bevorstand: Starker Wind blies nun von Links und erschwerte das Vorankommen stark, denn in den hinteren Reihen in welchen man normalerweise windgeschützt pedallieren kann, wurde man heute ordentlich aufgemischt und der Wind zerrte überall in der Gruppe am Lenker.

Dann der nächste Defekt: Florian zerbrach sein Flaschenhalter, was nach wenigen Minuten Zwangspause allerdings behoben werden konnte. Ganz im Gegensatz zu der gebrochenen Schraube an Armins Vorbau, der ihn nur wenige Kilometer später zur Aufgabe der Fahrt zwang. Bitter, denn in dem Ort Zehdenick war nicht einmal ein Bahnhof und so musste er sich von dort abholen lassen.

Jetzt waren wir nur noch zu Elft, die sich dem Wind stellten. Auf der einen Seite konnten wir das Tempo recht hoch halten auf der anderen Seite sank die gute Laune nicht nur in den hinteren Reihen, denn energiesparenden Windschatten gab es eigentlich fast nie und so war Erholung vom Führung-Fahren nicht wirklich möglich.

Auch die Hügel wurden nun mehr und wir begannen uns nach der Rast in Woldeck zu sehnen. Dort angekommen wollte ich nicht wieder den Fehler der Touren nach Usedom im Vorjahr machen: Bloss jetzt nicht überfressen! Also nur einen Milchreis und Frischeiwaffeln gekauft. Diese dann mit den Kameraden geteilt und so ging es gestärkt, aber nicht voll, auf den zweiten langen Block.

Es wurde jetzt noch ungemütlicher, denn es gab keinen schützenden Wald mehr, sondern nur noch die mit hoher Umdrehungszahl rotierenden Windräder um uns herum. Die Stimmung sank Meter um Meter und es wurde geschimpft und geflucht. Aber alles Wehklagen half nichts: Es gab nur einen Weg: Nach vorne nach Ückeritz.

In Anklam gab’s dann eine zweite Pause, die uns allen gut tat. Jetzt waren es noch 47 km bis zum Ziel. Eine überschaubare Zahl. Die Aussicht auf ein wenig Rückenwind, auf den letzten Kilometern, ließen uns weiter gen Insel drücken. Der Ort Usedom wurde passiert und die Fahrt von mir freigegeben. Nun gab es kein ruhiger mehr und jeder konnte fahren, was das Zeug hielt und die letzten Körner hergaben. Leider verzockte ich mich an einem der letzten Hügel und wurde abgehängt.

Sebastian und Lukas machten sich uneinholbar davon. Ich konnte aber wieder zu Christoph, Florian und Ralph aufschließen. Auch Stefan kam wieder heran und so ging es zu fünft zum Ortsschild Ückeritz. Leider setzte ich zu früh zum Sprint an und verlor. Schon wieder verzockt. Egal, denn froh und zufrieden war ich trotzdem, das Tagesziel erreicht zu haben. Nach einigen Gruppenfotos und alleiniges Anbaden von Christoph, ging es rein zum Uetkick zu Hering satt, Pommes und isotonischem Hefeweissbier.

Schön wars, wenn denn der viele Wind und die lange Zugfahrt nach Hause nicht gewesen wären. Aber mit Rückenwind kann ja jeder da hoch fahren!

Kleine Bäckerrunde nach Fehrbellin

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oder »Radeln mir kleiner, aber feiner, Truppe«


Nachdem es gestern ständig regnete, war ich froh dass die Straßen heute halbwegs trocken waren und die Regenfront bereits in der Nacht durchgezogen war.

Dann war da noch das herrliche Tourenangebot von Tom, unserem Lieblingskonditor in Fehrbellin einen Besuch abzustatten. So gab es trotz Rückens, eigentlich keine Ausrede, heute nicht die schmalen Reifen über den Asphalt nach Falkensee zu rollen.

Um kurz vor ½11 traf ich am Rathaus ein, und Tom und Sebastian warteten schon. Wenig später kamen noch Herbert und Karsten hinzu. Also nix wie los, gen Western.

Am 4. März 2012 sind wir die kurze Runde bereits gefahren. Heute waren aber erheblich weniger Mitstreiter am Start und so würde es wohl härter werden. Es konnte nur in 1er-Reiher gefahren werden, aber die Wechsel klappten hervorragend und die Reisegeschwindigkeit war ständig auf einem ordentlichen Niveau.

Auf dem etwas welligeren Sektor kurz vor Fehrbellin wurde es Herbert dann doch zu flott und wir mussten das Tempo ein wenig reduzieren. Keine Problem, wir waren ja nicht auf der Flucht, sondern auf Kaffee-Fahrt!

So erreichten wir gemeinsam unseren geliebten Konditor und es wurde ausgiebig bestellt und geklönt. Leider indoor, obwohl das Thermometer kurzzeitig Temperaturen im zweistelligen Bereich zeigte, war es uns zum Draußen-hocken doch zu frisch.

Der Rückweg ging sich gut an, da wenig Wind wehte. Allerdings sah der Himmel fast ständig so aus, als würde er sich im nächsten Moment über uns ergießen. Bis zu Hause blieb ich aber trocken.

Dass wir mit der kleinen Gruppe fast 30 Minuten weniger für die Runde gebraucht haben, als im März, finde ich dann doch recht ordentlich. Danke fürs Mitnehmen! Gerne wieder!

1. Mai-Ausfahrt nach Luckenwalde

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oder »Großer Sport in kleinem Team«


Das heutige Tourenangebot im Web war übersichtlich und so entschloss ich mich, runter zum Tirschenreuther-Ring zu fahren. Ein klasse Ausgangspunkt für Rennradtouren in den Brandenburger Landkreis Teltow-Fläming.

Mit einer Anreise von 17,2 km ist ein genaues Timing für ein pünktliches Erscheinen erforderlich, aber mit den geplanten 45 Minuten kam ich wieder genau hin und Oleg, Alexander, Heiko, Stefan H., Samski, Marcin und Jurek warteten schon. Heiko drängte auf zügige Abfahrt da sein Zeitfenster heute begrenzt war. Nach kurzer Tourenbeschreibung von Stefan H., ging es dann auch schon los. Leichter Schiebewind half in der Führung flott den Speckgürtel der Hauptstadt zu verlassen und in nun satt-grüne und herrlich duftende Wälder einzutauchen.

Große Harmonie in der Runde und auch das Tempo war für alle gut zu fahren und niemand war unter- oder überfordert. Herrlich!

In Dobrikow bogen dann Heiko und Jurek ab um ihren Rückweg einzuläuten. Das bedeutete das nur noch 5 MitfahrerInnen am Start waren und so mehr im Wind gearbeitet werden musste. Kein Problem bei dem herrlichen Wetter!

In Blankensee gab’s wieder beim Bäcker Röhrig eine Einkehr mit lecker Rhabarberkuchen. Nach dem notorischen Flaschen-Füllen ging es zurück gen Hauptstadt. Mein Kaffee ging heute auf Sams Rechnung, da sie sich bei einer Kilometerwette mit mir, um wenige 100-Meter verschätzt hatte. Leider geil.

Hinter Philipstal sammelten wir noch einen einsamen Radler ein. Schon aus weiter Entfernung konnte ich Klaus-Henning an seinen braunen Lederschuhen erkennen. Ein weiterer Mellow-Johnny’sWerksfahrer Trikotträger half bei der Führungsarbeit nach Güterfelde. Von dort fuhren wir über Dreilinden zur Havelchaussee, auf der nicht nur die gefühlte komplette Berliner Motorradfraktion am Start war, nein auch die Morlock-Scooter Gang veranstaltete dort heute ihren Run. Als Außenstehender sicher nett anzusehen, als Rennradfahrer aber eine echte Qual, diese qualmenden Zweitakter vor einem auf der herrlichen Waldstraße – Havelchaussee – zu haben. Egal jeder wie er mag. Den Willy hoch wurde nocheinmal richtig Dampf gemacht und Sam versuchte fast erfolgreich vor mir oben zu sein. Respekt.

Jetzt noch ein lecker Alkfreies-Hefeweizen am S-Bahnhof Grunewald, ein perfekter Abschluss für einen perfekten Tag auf dem Rennrad. Danke fürs Mitnehmen, gerne wieder!