Große Bäcker-Runde nach Fehrbellin

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oder »Flott, lang & kalt«


Da von der gestrigen Tour noch ein paar wenige Körner übrig waren, freute ich mich heute mit dem A-Team die lange Runde zum dem Konditor nach Fehrbellin fahren zu dürfen.

Die Kleiderwahl war heute morgen besonders schwierig, da das Thermometer nur lausige 4°C anzeigte, für den Tag aber knapp 20°C prognostiziert wurden. Auch Christian fror an Fingern und Zehen, als ich ihn an der Ecke Paulsternstrasse einsammelte. Das Garmin Thermometer zeigte 2°C und dichter Nebel hing über der Stadt. Nach der Sonnen-Ausfahrt gestern, war ich nicht wirklich motiviert, heute 140-Kilometer-Plus abzuspulen. Die Kettenbrüder Tom, Sebastian, Mütze Karsten und Janeck, die nach und nach am Rathaus Falkensee eintrafen, waren auch »not amused«.

Aber mein all das Jammern half nichts, es gab nur eine Lösung für unser Problem: Zügig warm fahren. Der Gegenwind bis Friesack half uns gewaltig bei unserem Vorhaben und es wurde schon einige Körner dorthin gelassen.

Hinter Zoozen, kurz vor Nackel, wurde es dann für Christian zu viel und er bat uns alleine bis zum Bäcker weiter zu donnern rollen. Obwohl wir nun Rückenwind bis zum Kuchen hatten wurde eine Welle Mütze Karsten zum Verhängnis und auch er musste reissen lassen. Nun waren wir nur noch zu viert und ließen es zum Konditor noch mal ordentlich rollen.

Was hatte ich mich nach dem Kuchen gesehnt! Schon in Friesack projezierte ich das leckere Kuchenbuffet in meine Synapsen. Nun war es Wirklichkeit geworden: Ich stand direkt davor und durfte aus dem schier unüberschaubaren Angebot wählen! Welch Vergnügen!

Nach ausgiebigen Kettengesprächen garniert mit Kaffee und zwei Stück Gaumenfreude machten wir uns auf den Rückweg. Nicht das die 11:30-Uhr-Gruppe eintreffen sollte und der Kuchen-Stammtisch noch besetzt wäre. Also husch husch, die Räder gesattelt und zurück gen Westen mit leichtem Rückenwind immer die 4 auf dem Tacho im Auge. Auch die Sonne verwöhnte uns nun mit ihrer Wärme und das Thermometer zeigte nun zweistellige Temperaturen. Herrlich!

Gemeinsam ging es weiter, erst verabschiedeten sich Janeck, dann Tom und schließlich Karsten und Sebastian. Christian und ich fuhren weiter über Henningsdorf nach Tegel, die Ruppiner Chaussee, welche momentan komplett-saniert wird und zur Einbahnstrasse mutiert ist. Nervenaufreibend mit dem Renner. Diesen Sommer dann wieder in Zukunft über den Spandauer Forst nach Hause.

Fazit: Eine klasse Flotte Runde mit gut harmonierenden Kettenbrüdern. Das wir kurzzeitig Zwei verloren haben war kein Problem, schön ausgepowert. Danke fürs Mitnehmen!


Tirschenreuther-Ring-Runde v3

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oder »Endlich Frühling«


Das bei diesem Kaiserwetter gefahren werden musste, war klar. Nur mit ‚wem‘ und ‚wohin‘ entschied ich recht kurzfristig. Der Tirschenreuther-Ring diente auch schon in der Vergangenheit als Ausgangspunkt für Touren in den Landkreis Potsdam-Mittelmark, und Olegs Touren sind immer sportlich und kurzweilig.

Zu Siebt ging es raus auf bekannten Wegen und es wurde gleich ordentlich Druck gemacht. Die Wechsel klappten noch nicht so richtig – aber es ist ja noch früh in der Saison.  Nach gut 50 km mussten wir nach einem Reifenplatzer von Uwe eine Zwangspause einlegen, die sich aber bei diesem herrlichen Wetter problemlos ertragen ließ.

Die Kettengespräche während der Fahr waren sehr erquickend  und so verging die Fahrt und das Bügeln der paar Hügel wie im Flug, bevor wir, im wieder eröffneten, Bäckergarten in Blankensee einkehren konnten. Nach Kaffee und Kuchen in der wärmenden Sonne ging es flott zurück in Richtung Hauptstadt, und es wurde wieder ordentlich am Docht gezogen.

Nachdem Heiko. Christoph und mich nach Güterfelde gezogen hatte verabschiedeten wir uns und Christoph und ich fuhren noch die Havelchaussee inklusive »WIlly«, den wir zügig passierten.

Eine schöne Runde mit klasse MitfahrerInnen. Freu mich schon aufs nächste mal!

Mallorca Trainingscamp 2012 – Tag 8 – Cap Formentor

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oder »Leider heute nicht ganz nach Plan«


Nachdem heute für die Meisten Abreisetag war, konnten nur Christian, Alexander und ich, noch den vollen Sonnentag auf der Insel genießen. Dafür hatten wir uns einiges vorgenommen: Kloster Lluc, Sacalobra und Cap Formentor wollten in einem Rutsch gefahren werden. Das bedeutete rund 160 km bei knapp 3.000 Höhenmetern. Ein ordentlicher Schuh für den letzten Tag. Aber Erstens kommt es meist anders und Zweitens als man denkt.

Aber der Reihe nach: Nachdem wir uns von all unseren Kettenbrüdern und Schwestern beim Frühstück und auf dem Hotel-Vorplatz verabschiedeten hatten, machten wir uns auf den Weg, ein letztes mal in diesem Jahr, raus zum Peter-Maffay-Tal. Yosh, Herbert und Christoph wollten uns noch zum Kloster Lluc hinauf begleiten, denn ihr Flugzeug sollte erst gegen 17 Uhr starten; genug Zeit für einen kleine Runde.

Bei der Einfahrt ins Tal, oh Schreck, stand dort die Policia und Oltimer-Boliden kamen uns entgegen. Strassensperrung. Niemand außer den alten Belchbüchsen durften das Tal passieren. Frustriert machten wir uns auf der Schnellstraße auf nach Caimari, wo wir nach Lluc hoch wollten, um von dort nach Sacalobra zu gelangen.

Bei der Abfahrt hinunter nach Caimari spürte ich schon die Vorfreude auf den langen Anstieg, aber die Freude wurde wieder durch die Policia jäh gebremst, denn wieder versperrt die Oldtimer-Ralley die Fahrbahn. Viele Radfahrer waren frustriert und wendeten, da uns mitgeteilt wurde, dass für die nächsten zwei Stunden kein Durchkommen sein würde. Unseren Höhenmeter-Traum für heute mussten wir wohl beerdigen.

Also gut – Planänderung – weiter, flach, zum Cap Formentor, da würden uns die Ralley, welche vom teuersten Yachthaften Europas ausgetragen wurde, hoffentlich in Ruhe radeln lassen!?

Mit Herbert und Christoph bezwangen wir gemeinsam den ersten Anstieg hoch zum Aussichtspunkt. Yosh hatte sich schon in Port de Pollença von uns verabschiedet. Dort oben wurde noch ein letztes Erinnerungsfoto mit den Beiden geschossen, dann ging es für uns Drei weiter Richtung Leuchtturm, auf die 18 km lange Küstenstrasse.

Dort angekommen machten wir eine ausgiebige Pause in der Mittagssonne. Zu ausgiebig wie sich später heraus stellen sollte, denn als wir wieder unten am Playa de Formentor angekommen waren sperrte die Policia genau vor unseren Nasen die Strassen für den Ralley-Tross. Für mindestens die nächsten zwei Stunden würde hier kein Durchkommen sein.

Gut, dass Herbert und Christoph nicht mehr mit uns zum Cap geradelt sind, sie hätten sonst glatt ihren Flug verpasst. So blieb uns nicht anderes übrig als dem Motorsport-Tross dabei zu zu sehen wie es fossile Brennstoffe den Berg hinauf vergeudete und uns in der Sonne zu recken.

Danke ausgiebiger Gespräche über Gott Frauen und die Welt bei Kaffee und Cola, verging aber die Zeit wie im Flug und wir konnten den letzten Anstieg des Trainingscamps Mallorca 2012 unter die Räder nehmen. Mit lange nicht bewegten Beinen ein besonderes Vergnügen. Nun aber schnell zurück zum Hotel, Räder putzen und ein letztes mal das herrliche Buffet genießen. Morgen dann Abflug.

Tagesziel verfehlt, aber trotzdem viel Spass auf dem Rad gehabt.

Resümee zum Mallorca Trainings-Camp 2012 dann in einem späteren Beitrag. Gute Nacht!